Abseits der Touristenströme: Die Amazonasmetropole Belém

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Abseits der Touristenströme: Die Amazonasmetropole Belém

Beitragvon mikelo » Fr 23. Feb 2007, 21:03

Belém - Einst floss hier Champagner in Strömen. Vor einem Jahrhundert war die nordbrasilianische Stadt Belém am Amazonasdelta reich, ihre Einwohner feierten rauschende Feste - und stießen auf den Kautschukboom an. Heute liegt Belém im Abseits der Urlauberströme. Es kommen meist nur naturinteressierte Individualtouristen in die knapp 1,5 Millionen Einwohner zählende Hafenstadt. «Ein lohnenswerter Stopover mit maximal zwei Übernachtungen», sei es allemal, meint Tommy Adolfo, Inhaber eines Spezialreisebüros in Amazonien. Ziel aller Touristen ist der Markt «Ver-O-Peso»; sein Name «Sieh das Gewicht» erinnert an seine Funktion als Kontrollstelle für den Zoll im Amazonashandel. In der Halle, einer Eisenkonstruktion des 19. Jahrhunderts, bieten Händler tropische Früchte, Fleisch und Gegenstände für den täglichen Gebrauch an. «Bei mir kaufen Sie das Glück», lockt Luisa Lima Besucher zu ihrem Stand, an dem Gläser mit in Alkohol eingelegten Schlangen auffallen, für Europäer fremde Kräuter ihren Geruch ausstrahlen und Figuren jeder Größe für den regionalen Candomblé-Kult stehen.

Kenneth Stone, Naturwissenschaftler aus New York, genießt vom Forte Castelo den Blick auf den alten Hafen, in dem Fischerboote liegen. «Die Portugiesen errichteten die Festung an dem Ort, an dem 1616 ihre Eroberer an Land gingen. Gleich gegenüber liegt die Kathedrale. Sie wurde erst 1771 nach langer Bauzeit fertig», sagt er. Der Amerikaner war schon mehrfach in Belém, um historische Unterlagen über Flora und Fauna Amazoniens zu studieren.

Diese liegen in einem Institut, das der Schweizer Zoologe Emil August Göldi (1859-1917) gegründet hat und das seinen Namen trägt. In Teichen im Park können Besucher unter anderem die gefürchteten Zitteraale aus dem Amazonas beobachten, durch deren Stromschläge jedes Jahr Menschen sterben. Botaniker finden hier mehr als 1000 Pflanzenarten.

Wer mehr Natur sucht, kann eine der Flussfahrten buchen und den ganzen Tag auf den natürlichen Kanälen unterwegs sein, die den Dschungel durchziehen. «In dreieinhalb Stunden erreicht man die Insel Marajó per Boot», sagt Günther Stysch, Inhaber eines auf Brasilien spezialisierten Reisebüros in Berlin. Diese größte Flussinsel der Welt ist bekannt für ihre Büffelherden.

Das alte Belém, in dem die Häuserfassaden seinerzeit mit Kacheln aus Portugal verschönert wurden, lässt sich nur noch an wenigen Stellen erahnen. Deutliche Spuren des Verfalls hat das tropische Klima hinterlassen. Sanierungsarbeiten sieht man wenige. Bauarbeiten konzentrieren sich auf die moderne, von Mangobaum-Alleen durchzogene Stadt. Die wichtigste der Avenidas führt vom Fluss ins Zentrum zum «Teátro da Paz» aus dem Jahr 1878, in dem die Kautschukbarone weltbekannte Opern- und Theatergrößen für sich auftreten ließen.
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Beitragvon Clause » Di 6. Mär 2007, 14:17

Tja, eine sehr positive und romantische Darstellung einer absoluten Drecksstadt. Dadurch ist sie zwar auch in gewisser Weise eine Attraktion (besonders der Ver-O-Peso Markt, auf deutsch eher: PRÜFE das Gewicht), aber für mich war es schon strange, dass um 19 Uhr alle Bars, Lanchonetes und Läden um den Markt schließen - aus Sicherheitsgründen - und sich daraufhin die Straßen leeren. Um noch weg zu gehen (beispielsweise in die Docks) brauchts ein Taxi... Schade!
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Belem

Beitragvon vicios-brasileiros » Mi 18. Apr 2007, 10:51

Clause hat geschrieben:Tja, eine sehr positive und romantische Darstellung einer absoluten Drecksstadt. Dadurch ist sie zwar auch in gewisser Weise eine Attraktion (besonders der Ver-O-Peso Markt, auf deutsch eher: PRÜFE das Gewicht), aber für mich war es schon strange, dass um 19 Uhr alle Bars, Lanchonetes und Läden um den Markt schließen - aus Sicherheitsgründen - und sich daraufhin die Straßen leeren. Um noch weg zu gehen (beispielsweise in die Docks) brauchts ein Taxi... Schade!


kann dir da nur zustimmen, habe in dem Hotel am Ver-o-peso 2 Tage genächtigt und im Grunde die Zeit totgeschlagen. Mir hat Belem nicht gefallen!! Auch wenn architektonisch natürlich ein paar schöne Häusschen dabei sind.

Gruß
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Beitragvon Neto » Do 19. Apr 2007, 20:02

die Geschmäcker sind verschieden.
Es ist zwar schon ein paar Jahre her,
aber Belém habe ich in bester Erinnerung.
Den einzigen Schock, den ich beim letzten Besuch bekam,
waren die Docks.
Freunde hatten mich dort eingeladen, ich blieb keine Minute.
Der einzigartige Ver o Peso mit den tausend Gerüchen
und hunderten von Taschendieben ist ein Traum.

In Belém eine Touristentour abseits der Touristenwege
mit Touristenagentur zu finden, klingt etwas lächerlich.
glücklich sein ist ein Geschenk, wer zufrieden ist, hat prima Karten, wer jammert, jammert.
http://www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas
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Beitragvon Cross Bone » Fr 18. Mai 2007, 00:17

also ich war jetzt im dez bis jan in belem und muss sagen, die stadt ist wirklich nicht schön, habe meine freundin besucht die dort wohnt. Ich war 18 Tage dort und wir sind an manchen Stellen 2 bis 3 mal hin.
Was aber schön war das es in Belem "relativ" sicher ist, im gegensatz zu rio.
Aber die Plätze die es dort gibt sidn wirklich schon, der Bosque is wunderschön, am Fort ist es auch toll und das Restuarat im Haus der 11 Fenster is auch richtig nice aber sehr teuer für brasilianische Verhältnisse.
Aber im Zentrum wars auch sehr schön, die restaurierten Häuser sind vom aller feinsten leider sidn das von 20 Häusern 1.
Mann kann echt eien Woche gut verbringen dort mit einem insider. Aber der glanz einer copa cabana gibt es dort nicht.
Denn der Rest der Stadt ist doch sehr runtergekommen...aber das es dort abends nix geht hab ich nicht bemerkt...vieleicht in der kleinen Kneipe um die Ecke aber in den beliebten Plätzen waren doch die meiste Zeit immer was los.
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Beitragvon Amazém » Fr 18. Mai 2007, 10:22

Hallo C. Bone,

bist du nur in der Stadt geblieben oder hast du mal Ausflüge zum Beispiel zur Insel Maranjo gemacht? Maranjo hat mir sehr gefallen! Ich vergleiche nicht gleich mit den Touristenhochburgen und erwarte eine Copa und Zuckerhut usw... man sollte immer neu die jeweiligen "Hightlights" jeder einzelnen Stadt bzw. Bundesstaates herausfinden.
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