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BeitragVerfasst: 23 Nov 2006 19:41 
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Severino hat geschrieben:
..und der 77. Grund: Weil es in Deutschland Menschen gibt, die nie begreifen werden oder wollen, dass die Lohnnebenkosten und auch die Steuern für einen Arbeitgeber entscheidende Kriterien sind, um einen Arbeitsplatz zu schaffen oder eben nicht.
Der, der diese Entscheidung ausbaden muss ist dann der Arbeitnehmer.
Der, der die Grundlage für diese Entscheidung festlegt ist der Politiker.
Es ist ja wohl logisch, dass auch die Sozialabgaben und die weiteren Kosten für einen Arbeitsplatz vom Arbeitnehmer erwirtschaftet werden müssen.
Eine Betrachtung aufgrund Netto zu Brutto und dann noch unter verschiedenen Gegebenheiten ist ja wohl vollkommen sinnlos.


Ganz genau. Und der Witz in Brasilien ist, dass dort die Lohnnebenkosten noch höher sind als in Deutschland (60%+ x, je nach Modell). Nur erscheinen sie dort eben nicht auf der Gehaltsabrechnung...

Und daher kommen wir wieder zum Ausgangspunkt: Es gibt gute Gründe, wegen Steuern und Abgaben aus Deutschland auszuwandern...aber wenn Steuern und Abgaben mein Hauptmotiv wären, würde ich mir eher Australien als Brasilien aussuchen...


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BeitragVerfasst: 23 Nov 2006 20:57 
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Moranguinho hat geschrieben:
Die Antwort ist wohl klar, wenn es so gemacht wird.

Interessanter ist, was passiert, wenn per Gesetz die Gehälter in BR zum Stichtag um 60% (bzw. in Deutschland um 20%) nach oben um eben diese LNK angepasst werden; gleichzeitig werden die Lohnnebenkosten ab diesem Stichtag durch die AN abgeführt.

Dann würde so einigen Leuten schlagartig klar werden, was wirklich in die Sozialsysteme eingezahlt wird.


ok, rechnen wir mal durch:

BR vorher:
6000 $R Brutto und 4000 $R Netto
nachher:
9600 $R Brutto und 4000 $R Netto

D vorher:
4000 EUR Brutto und 2100 EUR Netto
nachher:
4800 EUR Brutto und 2100 EUR Netto

am Nettoergebnis ändert sich also nichts! Und nur das zählt für den AN.

Selbst bei dieser Rechnung ist die prozentuale Abgabenbelastung in Brasilien nicht signifikant höher als in Deutschland.

p


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BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 02:24 
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Merkt Ihr's???

Er merkt es nicht!!!


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 Betreff des Beitrags: O que se faz num torre de marfim
BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 02:30 
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Da im im Elfenbeinturm lebe hab ichs schon lange vermutet und letztendlich wie Du (oder Sie) bemerkt


Seja bem vindo takeo



Com as palavras todo cuidado é pouco, mudam de opinião como as pessoas. (J. Saramago)


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BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 09:13 
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paulista hat geschrieben:
ok, rechnen wir mal durch:

BR vorher:
6000 $R Brutto und 4000 $R Netto
nachher:
9600 $R Brutto und 4000 $R Netto

D vorher:
4000 EUR Brutto und 2100 EUR Netto
nachher:
4800 EUR Brutto und 2100 EUR Netto

am Nettoergebnis ändert sich also nichts! Und nur das zählt für den AN.

Selbst bei dieser Rechnung ist die prozentuale Abgabenbelastung in Brasilien nicht signifikant höher als in Deutschland.

p


In Deinem Beispiel kommt man in BR auf ein Verhältnis von Netto zu Brutto+Sozialabgaben von 41,66%, in Deutschland auf ein Verhältnis von 43,75%. Brasilien liegt also tendenziell etwas höher.

Allerdings müsste in Deutschland netto etwas mehr herauskommen, wenn wir einen unverheirateten, kinderlosen, nicht kirchensteuerzahlenden Steuerzahler mit einem Freibetrag von 920 Euro/Jahr zugrunde legen. Ich komme dann auf 2224 Euro netto pro Monat (46,34%). BTW: Über 47.250 p.a. ist man nicht mehr pflichtversichert in der GKV, müsste man eigentlich auch noch berücksichtigen.

Für den AN zählt das, was zum Schluss netto auf dem Gehaltszettel steht, unbestritten. Aber er muss zuerst seinen Lohn inkl. Sozialabgaben selbst erwirtschaften. Und je höher die Pflichtabgaben sind, desto niedriger wird sein Nettolohn in Relation zu dem, was er wirklich erwirtschaftet, ausfallen, egal, ob er diese Sozialabgaben auf seinem Lohnzettel sieht oder nicht.

Und last, but not least: Man sollte zwei annähernd gleiche Einkommengruppen/Qualifikationsgruppen in Deutschland un Brasilien vergleichen. 48.000 Euro Brutto pro Jahr verdient in Deutschland ein gut qualifizierter Jungingenieur, 72.000 Reais pro Jahr gibt es in Brasilien üblicherweise nur in deutlich höheren Sphären. Also, warum nicht zwei Ingenieure bei VW vergleichen, der eine in Wolfsburg, der andere in z.B. Curitiba? 2002 haben die in Curitiba ca. 2000 Reais als Einsteigsgehalt bekommen, kann jemand abschätzen, wo das heute so liegt?


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BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 10:15 
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Moranguinho hat geschrieben:
In Deinem Beispiel kommt man in BR auf ein Verhältnis von Netto zu Brutto+Sozialabgaben von 41,66%, in Deutschland auf ein Verhältnis von 43,75%. Brasilien liegt also tendenziell etwas höher.

Allerdings müsste in Deutschland netto etwas mehr herauskommen, wenn wir einen unverheirateten, kinderlosen, nicht kirchensteuerzahlenden Steuerzahler mit einem Freibetrag von 920 Euro/Jahr zugrunde legen. Ich komme dann auf 2224 Euro netto pro Monat (46,34%). BTW: Über 47.250 p.a. ist man nicht mehr pflichtversichert in der GKV, müsste man eigentlich auch noch berücksichtigen.

Für den AN zählt das, was zum Schluss netto auf dem Gehaltszettel steht, unbestritten. Aber er muss zuerst seinen Lohn inkl. Sozialabgaben selbst erwirtschaften. Und je höher die Pflichtabgaben sind, desto niedriger wird sein Nettolohn in Relation zu dem, was er wirklich erwirtschaftet, ausfallen, egal, ob er diese Sozialabgaben auf seinem Lohnzettel sieht oder nicht.

Und last, but not least: Man sollte zwei annähernd gleiche Einkommengruppen/Qualifikationsgruppen in Deutschland un Brasilien vergleichen. 48.000 Euro Brutto pro Jahr verdient in Deutschland ein gut qualifizierter Jungingenieur, 72.000 Reais pro Jahr gibt es in Brasilien üblicherweise nur in deutlich höheren Sphären. Also, warum nicht zwei Ingenieure bei VW vergleichen, der eine in Wolfsburg, der andere in z.B. Curitiba? 2002 haben die in Curitiba ca. 2000 Reais als Einsteigsgehalt bekommen, kann jemand abschätzen, wo das heute so liegt?


Ein AN mit einem Brutto-Monatseinkommen von 6000 $R zählt in BR zu Mittelschicht (noch nicht einmal zur gehobenen). Der Vergleich ist also durchaus gerechtfertigt.

p


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BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 10:21 
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Zitat:
Und last, but not least: Man sollte zwei annähernd gleiche Einkommengruppen/Qualifikationsgruppen in Deutschland un Brasilien vergleichen. 48.000 Euro Brutto pro Jahr verdient in Deutschland ein gut qualifizierter Jungingenieur, 72.000 Reais pro Jahr gibt es in Brasilien üblicherweise nur in deutlich höheren Sphären. Also, warum nicht zwei Ingenieure bei VW vergleichen, der eine in Wolfsburg, der andere in z.B. Curitiba? 2002 haben die in Curitiba ca. 2000 Reais als Einsteigsgehalt bekommen, kann jemand abschätzen, wo das heute so liegt

Das hat sich zu Heute, nicht viel geändert. Der Einsteigsingenieur hat heute bei VW ein Gehalt je nach qualifikation und Stellung zwischen 2.100 - 2.600 R$. Jetzt nur gesehen bei VW bzw DCBR - die tun sich da nicht viel.
Und ich bin echt erstaunt und erschreckt, mit welchen Einkommenszahlen hier herumgeweht wird :shock: Mir scheint, das einige Auswanderungswillige, soviel Geld verdienen wollen, wie ein hochrangiger Geschäftsführer eines mittelständigen Unternehmens.

Zitata:
BR vorher:
6000 $R Brutto und 4000 $R Netto
nachher:
9600 $R Brutto und 4000 $R Netto


In welchen Gehaltsillusionen wird den hier herumgewandert :?: :shock:

Man sollte diese Zahlen mal hier im Lokalblatt veröffentlichen... was so das Ausland über Brasilien denkt.... :?

Zitat Paulista
Ein AN mit einem Brutto-Monatseinkommen von 6000 $R zählt in BR zu Mittelschicht (noch nicht einmal zur gehobenen). Der Vergleich ist also durchaus gerechtfertigt.

Bitte!!! Was!!! Hey bleib in München. So was dummes hab ich ja noch nie gehört.... Mittelschicht??? Dann sind 90% der Bevölkerung in Brasilien untere Mittelschicht :?: :?: :?: 6.000R$ Mittelschicht???
Man sieht - du hast KEINE auch überhaupt keine Ahnung von Brasilien....

Hey kann man den nicht blocken - da wird einem morgens schlecht und bekommt miese Laune.... wenn man sowas liest... :evil: :evil:



"....dumm ist der, der dummes tut...." zitat Forrest Gump


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BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 10:45 
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paulista hat geschrieben:

Ein AN mit einem Brutto-Monatseinkommen von 6000 $R zählt in BR zu Mittelschicht (noch nicht einmal zur gehobenen). Der Vergleich ist also durchaus gerechtfertigt.

p


Definitv falsch!

Obere Mitteklasse könnte man bei diesem Einkommen vielleicht noch gelten lassen.

Allerdings war der Begriff der "Klasse" nicht Gegenstand meines letzten Postings.

Sinnvoll zu vergleichen sind nur Berufe/Positionen/Qualifikationen etc., z.B.

Fließbandarbeiter bei VW:
BR: 500 Reais/Monat
D: 2500 Euro/Monat

Ingenieur als Berufseinsteiger:
BR: 2000 Reais/Monat (2002)
Deutschland: 4000 Euro/Monat.


Und den Ingenieur, der in Brasilien als Berufseinsteiger 6000 Reais verdient, mag es zwar geben...rar gesät dürften diese mit Sicherheit sein.
Natürlich können Gehälter auch deutlich nach oben abweichen, gerade in Sao Paulo. Aber das sind Ausnahmen, nicht die Regel.


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 Betreff des Beitrags: Typen von Eliten
BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 10:45 
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Registriert: 22 Aug 2006 14:59
Beiträge: 1166
Wohnort: Ceará
Was ist ein Steuerberater eigentlich:

Ein AN
Ein AG
Ein AU
Kommt wahrscheinlich drauf an. Als AN würde er über R$ 6.000,00 wahrscheinlich nur lächlen. Als AG fehlen mir die Worte und als AU, das tut weh.


Man kann das natürlich so definieren.

Zitat:
Ein AN mit einem Brutto-Monatseinkommen von 6000 $R zählt in BR zu Mittelschicht (noch nicht einmal zur gehobenen). Der Vergleich ist also durchaus gerechtfertigt.


Dann hat man aber eine sehr dünn gesäte nicht mal gehobene Mittelschicht. Wenigstens im Vergleich zu Deutschland.

Als ich finde das wird hier zu sehr eine Art Steuerberatermasturbation.

Neuen Thread eröffnen. Titelvorschlag: Vergleichende Studie über Lohnnebenkosten zwisch B. und D. Ohne Berücksichtigung der Wirklichkeitsrelevanz.



Com as palavras todo cuidado é pouco, mudam de opinião como as pessoas. (J. Saramago)


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BeitragVerfasst: 24 Nov 2006 11:42 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
Beiträge: 3095
Wohnort: Anapolis GO
Oi paulista
Ich nehme den Job für R$ 6000. Buche gleich den nächsten Flieger und dann geht es los.
Meine langjährige Ing.-Erfahrung gebe ich Dir zu den 6000 gratis dazu, denn das war ja das Gehalt für einen Einsteiger, gell?
Danke für das Angebot.



paz e amor
Severino


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