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 Betreff des Beitrags: 60% aller Brasilianer verdienen < 3 salario minimos
BeitragVerfasst: 04 Okt 2005 16:26 
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Registriert: 26 Nov 2004 21:23
Beiträge: 2034
Maioria dos trabalhadores brasileiros ganha até R$ 900

Fonte: INVERTIA

A maioria dos trabalhadores com carteira assinada no País (59,5%) ganha de um a três salários-mínimos.

Do total de trabalhadores inclusos na Relação Anual de Informações Sociais (Rais) de 2003, base de dados para pesquisa, 4,7% ganham até um salário-mínimo; 16,2% ganham entre três e cinco mínimos; 12,3% ganham entre cinco e dez salários-mínimos e 7,1% ganham mais de dez mínimos.

Dos trabalhadores com rendimento até um salário-mínimo estão:

41,7% na região Nordeste,
34% no Sudeste e
11,9% no Sul.

Na faixa acima, entre um e três mínimos, a proporção muda:

19,1% do Nordeste;
49% do Sudeste e
19% do Sul.

Na comparação com a pesquisa anterior, aumentou a participação de empregados que ganham até três salários mínimos de 58,1% para 64,2% e diminui a porcentagem daqueles que ganham mais.



Man sieht sich,
Lemi

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BeitragVerfasst: 04 Okt 2005 17:40 
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Zitat:
59,5% ganha de um a três salários-mínimos.
4,7% ganham até um salário-mínimo
16,2% ganham entre três e cinco mínimos
12,3% ganham entre cinco e dez salários-mínimos
7,1% ganham mais de dez mínimos.

99,8% ganham dinheiro....

Hm, fehlen 0,2%... sind das die, die Ihr Geld mit zur Arbeit bringen? Oder gar Sklaverei...?

Grübel
Ursinho


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BeitragVerfasst: 04 Okt 2005 18:25 
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Registriert: 26 Nov 2004 21:23
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Hi Ursinho,

nicht so kleinlich ..... wir sind doch in Brasilien ! Da repräsentieren doch 0,2% doch gerade mal 360.000 Leute und wenn man bedenkt, dass nur die im Arbeitsalter befindliche Bevölkerung berücksichtigt werden darf, sind es wohl nicht mal mal 200.000 Menschen ............... denk dir einfach Juiz de Fora gäbs nicht auf der Landkarte! Würde es jemand merken ? :wink:

Was mich viel mehr stutzig gemacht hat, sind die 4,7% Mindestlohnverdiener ! Hier hätte ich locker darauf getippt, dass das Komma zwischen der 4 und der 7 nicht existent ist.

Der Bericht weisst aber auch klar darauf hin, dass es sich um eine Erhebung handelt, bei denen der AN eine "Carteira asssinada" hat. Aber wieviel Prozent sind das vom Gesamten ? Und eine weitere Frage wäre, wieviel % der Leute, die illegal arbeiten (also ohne Carteira), verdienen mehr als ein Salario minimo ? Meines Erachtens sehr wenige. Die einzigen illagelen "Arbeiter", die mehr als 1 SM verdienen, düften den mafiösen Kreisen der Drogen-, Waffenhandel- oder Paraguayschmuggelszene angehören.

Diese Daten wären weitaus interessanter und gäben erst einen Eindruck vom Gesamtbild Brasiliens. Wahrscheinlich gibt es solche Daten auch (zumindest geschätzt), aber man will sie sicherlich nicht um jeden Preis der Öffentlichkeit offenbaren. :evil:



Man sieht sich,
Lemi

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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 05:45 
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Hallo Lemi,

>Was mich viel mehr stutzig gemacht hat, sind die 4,7% Mindestlohnverdiener ! Hier hätte ich locker darauf getippt, dass das Komma zwischen der 4 und der 7 nicht existent ist.

Ich denke mal, dass die Mindestlohnverdiener in den 59.5% enthalten sind (de um a tres salarios-minimos) und diese 4.7% diejenigen sind, die weniger verdienen.

Gruss, Holger


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 Betreff des Beitrags: Salarío
BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 17:18 
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Registriert: 21 Okt 2005 17:00
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Wir wollen doch mal ehrlich sein...

vertraue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast... :wink:

Die Realität sieht doch so aus, das wirklich knapp 3/4 der Registrierten Arbeitnehmer einen Salarío minium haben. Oder?

Und von den restlichen 25% gibs noch die Besserverdienen und die Hochverdienten.
Also, was ich hier in Brasilien sehe, ist, das der sogenannte "Mittelstand" hier den Salarío minium hat. Zumind. sind das die Gehälter meiner ganzen Bekannten und Nachbarn u.u.u. Und diese nennen sich selbst nicht "arm" sondern "Mittelstand"... mit 300R$ in Monat.... oder 500R$ mit vielen vielen Überstunden.. oder 900R$ mit zusätzlichen Nebenbeschäftigungen..

Naja... ist nicht dolle oder? :roll: :?

Gruss aus
São Paulo


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BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 18:09 
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Registriert: 26 Nov 2004 21:23
Beiträge: 2034
Hi Vinhedense,

also bei uns wohnen die SM-Empfänger allesamt in den Favelas. Von 300 R$ kann man doch gerade mal einen Cesta básica und die Miete in der 20m2-Hütte bezahlen. Strom, Wasser geht vielleicht auch gerade noch so. Zu mehr reichts nicht.

Zum Mittelstand gehören die SM-Empfänger beiweiten nicht. Der geht wohl erst ab einem Salario von ca. 1000 R$ los.



Man sieht sich,
Lemi

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 Betreff des Beitrags: Salarío
BeitragVerfasst: 21 Okt 2005 19:27 
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Registriert: 21 Okt 2005 17:00
Beiträge: 147
Wohnort: Sao Paulo
Hi Lemi,
ich denke, das kommt wahrscheinlich drauf an, wo man wohnt. Die meissten sind ja Doppelverdiener. Ehepartner arbeitet, Kinder arbeiten, dann wohnen die meissten mit der gesammten Familie noch zusammen. Ist etwas Unterschiedlich.
Ich seh es bei uns im Unternehmen. Ich bin zwar ein etwas bessere Verdiener, aber die Kollegen in der Produktion verdienen alle so etwa 300-500 R$ im Monat. Naja in Favellas wohnen die zwar nicht gerade.. aber ich würde es als eine bessere ausgebaute Garage bezeichnen. "Casas muito ruim" :cry: Sie haben auch fast alle ein Auto.. oder wenn man es als solches Bezeichnen kann... :?
Aber sie bilden doch eigentlich den Mittelstand. Oder vielleicht doch eher den "unteren Mittelstand?" :shock:
Haben zwar alle ihren 2° abgeschlossen und einen Curso "Mecanical" gemacht... aber naja, viel bringen scheint das auch nichts.. :?

Man müsste echt mal genau Betrachten, was jetzt Mittelschicht, die untere Schicht und die Oberschicht ist. Ich denke, ist schwer zu teilen. Da sich doch in den letzten Jahren hier die Sozialstruktur etwas geändert hat. Aber ich will mich jetzt auch nicht zuweit hinauslehen... dazu bin ich noch nicht zu lange in Brasilien.

Nur eins bin ich mir sicher, dass das Lohnverhältnis in den nächsten Jahren sich verändert (muss)! Weil das Preisverhältnis meiner Ansicht nach, hier in Brasilien drastig nach oben gestiegen ist.

Mich würde echt interessieren, was die reinrassigen Brasilianer dazu hier im Forum schreiben.. (gibs die hier überhaupt :?: :shock: )

Gruss
aus São Paulo

..."dumm ist der, der dummes tut".... laut Forrest Gump


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 Betreff des Beitrags: Re: Salarío
BeitragVerfasst: 22 Okt 2005 02:51 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1993
Vinhedense hat geschrieben:
Wir wollen doch mal ehrlich sein...


Also, was ich hier in Brasilien sehe, ist, das der sogenannte "Mittelstand" hier den Salarío minium hat. Zumind. sind das die Gehälter meiner ganzen Bekannten und Nachbarn u.u.u. Und diese nennen sich selbst nicht "arm" sondern "Mittelstand"... mit 300R$ in Monat.... oder 500R$ mit vielen vielen Überstunden.. oder 900R$ mit zusätzlichen Nebenbeschäftigungen..

Naja... ist nicht dolle oder?


"Salário minimo" ist ein Ausdruck, der nur von der Unterschicht in den Mund genommen wird. Die Mittelschicht verdient etwa 10 - 30 Salário Mínimos und die Oberschicht nochmehr... Mit 300,- - 500,- Reais ist man arm, auch in Brasilien!!!


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 Betreff des Beitrags: Salarío
BeitragVerfasst: 22 Okt 2005 10:21 
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Registriert: 21 Okt 2005 17:00
Beiträge: 147
Wohnort: Sao Paulo
Oje.. :shock: dann stimmt die Zahl von 75% Salarío minimum ja nicht.. dann sind es viel mehr, die weniger verdienen.

Wenn der Mittelstand das 10-30 fache von Salário min (300R$) verdient und die meissten Gehählter noch viel niedriger sind (siehe Tabela Geral de Salárions Correntes Sao Paulo). Da würde ja bedeuten, das erst ab einer Anstellung "Engenheiro" oder höher der Mittelstand anfängt? :shock:

- Analista de Recursos Humanos Pleno = 2.499 R$
- Auxiliar Administrativo de Vendas = 1.850 R$
- Operador de Computador Pleno = 1.838 R$
- Montador (Industriearbeiter) = 680 R$
- Auxilliar de Producao = 692 R$
- Engenheiro de Produtos = 3092 R$

[u][i](Auszuck aus "O Estado de S.Paulo - Empregos)
Tageszeitung aus Sao Paulo.
[/u][/i]

Also ich sehe hier nur einen, der das 10 - 30 Fache eines Salárion minimum verdient? Und die Liste ist sehr sehr lang mit Gehältern unterhalb dieser Grenze :(

Und mal ehrlich, die Mittelschicht fängt doch nicht bei einem Gehalt ab 3000 R$ an :?:

Wenn das doch der Fall ist, welcher von den tollen möchtegern Auswanderen die in BRD leben sind Ingenieure oder höher gebildete Menschen :?: Wenn nämlich nicht - dann bleibt mal schön in BRD und seit als Industriefacharbeiter der Mittelstand. :!:
Weil hier in Brasilien würdert ihr dann nur als "Montador" o.ä. eingestellt werden und dann 680R$ im Monat haben. Und willkommen in der "Armen Schicht" :idea:

Schönen Gruss aus Sao Paulo



"....dumm ist der, der dummes tut...." zitat Forrest Gump


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BeitragVerfasst: 22 Okt 2005 11:48 
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Registriert: 30 Nov 2004 09:16
Beiträge: 1059
Hallo,

ich habe mal als Faustregel gehört, dass ein Ingenieur ca. das achtfache des Salario Minimo verdienen soll, das wären also ca. 2400 Reais/Monat.
Das wäre dann mit Sicherheit Mittelschicht, die Frage ist nur, welche. Die Mittelschicht ist ja auch wieder unterteilt in untere, mittlere (?) und obere.

Spontan würde ich den Ingenieur dann in die mittlere Kategorie einordnen.
Alle, die darüber sind, verdienen in Brasilien dann schon richtig Geld, reich sein in Brasilien hat, bis auf wenige Ausnahmen, nicht viel mit Deutschland zu tun.

Die untere Mittelschicht würde ich bei ca. 1200 Reais/Monat ansetzen, wobei alles natürlich auch stark auf die Region, in der man lebt, ankommt; die Lebenshaltungskosten sind teilweise schon sehr unterschiedlich.

Davon, dass irgendjemand 300 Reais verdient, würde ich nicht die Schlussfolgerung ziehen, dass man sich davon Haus und Auto leisten kann.

Häufig leben sehr viele Leute unter einem Dach, und es gibt mehr als einen Verdiener! Außerdem wird in Brasilien auch sehr viel auf Pump gekauft, irgendwann wird es nicht mehr bezahlt, dann ist es eben weg.

Viele Grüße

Moranguinho


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