Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Hier können BrasilienFreunde nach Herzenslust plaudern! Forum ist öffentlich einsehbar, bitte Nutzungsbedingungen beachten!

Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon BeHarry » Mi 21. Okt 2009, 04:05

Ich frage mich manchmal, warum Ungläubige sich als Auswanderungsland ausgerechnet Brasilien aussuchen können?

Sind da nicht Konflikte vorhersehbar?
(reicht ja die Schilderungen von einigen hier im Forum zu lesen)

Wäre es da nicht eigentlich sinnvoller, sich ein anderes Land zu suchen, um sich wohl zu fühlen, wo man sich einfacher in die Gesellschaft eingliedern kann?
Gibt ja genug, z.B. im ehemaligen Ostblock dürften die atheisten heute wohl die mehrheit haben.
Nordkorea sicherlich auch. selbst die (südkoreanischen) Kirchen dürfen da ja gar nicht praktizieren.

Wie ist das eigentlich in Cuba? Habe selbst nichts regressieves gehört, und eigentlich waren sie ja, wie in den meisten anderen Lateinamerikanischen LÄndern, vor der revolution sehr gläubig.
Benutzeravatar
BeHarry
 
Beiträge: 844
Registriert: Mo 26. Jan 2009, 18:29
Wohnort: então saiiii satanas, exorzo-te demonio
Bedankt: 73 mal
Danke erhalten: 86 mal in 68 Posts

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon cabof » Mi 21. Okt 2009, 07:34

Das ist eben Brasilien - es interessiert dort kein Schwein welcher Glaubens- oder Nichtglaubensreligion Du
angehörst - erinnere mich hier in DE, Steuerkarte für meine Frau... welche Religion? Zack - und sie war
kirchensteuerpflichtig... bürokratischer Kampf um dieses wieder zu löschen (Kirchenaustritt). Wer in BR
als Auswanderer es nicht schafft sich zu festigen wir über kurz oder lang sowieso zu Kreuze kriechen.....
Cabof
Du hast keine Chance - aber nutze sie
Benutzeravatar
cabof
 
Beiträge: 9738
Registriert: Di 24. Jul 2007, 16:24
Wohnort: 4000 m Luftlinie vom ältesten Bahnhof Deutschland`s entfernt
Bedankt: 1385 mal
Danke erhalten: 1443 mal in 1212 Posts

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon bruzundanga » Mi 21. Okt 2009, 12:59

Hier verwechselt einer Auswandern mit Unterwandern.
In einen hohlen Kopf geht viel Wissen (Karl Kraus)
Benutzeravatar
bruzundanga
Moderator
 
Beiträge: 1916
Registriert: Di 22. Aug 2006, 14:59
Wohnort: Ceará
Bedankt: 28 mal
Danke erhalten: 96 mal in 80 Posts

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon Timao » Mi 21. Okt 2009, 13:47

BeHarry hat geschrieben:Ich frage mich manchmal, warum Ungläubige sich als Auswanderungsland ausgerechnet Brasilien aussuchen können?

Sind da nicht Konflikte vorhersehbar?
(reicht ja die Schilderungen von einigen hier im Forum zu lesen)

Wäre es da nicht eigentlich sinnvoller, sich ein anderes Land zu suchen, um sich wohl zu fühlen, wo man sich einfacher in die Gesellschaft eingliedern kann?
Gibt ja genug, z.B. im ehemaligen Ostblock dürften die atheisten heute wohl die mehrheit haben.
Nordkorea sicherlich auch. selbst die (südkoreanischen) Kirchen dürfen da ja gar nicht praktizieren.

Wie ist das eigentlich in Cuba? Habe selbst nichts regressieves gehört, und eigentlich waren sie ja, wie in den meisten anderen Lateinamerikanischen LÄndern, vor der revolution sehr gläubig.


was soll das immer mit dem glaublig. Glaubt du das Brasilianer dadurch bessere Menschen sind? verlogen, tarado, oberflaechlich und doppelmoral, egoistisch, rassistisch und kapitalistisch hoch 3 das ist ein GLAUBIGER Durchschnittsbrasilaner (nur weil sie in die Kirche gehen macht sie das nicht besser, uebrigens ist Dr.Goebbels und Familie auch immer in die Kirche gegangen wahr sehr glaubig und viele Kinder und ein netter war der nicht gerade).

Man muss sich doch noch sei es als Einwanderer (in meinen Fall expat) alles von Brasilien annehmen, was kuemmert mich die Kirche. Ich z.b. liebe das Klima des Landes (zugegeben nicht in Sao Paulo), die Natur des Nordens, die Straende des Nordosten und habe viele Freunde hier, die ich mir auch sehr gut aussuche und versuche mir immer das postive eines Landes zu finden.
Benutzeravatar
Timao
 
Beiträge: 781
Registriert: Di 28. Aug 2007, 16:17
Wohnort: Ceara - Brasilien
Bedankt: 3 mal
Danke erhalten: 44 mal in 37 Posts

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon Westig » Mi 21. Okt 2009, 16:10

BeHarry hat geschrieben:Ich frage mich manchmal, warum Ungläubige sich als Auswanderungsland ausgerechnet Brasilien aussuchen können?

Sind da nicht Konflikte vorhersehbar?
(reicht ja die Schilderungen von einigen hier im Forum zu lesen)

Wäre es da nicht eigentlich sinnvoller, sich ein anderes Land zu suchen, um sich wohl zu fühlen, wo man sich einfacher in die Gesellschaft eingliedern kann?
Gibt ja genug, z.B. im ehemaligen Ostblock dürften die atheisten heute wohl die mehrheit haben.
Nordkorea sicherlich auch. selbst die (südkoreanischen) Kirchen dürfen da ja gar nicht praktizieren.

Wie ist das eigentlich in Cuba? Habe selbst nichts regressieves gehört, und eigentlich waren sie ja, wie in den meisten anderen Lateinamerikanischen LÄndern, vor der revolution sehr gläubig.


____

Du meine Güte, was BeHarry wieder mal alles weiß über zugelassene oder verbotene Religionsausübung oder nicht und rät "geht doch in ein atheistisches Land"....

Südkorea hat wohl mehr als 12 Mio. Katholiken und 20 % der Koreaner sind Protestanten, dabei jedoch, wie in Brasilien, in mehr als 120 protestantische Kirchen zerteilt. Und es gibt 14 aktive katholische Bistümer in Südkorea. Die kath. Kirche wurde seit ihren Entstehungsjahren ganz wesentlich von deutschen Missionaren beeinflusst; Benediktiner aus Bayern, Salesianer und Franziskaner. In Südkorea bestehen auch sehr aktive Kirchengemeinden und evangelische und katholische Pfarreien deutscher Sprache. Und Partnerschaften und Austausch mit einigen koreanischen Einwanderergemeinden in Brasilien gibt es ebenfalls.

Und was Kuba und "regresieves" bei BeHarry angeht: angeht: Mehr als die Hälfte der Kubaner sind katholisch getauft, aber - wie in Deutschland - "praktizieren" wohl kaum 10 % ihren Glauben. Es gibt 11 katholische Bistümer auf Kuba; die Zahl der Taufen steigt sehr schnell an; die Beziehungen zwischen dem Vatikan und der kubanischen Regierung haben sich weitgehend normalisiert; Fidel Castro war im Vatikan, und der Papst auf Kuba. Die Kirchen, auch protestantische, unterhalten auf Kuba eine Anzahl von Bildungs- und wichtigen Sozialeinrichtungen. Protestantische Kirchen wachsen in Kuba, wie überall in Lateinamerika, rapide an; vertreten sind besonders diverse Baptistenkirchen, Methodisten, Pfingstkirchen. Interessant dürfte auch sein, dass auf Kuba sehr viele protestantische Gemeinden von Frauen geleitet werden. Und das es selbstverständlich auch Theologische Ausbildungsstätten gibt, bei denen der Frauenanteil vergleichsweise hoch ist.
Benutzeravatar
Westig
 
Beiträge: 802
Registriert: Fr 1. Jun 2007, 01:06
Wohnort: Recife-PE. / Brasilien; San Salvador / El Salvador
Bedankt: 258 mal
Danke erhalten: 297 mal in 169 Posts

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon Männlein » Mi 21. Okt 2009, 16:17

BeHarry hat geschrieben:Ich frage mich manchmal, warum Ungläubige sich als Auswanderungsland ausgerechnet Brasilien aussuchen können?

Sind da nicht Konflikte vorhersehbar?
(reicht ja die Schilderungen von einigen hier im Forum zu lesen)

Wäre es da nicht eigentlich sinnvoller, sich ein anderes Land zu suchen, um sich wohl zu fühlen, wo man sich einfacher in die Gesellschaft eingliedern kann?
Gibt ja genug, z.B. im ehemaligen Ostblock dürften die atheisten heute wohl die mehrheit haben.
Nordkorea sicherlich auch. selbst die (südkoreanischen) Kirchen dürfen da ja gar nicht praktizieren.

Wie ist das eigentlich in Cuba? Habe selbst nichts regressieves gehört, und eigentlich waren sie ja, wie in den meisten anderen Lateinamerikanischen LÄndern, vor der revolution sehr gläubig.


Hallo

Ja ehm äh . Sollte man das Auswandern nicht mal nach Östereich ins Auge fassen ?
Man könnte mit dir direckt in Kontakt treten . Das wäre doch was . Wäre auf jedenfall persönlicher das Glaubensgelaber von dir direckt zu hören
Aufruf an alle Atheisten dieser Welt auf nach Östereich .
.
Männlein
 
Beiträge: 1062
Registriert: Do 16. Feb 2006, 16:10
Wohnort: JP Paraiba
Bedankt: 42 mal
Danke erhalten: 86 mal in 68 Posts

Folgende User haben sich bei Männlein bedankt:
Westig

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon tinto » Mi 21. Okt 2009, 17:41

BeHarry hat geschrieben:Ich frage mich manchmal, warum Ungläubige sich als Auswanderungsland ausgerechnet Brasilien aussuchen können?

Sind da nicht Konflikte vorhersehbar?
(reicht ja die Schilderungen von einigen hier im Forum zu lesen)

Wäre es da nicht eigentlich sinnvoller, sich ein anderes Land zu suchen, um sich wohl zu fühlen, wo man sich einfacher in die Gesellschaft eingliedern kann?
Gibt ja genug, z.B. im ehemaligen Ostblock dürften die atheisten heute wohl die mehrheit haben.
Nordkorea sicherlich auch. selbst die (südkoreanischen) Kirchen dürfen da ja gar nicht praktizieren.

Wie ist das eigentlich in Cuba? Habe selbst nichts regressieves gehört, und eigentlich waren sie ja, wie in den meisten anderen Lateinamerikanischen LÄndern, vor der revolution sehr gläubig.


1. In Kuba kann man überall in die Kirche gehen, katholisch meistens. Wie in Brasilien auch. Aber zum Glück schmeist der Castro die (us-amerikainschen) Bibeleser immer wieder raus, die in Brasilien ja Überhand nehen und die Leute abzocken...

2. Brasilien war schon immer das sammelbecken Aller. Im Grunde genommen verhalten sich ja (zumeist trotz ihres Glaubens und gegen ihre Religion) auch fast alle Brasilianer atheistisch und nicht selten auch unchristlich. Wie sonst gäbe es dort so viel Betrug, Mord, Totschlag, Ehebruch, Prostitution, Motels..usw. Auch der Anteil Homosexueller, Umoperierter, Schönheitsoperierter zeigt ja, dass die Leute ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen und sich nicht als gottgegeben hinnehmen oder von irgendeiner Religion vorschreiben lassen wollen, wie sie sind.

3. Selbst das gläubige Brasilien ist ja total zersplittert. Der Islam und die Igreja Universal sind auf dem Vormarsch, ebenso Scientologen und asiatische religionen, dann findet man den Afro-Voodoozauber immer noch und die bibelleser, Katholiken, und was auch immer. Wie schwach brasilianisches fleisch auch hier ist, zeigt sich in den Wanderungsbewegeungen und darin, dass viele nicht nur mehrere Religionen gleichzeitig bedienen, sondern es ebenso für möglich halten, dass es gar keinen Gott gibt. Insofern gibt es gar kein Land, wo man sich in Sachen Religion besser eingliedern könnte als in Brasilien -es gibt alles und nichts zugleich. Man fällt noch nicht einmal auf, wenn man gar nicht glaubt.

4. Nur weil einige Brasilianer auf Prediger reinfallen muss es der Auswanderer ja nicht auch noch. Im Gegenteil, wahrscheinlich ist er eher im Vorteil, muss er doch nicht seine Kohle da abliefern....

5. brasilien ist für Einwandere aus den vorgenannten Gründen auch gut, wenn man selbst eine neue Religion gründen will. Man erzählt einfach was von gut und böse und sagt dann was gut ist - und dafür wird man ganz sicher auch schnell Anhänger finden. Sagt einfach, Euch ist etwas aus der Finsternis erschienen und das hat Licht in Euer Leben gebracht und Euch von Euren Sorgen befreit! Gebt eine Anleitung zu mehr Glück im Leben! Probierts mal aus! :twisted:
_________________________________
Schöne Grüße,
tinto
Benutzeravatar
tinto
Moderator
 
Beiträge: 3909
Registriert: Fr 7. Jan 2005, 09:37
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Bedankt: 137 mal
Danke erhalten: 137 mal in 104 Posts

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon Itacare » Mi 21. Okt 2009, 20:53

BeHarry macht sich Gedanken über Dinge, die ich schon vor 40 Jahren zu Ende gedacht und abgehakt habe. Wie alt ist dieser Knabe eigentlich, noch in der Pubertät, zumindest in der geistigen?
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
Benutzeravatar
Itacare
 
Beiträge: 5215
Registriert: Mi 30. Jul 2008, 15:31
Wohnort: 2 km Luftlinie zur ältesten Brauerei der Welt
Bedankt: 872 mal
Danke erhalten: 1342 mal in 936 Posts

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon amazonasklaus » Mi 21. Okt 2009, 22:32

tinto hat geschrieben:Im Grunde genommen verhalten sich ja (zumeist trotz ihres Glaubens und gegen ihre Religion) auch fast alle Brasilianer atheistisch und nicht selten auch unchristlich. Wie sonst gäbe es dort so viel Betrug, Mord, Totschlag, Ehebruch, Prostitution, Motels..usw. Auch der Anteil Homosexueller, Umoperierter, Schönheitsoperierter zeigt ja, dass die Leute ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen und sich nicht als gottgegeben hinnehmen oder von irgendeiner Religion vorschreiben lassen wollen, wie sie sind.

Streng gläubige Christen oder ausgeprägte Hedonisten? Oberflächliche Symbole wie die Jesus-Aufkleber auf den Autos und Rituale wie Weihnachten verleiten den flüchtigen Betrachter vielleicht zu der ersteren Annahme. Bei einer genaueren Analyse der tiefer liegenden Verhaltensweisen und intrinsischen Werte findet man für mein Dafürhalten jedoch mehr Anzeichen dafür, den Durchschnitts-Brasilianer eher der zweiten Kategorie zuzuordnen. Die Bispos, wenn man den Luxus, in dem sie leben, als Kriterium nimmt, gehören definitiv dazu.
"Em Portugal, de onde eu acabei de vir, o desemprego beira 20%, ou seja, um em cada quatro portugueses estão desempregados." -- Dilma Rousseff
Benutzeravatar
amazonasklaus
 
Beiträge: 2688
Registriert: So 27. Jan 2008, 15:12
Bedankt: 229 mal
Danke erhalten: 729 mal in 571 Posts

Re: Als Atheist ausgerechnet nach Brasilien ???

Beitragvon Sauerkraut » Do 22. Okt 2009, 01:15

Religion fand ich schon immer !&@*$#!.
Seit ich Brasilien kenne finde ich Religion !&@*$#! und einfach nur zum kotzen.

BibelHarry, Du eroeffnest jede Menge Threads. Fast alle mit einer Frage.
Du erhaelst viele Antworten und Kommentare.
Antworten und Kommentare deinerseits = Fehlanzeige.

Jetzt stelle ich eine Frage an Dich, BibelHarry und bitte um Antwort.

Kannst Du mir erklaeren warum in Laendern in denen es sehr viele Glaeubige/Crentes gibt, also in Laendern wo Religion (noch) eine grosse Rolle spielt, mehr Elend, Hunger, Koruption, Armut, Kriminalitaet und Ignoranz vorhanden ist, als in Laendern wo das Thema Religion so gut wie abgehakt ist?
Benutzeravatar
Sauerkraut
 
Beiträge: 144
Registriert: Fr 24. Mär 2006, 16:10
Wohnort: Santa Catarina, Brasil
Bedankt: 1 mal
Danke erhalten: 21 mal in 16 Posts

Folgende User haben sich bei Sauerkraut bedankt:
Miguel

Nächste

Zurück zu Plauderecke

 


Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

fabalista Logo

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlung

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]