Hallo Gemeinde
Ach, wie tun mir die ausgewogenen, zurückhaltenden aber positiven Kommentare von Lemi über Minas Gerais so gut.
Ich liebe Brasilien, seine Strände im Nordosten, die ich gerne immer wieder besuche, angefangen von Bahia bis Maceio und Receife. Joao Pessoa kenn ich leider noch nicht. Sao Luiz und Fortaleza nur von kurzen Dienstreisen. Ich liebe auch den Süden wegen seiner Organisiertheit, seine Ruhe, Infrastruktur und Kultur.
Aber das Leben besteht ja nicht nur aus Freizeit und Urlaub, irgendwie muss ich ja auch meine Brötchen verdienen und das bedeutet für Ausländer ja meistens, das sie sich, wenn sie nicht grade als Möbeltischler verdingen, sie Know How oder sonstige Dienstleistungen an den Mann/Frau bringen müssen. Und da hat man natürlich immer mit Menschen zu tun.
In den letzten 10 Jahren habe ich festgestellt, dass dieses am einfachsten in Minas Gerais und auch noch in Sao Paulo geht (wahrscheinlich aber auch im Süden) Die Mineiros sind da sehr zielstrebig, aufgeschlossen, aber auch sehr kritisch, weil man wegen der zurückliegenden teilweise unglücklichen industriellen Entwicklungspolitik mit den Industrieländern, besonders mit den Japanern, nicht immer die besten Erfahrungen gemacht hat.
In sofern ist für mich als Arbeitsplatz im industriellen Bereich der Staat Minas Gereis einer der günstigsten Standorte, der zur Zeit ja auch eine stürmische Entwicklung durchmacht. Und mit den Mineiros kann man eben gut zusammenarbeiten, besonders auf technischer Ebene.
@Thomas
Da du ja einen Doppelwohnort angegeben hast interpretiere ich das so, dass du in Joao Pessoa deine Brötchen verdienst und in Berlin Urlaub machst und sich von dem brasilianischen Stress erholst.

Gott sei dank kannst du ja die Verführungen durch Strand und Strandschönheiten meistern und dich dort voll auf deine Arbeit konzentrieren. Ich hätte da meine Schwierigkeiten.
Ich hatte mal im Auswanderer Thread gefragt, wer den wo sich hier in Brasilien eine Existenz aufgebaut hat. (außerhalb von Entsendungen, Tourismusbranche, Hochschullehrern und Aussteigern) Die wenigen die ich kenne, arbeiten dann auch alle in Minas. Ansonsten hat sich bisher niemand gemeldet.
Gruß
Manfred
Hoffentlich kann ich bald mal wieder aus dem grauen BH heraus an die Strände, meinen Besuch bei Neto habe ich leider schon 2 mal verschieben müssen. Langsam bin ich urlaubsreif.