Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Do 4. Sep 2014, 18:46

Hallo Leute,

hab mich hier vor kurzem angemeldet und finde es toll wie man sich hier austauscht und auch Tips gibt oder bekommt.

Ich möchte jetzt mal ein eigenes Thema aufmachen, weil mich Eure Meinungen dazu interessieren weil ich in einer totalen Zwickmühle bin.

Ich bin alleinerziehender Papa 40 Jahre alt und habe einen Sohn mit 4 Jahren. Auch meine Großmutter 93 lebt bei mir, weil sie außer mir niemand hat. Außerdem hat sie mich großgezogen und deshalb kümmere ich mich sehr gerne um sie. Mein Sohn ist in Brasilien geboren, da ich dort einige Jahre gelebt habe. Die Sprache spreche ich mittlerweile fließend ( eu acho :-) ).
Da ich daher das Land sehr gut kenne, kenne ich natürlich auch alle Schattenseiten des Landes. Aber trotzdem liebe ich dieses Land abgöttisch und fühle mich dort Zuhause, was ich mich in Deutschland nie gefühlt habe. Deshalb spiele ich mit dem Gedanken, hier alles abzubrechen, Kind und Oma mitzunehmen. Aber klar jetzt kommen die Zweifel denn wer Brasilien kennt, der weiß, wie becheiden das Gesundheits- und Schulsystem dort ist. Meine Großmutter ist außer ihrer Demenz noch sehr fit mit ihren 93 Lenzen und auch ihr Arzt meint, er sehe null Problemo in dem Umzug. Außerdem meint meine Großmutter immer das entscheidet eh unser Herr im Himmel wann, wo und wie sie mal von uns geht. Außerdem könnte ich in Brasilien locker eine Frau anstellen, die sich um meine Großmutter kümmert, das ist hier in Deutschland nicht bezahlbar. So hätte auch ich mal wieder ein bissl Luft zum atmen, denn ich kann sie aufgrund ihrer Demenz nicht alleine lassen und bin somit immer daheim und hab kaum zeit für mich .Aber meine Zweifel und Sorgen um sie sind halt bisher größer als der Mut den Umzug in Angriff zu nehmen. Außerdem hab ich auch immer im Kopf, was wäre wenn mein Kind mal dringend einen Arzt braucht und zur nötigen Zeit keinen richtigen hat, ist leider Alltag in Brasilien. Klar mach ich mir auch über das finanzielle Gedanken, denn mein Polster das ich hätte, würde so für ca. 2 Jahre ausreichen ohne zu arbeiten, aber danach wäre eben Schluß. Da ich gut ausgebildet bin (Elektroniker und Kaufmann ), denke ich mir, auch dieses Problem dort lösen zu können, aber auch hier ist der Pessimist in mir größer als der Optimist.

Jetzt frage ich Euch einfach mal, denn ich denke hier hat es auch Menschen, die evtl. Fernweh haben oder sich in einem anderen Land wohler fühlen.

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun ?

Würde mich sehr über konstruktive Anregungen, Meinungen usw. freuen.

Liebe Grüße
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon frankieb66 » Do 4. Sep 2014, 19:50

pedrinho2405 hat geschrieben:Was würdet Ihr an meiner Stelle tun ?


Fernweh hin oder her, wenn deine Ausgangslage so wie geschildert ist: bleib in D und mach(t) Urlaub in BR. Kommt günstiger, selbst mir deiner 92-jährigen Oma.

Frankie
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Do 4. Sep 2014, 20:16

Hallo Frankie,

ich glaube Du hast mein Hauptproblem nicht verstanden, das ich nach einigen Jahren, die ich in Brasilien gelebt habe, jetzt gemerkt habe, das Brasilien und nicht Deutschland meine Heimat ist (gefühlsmäßig).
Keine Ahnung wie Du darauf kommst in Deutschland wäre es nicht so kostspielig wie in Brasilien zu leben.
Da ich beide Länder kenne, weiss ich genau, das es zum momentanen Zeitpunkt um einiges leichter wäre in Brasilien zu leben, denn meine Oma bekommt ja auch Rente und die ist in Brasilien einiges mehr wert als hier in Deutschland. Zudem habe ich selber auch eine Rente auf Zeit. Also zum momentanen Zeitpunkt wärein Brasilien viel mehr drin als hier in Deutschland. Auch die Krankenversicherung kann man hier in Deutschland abschließen (gibt ja Langzeitauslandskv), nur nützt einem die nichts wenn man keinen Arzt oder gutes Krankenhaus hat, wie dort wo ich lange gelebt habe. Selbst in Großstädten werden totkranke Menschen nach Hause geschickt, weil entweder kein Bett frei ist oder kein Personal da ist.
Meine Nachbarin ist in Recife so verstorben wurde mit übelsten Bauchschmerzen nach Hause geschickt weil kein Bett frei war. Bei Nacht ist sie dann in ihrer Wohnung verstorben.

Mit alleine gehts um das Risiko, ob ich meinen beiden Lieben das zumuten kann oder will nur weil ich mich hier net wohlfühle....

Liebe Grüße
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon amazonasklaus » Do 4. Sep 2014, 20:29

Zusammenfassend sprechen also die höhere Kaufkraft, die Möglichkeit, eine Pflegerin für die Oma einzustellen und die gefühlsmäßige Verbindung zu Brasilien dafür. Dagegen steht das Risiko, kurzfristig keinen geeigneten Kinderarzt zu finden.

Das Risiko lässt sich leicht mitigieren, indem Du in eine zivilisierte Gegend im Süden oder Südosten ziehst. Die brasilianischen Ärzte sind, in ihrem Selbstverständnis, ohnehin viel besser ausgebildet als die ausländischen Kollegen. Also klare Sache: Daumen hoch.
"Em Portugal, de onde eu acabei de vir, o desemprego beira 20%, ou seja, um em cada quatro portugueses estão desempregados." -- Dilma Rousseff
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Do 4. Sep 2014, 20:52

Hallo Amazonasklaus,

kennst Du dich im Süden Brasiliens aus, denn ich war immer nur im Nordosten und das südlichste war für mich Rio :-).
Deshalb hab ich ehrlich keine Ahnung vom südlichen Teil und der dort vorhandenen Infrastruktur. Ich war immer nur im mehr im Norden, da es dort immer warm ist, denn ich hab echte Probleme mit unserem deutschen Winter.

Möchte blos nochmal kurz betonen, das ich net wegen dem Geld oder sonstigem aus Deutschland weg will. Sondern die Jahre die ich in Brasilien gelebt habe, waren für mich deshalb so schön, weil ich ein sehr offener und kontaktfreudiger Mensch bin, der am liebsten jeden tag hunderte neue Menschen kennenlernt( bissl übertrieben). Das ist in Brasilien einfach eine ganz andere Welt wie hier, egal wo man hingeht es gibt immer leute die sich mit einem unterhalten wollen, beim Arztm, beim Bäcker oder egal wo und da ich diese Seite jetzt kenne, komme ich mir hier eingesperrt und einsam vor in Deutschland. Dann bin ich ein Mensch, der die Sonne und die Wärme liebt und mit dem Gegenteil habe ich echte Probleme, wie zum Beispiel beim jetzigen Wetter keine Sonne, kühl und nichts als Wolken. Dann bin ich ein Mensch der das Landleben und die Natur liebt und wer Brasilien kennt, weiss wie schön die Natur dort ist.

Kurz gesagt empfinde Brasilien als meine Heimat und nicht mehr Deutschland verdränge aber meine Wünsche da ich will das es meiner Oma und meinem Kleinen an nichts fehlt. Viele meiner Bekannten halten mich für irre, wie man ein Land wie Brasilien lieben kann. Vielleicht verstehen mich hier einige besser den aus welchen Gründen auch immer wohnen ja von Euch auch einige in Brasilien.

Liebe Grüße
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon Frankfurter » Fr 5. Sep 2014, 01:00

@ pedrinho2405

Es gibt immer zwei Betrachtungsweisen. Eine rationale und eine emotionale.

Klar: Brasilien hat liebenswerte Menschen, aber wie oft bist Du auch von denen "verarscht" worden :oops: Wenn Du mehr die Ordung und die Zuverlässigkeit brauchst: Im Süden von D ist auch die Landschaft schön. Kälte: Ich habe noch nie so gefrohren wie in Br. In D hat es Heizung und warme Kleidung. Hier in Br. nix nützt. Selbst die Fenster sind zugig :evil:

Pflege der Oma: Da gibt es Pflegekräfte aus Polen. Hatte das für meine Mutter , 94 Jahre, organisiert. 24 Stunden Service. Kosten voll versichert/ legal und so EUR 1.500.-/ Monat. Glaubst Du, dass Du es in Br. billiger bekommst. Und das Krankenhaus in D. ist NOCH gratis.

In D. hast Du z.Z. sicherlich eine Infrastruktur. In Br. musst Du diese erst aufbauen. Kosten ??

... so ist es aus der Sicht von heute.

Wenn alles mal anders wird in D. , dann wird man sich auch nach Br. wünschen. Anders: meine ich Krieg und Aufstände....aber das ist ein völlig anderes Thema.

Amsel Mayer Rothschild,( ja der mit der Bank u.so ) so um das jahr 1800 sagte mir mal: Frankfurter wenn Du Dich sicher fühlen willst, musst Du mit allen Möglichkeiten rechnen.

Stecke alle Möglichkeiten und Finanzen in die Ausbildung Deines Kindes. Das ist Dein Kapital, das Dir keine Infaltion nehmen kann. Mein Sohn ist 31 Jahre alt, und ich weiß von was ich spreche !
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 5. Sep 2014, 06:30

pedrinho2405 hat geschrieben:Hallo Leute,

hab mich hier vor kurzem angemeldet und finde es toll wie man sich hier austauscht und auch Tips gibt oder bekommt.

Ich möchte jetzt mal ein eigenes Thema aufmachen, weil mich Eure Meinungen dazu interessieren weil ich in einer totalen Zwickmühle bin.

Ich bin alleinerziehender Papa 40 Jahre alt und habe einen Sohn mit 4 Jahren. Auch meine Großmutter 93 lebt bei mir, weil sie außer mir niemand hat. Außerdem hat sie mich großgezogen und deshalb kümmere ich mich sehr gerne um sie. Mein Sohn ist in Brasilien geboren, da ich dort einige Jahre gelebt habe. Die Sprache spreche ich mittlerweile fließend ( eu acho :-) ).
Da ich daher das Land sehr gut kenne, kenne ich natürlich auch alle Schattenseiten des Landes. Aber trotzdem liebe ich dieses Land abgöttisch und fühle mich dort Zuhause, was ich mich in Deutschland nie gefühlt habe. Deshalb spiele ich mit dem Gedanken, hier alles abzubrechen, Kind und Oma mitzunehmen. Aber klar jetzt kommen die Zweifel denn wer Brasilien kennt, der weiß, wie becheiden das Gesundheits- und Schulsystem dort ist. Meine Großmutter ist außer ihrer Demenz noch sehr fit mit ihren 93 Lenzen und auch ihr Arzt meint, er sehe null Problemo in dem Umzug. Außerdem meint meine Großmutter immer das entscheidet eh unser Herr im Himmel wann, wo und wie sie mal von uns geht. Außerdem könnte ich in Brasilien locker eine Frau anstellen, die sich um meine Großmutter kümmert, das ist hier in Deutschland nicht bezahlbar. So hätte auch ich mal wieder ein bissl Luft zum atmen, denn ich kann sie aufgrund ihrer Demenz nicht alleine lassen und bin somit immer daheim und hab kaum zeit für mich .Aber meine Zweifel und Sorgen um sie sind halt bisher größer als der Mut den Umzug in Angriff zu nehmen. Außerdem hab ich auch immer im Kopf, was wäre wenn mein Kind mal dringend einen Arzt braucht und zur nötigen Zeit keinen richtigen hat, ist leider Alltag in Brasilien. Klar mach ich mir auch über das finanzielle Gedanken, denn mein Polster das ich hätte, würde so für ca. 2 Jahre ausreichen ohne zu arbeiten, aber danach wäre eben Schluß. Da ich gut ausgebildet bin (Elektroniker und Kaufmann ), denke ich mir, auch dieses Problem dort lösen zu können, aber auch hier ist der Pessimist in mir größer als der Optimist.

Jetzt frage ich Euch einfach mal, denn ich denke hier hat es auch Menschen, die evtl. Fernweh haben oder sich in einem anderen Land wohler fühlen.

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun ?

Würde mich sehr über konstruktive Anregungen, Meinungen usw. freuen.

Liebe Grüße


Du solltest die Koffer packen und nach Brasilien gehen. Das sofort! Deine Oma kommt entweder lebendig mit oder eingeäschert in einer Urne. Beides machbar. Zwei Jahre sollten ausreichen, dass angesparte Geld in Brasilien ausgegeben zu haben. Danach geht ihr wieder zurück nach Deutschelandia und kassiert Hartz IV. Nicht schlecht Herr Specht! Glaubst du denn auch, dass du weiterhin das Sorgerecht behalten kannst, wenn du mit dem Kind verschwinden willst? Gibt die Mutter wirklich ihr Einverständnis. Sorgerecht ist nicht gleich Aufenthaltsbestimmungsrecht. Rechne auch die Schulkosten mit ein. Das geht ab ca. 200 €/Monat los. Eine Pflegehilfe oder Haushaltshilfe für deine Oma muss natürlich auch angemeldet sein. Mindestlohn + etc. Die Urne ist billiger und die kannst du im Wohnzimmer aufstellen. Dann ist sie immer bei euch. Nur nochmal eine kleine Milchmädchenrechnung. Du brauchst in Brasilien genauso viel Geld wie in Deutschland. Stimmt damit deine Zwei-Jahres-Rechnung? Auto gebraucht 20 Jahre alt ca. 3-5000 €. Alles geplant? Lass mal hören, was du dir in Brasilien so vorstellst und welche Dinge unbedingt vorhanden sein müssen. Und wo soll es hingehen?
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon moni2510 » Fr 5. Sep 2014, 07:25

Brasilien billiger als Deutschland?

Dann viel Spass... hast du die priv. Krankenversicherungen eingeplant (deine Oma versichert vermutlich eh keiner mehr und u zahlst alles privat). Für dich und deinen Sohn würde ich schon mal 1000R$ pro Monat veranschlagen. Und je nachdem wo, nützt das nicht mal was, weil es schlicht und ergreifend keine guten ärzte vor Ort gibt oder dann halt man bei der SUS gerade der Faden aus ist.

Dann Kinderkarten, später Schule auch nochmal ab 500R$ aufwärts, eher auch im vierstelligen Bereich.

Du musst Miete zahlen, Nebenkosten wie Fernsehen, Internet, Telefon und Handy sind teurer als in Deutschland. Du musst dich komplett neu einrichten, Eletrogross- und Kleingeräte sind - wenn man halbwegs Qualität möchte - nicht billig.

Dann eventuell ein Auto... etc. etc.

Bist du dir wirklich sicher, dass du in Brasilien weniger Geld brauchst? Ich hab da meine echten Zweifel.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 5. Sep 2014, 11:06

Oi Pedrinho
Wenn du wie du schreibst, das Land gut kennen würdest, würdest du selber merken, dass deine Lebensplanung so irgendwie zwischen Absurd und einem Traum liegt. Du scheinst von der brasilianischen Realität nicht viel mitbekommen zu haben.

Wann warst du in Brasilien und wo? Hast du in Brasilien gearbeitet, als was und mit welchem einkommen. Andere schaffen es hier im Forum kaum, sich selbst und ihre Ehefrau als lohnabhängig Beschäftigte zu ernähren und du machst das mit 2 Renten. Schau doch erst mal, was von den Renten in Brasilien übrig bleibt, wenn du sie dort versteuert hast (Real wieder bei 2,90, war auch schon mal bei 2,40)

Ich bin jetzt nach 20 Jahren Brasilien vor allem wegen der Gesundheits-Situation zurückgekommen, weil auch ich im Alter davon ausgehe, dass das Gesundheitssystem immer wichtiger wird. Und das, obwohl eine brasilianische Frau Pharmazeutin ist, die das System mit al ihren Schwächen kennt.

Das mit den günstigen Lebenshaltungskosten in Brasilien ist wohl Historie aus den Jahren vor 2000,spätestens seit 2005 haben die längst das Niveau Deutschlands erreicht, für ein Mittelklassen-Leben wie ich es gewöhnt bin ist Brasilien ehr teurer.
Vor allem hat sich die Beschäftigung von Hausangestellten, in deinem Fall Pflegekraft und Kinderfrau extrem geändert. Das SM liegt heute bei rund 700 Reais und steigt ständig oberhalb der Inflation. Dazu besteht heute Versicherungspflicht, strenge Arbeitszeitregelungen und die Pflicht zur Bezahlung von Überstunden. Da ist die Polin oder Rumänin wahrscheinlich günstiger. Und als Ausländer kannst du dir da heutzutage nichts erlauben, deine Faxi ist schneller beim Gericht als du denkst.(war aber auch früher schon so, nur nicht so teuer)

Insofern gehört deine Lebensplanung in den Bereich der Fantasien, plan schön weiter, realisieren wirst du sie sowieso nicht. Zum Glück für Oma und Sohn.

Viel Spaß beim weiteren Planen

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Re: Alleinerziehender Papa auswandern mit Kind und Oma

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 5. Sep 2014, 12:36

Hallo Leute,

danke erstmal für Eure Kommentare.
Ich geh mal nochmal kurz auf einige Dinge ein, die von Euch angesprochen wurden.

Also zuerstmal würde mich interessieren wo diejenigen leben, die diese hohen Kosten angesetzt haben.
Ich führe hier mal kurz meine Kosten auf, die ich in Brasilien schon hatte.

Miete für ein Haus 500 RS monatlich
Strom ca. 100 RS
Wasser 0 da man sich eine Pumpe installiert um net das überchlorte Wasser zu haben
Schule Kind: 200 RS monatlich
Haushälterin von 500 bis 700 RS denn wo Ihr Recvht habt, viele verlangen heute einen salario
Lebensmittel: 1500 RS aber bei dem Betrag hab ich gekauft was ich wollte ohne zu sparen. Gas inclusive.
Krankenvers. Kind 170 RS Unimed ein gutes Paket inkl. Einzelzimmer usw.
Krankenvers. Ich ca. 200 RS abgeschlossen hier in D über Adac Langzeitauslandskrankenversicherung 1 Jahr 550 Euro
Krankenvers. Oma ca. 800 Rs auch beim ADAC abgeschlossen pro Jahr ca. 2500 Euro
Benzinkosten ca. 400 Rs
Klamotten ca. 200 Rs schwierig zu sagen da man ja net jeden Monat unbedingt Klamotten braucht in Brasil.
Medikamente ca. 150 RS hatte aber auch schon Monate, die mich das 3 fache gekostet haben:

sagen wir einfachmal eine Runde Summe von 4000 RS im Monat und das ist eher noch zu hoch angesetzt, da ich nie iom Leben 1500 RS für Lebensmittel ausgegeben habe im Monat. Ich muß dazu sagen, das ich in einer kleinen Stadt gelebt habe und nicht in einer Großstadt. In Recife, wo ich auch schon gelebt habe, wären einige Kosten, wie Miete etc. sicher um das 3 fache teurer. Auch bestimmte Lebensmittel wie Fleich wären in Recife um einiges teurer gekommen.

So das waren mal die Ausgaben. Meine monatlichen Einnahmen liegen ganz locker weit über den Ausgaben. Ich habe Euch geschrieben, das ich das land sehr wohl kenne, zumindest den Nordosten. Jetzt frage ich Euch, zumindest die, die sich dann mal gleich lustig über einen machen, was stimmt an der Rechnung nicht und warum muß man sich gleich über jeden lächerlich machen, der einfach mal nur Meinungen hören will.

Was ich auch gelernt habe, das man in Brasilien, ich zumindest kein Auto brauche. Denn in der Kleinstadt in der ich gelebt habe, leiht man sich einfach mal ein Auto wenn man eines braucht und das kommt einen billiger, wie die überteuerten KFZ Versicherungen etc. Auch die Spritkosten gehen ganz schön ins Geld da die Motoren in Brasilien ganz schön Sprit fressen. In der Großstadt geht eh alles mit Bus.

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