Ärger mit Celpe

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Ärger mit Celpe

Beitragvon rwschuster » Fr 19. Jun 2009, 19:56

Arne hat geschrieben:Ich werde mit einer Verkäuferin telefonieren ,die schon mehr als 12 Jahre in der Bäckerei arbeitet und hoffentlich etwas weiss.
Ich werde auf keinen Fall vor Gericht gehen,es ist teuer und dauert Jahre.

Mir ist da was aufgefallen:
Genauso wie die Schulden des Vorbesitzers an dich weiterverwiesen werden, was ist mit der Angestellten, der Verkäuferin. da sind möglicherweise die Stromrechnungen eine Lappalie dagegen.?
wenn die aufs Arbeitsgericht geht und 12 Jahre Überstunden einklagt die sie nie gemacht hat, gewinnt sie und du musst zahlen, obwohl sie vom Vorbesitzer ordnungsgemäss abgefertigt wurde, die Firma geschlossen und du eine neue aufgemacht hast. Da gilt das Nachfolgerprinzip.
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Re: Ärger mit Celpe

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 19. Jun 2009, 20:02

rwschuster hat geschrieben:
Arne hat geschrieben:Ich werde mit einer Verkäuferin telefonieren ,die schon mehr als 12 Jahre in der Bäckerei arbeitet und hoffentlich etwas weiss.
Ich werde auf keinen Fall vor Gericht gehen,es ist teuer und dauert Jahre.

Mir ist da was aufgefallen:
Genauso wie die Schulden des Vorbesitzers an dich weiterverwiesen werden, was ist mit der Angestellten, der Verkäuferin. da sind möglicherweise die Stromrechnungen eine Lappalie dagegen.?
wenn die aufs Arbeitsgericht geht und 12 Jahre Überstunden einklagt die sie nie gemacht hat, gewinnt sie und du musst zahlen, obwohl sie vom Vorbesitzer ordnungsgemäss abgefertigt wurde, die Firma geschlossen und du eine neue aufgemacht hast. Da gilt das Nachfolgerprinzip.


Warum machst du ihn denn jetzt schon soviel Angst. Nicht alles auf einmal.
Hab das jetzt hier erlebt. Da hat einer obwohl immer Lohn puenktlich erhalten von 1994 bis 2002 ueber 20000 R$ eingeklagt. Der Richter hat ihm sogar 25000 R$ zugesprochen.
Der sitzt jetzt vor dem Parteihaus der PT hier und lacht sich einen ab waehrend andere sich fuer einen Appel und Ei die Knochen kaputtschufften.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Ärger mit Celpe

Beitragvon Tuxaua » Fr 19. Jun 2009, 22:58

Um vom Arbeitsrecht wieder zum Thema zurückzukommen:

@Arne:
Alle bras. Energieversorger haben eine übergeordnete Behörde, die ANEEL.
Schau dir mal die für die Versorger und deren Kunden verbindliche
RESOLUÇÃO ANEEL Nº 456, DE 29 DE NOVEMBRO DE 2000
an, insbesondere den Artikel 72 ff, ob du darin für dich zutreffende "Entlastung" findest.
Unser Urwaldbestromer sträubte sich damals auch, auf Forderungen zu verzichten, die noch vom Vorbesitzer stammten, letztendlich bekamen wir sogar noch eine Rückzahlung von ~R$400 und das Ganze ohne Gericht und Schießeisen :wink:
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Re: Ärger mit Celpe

Beitragvon Arne » Fr 19. Jun 2009, 23:08

Vielen Dank für eure Tips

Ich denke in der jetzigen Situation ist der Tip von rwschuster eine Überlegung wert,denn vor der Bäckerei habe ich eine Lanchonete mit eigenem Stromzähler,da kann man anzapfen.
Zunächst auf jeden Fall.
Wenn ich in Brasilien bin werde ich mit Celpe verhandeln.
Das habe ich schon mitbekommen es ist alles Verhandelbar.Während des Karnevals ist in der Nachbarschaft ein Haus illegal auf einer zum Kanal gehörenden Fläche gebaut worden.Es arbeiteten 14 Leute mit, bei strömendem Regen von morgens 5 bis
abends 22 Uhr.
Nach zwei Tagen kam die Polizei ,und es passierte nichts. Sie bauten fleissig weiter und am Aschermittwoch war das Dach drauf.
Am nächsten Tag waren Leute von der Prefeitura vor Ort und machten eine Besichtigung.
Es änderte sich nichts,was mich eigentlich wunderte.
Nach ca. zwei Wochen habe ich mit der Bauherrin gesprochen. Sie erklärte mir ihr erstes Haus ist genauso illegal,sie wohnt schon über 30 Jahre darin,und hat noch nie irgent eine Steuer bezahlt.Woher kriegt sie ihren Strom,Stromzähler oder Hausnummer.Für sie sind Gringos dumm und bezahlen alles ordentlich.
Mann muss mit allem rechnen, den Buchhalter den ich hatte ist immer am ersten des Monats gekommen und hat seine 500
Reais kassiert und meine Unterlagen mitgenommen.Ich habe die Lohnzettel am Computer gemacht,als ich nach 3 Monaten eine Übersicht wollte musste ich feststellen,dass er nichts gemacht hat.
Die Mentalitäten sind verschieden und mann muss sich darauf einstellen.
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Re: Ärger mit Celpe

Beitragvon rwschuster » Sa 20. Jun 2009, 03:21

Arne hat geschrieben: vor der Bäckerei habe ich eine Lanchonete mit eigenem Stromzähler,da kann man anzapfen.

Wenn der Zähler auf der selben Adresse eingetragen ist, und keine Schulden draufliegen OK. Dann kannst du ruhig eine Leitung legen.
Wenn er aber auf eine andere Adresse angelegt ist darf man das nicht.
Lustig, ein Brasilianer würde es in einen Wasserschlauch legen und gut vergraben und dann den Nulleiter an ein dickes Kupferstück anklemmen, es auch tief vergraben und nicht zur Uhr zurückführen sodass der plötzliche Mehrverbrauch keinen Verdacht erregt. Bei starken Verbrauchserhöhungen oder Senkungen schlägt der Computer nämlich Alarm und die Celg kommt nachschauen. Aber sowas machst du ja nicht als aufrechter Deutscher, ich habe das auch nicht als Rat gemeint. [-X Aber frag mal einen brasilianischen Elektriker der bei der Celp arbeitet oder gearbeitet hat. :oops: Die beraten besser als dein Buchhalter und sind billiger. :idea:

PS.: Hast du schon mal was von einem "gato" gehört? :twisted:
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Re: Ärger mit Celpe

Beitragvon Arne » Sa 20. Jun 2009, 09:09

Ja so ein "gato" ist eine manipulation des stromzählers,den ich aber ausschliessen kann.
Es waren schon zweimal leute der celpe da,und haben mein haus überprüft aber nichts gefunden.
Der vorbesitzer hatte so um die 300 reais monatlich,ich etwa 80-100 das fällt auf.
Als erstes ersetzte ich glühbirnen durch energiesparlampen,baute ventilatoren ein anstatt immer die klimaanlage zu benutzen,der pool läuft nur ein stunde am tag.
Es geht nicht nur ums geld,klimaschutz ist angesagt und jeder muss etwas beitragen.
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