50% der Auswanderer scheitern kläglich

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon cabof » Di 25. Nov 2014, 06:48

Wenn jetzt jeder Fred in persönlichen Scharmützeln ausartet steige ich nach vielen Jahren Zugehörigkeit aus. Ist wirklich unterste Schublade. Jeder kann antworten was er will, aber bitte, ohne persönlich zu werden. Die Meinungen über Brasilien (D-A-CH) gehen auseinander, jeder kann seinen Senf dazugeben. Ich denke in erster Linie an die Newbies, die Infos über Brasilien abgreifen wollen
und sich erst einmal durch einen Wust von Beschimpfungen durchlesen... Admi ist gefragt - schädigt das Forum. Löschen oder in einen
neuen "Knalltüten" Fred verschieben, damit die Grundsubstanz "Brasilienfreunde" erhalten bleibt. Sorry - aber es ist so. Ich bin davon überzeugt, das einige Heinis nicht nur hier ihren Lebensfrust ablassen, die trollen netzweit. Das Nebenforum ist zwar fast tot aber es gibt dort keine Anfeinndungen (so weit ich das ersehen kann). Brasilienfreunde soll aber auch nicht heissen, das alles in Butter ist, Kritiken und pers. Erfahrungen mit diesem Land sind durchaus angebracht, die Tendenz geht (leider) mehr ins Negative. Verfolge auch die Weltpresse, DE (Ausländer) lassen durch Gewalt auch ihr Leben in Thailand, Tobago usw. - ich lese noch eine Weile mit - hört ihr nichts mehr von mir, dann bin ich ausgestiegen. Schön`s Tächle allen.
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon Shanghai » Di 25. Nov 2014, 10:20

Ich finde das Thema sehr interessant, finde die Beiträge aber zu negativ, was sicher auch am Titel liegt. Mich würde viel mehr interessieren, was Leute richtig gemacht, bzw. welche Fehler sie vermieden haben.

Ich bin seit 2008 immer wieder in Brasilien gewesen, habe angefangen Portugiesisch zu lernen, habe Erfahrung als Expat in Asien und bin auch nicht verarmt. Ich stand schon zwei mal kurz davor nach Brasilien auszuwandern und habe im letzten Moment zurückgezogen, nicht aus Angst, sondern weil die Begleitumstände nicht stimmten. Und mit Begleitumstände meine ich, dass ich aufgrund von Abhängigkeiten dabei war, die Kontrolle über die Situation zu verlieren.

Man kann meines Erachtens ein Business - und darauf läuft es ja bei Auswanderern im Gegensatz zu Expats am Ende hinaus - generell nicht auf einer Vertrauensbasis und Abhängigkeit von Dritten erfolgreich aufbauen. Nicht in D-A-CH und schon gar nicht in Brasilien. Spätestens in dem Moment, in dem das Geschäft floriert, kommen dann die Probleme.

Für jemanden wie mich, der über ein Investorenvisum kommen muss, gibt es aber durchaus positive Entwicklungen. Die Gesellschaftsform Eireli hilft enorm, da ich keinen zweiten Gesellschafter mehr benötige. Ich bin bei der Suche nach Socios immer nur an Nichtsnutze geraten, die mir das Geld aus der Tasche ziehen wollten. Warum sollte ich jemanden an meinem Unternehmen beteiligen, nur weil er Brasilianer ist. Das würde man doch in D-A-CH auch nicht machen, oder?

Das die Eireli Gesellschaftsform auch noch die steuerliche Abrechnung nach Simples Nacional bei Jahresumsätzen bis ca 1,1 Mio. Euro zulässt, ist großartig. Ich bin nie durch das komplizierte brasilianische Steuersystem durchgestiegen. Auch ein Grund nicht zu gründen. Manche sagen, dass kann man ja den Steuerberater machen lassen, aber damit begibt man sich gleich wieder in eine Abhängigkeit und wird geschröpft. Außerdem erkläre mir bitte mal jemand, wie man eine Preis-/Kostenkalkulation für seine Produkte oder Dienstleistungen machen will, wenn man die Kosten (Steuern) nicht berechnen kann. Eireli ist zumindest für mich ein großer Fortschritt und widerlegt meine ursprüngliche Vermutung, dass die Gesetze in Brasilien bewusst so gestaltet werden, dass Ausländer leicht über den Tisch gezogen werden können.

Außerdem ist Brasilien mit Simples Nacional ja geradezu ein Steuerparadies für Unternehmen bis 1,1 Mio. Umsatz. Ich verstehe gar nicht, warum es immer heisst die Steuern sein in Brasilien so hoch. Insbesondere für das Endkundengeschäft (B2C) sind 17-22,5 % Pauschalsteuer doch ein Traum, bedenkt man, dass in Deutschland die Umsatzsteuer allein bei 19% liegt. das sind doch tolle Bedingungen für Einsteiger.

Ihr habt natürlich recht, Brasilien ist sehr teuer geworden. Auf der anderen Seite hat sich der Real deutlich gegenüber dem Euro abgeschwächt, was Neueinsteigern entgegen kommt. Vor 2-3 Jahren war der Kurs noch bei ca. 2,35, heute bei ca. 3,20.

Es wird viel darüber gejammert, wie kompliziert alles ist. Ich sehe darin durchaus einen Vorteil. In Hong Kong z.B. ist es derart einfach ein Unternehmen zu betreiben, dass das jeder kann. Wer es jedoch in Brasilien schafft zurecht zu kommen und gelernt hat die vielen Klippen geschickt zu umschiffen, der gelangt allein damit zu einer hohen Wertschöpfung, die, so zumindest mein Eindruck die wenigsten monetarisieren.

Ich nehme an, dass die meisten von euch noch ihren europäischen Pass haben. Ihr könntet also fast alle "zurück nach Hause", geht aber nicht. Irgendwas muss euch ja mit Brasilien verbinden, was stärker ist, als die Probleme.
Zuletzt geändert von Shanghai am Di 25. Nov 2014, 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 25. Nov 2014, 10:32

zagaroma hat geschrieben:Hahahahaha, da sind wir einen Troll los und schwupps, poppt der nächste hoch. Dieser is auch noch so'n richtiger Prolet..... =D> =D> =D>



Trolle bewegen sich im Forum immer mit mehreren nicks und schreiben sich gegenseitig.
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon Trem Mineiro » Di 25. Nov 2014, 11:39

Oi Shanghai
Schau dir die Überschrift an und den Tenor des TEs, dann kannst du hier sicher nicht viel erwarten.
Insgesamt ist das Forum ja auch kein „Auswandererforum“, hier treffen sich mehr Brasilien-Touristen, Langzeiturlauber bzw. Rentner/Aussteiger. Dazu ein paar Expats wie mich, die ihren Aufenthalt manchmal endlich verlängert haben und ein paar Auswanderer, die ihren Freundinnen/Frauen hinterhergezogen sind.
Auswanderer mit Existenzgründer-Absicht und entsprechender Vorbereitung/Planung/Kapital gib es hier kaum. Wie Zagaroma schreibt, gibt es die in geringer Anzahl, die haben aber andere Sachen zu tun, als hier in diesem Forum zu schreiben. Was in so einem Forum läuft kann man ja hier sehen. Kein Thread ohne Störungen und Anfeindungen.
Früher gab es hier mal 2 geschlossene Foren, eins für Frauen und ein für Investoren, die sind aber mangels Masse eingeschlafen, war wirklich kein Bedarf.
Hier tauchen immer mal wieder Ideen über Auswanderung auf, gibt aber wohl Leute die das mal durchgezogen haben, Logistiker ist wohl die Ausnahme, an die ich mich jetzt erinnere. Dazu haben sich die Zeiten geändert, zu Zeiten von Zagaroma war Brasilien ein anders Land, heute ist von dem Land nur das schöne Wetter übriggeblieben.

Aber nochmal zurück zur Auswanderung als Existenzgründung. Das Grundproblem ist wohl erst mal die Tatsache, dass die Felle in Brasilien bereits seit hundert Jahren verteilt sind und das sich das System gegen alles was von außen kommt, schützt, sei es mit Bürokratie und Zöllen oder mit Standesregeln und Hinterzimmer-Clubs, versteckten Gesprächskreisen bis hin zur Kartellbildung und Korruption.
Bleibt also für die Existenzgründung nur ein Nischenprodukt. Früher hätte ich auch einer Industrie/Handelsvertretung eine gute Chance gegeben. Heute sehe ich das kritischer, weil sich das Umfeld für Exporte nach Brasilien hinein geändert haben. Importierte Produkte sind durch den Kurs wieder recht teuer geworden und auf der Zollseite werden die Barrieren bereits wieder höher angesetzt. Zeit, in denen wir ganze Stahlwerke nach Brasilien geliefert haben, größtenteils steuerbefreit, sind vorbei. Dazu wächst die brasilianische Industrie seit Jahren nicht mehr, der Markt schwächelt enorm.

Ich weiß nicht was du planst, aber letztendlich hängt eine Investition in Brasilien vom Produkt bzw. der Dienstleistung ab, die du anbietest und evtl. noch vom Kapital was du hast. Der Rest ist Philosophie, über die sich nicht ernsthaft zu diskutieren lohnt.

Viel Glück

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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon amazonasklaus » Di 25. Nov 2014, 14:08

aron hat geschrieben:aus lauter freundlichkeit nenn ich dich mal "Astloch". Wenn Rechtschreibefehler tatsächlich dein einziges Argument ist, dann schaufle doch bitte im Garten ein 1.8 tiefes Loch und spring da rein. Wenn du mir deine Anschrift bekannt gibst komme ich gerne zum 'zuschaufeln'. Solche Kacke braucht es schlichtweg nicht. Verstanden oder braucht es noch Nachhilfe?

Netter Versuch, nur lasse ich mich nicht auf dein primitives Niveau ein. Wie man an deiner Reaktion jedoch sieht, findest du es selber auch nicht schön, als Loser, meinetwegen auch Looser, bezeichnet zu werden. Was, mein lieber Troll, gibt dir also die Berechtigung, die Hälfte der in Brasilien ansässigen Deutschen auf diese Weise herabzuwürdigen?
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon zagaroma » Di 25. Nov 2014, 16:12

Trem Mineiro hat geschrieben:Dazu haben sich die Zeiten geändert, zu Zeiten von Zagaroma war Brasilien ein anders Land, heute ist von dem Land nur das schöne Wetter übriggeblieben.

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Trem, ich bin seit knappen 6 Jahren hier und ja, ich habe noch relativ billig ein Haus kaufen können und freue mich über die Wertsteigerung. Aber sonst sehe ich eigentlich nur positive Entwicklungen. Es ist viel mehr Geld im Umlauf und unsere Gegend hat sich rasend schnell von ärmlich zu Mittelstand entwickelt.

Wir sind die Auswanderung genauso angegangen, wie man es eigentlich überhaupt nicht machen soll. Wir haben uns im Urlaub Olinda ausgesucht, sind zu einem Rechtsanwalt gegangen und haben gleich das Visum beantragt. Es kam für uns nur das Investoren-Visum im Frage, und ich habe gesagt na gut, mir wird schon was einfallen.

Dann sind wir nach Hause geflogen, haben unser Haus in Italien verkauft, den Container gepackt und auf die Reise geschickt und sind wieder nach BRA geflogen. Hier sassen wir dann erstmal im Hotel mit Mietauto, kannten keine lebende Seele, konnten die Sprache nicht und hatten keinen blassen Schimmer, was nun. Der Anwalt hatte inzwischen die Firma gegründet und wir haben die erforderliche Summe für das Visum auf das neue Konto in BRA überwiesen.

Der Plan war, das erste Jahr damit zu verbringen, sich zu orientieren, die Sprache zu lernen und Arbeitsmöglichkeiten zu sondieren. Wir haben nach 2 Monaten das richtige Haus gefunden und es total umbauen lassen. Dazu haben wir einen guten Architekten verpflichtet (empfohlen von dem Besitzer des Hotels, in dem wir anfangs wohnten) und das war die beste Investition von allen, weil wir weder was vom Bauen noch die Sprache verstanden. Nach weiteren 4 Monaten konnten wir den Container auslösen und einziehen.

Da konnte ich dann die Sprache schon einigermassen und habe angefangen, das soziale Umfeld zu erkunden. Bin in Clubs, zu Festen, habe mich bei den Nachbarn vorgestellt. Eine Bekanntschaft zieht viele andere nach sich. Die Damen haben immer sehr meinen Schmuck aus Rom bewundert und das hat mich aufmerksam gemacht.

Ich bin dann durch alle Juwelierläden der Stadt, in alle Shoppings und habe mir das Angebot genau angesehen. Und ich habe erkannt, hier gibt es eine Nische für mich. Das Geschäft kenne ich gut, mein Freund ist vom Fach und ich habe gelernt. Also her mit den Sachen aus Rom. Statut der Firma geändert und schwupps, war ich die neue Juwelierin in der Stadt.

Der Rest ist Geschichte. Alles läuft inzwischen reibungslos. Natürlich muss man durch alle Schwierigkeiten, mit Mitarbeitern, Behörden, Zoll etc. Ich habe hart gearbeitet, echt. Aber es hat sich ausgezahlt. Jetzt bin ich in den zwei grossen Messen in Olinda, wo die Plätze hart umkämpft sind und man in 10 Tagen sechsstelligen Umsatz machen kann, wenn man die richtige Ware hat. Ich habe 3 zuverlässige Verkäuferinnen, die mit dem Musterkoffer im Interior rumfahren. Habe Lehrgeld bezahlt und das Ruder öfter mal neu ausrichten müssen. Aber hey, das ist doch überall so.

Beim Auswandern kommt es einzig und allein darauf an, wieviel Nerven, Lernfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Initiative man hat und ob man wirklich arbeiten will. Wir hatten natürlich den Vorteil, dass wir schon wussten, was auf uns zukommt, wir hatten das ja schon bei dem Umzug nach Italien durchgemacht. Da geht man das alles schon etwas gelassener an.
Wenn ich "wir" sagen, meine ich meine 78-jährige Mutter und mich. Gott sei Dank ist sie genauso furchtlos wie ich!
Und wir hatten durch den Verkauf unseres Hauses in Italien eine halbe Million Euro in der Bank, das hilft natürlich auch.
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon Trem Mineiro » Di 25. Nov 2014, 17:19

Hallo Zagaroma
Danke für den Bericht. Ihr habt natürlich außer dem Kapital (was natürlich den Druck des sofortigen Erfolges genommen hat) auch die Nische gefunden, die man braucht. Was habt ihr denn vorher gemacht bzw. was war der ursprüngliche "Firmenzweck".

Mein Hinweis auf die schlechteren Bedingungen gegenüber früher bezog sich mehr auf andere Gebiete wie die Industrielle Entwicklungen, Import oder industrielle Dienstleistungen wie SAP-Einführung. Im Konsum-Bereich ist dass sicherlich anders. Da kann importado und hochpreisiges ehr ein Vorteil sein.

Gruß
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon Colono » Di 25. Nov 2014, 17:23

Auch mir haben viele vor einer Auswanderung nach Brasilien abgeraten, genauso wie vorher vor einer beruflichen Selbstständigkeit. Ist einfach eine deutsche Eigenart nichts abseits des Mainstream zu unternehmen.

Ich habe mir ūberlegt ob ich hier ebenfalls meine "Mein Haus, mein Auto, mein Bootstory" öffentlich machen soll. Nein ich werde es nicht tun um kein Feindbild zu erzeugen. Nur eins sei gesagt: Ich habe meine Auswanderung gut zehn Jahre vorbereitet um es mindestens weitere 10 Jahre hier aushalten zu können. Nun, ich bin immer noch hier und wenn ich zukūnftig nichts falsch mache, brauche nicht reuig heimzukehren um abzuhalftern.

Was ich damit sagen möchte, wenn man vor hat seine Beinfessel hinter sich zu lassen und hier ein vollkommen neues Leben aufzubauen, soll man es tun. Es werden hier genug Leute mit Ideen und Fähigkeiten gebraucht. Allerdings man sollte sich einbringen und nicht versuchen Brasilien so zu machen wie man es braucht.
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon Brazil53 » Di 25. Nov 2014, 18:04

zagaroma hat geschrieben:
Trem Mineiro hat geschrieben:Dazu haben sich die Zeiten geändert, zu Zeiten von Zagaroma war Brasilien ein anders Land, heute ist von dem Land nur das schöne Wetter übriggeblieben.

Trem Mineiro



Der Plan war, das erste Jahr damit zu verbringen, sich zu orientieren, die Sprache zu lernen und Arbeitsmöglichkeiten zu sondieren.


Dazu sollte ein Auswanderer in der Lage sein, egal in welches Land man gehen möchte. Mit zu wenig Eigenkapital und Zeitdruck gefährdet man die beste Geschäftsidee.


Da konnte ich dann die Sprache schon einigermassen und habe angefangen, das soziale Umfeld zu erkunden.


Das ist auch ein wichtiger Punkt und wird vielfach unterschätzt.

Ich bin dann durch alle Juwelierläden der Stadt, in alle Shoppings und habe mir das Angebot genau angesehen. Und ich habe erkannt, hier gibt es eine Nische für mich. Das Geschäft kenne ich gut, mein Freund ist vom Fach und ich habe gelernt.


Wenn man nicht in seinem speziellen Fach weitermacht, dann geht es meistens schief, weil alle anderen einen riesigen Vorsprung haben und man schnell in eine Falle läuft.

Beim Auswandern kommt es einzig und allein darauf an, wieviel Nerven, Lernfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Initiative man hat und ob man wirklich arbeiten will.


Und das ist eine Grundvoraussetzung für eine Selbständigkeit, die auch Nachhaltig ist. Alles ist immer im Wandel. Und diese Eigenschaften haben nur wenige Menschen.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg =D>
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Re: 50% der Auswanderer scheitern kläglich

Beitragvon zagaroma » Di 25. Nov 2014, 18:30

Trem Mineiro hat geschrieben:Hallo Zagaroma
Danke für den Bericht. Ihr habt natürlich außer dem Kapital (was natürlich den Druck des sofortigen Erfolges genommen hat) auch die Nische gefunden, die man braucht. Was habt ihr denn vorher gemacht bzw. was war der ursprüngliche "Firmenzweck".


Ja, das war witzig. Als wir da bei dem (vom Konsulat empfohlenen) deutschen Rechtsanwalt in Olinda im Büro sassen, war das überhaupt unser erstes Gespräch über die Einwanderungsbedingungen. Wir hatten keinen Clou. Also erfuhren wir, dass für uns nur das Investoren-Visum machbar sei und ich sagte na gut, mir wird schon was einfallen. Dann fragte der Anwalt, was für eine Firma ich denn gründen möchte und so aus dem Stegreif fiel mir garnichts ein. Er fragte dann, ob ich Sprachen könnte und ich sagte ja, ich kann fliessend Deutsch natürlich, Englisch und Italienisch. In Rom hatte ich jahrelang für den staatlichen Fernsehsender RAI die Dialog-Übersetzungen gemacht zum Synchronisieren von Filmen und TV-Serien aus den USA. OK sagte er, dann machen wir ein Übersetzungsbüro. Ich sagte aber Portugiesisch kann ich garnicht und er sagte macht nix, das kommt schon noch und später sehen wir weiter.
Und so habe ich "Euro-Traduções LtdA." gegründet. Der Anwalt selbst übernahm 1% der Firma als zweiter Teilhaber.
Kann man das noch naiver angehen? :mrgreen:

Aber ich habe die permanência bekommen und jetzt sogar die Verlängerung. Nun brauch ich mich aus Altersgründen nicht mehr weiter bemühen. Es lohnt sich doch, einen Profi zu bezahlen!
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