Abwasserbehandlung?

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Abwasserbehandlung?

Beitragvon lol » Di 18. Sep 2007, 18:21

Mal ne Frage an die Hausbesitzer bzw. -bauer in Br. unter euch
(ländlicher Raum). Wie behandelt ihr das Abwasser? Einfach ab
ins Erdreich, abpumpbare Sickergrube oder "Klärstation" bzw.
irgendwelche Mehrkammersysteme? Mir wurde eine Anlage
von http://www.Mizumi.com.br nahe gelegt, soll so 15.000 R. kosten,
mit Einbau.... :(
Irgendwelche Erfahrungen damit?
Danke für Info. :D
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Beitragvon Tuxaua » Di 18. Sep 2007, 19:29

Dein Link zeigt auf einen Mitsubishihändler, toll, wie weit die Asiaten schon sind. :wink:

Bei uns in der Stadt ist die Abwasserentsorgung überwiegend über fossas (einfache Doppelkammer-Sickergruben mit monatlichem Besuch des Sudelwagens) oder direkt über den nächstliegenden igarapé "gelöst".
Von Behandlung des Abwassers zu sprechen wäre zu viel gesagt, Ableitung trifft's besser.
Interessanterweise zahlen hier viele zusammen mit dem Wasser auch Abwassergebühren :roll: deshalb geht es den lokalen Brunnebohrfirmen relativ gut.

Auf unserem sitio pieseln die männlichen Besucher in den Urwald, alles andere landet im Plumpsklo.
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Beitragvon lol » Di 18. Sep 2007, 19:49

Tuxaua hat geschrieben:Dein Link zeigt auf einen Mitsubishihändler, toll, wie weit die Asiaten schon sind. :wink: ..

Pardon, http://www.mizumo.com.br sollte es heißen, war eben auf der Mikuni-Vergaserseite, ..confusao ..... :lol:
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Beitragvon chegei » Di 18. Sep 2007, 20:07

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Beitragvon Severino » Mi 19. Sep 2007, 13:58

Wir haben unser Haus am Stadtrand von Anápolis. Dort ist noch nichts an das Abwassersystem angeschlossen. Jeder hat seine Sickergrube unter dem Gehweg. Das funktioniert sehr gut und meine Befürchtungen wegen Geruchsbelästigung haben sich nicht bestätigt. Das liegt aber auch daran, dass die Abflussrohre vom WC separat verlegt wurden.
Sollte später einmal noch die prefeitura Geld finden, um auch unser bairro an das Abwassersystem anzuschliessen, dann werden im Prinzip die einzelnen Sickergruben daran angeschlossen.
Trotzdem haben wir esgoto (Abwasser) jeden Monat auf der Wasserrechnung. Aber so ist das in Brasilien....
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Beitragvon mikelo » Mi 19. Sep 2007, 16:00

Severino hat geschrieben:Sollte später einmal noch die prefeitura Geld finden, um auch unser bairro an das Abwassersystem anzuschliessen, dann werden im Prinzip die einzelnen Sickergruben daran angeschlossen.


als ich damals unser erstes haus in parnaiba bauen liess, habe ich extra grosse abwasser-rohre legen lassen. mich hat einfach gestoert, dass man nicht, wie in europa, sein klopapier in die toilettenschuessel entsorgt--sondern in einen extra beahelter :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: , hat zwar eine stolze stange geld gekostet---aber nun fuehle ich mich auf der toilette wohler :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:
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Beitragvon Severino » Mi 19. Sep 2007, 16:14

mikelo hat geschrieben:als ich damals unser erstes haus in parnaiba bauen liess, habe ich extra grosse abwasser-rohre legen lassen. mich hat einfach gestoert, dass man nicht, wie in europa, sein klopapier in die toilettenschuessel entsorgt--sondern in einen extra beahelter, hat zwar eine stolze stange geld gekostet---aber nun fuehle ich mich auf der toilette wohler

Hab die Rohre auch ne Nummer grösser genommen und sogar auch noch dicker als die billigsten. Trotzdem benutzen wir die Eimerchen, denn das Gefälle ist einerseits relativ gering und ausserdem sind es eh alle gewöhnt. Hinzukommt noch, dass das Papier in der Sickergrube nur Schlecht verrottet.....
Was ich in diesem Zusammenhang genial finde, fällt mir gerade ein, sind diese Druckventile für die Toilettenspülung - die komplett ohne Wasserkasten auskommen, bzw. mit dem Druck aus der caixa eine gescheite Spülung hinkriegen. Weiss einer, wie diese Ventile eigentlich funktionieren ...
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Beitragvon Tuxaua » Mi 19. Sep 2007, 18:37

Severino hat geschrieben:Hab die Rohre auch ne Nummer grösser genommen und sogar auch noch dicker als die billigsten.....
Was ich in diesem Zusammenhang genial finde, fällt mir gerade ein, sind diese Druckventile für die Toilettenspülung - die komplett ohne Wasserkasten auskommen, bzw. mit dem Druck aus der caixa eine gescheite Spülung hinkriegen. Weiss einer, wie diese Ventile eigentlich funktionieren ...

Das Problem ist meistens nicht der Durchmesser der Rohre, sondern die brasilianische Verlegegewohnheit.
Der Auslass der Schüssel ist bei Verwendung eines 100er Rohres die engste Stelle und eigentlich sollte es in den Rohren dahinter keine Probleme mehr geben.
Kritisch wird es, weil der "Installatör" gerne joelhos (Knie mit geringstem Biegeradius= "eckige Kurve") an Stelle von curvas (="runde Kurve") nimmt. In den Knieen staut sich dann, besonders bei Einwurf von Papier, die Sch...e, schwer zu reinigen ist's auch.
Das für Abläufe ohne Pumpe ein Gefälle sinnvoll ist merkt der Oberrohrverleger oft erst nach der Fertigstellung :evil:

Die Druckventile gibt es in Hoch- und Niederuckausführung, z.B. von DOCOL. Für die caixa auf dem Dach ist Niederdruck angesagt, einfach die Taste drücken und ggf. halten, bis alles verschwunden ist, nach dem Loslassen schließt sich das Ventil langsam wieder.
Nachteile: beim Spülen etwas lauter als Schüsseln mit caixa acoplada und für den Zulauf braucht's 1 1/2"-Rohre und ganz billig sind die Dinger auch nicht.
Außerdem muss bei der Installation aufgepasst werden, dass die Position von Zu- und Ablauf genau zur Schüssel passt, da kann ich tolle Geschichten von Nacharbeit und Materialverlust erzählen.
Ganz großer Vorteil: man kann bedarfsgerecht spülen und der Rucksack an der Schüssel entfällt.



lol hat geschrieben:Pardon, http://www.mizumo.com.br sollte es heißen...

Ich bin kein Experte für Abwasserbehandlung.
Zu dem Link fällt mir ein:
Abwasserbehandlung ist gut, wenn man sich's leisten kann und will.
Zur Einleitung brauchst du ein Pumpe oder Hebeanlage, wenn die Kiste oberirdisch steht. Das kostet extra und braucht Strom. Wenn ich mir vorstelle, bei Stromausfall nicht auf's Örtchen zu können :roll:
Also einbuddeln. Mit dem dazu erforderlichen Loch+Fundament kannst du auch eine kombinierte Setz- / Sickergrube bauen.
Unter welchen Bedingungen funktioniert das Teil? Könnte mir vorstellen, dass der Bakterienzoo gewisse Lebensbedingungen braucht (Nährstoffe, Temperatur usw.). Was passiert bei längerer Nichtnutzung bzw. bei Überforderung des Systems (churrasco mit vielen trinkfesten Freunden)?
Was kosten die Chemikalien?
Erzeugt das Ding Abgase (Methan) und wenn ja, was damit tun?
Wohin gelangt das Abwasser der Anlage?

Ganz ehrlich, im Anbetracht des nicht unerheblichen Preises würde ich an deiner Stelle reichlich überlegen, ob ich nicht eine typischere brasilianische Entsorgung einsetze.
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Beitragvon lol » Mi 19. Sep 2007, 19:37

Tuxaua hat geschrieben:.......
Abwasserbehandlung ist gut, wenn man sich's leisten kann und will.
Zur Einleitung brauchst du ein Pumpe oder Hebeanlage, wenn die Kiste oberirdisch steht. Das kostet extra und braucht Strom. Wenn ich mir vorstelle, bei Stromausfall nicht auf's Örtchen zu können :roll:
Also einbuddeln. Mit dem dazu erforderlichen Loch+Fundament kannst du auch eine kombinierte Setz- / Sickergrube bauen.
Unter welchen Bedingungen funktioniert das Teil? Könnte mir vorstellen, dass der Bakterienzoo gewisse Lebensbedingungen braucht (Nährstoffe, Temperatur usw.). Was passiert bei längerer Nichtnutzung bzw. bei Überforderung des Systems (churrasco mit vielen trinkfesten Freunden)?
Was kosten die Chemikalien?
Erzeugt das Ding Abgase (Methan) und wenn ja, was damit tun?
Wohin gelangt das Abwasser der Anlage?

Ganz ehrlich, im Anbetracht des nicht unerheblichen Preises würde ich an deiner Stelle reichlich überlegen, ob ich nicht eine typischere brasilianische Entsorgung einsetze.


Das Grunstück liegt am 30°-Hang, die Befüllung sollte also ohne
Energieaufwand erfolgen können. Die Hanglage ist ist auch einer
der Gründe warum ich da auf Dauer mit einer einfachen Sickergrube
so meine Bedenken habe, wenn die Suppe eins Tages schwallartig
durchschlägt, dann gute Nacht... Die trinkfesten Freunde pissen doch
bei entsprechendem Füllungsgrad sowieso ins Gelände und das
"gereinigte" Abwasser wollte ich in den Garten ablassen, die (geplante)
Cannabis-Plantage wässern :D . Das mit der Nichtnutzung und den
Chemikalien muss ich noch mal detalliert klären. Wenn ich das Teil
richtig verstanden habe ist das doch eher ein simples
Mehrkammersystem, sollte eigentlich ohne Chemie funktionieren .. :?
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Beitragvon chegei » Mi 19. Sep 2007, 21:51

lol hat geschrieben:



Wenn ich das Teil
richtig verstanden habe ist das doch eher ein simples
Mehrkammersystem, sollte eigentlich ohne Chemie funktionieren .. :?



eben,guck dir das ding auf tubular an,das kannst einfach nachbauen,wenn du willst noch eine kammer dazu,dann kannst du dieses wasser problemlos zum gartenbewässern nutzen,geruchs und schadstoffrei
grüsse
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