Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 5. Sep 2014, 18:24

Nochmal zu meinem werdenden Freund Trem Mineiro,

Dein letzter Satz ist ebenso eine Unverschämtheit wie das mit der Urne.
man importiert keinen Menschen. Der Satz zeigt mir eigentlich nur das ich Recht habe, zu welchen im Ausland lebenden Deutschen du wohl gehörst. Alle anderen stehen unter Dir und können nichts. Ich will gar net wissen, wie Du dann die Brasilianer in deiner Nähe behandelt hast.

Muß mich sogar ehrlich ein bissl zusammenreissen wegen dieser Unverschämtheit. Wie kann man so etwas schreiben das man einen Menschen Im- oder Exportiert.

Hast Du eigentlich ein bissl Anstand oder Charakter mein Freund ?
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon Regina15 » Fr 5. Sep 2014, 19:22

Pedrinho,
ich kann deinen Ärger über die Bemerkungen Urne ... verstehen, aber nun machst du gerade einen Rundumschlag. Du hast um Meinungen gebeten und sie erhalten, dass sie dir nicht alle gefallen damit musst du rechnen. Jeder schreibt aus seinem Erfahrungsschatz. Ich z.B. habe erfahren, dass Brasilianer auch nur Menschen sind und erlebt, dass alte Leute und Kinder nicht immer heilig sind. Kenne auch die Berichte in deutschen Einrichtungen im Fernsehen und passe bzw. passte bei meiner Familie höllisch auf, wie Pflege und Unterbringung waren. Darum schrieb ich, dass man sich rechtzeitig um unterschiedliche Einrichtungen kümmern muss. Es wird die Zeit kommen, da du nicht mehr alles allein bewältigen kannst. Deine Oma liebt dich und will dir mit Sicherheit nicht zur Last fallen. Allerdings kann sie nicht einschätzen, was es bedeutet in Brasilien zu leben. Mit Sicherheit will sie dir keine Steine in den Weg legen und dich auch nicht verlieren. Senioreneinrichtungen müssen nicht immer schlecht sein. Meine Mutter, die bei mir gelebt hat ist vor 3 Jahren in eine Einrichtung gezogen, weil sie dort mehr Unterhaltung hat. Sie blieb so lange bis die jüngste Tochter aus dem Haus war. Wir sind berufstätig und sie wäre tagsüber allein. Sie hat ihre Entscheidung nie bereut. Wir besuchen uns regelmäßig, sie kommt zu allen Feiern der Familie ins Haus und wenn wir Urlaub haben ist sie häufig bei uns. Ausflüge werden gemacht und auch kleine Reisen innerhalb Europas sind geplant. Nach Brasilien möchte sie nicht mit, hätte sie in jüngeren Jahren gemacht. Jetzt kann sie schlecht sehen und ich finde die brasilianischen Straßen und Bürgersteige auch nicht unbedingt geeignet.
Aber auch da wirst du ein Gegenargument finden, denn ich denke du möchtest nur hören was dir gefällt.
Entschuldige wenn ich nun hineininterpretiert habe. Mich hat dein schnelles Urteil über Trem gestört.
Ich kenne auch Deutsche, mit denen ich keinen Kontakt haben wollte. Aber mit Sicherheit liegst du bei der Eisenbahn falsch. Ich habe viele Kommentare gelesen von ihm, sie oft für sehr kompetent und bereichernd empfunden und du solltest ein wenig abwarten, bevor du vorschnelle Schlüsse ziehst.
Übrigens ist mir dein Arzt suspekt, wenn er nur die medizinische Seite sieht. Ein Mensch der nicht schwitzen kann, gehört nichtin sehr warme Gefilde, der kann sich dann nämlich nicht abkühlen, schwitzen ist ein Schutz. Die Emotionale Seite wurde anscheinend nicht bedacht. Keine Möglichkeiten der Kommunikation außer mit dir und deinem Sohn. Fremde Umgebung, kein Fernsehen verstehen, keine Besucher verstehen. Ich bin ja auch schon etwas älter, für mich wäre es der Horror.
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 5. Sep 2014, 19:31

Oi Pedrinho
jetzt reg dich nicht künstlich auf, auch große Schriftzeichen bedeuten keine größere Wahrheiten als kleine.

Was willst du denn, ich hab dir doch bereits dein exzellentes Expertentum bescheinigt, willst du auch noch eine Urkunde.
Das Wort Import, das ich bisher nicht so schlimm fand bekommt ja bei dir sogar eine echte Bedeutung.

Deine Oma wandert ja nicht wirklich aus, sondern wir von dir einfach mitgenommen. Oder meinst du, sie weis, in welches Risiko sie da gebracht wird. Ist sie in der Lage, dazu noch eine eigene Meinung zu haben. Insofern ist Importieren (was ich nie so ernst gemeint habe), in deinem Fall sogar der echte Ausdruck der dein Vorhaben beschreibt: Importieren wie eine Ware. Übt die alte Dame auch schon fleißig portugiesisch, damit sie mit ihrer Putzfrau--Betreuerin sich unterhalten kann. Ich will kein Öl ins Feuer gießen aber an sich gehört da noch eine treffendere Bezeichnung für dein Vorhaben hin.

Was ich von Brasilianern halte und sie beurteile kann du meinen 2.000 Beiträgen entnehmen, die das dezidiert darstellen. Wobei mir dein Urteil darüber ziemlich egal ist.

Und zu deinen Freunden werde ich sicher nicht gehören, ist nicht ganz mein Niveau.

Träum weiter von Brasilien, vielleicht findest du ja noch andere, die sich ernsthaft mit dir beschäftigen, ich kann's nicht mehr.

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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 5. Sep 2014, 20:40

Hallo Regina15,

es tut mir leid wenn Du dich mit meinem letzten Beitrag beldeigigt gefühlt hast. Deshalb habe ich ja geschrieben es ist nicht allgemein gemeint, sondern möchte nur den einen speziellen User bezeichnen, denn wie Du ja lesen kannst gibt der Beleidigungen von sich, egal was für intelligente Beiträge er schon geleistet hat, denn Du würdest eine solche Schreibweise über Deine Liebsten auch unverschämt finden.

Und jetzt nochmal zu Deinem Kommentar. Genau die Dinge die Du und auch mein Freund teilweise ansprecht, ist ja mein Problem. meine Großmutter hat diesen Wunsch ohne abschätzen zu können was das für ein Schritt wäre. Mit allem was Du geschrieben hast geb ich Dir einhundert Prozent Recht. Angefangen von den Straßen, Bordsteinen und Gehwegen, wenn man die als solche Bezeichnen kann :-). Meine Antwort ist immer die gleiche : Oma Du kennst Brasilien nicht.
Leider ist meine Oma auch hier sehr isoliert und hat nur zu mir und meinem kleinen Kontakt, da sich alle anderen einen Dreck um sie kümmern. Ihre Freundinnen sind leider alle schon gestorben.

Weisst Du wir wohnen hier in einer kleinen Wohnung und da sie nimmer so gut laufen kann ist sie hier sehr eingesperrt. Hab einen Rollstuhl beantragt aber in dem schämt sie sich. Ich denke hier halt immer, das sie dort viel mehr draußen im Schatten sitzen könnte. Aber wie gesagt ich bin ja net von einen anderen Stern und genau deshlab hab ich ja auch diese Probleme mich zu entscheiden. Aber da die Vernunft eh immer bei mir gesiegt hat, werde ich wohl hier bleiben und ihr so gut es geht hier noch einen schönen Lebensabend beschehren.

Und eins noch: Intelligenz oder Wissen heißt noch lange nicht das jemand ein anständiger oder guter Mensch ist.

Auch wenn Trem Mineiro noch so tolle Kommentare oder Beiträge geschrieben hat, schreibt man so etwas nicht. Und ein Mensch mit Anstand oder Charakter würde so etwas nicht schreiben.

Ich habe hier einfach um Eure Meinungen gebeten, weil es eben hier um eine sehr emotionelle Entscheidung geht. Und was kommt von meinem Kumpel, beleidigungen. Ist das in Ordnung, nein der Herr liest was kapierts net mal richtig und muß herablassend sein.
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 5. Sep 2014, 20:52

Hab noch was vergessen, wollte noch kurz auf den Beitrag von Messenger08 eingehen.
Mir wurde von Brasilianischen Konsulat gesagt, das ein Rentner, egal wie alt, der eine gewisse monatliche Einkommensgrenze übersteigt, problemlos eine permanencia bekommt. Diese Einkommensgrenze übersteigt die Rente meiner Großmutter. Die wollen anscheinend nur einen Nachweis, das sich ein Rentner da selbst ernähren kann.

Mich würde noch eines interessieren. Ihr die auf mein Thema geantwortet habt, warum lebt oder habt Ihr in Brasilien gelebt. Wegen der Arbeit, Liebe, Abenteuerlust oder warum auch immer ?

Bei mir gehts darum, ich kenne das Land weiss wie gefährlich und traurig es teilweise ist und das auch die Brasilianer immer mit großer Vorsicht zu genießen sind ( ist das bei uns heutzutage anders ? ). Aber trotz allem würde ich gerne dort Leben. Würde mich freuen wenn Ihr Eure Gründe schreiben könntet.

Falls ich irgendjemanden zu Unrecht angegangen sein sollte ( Trem Mineiro augeschlossen ) möchte ich mich dafür entschuldigen bin normalerweise nicht so, nur wenn es um meine noch so kleine Familie geht, dann bin ich etwas empfindlich, vor allem wenn so respektlos geschrieben wird.
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon Urs » Fr 5. Sep 2014, 21:51

Hallo

Ganz kurz meine Meinung.

Alle wollen Dir ja nur helfen und die Vor- und Nachteile aufzeigen. Da ich den Norosten auch ein wenig kenne, würde ich es nie wagen, meine Mutter (88 Jahre) dorthin einzuladen. Seit 50 Jahre sesshaft am gleichen Ort. Jeder Schritt ist ihr bekannt.
Brasilien ist nichts für Deine Grossmutter. Alles wäre neu für sie.

Du bist noch jung. Dein Sohn ist erst 4 Jahre alt. Du hast noch genügend Zeit mit dem Auswandern.
Steh der Grossmutter weiterhin hier zur Verfügung. Sie muss es verstehen.

Gruss
Urs
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 5. Sep 2014, 22:55

Hallo Urs,

ich danke auch Dir für Deine Meinung zu meinem Thema.

Ich bin sehr dankbar für nettgemeinte Anregungen aber auch Kritik. Aber ich finde Kritik sollte konstruktiv und nicht beleidigend sein. Wenn Du dir Kommentare von einem bestimmten User durchliest kommen darin immer wieder herablassende Sätze oder auch Beleidigungen vor, muß das sein. Wir sind erwachsene Menschen und können doch vernünftig miteinander sprechen oder diskutieren.

Ich denke das ist heutzutage eh eine schlimme Sache, denn Leute die Probleme haben oder suchen werden viel zu oft einfach mal schnell verurteilt und abgelehnt.
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon Frankfurter » Fr 5. Sep 2014, 23:12

Darf ich mal einen "Waffenstillstand" vo 24 oder beser 48 Stunden vorschlagen :D .

Danach können ja weiter die unterschiedlichen Meinungen - abgewogen - diskutiert werden.

Schönen Samstag / Sonnatg noch =D>
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 5. Sep 2014, 23:21

Also da ich sowieso nicht für Waffen bin, bin ich eher für endgültige Waffenruhe :-)
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon zagaroma » Sa 6. Sep 2014, 00:17

Oi Pedrinho,

tut mir echt leid dass Du unseren Trem Mineiro so negativ empfindest, er ist ein beliebtes Mitglied dieses Forums und wir kennen ihn als ausgewogen und sehr kompetent. Ich persönlich würde ihn gerne mal kennenlernen. Solche Personen, wie Du sie beschreibst (der arrogante deutsche Herrenmensch mit Verachtung für alle anderen) haben wir hier nicht, wenn so einer mal auftaucht vergraulen wir ihn ganz schnell.

Also die Argumente der anderen bezüglich Deiner Oma kann ich verstehen. Meine Mutter kam mit mir her als sie 73 Jahre alt war, und sie hatte ein paar Anpassungsprobleme, auch mit dem Klima. Sie studiert tapfer die Sprache, aber das Gedächtnis ist halt nicht mehr da. Sie fährt auch mit dem Bus, ist aber immer fix und fertig hinterher. Das mit der Altenpflege kommt noch, na wir werden sehen, bis jetzt ist sie fit und liebt das Leben in Brasilien.

Auf der anderen Seite, wenn Deine Oma vom Leben nur noch erwartet, bei Dir zu sein und von einem bequemen Sessel auf einer Terrasse aufs Meer zu schauen, das ist machbar. Und wenn ihre Rente die Visumsauflagen erfüllt, hast Du ja das Problem ihrer Versorgung und Eures Lebensunterhaltes in der Anpassungsphase (bis Du eine Arbeit findest) völlig im Griff.

Eins ist sicher: mit 93 wird sie bei jedem Arzt und in jedem Krankenhaus den Vortritt bekommen und keine langen Wartezeiten absolvieren müssen. Was man hier halt weniger tut, ist das verbissene Verlängern eines Lebens mit allen medizinischen Mitteln. Was viele Senioren in dem Alter sowieso gar nicht mehr wollen. Hier herrscht eher die gleiche Meinung wie die Deiner Oma: wenn der liebe Gott denkt, ihre Stunde sei gekommen....

Du weisst wahrscheinlich, dass das Visum etwa 8 Monate dauert und beim brasilianischen Konsulat im Heimatland persönlich abgeholt werden muss. Um Deiner Oma ein anstrengendes Hin- und Herfliegen zu ersparen, lieber in Deutschland warten, bis das Visum fertig ist.

Und nochmal viel Glück!
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