paulista hat geschrieben:
ok, rechnen wir mal durch:
BR vorher:
6000 $R Brutto und 4000 $R Netto
nachher:
9600 $R Brutto und 4000 $R Netto
D vorher:
4000 EUR Brutto und 2100 EUR Netto
nachher:
4800 EUR Brutto und 2100 EUR Netto
am Nettoergebnis ändert sich also nichts! Und nur das zählt für den AN.
Selbst bei dieser Rechnung ist die prozentuale Abgabenbelastung in Brasilien nicht signifikant höher als in Deutschland.
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In Deinem Beispiel kommt man in BR auf ein Verhältnis von Netto zu Brutto+Sozialabgaben von 41,66%, in Deutschland auf ein Verhältnis von 43,75%. Brasilien liegt also tendenziell etwas höher.
Allerdings müsste in Deutschland netto etwas mehr herauskommen, wenn wir einen unverheirateten, kinderlosen, nicht kirchensteuerzahlenden Steuerzahler mit einem Freibetrag von 920 Euro/Jahr zugrunde legen. Ich komme dann auf 2224 Euro netto pro Monat (46,34%). BTW: Über 47.250 p.a. ist man nicht mehr pflichtversichert in der GKV, müsste man eigentlich auch noch berücksichtigen.
Für den AN zählt das, was zum Schluss netto auf dem Gehaltszettel steht, unbestritten. Aber er muss zuerst seinen Lohn inkl. Sozialabgaben selbst erwirtschaften. Und je höher die Pflichtabgaben sind, desto niedriger wird sein Nettolohn in Relation zu dem, was er wirklich erwirtschaftet, ausfallen, egal, ob er diese Sozialabgaben auf seinem Lohnzettel sieht oder nicht.
Und last, but not least: Man sollte zwei annähernd gleiche Einkommengruppen/Qualifikationsgruppen in Deutschland un Brasilien vergleichen. 48.000 Euro Brutto pro Jahr verdient in Deutschland ein gut qualifizierter Jungingenieur, 72.000 Reais pro Jahr gibt es in Brasilien üblicherweise nur in deutlich höheren Sphären. Also, warum nicht zwei Ingenieure bei VW vergleichen, der eine in Wolfsburg, der andere in z.B. Curitiba? 2002 haben die in Curitiba ca. 2000 Reais als Einsteigsgehalt bekommen, kann jemand abschätzen, wo das heute so liegt?