Severino hat geschrieben:
Hab die Rohre auch ne Nummer grösser genommen und sogar auch noch dicker als die billigsten.....
Was ich in diesem Zusammenhang genial finde, fällt mir gerade ein, sind diese Druckventile für die Toilettenspülung - die komplett ohne Wasserkasten auskommen, bzw. mit dem Druck aus der caixa eine gescheite Spülung hinkriegen. Weiss einer, wie diese Ventile eigentlich funktionieren ...
Das Problem ist meistens nicht der Durchmesser der Rohre, sondern die brasilianische Verlegegewohnheit.
Der Auslass der Schüssel ist bei Verwendung eines 100er Rohres die engste Stelle und eigentlich sollte es in den Rohren dahinter keine Probleme mehr geben.
Kritisch wird es, weil der "Installatör" gerne joelhos (Knie mit geringstem Biegeradius= "eckige Kurve") an Stelle von curvas (="runde Kurve") nimmt. In den Knieen staut sich dann, besonders bei Einwurf von Papier, die Sch...e, schwer zu reinigen ist's auch.
Das für Abläufe ohne Pumpe ein Gefälle sinnvoll ist merkt der Oberrohrverleger oft erst nach der Fertigstellung
Die Druckventile gibt es in Hoch- und Niederuckausführung, z.B. von
DOCOL. Für die caixa auf dem Dach ist Niederdruck angesagt, einfach die Taste drücken und ggf. halten, bis alles verschwunden ist, nach dem Loslassen schließt sich das Ventil langsam wieder.
Nachteile: beim Spülen etwas lauter als Schüsseln mit caixa acoplada und für den Zulauf braucht's 1 1/2"-Rohre und ganz billig sind die Dinger auch nicht.
Außerdem muss bei der Installation aufgepasst werden, dass die Position von Zu- und Ablauf genau zur Schüssel passt, da kann ich tolle Geschichten von Nacharbeit und Materialverlust erzählen.
Ganz großer Vorteil: man kann bedarfsgerecht spülen und der Rucksack an der Schüssel entfällt.
lol hat geschrieben:
Pardon,
http://www.mizumo.com.br sollte es heißen...
Ich bin kein Experte für Abwasserbehandlung.
Zu dem Link fällt mir ein:
Abwasserbehandlung ist gut, wenn man sich's leisten kann und will.
Zur Einleitung brauchst du ein Pumpe oder Hebeanlage, wenn die Kiste oberirdisch steht. Das kostet extra und braucht Strom. Wenn ich mir vorstelle, bei Stromausfall nicht auf's Örtchen zu können
Also einbuddeln. Mit dem dazu erforderlichen Loch+Fundament kannst du auch eine kombinierte Setz- / Sickergrube bauen.
Unter welchen Bedingungen funktioniert das Teil? Könnte mir vorstellen, dass der Bakterienzoo gewisse Lebensbedingungen braucht (Nährstoffe, Temperatur usw.). Was passiert bei längerer Nichtnutzung bzw. bei Überforderung des Systems (churrasco mit vielen trinkfesten Freunden)?
Was kosten die Chemikalien?
Erzeugt das Ding Abgase (Methan) und wenn ja, was damit tun?
Wohin gelangt das Abwasser der Anlage?
Ganz ehrlich, im Anbetracht des nicht unerheblichen Preises würde ich an deiner Stelle reichlich überlegen, ob ich nicht eine typischere brasilianische Entsorgung einsetze.