10 Jahre Bolsa Familia

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10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon Berlincopa » Sa 2. Nov 2013, 17:38

Das von Lula initiierte Programm Bolsa Familia hat mit dazu beigetragen, Millionen von Brasilianern aus bitterer Armut zu führen.
Insgesamt mal ein Beispiel für ein funktionierendes Wohlfahrtsprogramm
http://www.forbes.com/sites/kenrapoza/2013/11/01/in-brazil-social-welfare-programs-worked/
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon mauritaner » Sa 2. Nov 2013, 22:49

Die Idee an sich war sicher nicht schlecht allerdings wenn man Leuten die oftmals noch nie gearbeitet haben Geld gibt was für diese ein vielfaches erscheint als wenn sie arbeiten würden dann werden diese sicherlich nie arbeiten gehen selbst wenn sie könnten.

Habe 5 jahre in Brasilien gelebt und im eigentlichen Sinne ist durch die Bolsa Familia denjenigen die arbeiten mehr weggenommen worden.
Man sollte einfach ein gerechtes System schaffen welches allerdings sehr schwierig ist denn in Brasilien sind so in etwa 100Millionen Menschen die keine Steuern zahlen somit einfach ein Ding der Unmöglichkeit.Durch die Bolsa Familia hat sich Lula eine Wahl gekauft bzw. durch die Urna Eletronica welche ja sehr leicht zu manipulieren ist.
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon moni2510 » So 3. Nov 2013, 00:57

10 Jahre Bolsa Familia = 10 Jahre Wiederwahl PT... que vergonha
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon cabof » So 3. Nov 2013, 08:38

Bolsa familiar, Hartz IV - Hilfe zur Selbsthilfe, sich bewegen - hüben wie drüben = unbekannt. Hartz IV in DE . über 50, da wird gezahlt und es kommt nichts mehr von der ARGE, nebenbei was jobben, dann stimmt die Kasse.
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon BrasilJaneiro » So 3. Nov 2013, 08:48

Traurig an jeder Wohlfahrt des Staates ist, dass sich (linke) Parteien damit ihre zukünftigen Wähler sichern und nur ein Interesse daran haben können, diesen Personenkreis in staatlicher vergüteter Armut zu belassen. Sonst droht Wählerwanderung. Deshalb ist es zweckhafter die Schuld immer bei den Reichen, Unternehmern und Besserverdienenden zu suchen, das Volk vor angeblichen Rechten und Rassisten zu warnen und einzuschüchtern und den geistigen Horizont des Volkes auf ein Minimum zu halten, dass man jeden Unmut im Volke mit ein paar Parolen aus der Welt schaffen kann.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon frankieb66 » So 3. Nov 2013, 10:24

Ola gente,

über "Bolsa Familia" kann man durchaus geteilter Meinung sein, was aber gar nicht geht sind z.B. "Bolsa Bandido/Cadeia" oder "Bolsa Crack", ganz abgesehen von "Bolsa Mensalao" für die armen käuflichen Abgeordneten.

Meus5centavos

Frankie
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon Itacare » So 3. Nov 2013, 12:29

Die Bekämpfung der Symptome ist natürlich einfacher und populärer als die Bekämpfung der Ursachen.

Andererseits - bin gewiss kein Freund der PT, aber haben sich da andere Parteien groß hervor getan?
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon Cheesytom » So 3. Nov 2013, 13:02

Unter FHC gab es ja schon die ersten "Sozialhilfeprogramme" für die Ärmsten im Land, wie "Auxílio Gás", "Bolsa Escola" und "Bolsa Alimentação". Lula hat diese Zahlungen zusammengefasst und ausgeweitet. Die Summen, die bezahlt werden kann man aber nicht mit z.Bsp. Hartz IV vergleichen. Es gibt hier viel weniger Geld, nämlich zwischen R$ 32 und R$ 306 und zwar für die ganze Familie:

Hier kann man sich anschauen,was, für wen gezahlt wird:

http://www.mds.gov.br/bolsafamilia/valores-dos-beneficios

Das ist nicht viel Geld, hat aber geholfen, den Hunger in Brasilien weitestgehend zu beseitigen und hilft dabei, dass Kinder statt an der Ampel zu betteln in die Schule gehen.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon Berlincopa » So 3. Nov 2013, 14:29

moni2510 hat geschrieben:10 Jahre Bolsa Familia = 10 Jahre Wiederwahl PT... que vergonha



Als vergonha würde ich es bezeichnen, einem Armen nicht zu gönnen, daß er eine (geringe) staatliche Unterstützung erhält.
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Re: 10 Jahre Bolsa Familia

Beitragvon Berlincopa » So 3. Nov 2013, 14:34

mauritaner hat geschrieben:Die Idee an sich war sicher nicht schlecht allerdings wenn man Leuten die oftmals noch nie gearbeitet haben Geld gibt was für diese ein vielfaches erscheint als wenn sie arbeiten würden dann werden diese sicherlich nie arbeiten gehen selbst wenn sie könnten.

Habe 5 jahre in Brasilien gelebt und im eigentlichen Sinne ist durch die Bolsa Familia denjenigen die arbeiten mehr weggenommen worden.
Man sollte einfach ein gerechtes System schaffen welches allerdings sehr schwierig ist denn in Brasilien sind so in etwa 100Millionen Menschen die keine Steuern zahlen somit einfach ein Ding der Unmöglichkeit.Durch die Bolsa Familia hat sich Lula eine Wahl gekauft bzw. durch die Urna Eletronica welche ja sehr leicht zu manipulieren ist.



Na ja, den unteren Einkommensschichten, die keine Lohn-/Einkommensteuer zahlen wurde ja nicht so viel weggenommen. Im Gegenteil: Durch das Geld, daß die ganz Armen nun zur Verfügung und zum Ausgeben haben, verdienen viele im unteren und mittleren Bereich. Indirekte Steuern zahlen allerdings auch die unteren Einkommensschichten, alleine schon dadurch, daß sie konsumieren.
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