75 Gründe aus Deutschland auszuwandern !

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Claudio » So 12. Nov 2006, 18:09

djduke hat geschrieben:
Moranguinho hat geschrieben:@ dierk_0476:
Deine Gründe kann ich durchaus nachvollziehen, aber die Steuern...Wenn Du in Brasilien ernsthaft Steuern bezahlst, hast Du dort die höchsten Steuersätze der Welt... :wink:


sag mir einen, der in Brasilien ersthaft und pflichtbewust Steuern zahlt ??? :lol:


guck mal auf deine telefonrechnung :lol:
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Beitragvon Trem Mineiro » So 12. Nov 2006, 18:18

Oi djduke

Natürlich alle brasilianischen Arbeitnehmer, die bekommen ihre Steuer und Sozialabgaben genau so vom Arbeitgeber abgezogen und abgeführt wie in D auch.
Der Unterschied ist, dass sie für ihre Steuern noch weniger an staatlicher Leistung bekommen als wir in D und dass sie nicht sowie wie wir in D im Lohnsteuerjahresausgleich, den es auch dort gibt, absetzen können.

Gruß

Manfred

@Dierk: der Höchststeuersatz in Brasilien ist 27,5 %, dass ist woanders höher.
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Beitragvon dierk_0476 » So 12. Nov 2006, 19:00

Grins, ihr habt schon recht, aber sagen wir mal so, dort siehste nicht, das du steuern zahlst ;)
Ausserdem hast du dort die sorge, das du deine familie am futtern hälst, was du in deutschland nicht hast, bis jetzt noch nicht

Aber ernsthaft, ich gehe lieber 10 stunden buckeln und weiss dann, das meine familie essen und n dach übern kopf hat, als hier in D steuern zu zahlen, jeden cent umdrehen muss, da ich trotz meiner Staatsdienerschaft zu wenig verdiene, um mir ne wohnung, n auto und ne familie mal eben zu leisten

Wenn meine kleine nach D kommt muss sie mindestens 500 € im monat erwirtschaften, oder ich muss mir nen nebenjob suchen, nur damit wir ihre mehrkosten einbringen :(

Sowas finde ich deprimierend, denn mit 1600€ erwarte ich in unserem schönen lande mehr leistung, aber nee, da gehste nach afghanistan oder nach amerika zum kommando und darfst noch alles selber zahlen, oder bekommst nur noch n minimum an leistungen :(

----Nachtrag----
Jaja, 1600€ is net wenig, aber für hier zu wenig und ausserdem habe ich noch altlasten
------------------

Gruss, Dierk
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Beitragvon Moranguinho » So 12. Nov 2006, 19:26

Trem Mineiro hat geschrieben:Oi djduke

Natürlich alle brasilianischen Arbeitnehmer, die bekommen ihre Steuer und Sozialabgaben genau so vom Arbeitgeber abgezogen und abgeführt wie in D auch.
Der Unterschied ist, dass sie für ihre Steuern noch weniger an staatlicher Leistung bekommen als wir in D und dass sie nicht sowie wie wir in D im Lohnsteuerjahresausgleich, den es auch dort gibt, absetzen können.

Gruß

Manfred

@Dierk: der Höchststeuersatz in Brasilien ist 27,5 %, dass ist woanders höher.


Der Einkommenssteuersatz ist noch das beste, 27,5% ist nicht schlecht (in Deutschland bei vergleichbaren Einkommen und mit etwas Steuerwissen auch nicht höher).
Die indirekten Steuern sind das, was so richtig reinschlägt in Brasilien.
Mit IPI, PIS, COFINS, ICMS kommt man je nach Bundesstaat und Produkt mal locker auf 50% indirekte Steuern...Da liegt Deutschland mit 16% bzw. bald mit 19% nicht schlecht im Rennen.
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Beitragvon Moranguinho » So 12. Nov 2006, 19:45

dierk_0476 hat geschrieben:Grins, ihr habt schon recht, aber sagen wir mal so, dort siehste nicht, das du steuern zahlst ;)
Ausserdem hast du dort die sorge, das du deine familie am futtern hälst, was du in deutschland nicht hast, bis jetzt noch nicht

Aber ernsthaft, ich gehe lieber 10 stunden buckeln und weiss dann, das meine familie essen und n dach übern kopf hat, als hier in D steuern zu zahlen, jeden cent umdrehen muss, da ich trotz meiner Staatsdienerschaft zu wenig verdiene, um mir ne wohnung, n auto und ne familie mal eben zu leisten

Wenn meine kleine nach D kommt muss sie mindestens 500 € im monat erwirtschaften, oder ich muss mir nen nebenjob suchen, nur damit wir ihre mehrkosten einbringen :(

Sowas finde ich deprimierend, denn mit 1600€ erwarte ich in unserem schönen lande mehr leistung, aber nee, da gehste nach afghanistan oder nach amerika zum kommando und darfst noch alles selber zahlen, oder bekommst nur noch n minimum an leistungen :(

----Nachtrag----
Jaja, 1600€ is net wenig, aber für hier zu wenig und ausserdem habe ich noch altlasten
------------------

Gruss, Dierk


Hast Du schon einen Plan, was Du in Brasilien machen willst, um das nötige Kleingeld für das einfache Leben zu verdienen? Es gibt in Brasilien viele, die 10 Stunden am Tag buckeln, und die trotzdem kaum Geld haben für Familie, Essen und Dach über dem Kopf, von "Luxus" wie Krankenversicherung, Ausbildung für die Kinder, Auto oder gar Reisen mal abgesehen.

Mal so zum Vergleich: 2002 hat mir eine brasilianische Kollegin, Ingenieurin, mal gesagt, was sie bei einem deutschen Autohersteller in Curitiba so verdient: 1900 Reais pro Monat, die Krankenversicherung gab es als Luxus gratis dazu. Dafür Arbeitszeit von 8 Uhr bis 17:30 (mit Pause), 1 Stunde Anfahrt, 1,5 Stunden Rückfahrt. Damals war ich Student. Als ich damals meine Ausgaben als Student für Miete (habe billig in WG gewohnt), Strom, Telefon, Internet, Wäschewaschen und Essen dagegengerechnet habe, hatte ich schonmal einen Großteil dieser 1900 Reais als Fixkosten. Und da waren noch nicht solche Posten wie Abends mal Weggehen, Auto etc. dabei, geschweige denn Frau und Kinder. Urlaub? Vielleicht einmal im Jahr, bezahlt in 10 Raten + 2,7% Zinsen pro Monat... :roll:
Und das ist im Vergleich ein guter Lohn: Die Arbeiter an der Fertigungsstrasse haben 400-500 Reais zur damaligen Zeit verdient...und das bei längeren Arbeitszeiten. :cry: Setze dagegen mal einen Deutschen Kollegen, was der so "an der Linie" verdient.

Lange Rede kurzer Sinn: Es ist recht schwierig, Geld für ein "durchschnittliches" Leben (Wohnung, Auto, Familie) zu verdienen, deswegen interessiert mich das mal.

Und der Punkt mit den Steuern: Ich wäre da ganz vorsichtig. Nur weil viele Brasilianer kreativ sind im Steuerzahlen, heisst das nicht, dass sie das auch bei Gringos durchgehen lassen. Den Neidfaktor würde ich nicht unterschätzen, wenn er auch noch so unbegründet sein mag.
Und auch Brasilianer werden momentan verstärkt kontrolliert, ich kenne persönlich einen, der kontrolliert wurde und fast seinen gesamten Besitz (mehrere Wohnungen) verkaufen musste, um nicht gesiebte Luft zu atmen...
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Beitragvon paulista » So 12. Nov 2006, 20:55

Moranguinho hat geschrieben:Der Einkommenssteuersatz ist noch das beste, 27,5% ist nicht schlecht (in Deutschland bei vergleichbaren Einkommen und mit etwas Steuerwissen auch nicht höher).
Die indirekten Steuern sind das, was so richtig reinschlägt in Brasilien.
Mit IPI, PIS, COFINS, ICMS kommt man je nach Bundesstaat und Produkt mal locker auf 50% indirekte Steuern...Da liegt Deutschland mit 16% bzw. bald mit 19% nicht schlecht im Rennen.


Ach so, indirekte Steuern gibt es ja nicht in einem Land wo Honig und Wasser fließen. Dort nennt man das einfach Tabaksteuer, Benzinsteuer, Alkoholsteuer. Natürlich zahlt man auch in Deutschland Kfz-Steuer und die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung sind auch nichts anderes als eine indirekte Steuer. Und was ist mit Solidaritätszuschlag, ZASt, Abgeltungssteuer u.s.w. Jeder, der die Grundrechenarten beherrscht, kann sich ja gerne mal ausrechnen, was da noch übrigbleibt. Natürlich darf man da dann gerne noch die normalen Steuern mit einrechnen wie z.B. bis zu 45 % ESt und 19 % MWSt.

Manchmal schadet es nicht vorher zu denken und dann erst zu schreiben.

p
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Beitragvon dierk_0476 » So 12. Nov 2006, 21:13

Paulista, net rummaule, das vergisst gerne jeder, denn die von dir genannten steuern sind ja schon so normal, wie pinkeln gehen

@Moranguinho
natürlich ists net einfach, aber 1. lebe ich noch bis zu 7 jahre in D (beruflich bedingt)
2. ist in recife nur tourismus ideal, und somit das einkommen im vergleich zum ausgabenspektrum recht erträglich
3. ohne vitamin B ist nichts möglich, egal wo in BR

ich könnte vielleicht am flughafen in 2 jobs oder irgendwo im hotel arbeiten ;)

Gruss, Dierk
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Beitragvon Moranguinho » Mo 13. Nov 2006, 08:39

paulista hat geschrieben:
Moranguinho hat geschrieben:Der Einkommenssteuersatz ist noch das beste, 27,5% ist nicht schlecht (in Deutschland bei vergleichbaren Einkommen und mit etwas Steuerwissen auch nicht höher).
Die indirekten Steuern sind das, was so richtig reinschlägt in Brasilien.
Mit IPI, PIS, COFINS, ICMS kommt man je nach Bundesstaat und Produkt mal locker auf 50% indirekte Steuern...Da liegt Deutschland mit 16% bzw. bald mit 19% nicht schlecht im Rennen.


Ach so, indirekte Steuern gibt es ja nicht in einem Land wo Honig und Wasser fließen. Dort nennt man das einfach Tabaksteuer, Benzinsteuer, Alkoholsteuer. Natürlich zahlt man auch in Deutschland Kfz-Steuer und die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung sind auch nichts anderes als eine indirekte Steuer. Und was ist mit Solidaritätszuschlag, ZASt, Abgeltungssteuer u.s.w. Jeder, der die Grundrechenarten beherrscht, kann sich ja gerne mal ausrechnen, was da noch übrigbleibt. Natürlich darf man da dann gerne noch die normalen Steuern mit einrechnen wie z.B. bis zu 45 % ESt und 19 % MWSt.

Manchmal schadet es nicht vorher zu denken und dann erst zu schreiben.

p


Sag mal Paulista, schlecht gelaunt?

Lies Dir mein Post doch durch, bevor Du so abgehst... :lol:

Auf die Mehrwertsteuer habe ich deutlich Bezug genommen, nur lesen...
Und meinst Du wirklich im Ernst, dass es kein brasilianisches Gegenstück zu Benzinsteuer, KFZ-Steuer, Alkoholsteuer, Grundsteuer etc. gibt... :wink:

Es wird übrigens unterschieden zwischen Steuern und (Sozial-)abgaben. Soviel für Dich zur Definition. Die Arbeitslosenversicherung gehört in die letztere Kategorie. Auch Abgaben in dieser Form gibt es in BR, und zwar nicht zu knapp, und ohne nennenswerte Gegenleistung.
Und meinst Du eigentlich im Ernst, dass es kein brasilianisches Gegenstück zu Benzinsteuer, KFZ-Steuer, Alkoholsteuer etc. gibt... :wink:

Wenn man verschiedene aktuelle Studien zusammennimmt, kann man erkennen, dass Deutschland bei der effektiven Steuerlast weltweit im unteren Mittelfeld liegt, Brasilien belegt die untersten Ränge (aufgrund der hohen Verbrauchssteuern).
Sehr hoch sind in Deutschland die Sozialabgaben. Dort liegt Deutschland weltweit auf den vorderen (oder hinteren :wink: Plätzen). Bei aller Ineffizienz, die es hier im System gibt (und dadurch viel zu hohe Beiträge) muss man allerdings anmerken, dass es durchaus auch akzeptable Gegenleistungen gibt, zumindest bei Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, muss in Brasilien der Arbeitgeber ca. 50% des Bruttolohns für solche Abgaben abführen. Das würde höher liegen als in Deutschland, ich weiss aber nicht genau, woraus sich diese 50% zusammensetzen, deswegen hierzu keine Aussage.


P.S. Wenn jemand wirklich 45% Steuern bezahlt in Deutschland, dann herzlichen Glückwunsch. Das bedeutet nämlich, dass dieser Jemand ein nahezu unendliches Einkommen hat. Die 45% sind der Grenzsteuersatz, bezahlt wird aber nur der Durchschnittsteuersatz.
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Beitragvon Moranguinho » Mo 13. Nov 2006, 10:39

dierk_0476 hat geschrieben: [...]

@Moranguinho
natürlich ists net einfach, aber 1. lebe ich noch bis zu 7 jahre in D (beruflich bedingt)
2. ist in recife nur tourismus ideal, und somit das einkommen im vergleich zum ausgabenspektrum recht erträglich
3. ohne vitamin B ist nichts möglich, egal wo in BR

ich könnte vielleicht am flughafen in 2 jobs oder irgendwo im hotel arbeiten ;)

Gruss, Dierk


Okay, jetzt sehe ich etwas klarer (auch nachdem ich Deinen Beitrag in dem anderen Thread gelesen habe).
Immerhin machst Du Dir keine besonderen Illusionen, das ist schonmal die beste Basis dafür, was auf die Beine zu stellen. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück dabei! :lol:
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Beitragvon paulista » Mo 13. Nov 2006, 11:19

Moranguinho hat geschrieben:Sag mal Paulista, schlecht gelaunt?

Lies Dir mein Post doch durch, bevor Du so abgehst... :lol:

Auf die Mehrwertsteuer habe ich deutlich Bezug genommen, nur lesen...
Und meinst Du wirklich im Ernst, dass es kein brasilianisches Gegenstück zu Benzinsteuer, KFZ-Steuer, Alkoholsteuer, Grundsteuer etc. gibt... :wink:


Alkoholsteuer in BR? Kann ja durchaus sein. Bei Preisen für 1 l Cachaca unter einem EUR aber eher marginal. Benzinsteuer ist ebenfalls um einiges niedriger. Die Tabaksteuer hast Du vergessen zu erwähnen.

Moranguinho hat geschrieben:Es wird übrigens unterschieden zwischen Steuern und (Sozial-)abgaben. Soviel für Dich zur Definition. Die Arbeitslosenversicherung gehört in die letztere Kategorie.


Die Unterscheidung wird dann hinfällig, wenn diese Abgaben wie Steuern benutzt werden.

Moranguinho hat geschrieben:Auch Abgaben in dieser Form gibt es in BR, und zwar nicht zu knapp, und ohne nennenswerte Gegenleistung.
Und meinst Du eigentlich im Ernst, dass es kein brasilianisches Gegenstück zu Benzinsteuer, KFZ-Steuer, Alkoholsteuer etc. gibt... :wink:


Mit "ohne nennenswerte Gegenleistung" hast Du sicher auch an die Rentenversicherung in Deutschland gedacht.

Moranguinho hat geschrieben:Wenn man verschiedene aktuelle Studien zusammennimmt, kann man erkennen, dass Deutschland bei der effektiven Steuerlast weltweit im unteren Mittelfeld liegt, Brasilien belegt die untersten Ränge (aufgrund der hohen Verbrauchssteuern).
Sehr hoch sind in Deutschland die Sozialabgaben. Dort liegt Deutschland weltweit auf den vorderen (oder hinteren :wink: Plätzen). Bei aller Ineffizienz, die es hier im System gibt (und dadurch viel zu hohe Beiträge) muss man allerdings anmerken, dass es durchaus auch akzeptable Gegenleistungen gibt, zumindest bei Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, muss in Brasilien der Arbeitgeber ca. 50% des Bruttolohns für solche Abgaben abführen. Das würde höher liegen als in Deutschland, ich weiss aber nicht genau, woraus sich diese 50% zusammensetzen, deswegen hierzu keine Aussage.


Das Thema "Statistiken" möchte ich jetzt nicht unbedingt ausweiten.

Hast Du auch mal darüber nachgedacht, dass es schon ein gewisser Unterschied ist, ob der Arbeitgeber die Abgaben bezahlt, oder der Arbeitnehmer?


Moranguinho hat geschrieben:P.S. Wenn jemand wirklich 45% Steuern bezahlt in Deutschland, dann herzlichen Glückwunsch. Das bedeutet nämlich, dass dieser Jemand ein nahezu unendliches Einkommen hat. Die 45% sind der Grenzsteuersatz, bezahlt wird aber nur der Durchschnittsteuersatz.


Natürlich hat man in Deutschland auch die Möglichkeit, durch verschiedene, Steuersparmodelle Steuern zu sparen und weniger zu bezahlen. In Brasilien, wie in jedem anderen Land, dürfte dies ähnlich sein.

Wenn Du den Durchschnittssteuersatz vergleichen willst, dann liegt der in BR auch nicht bei 27,5 %, da die Mehrheit der Arbeitnehmer unter 10.800 $R verdienen und somit einen Steuersatz von 0 % haben. Bei Vergleichen sollten zumindest die zu vergleichenden Kriterien gleich sein.

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