Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Sa 6. Sep 2014, 00:58

Hallo Zagaroma,

vielen Dank für deine Antwort. Dauert das mit dem Visum wirklich bis zu 8 Monate ?
Meines hat damals als ich es hier in Deutschland beantragt habe knapp 4 Wochen gedauert.
Dauert das länger, weil es eine andere Art von permanencia ist als meines aufgrund der Heirat mit meiner Frau ?

Nochmal zu meiner Oma. Es ist wie Du es geschrieben hast. Meine Oma kann eigentlich nur noch im Haus und der Wohnung umherlaufen zu mehr reicht ihre Kraft nicht. Daher gehe ich mit ihr Arm in Arm bissl spazieren wenn sie das mag.
Sie möchte einfach bei mir sein, da ich schon seit sehr vielen Jahren ihre Hauptbezugsperson bin, da ich immer für sie da war und ein offenes Ohr für sie hatte. Ich habe einfach die Angst, das wenn was wäre mit ihr, ihr net rechtzeitig helfen zu können. Das schlimmste für mich ist einfach, das sie mich immer wieder bittet sie mitzunehmen so lange sie lebt um später auch noch in meiner Nähe zu sein weil sie weiss das ich definitiv nicht in Deutschland sterben werde.
Ich sag halt immer zu ihr, das sie die ganze Sache unterschätzt und Brasilien eine komplett andere Welt ist.

Du hast auch ein sehr wichtiges Thema angeschnitten, was ich völlig vergessen hatte zu erwähnen, das Thema Lebensverlängerung. Bei meiner Großmutter wurde Anfang des jahres eine Aortaverengung festgestellt und außerdem hat sie Probleme mit Blutarmut ab und an. Die Blutarmut ist nicht so schlimm, da bekommt sie Eisen intravinös und dann geht das wieder. Die Ärzte hier sagen auch ganz klar egal was kommt, das hier nicht ein Arzt sie noch operieren wird, aufgrund des Herzfehlers, also ist es auch hier dasselbe das keiner auf die Idee kommen würde, das Leben unnötig zu verlängern. Meine Großmutter hat mir vor vielen Jahren eine Generalvollmacht aussgestellt und wir haben das Thema das damals schon besprochen, das sie sowas auch net wollen würde. Also wäre das auch hüben wie drüben die selbe Miste.

Noch kurz zum Abschluß. Ich weiss ich bin neu hier im Forum aber mal ganz ehrlich wenn jemand über Eure angehörigen so schreiben würde, würdet Ihr das nicht auch als nicht in Ordnung empfinden, lest Euch doch die Sätze mal bitte genau durch. Klar bin ich vielleicht auch gerade bissl dünnhäutig, denn im Moment ist mein Leben nicht so ganz einfach als alleinerziehender mit einer 93 jährigen Frau zur Pflege, da kommt man an seine Grenzen ohne Hilfe von außen.
Wie gesagt ich habe hier gegen niemand etwas, warum denn auch, aber ich denke egal wieviel Erfahrung man hat, man kann anderen mit Respekt begegnen.

Liebe Grüße
Benutzeravatar
pedrinho2405
 
Beiträge: 757
Registriert: Di 2. Sep 2014, 19:40
Bedankt: 101 mal
Danke erhalten: 123 mal in 96 Posts

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon Colono » Sa 6. Sep 2014, 03:27

frankieb66 hat geschrieben:Ola Colono,

Colono hat geschrieben:Da ich beide Länder kenne, weiss ich genau, das es zum momentanen Zeitpunkt um einiges leichter wäre in Brasilien zu leben, denn meine Oma bekommt ja auch Rente und die ist in Brasilien einiges mehr wert als hier in Deutschhland. Zudem habe ich selber auch eine Rente auf Zeit


mag ich gar nicht glauben dass Du das schriebst ... [-X

... und @TE:

... das "Problem" mit dem Leben in Brasilien sind nicht so sehr die Kosten für die Basisversorgung (arroz, feijao, carne seca, aluguel de uma casa favela, agua e luz), sondern die teilweise überteuerten Kosten entstehen vielmehr meist erst dann wenn zu ernsthafteren Problemen kommt. An erster Stelle, insbesondere bei älteren oder gar alten Leuten (Oma, 92 Jährchen), ist das dann die Gesundheit. Ich z.B. habe hier in BR eine recht große Familie, daher weiß ich wovon ich schreibe. Und wenn nicht einige meiner Schwager bzw. Schwägerinnen Mediziner wären, dann sähe es ziemlich düster aus für meine 80-jährige Schwiegermutter (Krebs). In "meinem" Fall haben "wir" also "jeito" (abgesehen von den Flugp/reisen für die Spezialbehandlung in Sampa). Aber dass es in anderen Fällen ähnlich ist, nein, dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen ... Autoversicherung etc. kostet übrigens auch nicht die Welt ... ich zahle für meinen Mittelklassewagen ca. 2000 R$ jVollkasko pro Jahr, inkl. Abschleppservice (ala "ADAC"), etc. Ich such die Unterlagen jetzt nicht raus, aber ich bin mir sicher, dass sogar 500km "Abschleppservice" inkludiert sind, d.h. selbst in der "Pampa" käme ich damit wahrscheinlich bis in die nächste Stadt bzw. Werkstatt ... wem die knapp 180R$ pro Monat zu teuer sind, der kann sich ja einen Fusca kaufen, den repariert fast jeder fast überall ...

Ordem e Progresso

Frankie


HaHaHa Frank,

da hast einen kalt erwischt der mit Blautextzitaten a'la Berlincopa nicht umzugehen vermag.

Wie du mich ja kennst wūrd ich mich hier in Brasilien nicht von einer Rente durch Amtes Gnaden abhängig machen. So mancher nette Entscheider aus der "Heimat" wūrde mir sofort das Wasser abgraben bei meiner Klappe.

Wollte ich vorher ähnlich schreiben.
Wenn du hier in Brasilien keinen Partner, Familie oder Bekannte hast auf die du dich verlassen kannst, heisst es frūher oder später heim ins Reich. (Sollte keine braune Parole sein.) Vielleicht hat unser Fragesteller ebenfalls so ein Massel und lernt so eine gestandene Pernambucana kennen.
Benutzeravatar
Colono
 
Beiträge: 2297
Registriert: Do 28. Feb 2013, 21:44
Wohnort: Pioneiros
Bedankt: 636 mal
Danke erhalten: 689 mal in 507 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 06:32

pedrinho2405 hat geschrieben:Hallo Leute,

danke erstmal für Eure Kommentare.
Ich geh mal nochmal kurz auf einige Dinge ein, die von Euch angesprochen wurden.

Also zuerstmal würde mich interessieren wo diejenigen leben, die diese hohen Kosten angesetzt haben.
Ich führe hier mal kurz meine Kosten auf, die ich in Brasilien schon hatte.

Miete für ein Haus 500 RS monatlich
Strom ca. 100 RS
Wasser 0 da man sich eine Pumpe installiert um net das überchlorte Wasser zu haben
Schule Kind: 200 RS monatlich
Haushälterin von 500 bis 700 RS denn wo Ihr Recvht habt, viele verlangen heute einen salario
Lebensmittel: 1500 RS aber bei dem Betrag hab ich gekauft was ich wollte ohne zu sparen. Gas inclusive.
Krankenvers. Kind 170 RS Unimed ein gutes Paket inkl. Einzelzimmer usw.
Krankenvers. Ich ca. 200 RS abgeschlossen hier in D über Adac Langzeitauslandskrankenversicherung 1 Jahr 550 Euro
Krankenvers. Oma ca. 800 Rs auch beim ADAC abgeschlossen pro Jahr ca. 2500 Euro
Benzinkosten ca. 400 Rs
Klamotten ca. 200 Rs schwierig zu sagen da man ja net jeden Monat unbedingt Klamotten braucht in Brasil.
Medikamente ca. 150 RS hatte aber auch schon Monate, die mich das 3 fache gekostet haben:

sagen wir einfachmal eine Runde Summe von 4000 RS im Monat und das ist eher noch zu hoch angesetzt, da ich nie iom Leben 1500 RS für Lebensmittel ausgegeben habe im Monat. Ich muß dazu sagen, das ich in einer kleinen Stadt gelebt habe und nicht in einer Großstadt. In Recife, wo ich auch schon gelebt habe, wären einige Kosten, wie Miete etc. sicher um das 3 fache teurer. Auch bestimmte Lebensmittel wie Fleich wären in Recife um einiges teurer gekommen.

So das waren mal die Ausgaben. Meine monatlichen Einnahmen liegen ganz locker weit über den Ausgaben. Ich habe Euch geschrieben, das ich das land sehr wohl kenne, zumindest den Nordosten. Jetzt frage ich Euch, zumindest die, die sich dann mal gleich lustig über einen machen, was stimmt an der Rechnung nicht und warum muß man sich gleich über jeden lächerlich machen, der einfach mal nur Meinungen hören will.

Was ich auch gelernt habe, das man in Brasilien, ich zumindest kein Auto brauche. Denn in der Kleinstadt in der ich gelebt habe, leiht man sich einfach mal ein Auto wenn man eines braucht und das kommt einen billiger, wie die überteuerten KFZ Versicherungen etc. Auch die Spritkosten gehen ganz schön ins Geld da die Motoren in Brasilien ganz schön Sprit fressen. In der Großstadt geht eh alles mit Bus.

Liebe Grüße


Junge, bei den fixen Kosten die du nennst, wärst du in Deutschland ein Fall für Peter Zwegat. In Brasilien würdest du dir die Kugel geben. Ist die Rente von deiner Oma und deine "Zeitrente" so hoch, dass du dies locker stemmen kannst. Du kannst du nicht glauben, mit gesparten Geld für ewig in Brasilien leben zu können. Was machst du, wenn deine Oma wirklich das zeitliche gesegnet hat? Rente ist ja dann nicht mehr.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 06:59

pedrinho2405 hat geschrieben:Hallo Leute,

hab wohl vergessen noch auf einige Dinge einzugehen.

pedrinho2405 hat geschrieben:Hm wo fange ich an. Also meine Erafhrung ist, das ich eine Wohnung in Brasilien billiger einrichte als hier. Klar sind einige Geräte wie z.B. Kühlschrank teurer als hier. Herd und Möbel dagegen denke ich sind in Brasilien billiger, bestes Beispiel ein Bett mit Matratze ( cama box 1000 RS mit sehr guter Matratze ) Hier in Deutschland habe ich alleine für meine Matratze 600 Euro bezahlt. Ganz klar muß man immer daran denken, das wir alle verschiedene Geschmäcker und auch Ansprüche haben, was mich angeht mir reicht immer was günstiges, bin kein Mensch dem materielles wichtig ist. Außerdem wer brasilien kennt, der weiss, das wenn man in einer loja viel auf einmal kauft man Rabatte bekommt, von denen man hier träumt.


Billiger richtet man sich nicht ein. IKEA könnte mit allen mithalten. Aber du brauchst nicht so viel Schnickschnack. Das reduziert die Kosten. Alleine die Ersparnis für einen Teppichboden oder Laminat ist ja schon enorm, da man immer gefließte Böden hat. Vor fünf Jahren suchte ich selber eine "Cama Box" und wurde bei R$ 3.000,00 fündig. Es gibt aber auch welche für R$ 500,00.

pedrinho2405 hat geschrieben:Dann war das Thema Auto 20 Jahre altes Auto bis 5000 Euro. Ich habe einen Fiat Palio nagelneu für 26 000 RS gekauft und habe den nach 1,5 Jahren für 22 000 wieder verkauft. Also kaum Verlust, denn hier in D wäre der Verlust höher gewesen.
Zum Thema Auto muß man aber auch sagen, das in den verschiedenen Bundesstaaten die Autos um einiges billiger oder teurer sein können, habe einen bekannten Brasilianer, der z.B. in Recife wohnt, aber immer mit seinen 4 -5 Jungs in andere Bundesstaaten flitzt, dort Autos kauft und dann in Recife wieder um einiges teurer verkauft. Das einzigste was ich eine UNverschämtheit finde sind die teuren Versicherungen und Steuern dort fürs KFZ.


Du redest hier von 15% Verlust. In 18 Monaten finde ich dies schon enorm. Aber du kannst ja auch mal um die Ecke nach Manaus flitzen. Vielleicht lohnt es sich.

pedrinho2405 hat geschrieben:Auch zum Thema verarscht worden zu sein, möchte ich sagen, denke ich, jeder der in Brasilien lebt oder gelebt hat zahlt mehr oder weniger Lehrgeld früher oder später und klar hab auch ich das bezahlt, da ich ein Helfersyndrom ab und zu habe.


und manche zahlen ihr Leben lang...................

pedrinho2405 hat geschrieben:Dann war noch das Thema mein Sohn und Aufenthaltsrecht. Mein Sohn ist in Brasilien geboren und die Mama lebt in Brasilien und gibt mir völlige Freiheit mit dem Kind solange sie genug Kontakt mit ihm haben kann.


Ob das in Brasilien auch so ist? Wie sieht es mit Aufenthaltsbestimmungsrecht und Sorgerecht nach brasilianischen Gesetzen aus? Wird die Mutter diese Situation durchhalten? Ich habe so meine Zweifel.

pedrinho2405 hat geschrieben:Dann noch zu dem einen Kommentar mit meiner Großmutter und wie sie in der Urne etc. zurückkommen könnte, ist ein wenig unverschämt hier so was zu schreiben, genauso wie das mit dem Hartz 4, denn ich bin kein Vollpfosten und weiss was ich in Brasilien ausgegeben habe und was mich das leben hier kostet, also finaziell würde ich in Brasil mit Sicherheit über Wasser bleiben können, würde in Zukunft mit Sicherheit zurückstecken müssen, wenn nur noch meine Rente vorhanden ist aber mir gehts einfach nur um die Entscheidung, stecke ich meinem Kind zu liebe zurück, da Schulen und Ärzte etc. definitiv besser und sicherer sind oder versuch ich einfach mein Glück, um "vielleicht" glücklicher zu sein.


Ein Vollpfosten bist du (noch) nicht. Könnte aber bald sein. Das mit deiner "Oma" überzeugt mich einen Troll vor mich zu haben. Es ist eben ein Gefühl.

Denn Ihr alle hier wisst, das Deustchland auch nimmer wie früher einfach nur schön ist.


Hab ich noch nicht so gewusst. Interessante Neuigkeit. Meine Ahnen hatten teilweise zwei Weltkriege erlebt, viele Grausamkeiten gesehen und auf fast alles verzichten müssen. Dies setzte sich noch bis in die sechsziger Jahre fort. Die "Rentner" hier im Forum werden es noch wissen. Nun jammern wir in einer voll technisierten Gesellschaft mit TV, Handy und Computer und eine mit allen Nahrungsmitteln überfütterte Bevölkerung, dass Deutschland nimmer wie früher ist. Ist vielleicht Neuschwanstein abgebrannt, hat ein Bauunternehmen vielleicht das alte Schloß in Heidelberg abgetragen oder ist der Kölner Dom eingestürzt? Liegt Berlin jetzt vielleicht in Polen oder ist Hamburg überflutet worden? Bleib mal auf dem Teppich. Deutschland ist schön, ist eines der wirtschaftlich stärksten Staaten der Welt und wir genießen 1. Welt Wohlstand. Mit diesen "Auswanderer-Vorstellungen" kannst du auch in Brasilien nie Fuß fassen.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 07:02

pedrinho2405 hat geschrieben:das einzigste von was ich keine Ahnung habe, ist, wie die Rente versteuert wird und wenn ich sie hier in Deutschland weiter auszahlen lasse, ob ich sie dann doppelt versteuern muß.... Keinen Plan muß ich mich noch schlau machen


Deutschland hatte das Abkommen gekündigt. Ein neues Abkommen ist in Planung, steckt aber wegen brasilianischer Untätigkeit in den Schubladen. Deswegen musst du in beiden Ländern versteuern. Aber wo kein Kläger auch kein Richter.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 07:06

MESSENGER08 hat geschrieben:Alles schön und gut wie begeistert Du bist endlich aus Deutschland abhauen zu wollen.
Was ich in Deinem Bericht aber vermisse ist, wie Du Dir vorstellst den Lebensunterhalt für Euch drei zu finanzieren. Oder hast Du im Lotto gewonnen und brauchst Dir keine Gedanken mehr ums Geld verdienen machen ?

Fraglich ist ausserdem ob die Oma überhaupt eine PERMANÊNCIA bekommt !?!? Du kannst Deine ja von Deinem brasilianischen Sohn ableiten als Vater. Ob das allerdings auch für die Oma klappt, da habe ich meine Zweifel !?!?! Schliesslich ist Sie ja nicht finanziell abhängig von Ihm, sondern eher von Dir.

Wie auch immer, wichtiger ist die Frage nach dem Unterhalt.

:roll:


Sie bekommt sie bei einer ausreichenden Rente bzw. in Rahmen einer Familienzusammenführung. Ob sie allerdings diese Tortur mitmachen möchte (könnte) ist zu bezweifeln.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 07:24

Maria_Ca hat geschrieben:
pedrinho2405 hat geschrieben:Ich geh mal nochmal kurz auf einige Dinge ein, die von Euch angesprochen wurden.

:lol: in Curitiba z.B.

Maria_Ca hat geschrieben:was hier an Kosten für Schule genannt wurden ist noch sehr groszügig. Wir zahlen für unserer Erstklässler, für absolut mieserable Schule 900 für einen halben Tag. Nächstes Jahr wollen wir Schule wechseln, mit Transport werden es dann 2000


Gut, in Deutschland gibt es auch nicht gute Schulen und die Schüler sind seit ca. 40 Jahren allen Experimenten ausgesetzt. Zuerst Mengenlehre und jetzt schreiben nach Gehör. Aber es gibt, wie in Wiesbaden, schon private Schuleinrichtungen. Kosten ca. 380 €uro/Monat.

Maria_Ca hat geschrieben:Wegen Kinderärzte dagegen würde ich mir hier keine Sorgen machen, wir haben ausgezeichnete Ärzte hier. Vorausgesetzt man ist gut versichert und bereit auch gelegentlich bar zu bezahlen wenn es schnell gehen muss (als Beispiel wir zahlen 150). Im Notfall allerdings lässt sich eine Stundenlange Warteschlange in der Notaufnahme nicht umgehen, hier gehen Leute mit jedem Schnupfen in die Notaufnahme darum ist es immer überfüllt.Das aber wieder aus dem
Grund weil die Wartezeiten bei Ärzten sehr lang sind ( wenn man nicht bar bezahlt). Auch die Auswahl an Krankenhäusern mit Notaufnahme für Kinder ist erschreckend gering.


Bargeld lacht. Ob Versicherung oder nicht. Wenn du mit akuten Zahnschmerzen zum Zahnarzt gehst, dann lässt er dich erst rein, wenn du ihm seine geöffnete Hand mit Geldscheine gesättigt hast. Wer in kleineren Orten wohnt, sollte zu den Ärzten auch immer ein gutes Verhältnis pflegen und ihn auch schon mal einladen. Mitglied in einen Club erhöht auch die Möglichkeit seinen gut betuchten Freundeskreis zu erhöhen.

Maria_Ca hat geschrieben:Dagegen muss ich was Positives erwähnen was für Brasilien spricht, Konsum macht hier viel mehr Spass, auch wenn alles teuerer ist. Bedienung in Geschäften und Restaurants ist viel freundlicher ( nicht verwechseln mit kompetent :wink: ). Ich habe das erst so deutlich gemerkt nach meinem Deutschlandaufenthalt dieses Jahr. Ist natürlich nicht jedem wichtig. Nur so am Rande. In Deutschland hatte ich den Eindruck die Bedienung strotz nur so von Arroganz, dämmliche Sprüche gabs und überhaupt hat sich da niemand darum gerissen Kunden zufriedenzustellen. So nach dem Motto: da hast dein Futter, friss und veschwinde.... In einem Laden wurden wir rausgeschmissen ohne Grundangabe, erst später fanden wir raus dass es dem Verkäufer nicht gefiel dass ich ein Handy benutzte, er hat behauptet ich schaue ALLE seine Waren bei Ebay #-o na Idioten gibts überall. Aber irgendwie waren wir sowas einfach nicht mehr gewöhnt.


Na.na.na! In Brasilien bezahlst du ja für diesen Service. In Deutschland soll alles billig sein. Wenn du aber zu Lafer und Co. gehst, dann bist du auch König aber deine Brieftasche etwas erleichtert. Telefonieren im Geschäft gehört sich nicht. In Brasilien fordern wir ständig Respekt und in Deutschland erwarten wir Verständnis. Reimt sich irgendwie nicht.

Maria_Ca hat geschrieben:Im Fall mit Oma: ich ehrlichgesagt würde sie nicht herbringen. Für alte Leute ist eine so grosse Umstellung nicht gut. Da ist der gewohnte Umfeld weg, die Sprache, die Einsamkeit, das Essen ist anders, das Klima auch...und nicht alle mögen es heiss. Es sei den ihr findet für sie deutschsprachigen Anschluss. Aber meiner Erfahrung nach kann es für sie sehr schwer werden. Für meine Oma allein der Wechsel vom Lande in die Stadt war schon schwer, sie hat sich nicht beklagt, aber ich merkte immer dass es ihr fehlt ihre Hühner zu füttern sich auf dem eingenen Grundstück frei zu bewegen.


Was sagen eigentlich die Kinder von der Oma, also die Eltern von pedrinho? ich würde dies verhindern. Eine 92jährige nach Brasilien schleppen. Ich schreibe mal an RA Klagge. Vielleicht können sie so einen Fall mal in "Verklag mich doch" bearbeiten. Mich würde eine gerichtliche Entscheidung sehr interessieren.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 07:51

pedrinho2405 hat geschrieben:Hallo Leute,

pedrinho2405 hat geschrieben:also erstmal einen herzlichen Dank an die Leute, die hier mal konbstruktiv und nicht nur herablassend Tips und Meinungen von sich geben. Ich habe selber ein paar Monate in Janga gelebt und kenne daher Paulista etwas. Ich habe gehört das sich dort vieles verbessert haben soll, war dort 2010 für 5 Monate.


Hier wird jedem geholfen! Wir können auf Dank verzichten. Aber nicht auf Informationen, Fragen und Antworten.

pedrinho2405 hat geschrieben:Mit Sicherheit weiss ich nicht mal 10 Prozent von dem was viele von Euch wissen.


Vielleicht auch noch weniger..............

pedrinho2405 hat geschrieben: Und das mit der Urne war nicht makaber sonder schlicht eine Unverschämtheit.


Kann aber schnell Realität werden.

pedrinho2405 hat geschrieben:Wie gesagt vom schreiben her halte ich Dich für so einen, der mit seiner Kohle ins Ausland geht und meint er könne sich damit alles kaufen und alle anderen wären unter deinem Niveau. Habe leider einige, solche Deutschen in Brasilien kennengelernt. Alles muß so toll und nobel wie in Deutschland sein, sonst könnte man dort unmöglich leben.


Welches Weltbild hast denn du? Besser wäre sich auf sich selbst zu konzentrieren als irgendwelche Deutsche zu bewerten.



pedrinho2405 hat geschrieben:das mit dem Auto wird sicher so sein, dass ich eins brauche und ich denke hab auch mit der Versicherung bissl übertrieben, weil es damals mein Fehler war, hatte mich zu wenig informiert und aus Vetrauen schön draufgezahlt :-).
Ich erinnere mich gut an die Momente im Bus, an denen man sich vorkommt wie ein Stück Vieh auf einem verboetenen Viehtransport :-). Also damit habt Ihr sicher Recht. Aber das mit dem Fiat Palio, den kann man in Bahia wirklich zero also nagelneu für im Moment 28 000 RS kaufen. wäre übrigens auch noch drin und kein Problem :-).


Normalpreis liegt bei R$ 34.470. Es gibt natürlich ofertas. Der Siena ist günstiger. Bargeld lacht natürlich.

pedrinho2405 hat geschrieben:Jetzt komm ich zum größten Problem das hier auch angesprochen wurde, meine Großmutter. Ihr habt ganz sicher Recht mit all Euren Einwänden aber was würdet Ihr tun wenn diese Großmutter Euch bitten würde sie mitzunehmen, das sie noch was anderes sieht in ihrem Leben. Sie kann schon meistens noch klar denken, da ihre Demenz erst im Anfangsstadium ist. Der Punkt ist der, das meine Großmutter mich und meine 3 Brüder großgezogen hat und Ihre komplette Rentenzeit für uns geopfert hat und somit selber nie viel vom Leben hatte. Sie liebt mich als wäre ich ihr Sohn und dasher weiss und fühlt sie auch wie glücklich ich in Brasilien war und bin. Deshalb hat sie mich gebeten sie mit dahin zu nehmen um auch später bei mir zu sein wenn Ihr versteht was ich meine. Es geht bei mir bei der ganzen Problematik viel mehr um Emozionale Dinge und nicht um Geld, denn ich habe von frühester Kindheit angefangen zu arbeiten und weiss was es heißt selber durchkommen zu müssen. Also um es nochmal auf den Punkt zu bringen, meine Oma bittet mich um was, wobei ich weiss das es sehr gefährlich werden könnte. Nochmal zu der Aussage Ihres Arztes, sie würde das locker wegstecken. Ihr Arzt hat sehr viele Jahre in Afrika gelebt und kennt deshalb auch die Problematiken in so armen Ländern. Auch die Hitze etc. hält er für sie ungefährlich, da sie sehr mager ist und kaum noch schwitzt. Bei diesen Aussagen verlass ich mich einfach mal auf seine Kompetenz.


Ich würde die Oma in Ruhe lassen. Sie ist bei anfangender Demenz nicht mehr in der Lage, klare Gedanken zu fassen und sich diesem Ausmaß der Auswanderung bewußt zu sein. Deine drei Brüder werden auch noch ein Wörtchen mitreden wollen. Der nächste Punkt, dass du ein Troll bist, zeigt mir deine Aussage zum Arzt. Kein Arzt würde einer 92jährigen empfehlen nach Brasilien in eine ungewisse Zukunft zu gehen.

pedrinho2405 hat geschrieben:Möchte auch nochmal kurz auf den Kommentar eingehen, eine ungelernte Kraft auf eine alte Frau aufpassen zu lassen.
Wisst Ihr wie hier in Deutschland alte Menschen oft behandelt werden. Hab vor kurzem eine Reportage gesehen, da könnte man heulen und vergisst so einen Gedanken schnelle seine Angehörigen so unterzubringen. Denn es ist hier bekannt, egal ob in Pflegeheimen oder Krankenhäusern, alle sind unterbesetzt. Meine Oma war vor ein paar Wochen im Krankenhaus, ich hab sie morgens um halb neun besucht kam ins Zimmer und sie weinte bitterlich, weil eine Krankenschwester sie anscheinend unter der Dusche wie ein Stück Vieh behandelt hatte.
Wie Ihr wisst, sind alte Menschen und Kinder in Brasilien heilig und werden auch dort dementsprechen behandelt. Klar gibts auch dort Ausnahmen.


In Brasilien habe ich noch viel erbärmlichere "Altenheime" gesehen, besonders für die Armen unter uns. Du kannst ja mal hier http://larrecantofeliz.com.br/ anfragen, was so ein Platz kostet. Die Statistiken sagen etwas anderes als deine "Heilig-Aussage". Es leiden besonders in Brasilien viele Kinder und Frauen unter häuslicher und sexueller Gewalt, die sich auch auf den Straßen zu sehen sind. Nur unter youtube suchen. Hattest du deine Oma auch gefragt, wie sie die "Krankenschwester" behandelt hatte?

Liebe Grüße
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 07:53

pedrinho2405 hat geschrieben:Nochmal zu meinem werdenden Freund Trem Mineiro,

Dein letzter Satz ist ebenso eine Unverschämtheit wie das mit der Urne.
man importiert keinen Menschen. Der Satz zeigt mir eigentlich nur das ich Recht habe, zu welchen im Ausland lebenden Deutschen du wohl gehörst. Alle anderen stehen unter Dir und können nichts. Ich will gar net wissen, wie Du dann die Brasilianer in deiner Nähe behandelt hast.

Muß mich sogar ehrlich ein bissl zusammenreissen wegen dieser Unverschämtheit. Wie kann man so etwas schreiben das man einen Menschen Im- oder Exportiert.

Hast Du eigentlich ein bissl Anstand oder Charakter mein Freund ?


Das habe ich geschrieben. Bitte meine Autorenrechte nicht verletzen.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 6. Sep 2014, 08:01

pedrinho2405 hat geschrieben: Ihre Freundinnen sind leider alle schon gestorben.


Dann kann es ja nicht mehr lange dauern. Deine Brüder werden sich das Erbe nicht entgehen lassen.

pedrinho2405 hat geschrieben:Weisst Du wir wohnen hier in einer kleinen Wohnung und da sie nimmer so gut laufen kann ist sie hier sehr eingesperrt. Hab einen Rollstuhl beantragt aber in dem schämt sie sich. Ich denke hier halt immer, das sie dort viel mehr draußen im Schatten sitzen könnte. Aber wie gesagt ich bin ja net von einen anderen Stern und genau deshlab hab ich ja auch diese Probleme mich zu entscheiden. Aber da die Vernunft eh immer bei mir gesiegt hat, werde ich wohl hier bleiben und ihr so gut es geht hier noch einen schönen Lebensabend beschehren.


Wenn sie doch gut laufen kannst, warum beantragst du denn ein Rollstuhl? Den bekommst du doch nur, wenn nachweislich eine Gehbehinderung festgestellt wurde. Für dich als Troll wäre in Deutschland ein Leben auch besser.
Zuletzt geändert von BrasilJaneiro am Sa 6. Sep 2014, 08:29, insgesamt 1-mal geändert.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4586
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 684 mal in 541 Posts

VorherigeNächste

Zurück zu Auswandern

 



Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlung

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]