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Condor




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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 11:24 
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Takeo hat geschrieben:
Moranguinho hat vollkommen recht! In Brasilien bezahlt man unterm Strich weit mehr Steuern als in Deutschland... und kommt mir jetzt bitte nicht mit irgendwelchen Rechnungen: Tatsache ist, dass man in Brasilien von Januar bis Mai umsonst (bzw. für den Staat) arbeitet, aber praktisch KEINE Gegenleistung vom Staat bekommt.


Nur bis Mai? Gratulation! In Deutschland arbeitet man bis 05.Juli für den Staat. Die Gegenleistung dafür bekommen auch in Deutschland nur die Anderen! Siehe auch:

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C8 ... ntent.html

Rechnen ist scheinbar doch schwieriger als ich dachte.


Moranguinho hat geschrieben:
Nein, ist es nicht, wenn es Pflichtabgaben sind. Schließlich ist es der Arbeitnehmer, der die entsprechenden Abgaben erwirtschaften muss. Ist seine Produktivität niedriger als die Summe aus Gehalt und Abgaben, die der Arbeitgeber abführen muss, lohnt sie die Arbeitkraft für den Arbeitgeber nicht, und er wird schlicht nicht eingestellt.


Bei einer Diskussion über Steuern und Abgaben interessiert es den AN nicht, wie hoch die Lohnstückkosten sind und wie sie sich berechnen. Es interessiert ihn lediglich, was jeden Monat von seinem Bruttogehalt netto übrigbleibt. Und da braucht man auch nicht darüber diskutieren, ob es besser ist, wenn der AG die Abgaben bezahlt.

Du kannst ja jetzt gerne noch eine Diskussion über Volks- oder Betriebswirtschaft starten, hat aber mit dieser Diskussion nichts zu tun.

Moranguinho hat geschrieben:
Nicht Euro mit Real vergleichen. Es ist egal wie hoch die Alkoholsteuer in Euro ist, wenn ein Brasilianer sie in Real vergleichen muss. Auch die Tabaksteuer gibt es in Brasilien. Für in Euro verdienendende sind die Zigaretten dort billig, aber nicht in Real.


Ok, 1l Cachaca in BR <2,5 $R in Deutschland ca 25 $R; 20 Zigaretten (Camel) in BR 2,7 $R in Deutschland ca 12,5 $R.

Selbst mit bestem Willen kann man hier nicht behaupten, dass diese Produkte in D billiger sind als in BR. Auch nicht wenn man die Preise durch das Einkommen relativiert.

p


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 11:58 
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Liebe Paulista,
ein Zitat aus Deinem Artikel in der FAZ:
Zitat:
...wird es Zeit für eine Vereinfachung des Steuersystems: Der Bürger liefert alles, was er verdient, dem Finanzamt ab. Im Gegenzug bekommt er dafür Essensmarken und alle zwei Jahre einen neuen Anzug.
Wäre doch auch nicht schlecht. Wie war das doch damals mit der 12 jährigen Lieferfrist für einen Trabant? Kann man ja in Brasilien mit dem Brasilia oder Fusca auch einführen.... und in Deutschland gibt es dann den Golf....
Und Deine Behauptung, dass Du als Gegenleistung für Deine Steuern nichts bekommst ist ja wohl lächerlich, bezogen auf Deutschland. Oder was denkst Du, warum Landwirtschaftsprodukte in der Schweiz doppelt so teuer sind, wie in Europa?
Wie werden denn öffentliche Schulen finanziert? Warst Du nie in einer. Also hör ganz schnell auf mit der Staat und ich. Der Staat ist nämlich nichts anderes als die Summe der Einwohner eines Landes. Wenn Du also reklamieren willst, dann nicht über den Staat, sondern vielleicht über Politik und Kapitalismus??
Ein Arbeitnehmer, der sich nur dafür interessiert, was für ihn direkt im Säckel bleibt hat leider von Volks- und Betriebswirtschaft absolut nix begriffen. Wer bezahlt denn die Zeche zum Schluss? Logisch der Arbeitnehmer, nämlich mit seinem Job in Deutschland.
Und wenn wir schon bei Statistiken sind: Der Durchschnittsverdiener in Brasilien ist alleine gar nicht lebensfähig. Der deutsche Durchschnittsverdiener sehr wohl. Dazu kann er sich vieles leisten, wovon der Brasilianer nicht Mal träumt, weil er es gar nicht kennt. Und wo sind die Menschen nun glücklicher?



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 12:39 
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paulista hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:
Moranguinho hat vollkommen recht! In Brasilien bezahlt man unterm Strich weit mehr Steuern als in Deutschland... und kommt mir jetzt bitte nicht mit irgendwelchen Rechnungen: Tatsache ist, dass man in Brasilien von Januar bis Mai umsonst (bzw. für den Staat) arbeitet, aber praktisch KEINE Gegenleistung vom Staat bekommt.


Nur bis Mai? Gratulation! In Deutschland arbeitet man bis 05.Juli für den Staat. Die Gegenleistung dafür bekommen auch in Deutschland nur die Anderen! Siehe auch:

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C8 ... ntent.html

Rechnen ist scheinbar doch schwieriger als ich dachte.



Rechnen ist nicht so schwer, man muss nur die richtigen Sachen berechnen.
Selbst wenn der Mai im Beispiel stimmen würde, musst Du Dir, wenn Du schon schlaue Schlüsse ableiten möchtest, mal die Berechnungsgrundlage betrachten...Und die hat schon ein großes Problem (darauf macht die OECD z.B. jedes Jahr aufs neue aufmerksam): Der übermäßigen Steuerbelastung in Brasilien stehen extrem niedrige Steuereinnahmen gegenüber. Dies hängt damit zusammen, dass ein Großteil der Kleinst-, Klein- und Mittleren Unternehmen in den informellen Sektor ausweichen und dort keine Steuern mehr bezahlen. Dadurch wird die relative Steuerbelastung für Brasilien grundsätzlich zu niedrig ausgeweisen, da der informelle Sektor ins BIP zählt, aber nicht in die absoluten Gesamtsteuern.

Und wie schon gesagt: In Deutschland gibt es wenigstens eine sichtbare Gegenleistung, wenn sie auch vielleicht nur die anderen bekommen...Wobei ich mich frage, ob Du die tolle Infrastruktur in Deutschland nicht nutzt (die wird übrigens u.a. mit Steuern bezahlt): Dazu gehören u.a.: Straßen in akzeptablen Zustand, funktionierendes Stromnetz, öffentliche Sicherheit durch nicht korrupte Polizei, funktionierendes Wassersystem, gutes öffentliches Schulsystem, Universitäten etc...alles das ist in vielen anderen Ländern nicht gerade selbstverständlich..


paulista hat geschrieben:
Moranguinho hat geschrieben:
Nein, ist es nicht, wenn es Pflichtabgaben sind. Schließlich ist es der Arbeitnehmer, der die entsprechenden Abgaben erwirtschaften muss. Ist seine Produktivität niedriger als die Summe aus Gehalt und Abgaben, die der Arbeitgeber abführen muss, lohnt sie die Arbeitkraft für den Arbeitgeber nicht, und er wird schlicht nicht eingestellt.



Bei einer Diskussion über Steuern und Abgaben interessiert es den AN nicht, wie hoch die Lohnstückkosten sind und wie sie sich berechnen. Es interessiert ihn lediglich, was jeden Monat von seinem Bruttogehalt netto übrigbleibt. Und da braucht man auch nicht darüber diskutieren, ob es besser ist, wenn der AG die Abgaben bezahlt.

Du kannst ja jetzt gerne noch eine Diskussion über Volks- oder Betriebswirtschaft starten, hat aber mit dieser Diskussion nichts zu tun.


1. Du hast die Diskussion angefangen, ob es einen Unterschied macht, ob AG oder AN die Beiträge zahlen (siehe den vorletzten Post).
2. Du scheinst zu meinen, dass die Beiträge wie ein Geschenk vom Himmel fallen, wenn der AG sie bezahlt.
3. Ich habe Dir geschrieben, dass es vollkommen egal ist, ob der AG oder der Arbeitnehmer die Beiträge bezahlt, da IMMER der Arbeitnehmer die Beiträge erwirtschaftet (d.h. sie sind ein Teil Deines wirklichen Bruttogehalts). Auf gut Deutsch: es ist scheiss egal, wer sie auf dem Papier zahlt, das ist nur ein Buchhaltertrick. Der Arbeitnehmer zahlt sie in jedem Fall. Und damit sind sie auch Teil seinen Bruttogehalts, vollkommen egal ob einige Politiker etwas vom Arbeitgeberanteil faseln.
4. Klar sieht der Arbeitnehmer nur die Differenz ziwschen dem definierten Brutto (ohne Arbeitgeberanteil) und dem Netto. Ein schöner Taschenspielertrick, aus 40% mach 20%.
5. In Brasilien ist es noch schlimmer, da sind es 50% (nimmt wegen dem vale transporte bei höheren Einkommen prozentual ab)

Mit Lohnstückkosten und volkswirtschaftlichen Diskussionen hat das im ersten Step nichts zu tun.
Wenn Du meinst, dass in Brasilien die prozentuale Steuern- und Abgabenbelastung niedriger ist, lasse ich Dich gerne in Deinem Glauben. Ein Blick auf Kassenzettel, Gehaltsabrechnung und vieles weitere mehr zeigt das Gegenteil, ebenso ein Blick in einschlägige Untersuchungen.


paulista hat geschrieben:
Moranguinho hat geschrieben:
Nicht Euro mit Real vergleichen. Es ist egal wie hoch die Alkoholsteuer in Euro ist, wenn ein Brasilianer sie in Real vergleichen muss. Auch die Tabaksteuer gibt es in Brasilien. Für in Euro verdienendende sind die Zigaretten dort billig, aber nicht in Real.


Ok, 1l Cachaca in BR <2,5 $R in Deutschland ca 25 $R; 20 Zigaretten (Camel) in BR 2,7 $R in Deutschland ca 12,5 $R.

Selbst mit bestem Willen kann man hier nicht behaupten, dass diese Produkte in D billiger sind als in BR. Auch nicht wenn man die Preise durch das Einkommen relativiert.

p



Viel Spass mit Deinem Cachaca für 2,5 Reais.
Okay, nehmen wir Deine Preise mal als gesetzt an, rechnen wir mal dagegen:
Fabrikarbeiter bei VW in Brasilien, 450 Reais pro Monat, Fabrikarbeiter bei VW in Wolfsburg (Programm 5000, also weit unter Haustarif): 6900 Reais pro Monat.
Faktor 15 also...also, ab einem Preis von 37,5 Reais für Cachaca, und 40,5 Reais in Deutschland wäre Brasilien in Deinem Beispiel billiger....Oder anders ausgedrückt: Dein Leib- und Magencachaca dürfte in Brasilien 1,66 Reais kosten und Deine Zigaretten 84 Centavos. So sind diese Konsumgüter relativ zu Deutschland in Brasilien deutlich teurer.

Mach Dir nichts draus, wenn Du nicht so gut in Mathematik bist, vielleicht bist Du eher der musische Typ...


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 14:04 
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Wenn man vollkommen ignorant ist und immer wieder Äpfel mit Birnen vergleichen will, dann helfen auch keine Argumente mehr. Lebt einfach weiter in Eurer Scheinwelt und diskutiert über die große Ungerechtigkeit in Brasilien und das Schlaraffenland in Deutschland.

In Brasilien können die Kleinst- und Mittleren Unternehmen vor der Steuer flüchten. In Deutschland ist das ein Privileg nur der Großunternehmen.

In Deutschland sind die Straßen vielleicht ein bisschen besser, die Polizisten ein bisschen weniger korrupt, die Stromversorgung ein bisschen sicherer (muß man natürlich auch selber bezahlen, das ist in den Steuern und Abgaben nicht mit eingerechnet). Was nützt übrigens das beste Schulsystem, wenn die Schüler keinen Bock aufs Lernen haben?

Und ich wiederhole es extra für Dich nochmal:

Es ist für einen Angestellten besser, wenn der Arbeitgeber die Abgaben bezahlt, weil dem AN dann netto mehr von seinem Bruttolohn übrigbleibt. Um nichts anderes geht es hier. Wenn z.B. mein Arbeitgeber sich entscheidet, die Rentenversicherung für seine Angestellten zu bezahlen, dann habe ich am Monatsende ca 20 % mehr Geld auf dem Konto.

Für einen Arbeitslosen mag es besser sein, wenn der AN die Beiträge zahlt, weil dann der Arbeitgeber ev. mehr Arbeiter einstellen und bezahlen kann. Dies hat aber mit der ursprünglichen Diskussion nichts zu tun, da es um Steuern und Abgaben ging, die ja ein Arbeitsloser nicht zahlen braucht.


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 14:31 
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@ Paulista:
Wer hier ignorant, und vor allem Argumenten gegenüber vollkommen unaufgeschlossen ist, mag dahingestellt sein. Aber Du kannst gerne glauben dass Brasilien ein Mekka für Arbeiter und Angestellte ist...Bis Du schonmal aus dem 5 Sterne Luxushotel herausgekommen?

Wie schon geschrieben, Brasilien ist ein schönes Land, und hat viele Vorteile und hohe Lebensqualität (für einige)...aber die dortige Arbeitswelt, und mit Ihr zusammen das Steuer- und Sozialsystem gehört bestimmt nicht zu den brasiliansichen "Vorzügen.

Die Behauptung, kleine und mittlere Unternehmen könnten in Brasilien von der Steuer flüchten, ist extrem lächerlich. Das, was Du als große Errungenschaft darstellst, ist schlicht und ergreifend ein Ausweichen in die informelle Wirtschaft, also Steuerhinterziehung. Die ist übrigens auch in Deutschland möglich. (zur Info: komme mir jetzt nicht schon wieder mit den 10800 Reais, auch in Deutschland müssen PG bis ca. 8000 Eruo keine Steuern zahlen)

Zum Punkt Bruttolohn:

Zitat:
Es ist für einen Angestellten besser, wenn der Arbeitgeber die Abgaben bezahlt, weil dem AN dann netto mehr von seinem Bruttolohn übrigbleibt. Um nichts anderes geht es hier. Wenn z.B. mein Arbeitgeber sich entscheidet, die Rentenversicherung für seine Angestellten zu bezahlen, dann habe ich am Monatsende ca 20 % mehr Geld auf dem Konto


Und genau das ist der Punkt: wenn er sich dazu "entschließt"...Weder in Deutschland, noch in Brasilien "entschließt" er sich dazu, sondern wird dazu gewzungen. In Deutschland muss er 50% der Beiträge zahlen, in Brasilien 100%...es handelt sich hierbei also um einen Gehaltsbestandteil, der allerdings nicht ausgewiesen wird.

Das beutet nichts anderes, als dass der Arbeitgeberanteil ein Teil Deines Gehalts ist...Bruttogehalt gesamt=Bruttogehalt auf Lohnzettel + Arbeitgeberanteil...Und das ist das tatsächliche Gehalt, das Du beziehst.

Nochmal: Wenn Du 1000 Euro im Monat verdienst, bezahlt der Arbeitgeber 1200 für Dich, weil er den Arbeitgeberanteil übernimmt. Diese 1200 sind Dein tatsächliches Bruttogehalt, wenn auf dem Lohnzettel auch nur 1000 Euro stehen.

Jetzt gibt es insgesamt 3 Möglichkeiten bei diesem Bruttogehalt von 1200 Euro (Annahme LNK 40%, also 400 Euro bei Berechnungsbasis 1000 Euro):

1. Der AG übernimmt die kompletten Lohnnebenkosten (so ist es in Brasilien, allerdings ohne KV etc): Dein Bruttogehalt auf dem Lohnzettel beträgt 800 Euro, davon gehen die Steuern ab...
2. Der AN nimmt die vollen LNK: Dein Bruttogehalt auf dem Lohnzettel beträgt 1200 Euro, davon gehen 400 Euro LNK ab --> ergibt 800 Euro vor Steuern.
3. Arbeitnehmer und Arbeitgeber übernehmen je 50%, also 200 Euro:
Der Bruttolohn auf dem Lohnzettel beträgt 100 Euro, abgezogen werden 200 Euro Arbeitnehmeranteil, macht 800 Euro vor Steuern...

So, macht also in jedem Fall 800 Euro vor Steuern, wo ist der Unterschied???

Es gibt keinen, weil eine Pflichtabgabe ein fester Lohnbestandteil ist, der Arbeitnhemer kann ihn unter Umständen nur nicht sehen.

Ein anderer Fall liegt vor, wenn der Arbeitgeber FREIWILLIG für ausgewählte Angestellte Aufwendungen übernimmt. In Brasilien wäre dies z.B. die freiwillige Übernahme der Krankenverischerung. Dann hat der Arbeitnehmer mehr Netto. Dies gilt aber nicht für Pflichtbeiträge.

Wie Du auf den ganzen anderen Kram kommst (der Arbeitgeber könnte mehr Leute einstellen etc) ist mir ein Rätsel, darüber habe ich nichts geschrieben.


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 14:55 
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Ich gehe mal davon aus, dass Du in Deutschland Deine Ausbildung gemacht hast. Wenn man dann Deine letzten Beiträge so liest, dann fragt man sich schon, ob die Ausgaben für Bildung in Deutschland wirklich sinnvoll investiert werden.

p


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 15:20 
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Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und ob bzw. dass es einen Unterschied macht, wenn man selbständig oder angestellt ist, brauche ich nicht hinweisen (oder??).

Da in Brasilien die Löhne in Reais ausbezahlt werden, numerisch deutlich unter dem, was man in Deutschland (und das zudem in Euro) verdient, und die Lebenshaltungskosten sooo viel niedriger nun auch nicht sind (nicht immer nur ans Chopp denken, kommt auch zusätzlich immer darauf an, wo man es zu sich nimmt!), ist es meines Erachtens völlig uninteressant, wo mehr Steuern bezahlt werden.

Wer mit Entsendevertrag ausgestattet ist, dann noch in Dollar oder Euro vergütet wird, und vom im Verhältnis zu Deutschland paradiesischen (so liest es sich z.T. ja förmlich) Zuständen in Bezug auf Steuer, Netto-Vergütung (und Arbeitsverhältnissen) spricht, vergleicht Äpfel mit Birnen, bzw. vergleicht ja eigentlich deutsche Entlohnung, die in Deutschland geleistet wird, mit deutscher Entlohnung, die im Ausland z.T. nach wie vor königlich (und im Verhältnis unverdient) belohnt wird!

Richtige Spesenritter, wie die vom diplomatischen Dienst, z.B.

Wenn ich mir so manche Firmen oder Abteilungen von Firmen in Deutschland (Innendienst Versicherung, z.B.) und die Arbeitsverträge mancher Angestellter so anschaue, die würden ganz schön mit den Ohren schlackern, wenn sie ihr Geld plötzlich in Brasilien und brasilianischem Vertrag verdienen müssten! Je niedriger der Status der Beschäftigung, desto schlimmer, versteht sich.

Und endlich darf ich auch mal Takeo (von ...) recht geben bzw. mit ihm einer Meinung sein!

PS: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die meist hässlich verpickelten Mc Donald´s Thekenschleudern im HBF Frankfurt dem (noch verpickelteren) „Mitarbeiter des Monats“ einen Blasen müssen. Bei Habib´s muss das die Thekenkraft schon! Oder die Bedienung im Rio Sul dem Gerente. Auch wenn sie vielleicht darauf steht, sie muss, es gibt genug Ersatz und sicher keine Abfindung.


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 16:05 
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paulista hat geschrieben:
Ich gehe mal davon aus, dass Du in Deutschland Deine Ausbildung gemacht hast. Wenn man dann Deine letzten Beiträge so liest, dann fragt man sich schon, ob die Ausgaben für Bildung in Deutschland wirklich sinnvoll investiert werden.

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Klasse Beitrag, Paulista. Ich werde es jetzt nicht nochmal erklären, entweder willst Du es nicht verstehen, oder kannst es nicht verstehen.

Im ersten Fall ist es ein charakterlicher Mangel, im zweiten Fall ein intellektueller.


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 17:37 
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Zitat:
Im ersten Fall ist es ein charakterlicher Mangel, im zweiten Fall ein intellektueller.
So sehe ich das auch. Man könnte auch sagen: Was juckt es die deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau daran reibt.
Die Welt ist, wie sie ist.
Es ist in Brasilien wesentlich schwieriger als Angestellter den Lebensunterhalt zu verdienen, als in Deutschland. Punkt. Also ist das sicher keiner der 75 Gründe.
Und wenn wir schon bei Äpfel und Birnen sind: Stell Dir vor: Ein Haushalt in Deutschland. Beide Elternteile gehen Vollzeit arbeiten und auch zwei der vier Kinder. Das Haushaltseinkommen reicht dann für täglich Schweinshaxe mit Sauerkraut. Miete, Wasser, Telefon und Strom können auch bezahlt werden. Am Wochenende liegt dann auch Mal ein Grillfest und ne Kiste Bier drin. Für ein Auto oder einen Urlaub reicht es aber nicht mehr. Dazu hast Du weder eine Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung oder Altersvorsorge.



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 14 Nov 2006 18:24 
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@ Severino: Sehr schönes Beispiel, genauso sieht die Übertragung des brasilianischen Arbeitnehmerlebens auf Deutschland aus.


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