2007 ist da!

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Was erwartet ihr von 2007

Es geht aufwärts!
8
33%
Es wird schlechter!
1
4%
Ich wander nach Brasilien aus!
8
33%
Alles bleibt wie es ist!
3
13%
Ich lass mein Arschgeweih entfernen!
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Ich heirate endlich!
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Ich trenne mich von meiner Partnerin/ Partner!
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Abstimmungen insgesamt : 24

2007 ist da!

Beitragvon tinto » Mo 1. Jan 2007, 19:43

Was erwartet Ihr von 2007?

Das ändert sich 2007

Von Christian Siedenbiedel


Wird teurer: Autofahren
01. Januar 2007
Finanziell müssen sich die Bürger im neuen Jahr auf Veränderungen einstellen. Die Steuern werden erhöht, Eltern erhalten mehr Geld, die Benzinpreise steigen und die Pendlerpauschale wird abgeschafft.


Elterngeld


Neues Jahr, neue Regelungen: Eine besonders weitgehende Veränderung bringt der Jahreswechsel für junge Familien. Für Nachwuchs, der nach Silvester geboren wird, kann man Elterngeld bekommen. Legen Vater oder Mutter eine berufliche Pause ein, zahlt der Staat ein Jahr lang 67 Prozent des letzten Nettogehaltes, maximal 1800 Euro im Monat. Das Elterngeld wird sogar vierzehn Monate gezahlt, wenn nach den zwölf Monaten auch der andere Elternteil eine Babypause einlegt oder höchstens 30 Wochenstunden arbeitet. Jetzt haben Väter also keine Ausrede mehr, wenn sie sich nicht an der Erziehungsarbeit beteiligen wollen. Gewarnt hat Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) allerdings davor, Geburten künstlich bis ins neue Jahr zu verzögern, um in den Genuß der Regelung zu kommen: Niemand solle wegen des Geldes die Gesundheit seines Kindes gefährden.


Benzinpreise


Vor dem Jahreswechsel noch mal richtig vollzutanken ist nicht dumm: Vom 1. Januar an wird das Benzin in Deutschland - wieder einmal - teurer. Grund dafür ist nicht nur die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, auch die staatlich verordnete Beimischung von Biokraftstoffen dürfte die Spritpreise in die Höhe treiben. Die Mineralölgesellschaften haben mehr oder minder alle schon angekündigt, daß bei ihnen die Preise steigen werden - ohne sich allerdings auf exakte Prozentsätze festzulegen. Das dürfte letztlich der Wettbewerb entscheiden. Rein rechnerisch verteuert allein die Anhebung der Mehrwertsteuer Benzin und Diesel um rund drei Cent. Die Biokomponente soll für weitere zwei bis drei Cent gut sein, wie es heißt. Die Schätzungen der Experten für den Preisanstieg zum Jahreswechsel liegen deshalb zwischen vier und sieben Cent je Liter.


Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte auf diese zu erwartende Entwicklung schon im Sommer hingewiesen. Aber müssen die Preissteigerungen wirklich sein? Zumindest der Automobilclub von Deutschland mit Sitz in Frankfurt bezweifelt das. Die Mehrwertsteuererhöhung könne ohne Preissteigerungen aufgefangen werden: „Die Gewinnspannen der Konzerne geben das her“, meint der Verband. Die Mineralölkonzerne widersprechen. Wer hätte das anders erwartet.


Pendlerpauschale


Viel stärker als die Anhebung der Mehrwertsteuer dürfte sich für viele Haushalte im neuen Jahr die weitgehende Abschaffung der Pendlerpauschale auswirken - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Bei so manchem Arbeitnehmer ist das schließlich bislang der für ihn wichtigste Posten der Steuererklärung gewesen. Künftig können Autofahrer die Pendlerpauschale nur noch dann in Anspruch nehmen, wenn der Weg zwischen ihrem Zuhause und dem Arbeitsplatz 21 Kilometer oder länger ist. Bislang wurde die Absatzmöglichkeit schon vom ersten Kilometer an gewährt.


Rund 15 Millionen der 25 Millionen Pendler in Deutschland dürften damit weniger oder nichts mehr zurückerhalten, schätzt der Bund der Steuerzahler. Besonders viele sollen es im Rhein-Main-Gebiet sein. Allein in Frankfurt gibt es nach Angaben des Amts für Statistik, Wahlen und Einwohnerwesen jeden Tag mehr als 300.000 „Einpendler“, die in die Stadt zum Arbeiten kommen, und mehr als 50.000 „Auspendler“, die in Frankfurt leben und in der Region arbeiten. Die Änderung trifft nicht nur Menschen, die mit dem Auto fahren, sondern auch solche, die Zug oder S-Bahn benutzen - auch das sind nicht wenige: Nach Angaben der Deutschen Bahn AG fahren im Rhein-Main-Gebiet jeden Tag etwa 440 000 Menschen mit Nahverkehrszügen und S-Bahnen; die meisten davon seien Pendler.


Reichensteuer


Wer reich ist, hat es schwer. Schon in der Bibel heißt es schließlich: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher das Himmelreich erlangt.“ Solcherlei Herausforderungen werden im neuen Jahr durch eine zusätzliche Belastung ergänzt, für die sich vor allem die SPD eingesetzt hatte - und um deren Namen gerungen worden ist. Weil gerade Reiche ungern vom Reichsein reden, hatten einige den neutraleren Namen „Steuerbalkon“ eingeführt. Andere hatten argumentiert, wenn es schon so etwas geben müsse, dann solle man es auch bei dem Namen nennen, der die ohnehin nicht zu verhehlende Absicht dahinter trifft: Reichensteuer. Auf jeden Fall gibt es künftig auf den Spitzensteuersatz von 42 Prozent einen Zuschlag von drei Prozentpunkten, wenn man mehr als 250.000 Euro im Jahr verdient. Bei Ehepaaren gilt eine halbe Million als Untergrenze fürs Reichsein.


Mehrwertsteuer


Viel ist darüber geredet worden, ob sie die Konjunktur absaufen lassen wird oder im Elan des Aufschwungs untergeht. Fest steht: Zum 1. Januar kommt die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz etwa für Lebensmittel hingegen bleibt davon unberührt, er beträgt weiter sieben Prozent. Eine Sonderregelung gilt außerdem für Bars und Restaurants in der Silvesternacht: Sie können auch nach null Uhr noch Umsätze zum alten Steuersatz tätigen - die Umstellung im laufenden Geschäft wäre vermutlich zu kompliziert gewesen. Spannend wird die Frage, wem im Handel es gelingt, die höhere Steuer auf die Kunden abzuwälzen, und in welchen Zweigen der Wettbewerb so stark ist, daß höhere Belastungen vom Gewinn abgehen oder von den Lieferanten getragen werden. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels rechnet mit mehr Insolvenzen in der Branche als bislang. Etwa ein Drittel der Geschäfte hat bei Umfragen angegeben, die Mehrwertsteuer gar nicht weitergeben zu wollen, ein Drittel hat angekündigt, dies erst im Lauf des Jahres versuchen zu wollen. Schon zwischen den Jahren sah man in vielen Geschäften auffallend viele Sonderangebote. Im Radio und im Fernsehen warben Unternehmen sogar damit, ihren Kunden die Mehrwertsteuer „schenken“ zu wollen. Aber: Mal sehen, ob nicht doch vieles teurer wird.


Zigarettenautomaten


Die Umrüstung der Automaten konnte man schon im zu Ende gehenden Jahr verfolgen. Zum 1. Januar aber wird es ernst. Zigaretten dürfen in Automaten nur noch verkauft werden, wenn dort eine Jugendschutzkontrolle integriert ist. Der Zigarettenkäufer muß eine Geldkarte oder EC-Karte mit Geldkartenfunktion in den Automaten schieben. Auf dem Chip der Karte ist schon von der Bank das Alter des jeweiligen Kontoinhabers gespeichert worden. Das kann der Automat abrufen. Ist man mehr als 16 Jahre alt, kann man anschließend entscheiden, ob man mit der Karte auch zahlen will oder lieber bar. Ausnahmeregelungen hat der Gesetzgeber beispielsweise für Automaten in Gaststätten vorgesehen, bei denen eine ständige Aufsicht gewährleistet ist. Bundesweit sollen mehr als eine halbe Million Automaten umgestellt worden sein - nur einige wenige unrentable wurden im Zuge der Vorbereitung auf die neue Regelung aufgegeben. Die Kosten sollen insgesamt bei 300 Millionen Euro gelegen haben.


Die Zigarettenindustrie befürchtet durch den komplizierteren Kaufvorgang zunächst leichte Umsatzrückgänge. Mit der Zeit aber würden sich die Kunden schon an das Verfahren gewöhnen, hieß es. In Studien war seinerzeit prophezeit worden, der Absatz an Automaten könne um 30 Prozent einbrechen, wenn man so etwas einführe. Vermutlich aber wird, wer künftig seinen Sohn zum Zigarettenholen schickt, ihm eben seine Karte mitgeben.

Text: F.A.Z.

Trends 2007:

Bye, bye Arschgeweih


Tattoos sind nicht mehr hip.
Lange waren sie der Renner, doch der Trend zu Tattoos und Piercings ebbt ab: Tätowierungen auf der Haut sind für 41 Prozent der Deutschen out. Vor drei Jahren sagten das nur 29 Prozent. Das Institut für Demoskopie Allensbach hatte 2000 Menschen dazu befragt. Auch Piercings verlieren an Popularität. 2003 hielten noch 61 Prozent der Bundesbürger diesen Körperschmuck für modern. Aktuell meinen das nur noch 41 Prozent. Sogar bei der Jugend unter 30 steht nur noch jeder zweite auf Tattoos und Piercings. Vor drei Jahren fand noch die große Mehrheit der jungen Leute den Körperschmuck hip.
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Schöne Grüße,
tinto
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