als Expat nach SaoPaulo

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Ener » Mi 8. Jan 2014, 11:24

Hallo Brasilienfreunde,

ich starte mal mit einer kurzen Vorstellung bevor ich meine Frage loswerde.

Ich bin 34, verheiratet, zwei kleine Kinder 3 und 6. Meine Firma hat mir angeboten für 3 bis max. 5 Jahre nach SP
zu gehen um dort den Verkauf zu übernehmen.
In den letzten 3 Jahren war ich 3-4 mal im Jahr für ca. 1 Woche in Brasilien, hauptsächlich SP, da dort 90% unserer Kunden sind.
Aus solchen reinen Geschäftsreisen habe ich aber nur Büro's, jede Menge Verkehr und die Bürokratie kennengelernt.
Das ist für mein Gefühl zu dünn um wirklich so eine Entscheidung treffen zu können.

Meine größte Sorge gilt mehr der Familie. Wir wohnen ausserhalb von Ddorf in einem alleinstehendem Haus mit Garten und
sind es eigentlich gewohnt einfach rauszugehen wenn das Wetter lacht. Ich denke das wird mit einem Schlag vorbei sein.

Wie seht ihr die Situation in SP heute für eine Familie mit kleinen Kindern?

Ich möchte vermeiden beruflich einen Schritt zu machen der meine Lieben nur unglücklich macht.

besten Gruss,
Rene
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon cabof » Do 9. Jan 2014, 23:32

Bleib zu Hause in Düsseldorf, schlechtere Alternative zu Köln aber besser als SP. Aus dem Bauch raus sage ich... 5000 Euros und mehr
dann kannste es wagen. Das ist aber nur die fianzielle Seite.... herzbibbern wenn Du nur mal kurz vor die Tür gehst.... das beschauliche Leben von DE kannste in BR abhaken.... trotzdem... viel Glück bei Deiner Entscheidungsfindung. Alleine würde ich BR auf jeden Fall "mitnehmen" - mit Frau schon weniger - mit Kindern überhaupt nicht. Meine Meinung.
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Du hast keine Chance - aber nutze sie
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Karmapa » Fr 10. Jan 2014, 01:04

Hallo Rene,

mein Sohn hat in SP sein dt. Abitur gemacht und studiert jetzt in Berlin. Mein fünfjähriger ist davon noch weit entfernt.
Ich habe nicht das Glück als Expat hier zu sein. Kenne aber durch die Kinder und Schule einige. Wenn deine Firma die Schul- Kindergartenkosten übernimmt ist das eine feine Sache. Du wohnst dann am besten im Süden ( Santo Amaro). Hier gibt es für euch ein angenehmes Umfeld. Ich selbe wohne in Pinheiros und liebe es dort, aber mit Kindern die aufs Humboldt oder Porto Seguro gehen ist es mühsam. Für die Unterbringung der Kleinen musst du ca. 4000- 5000 Reais pm rechnen.
Du wirst wohl auch zwei Autos brauchen. In den vier Jahren hier bin ich erst einmal ausgeraubt worden, aber mein Sohn schon zweimal! Es gibt klare Regeln wie ihr euch in dieser Situation zu verhalten habt und so geht es fast immer glimpflich ab.
Deine Kinder werden wenig von der Erfahrung Brasilien haben, sie sind noch zu klein. Reisen in Brasilien ist mühsam mit den Kindern. Du profitierst sehr vom starken Euro und das Leben ist nur wenig teurer als in Ddorf.
Was deine Frau hier den ganzen Tag so machen soll ist ein anderes Thema. Ich bin mit einer Brasilianerin verheiratet.
Daher stellt euch darauf ein etwas isoliert zu leben. In SP lebend bekommst du selten Besuch aus D, dies wäre anders in Rio.
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 10. Jan 2014, 23:42

OI Rene,
ich bin in so einer Expat-Situation, allerdings mit 2 kleinen Abweichungen.
Wir wohnen in Belo Horizonte, die Stadt mit der höchstens Lebensqualität in Südamerika (mir reicht auch Brasiliens)und wir hab unsere 3 Kinder einfach hinter und in Deutschland gelassen. Die wollten auch nicht mit.
Ich konnte mir damals den Ort für die Filial-Gründung aussuchen und hab mich zwischen Rio (jeden Tag entscheiden ob an den Strand oder zur Arbeit) Sao Paulo (Krawatte tragen und Verkehrschaos) und Belo Horizonte (keinen Strand, preiswert und sicherer) entscheiden können. Belo war genau richtig, auch, das wir für die Stahlindustrie arbeiten, kundennäher.

Ich bin oft geschäftlich in Sao Paulo gewesen, ist mir immer eine Graus geblieben, am Anfang waren wir auch mal über Nacht da oder sind in Santos am Strand geblieben (oder in ne Hafenkneipe) aber letztendlich haben wir es dann auf Tagesbesuche reduziert, früh hin, Besprechung und schnell zurück.

Expat kann so schön sein, wenn die Zahlen stimmen. Ich schätze mal, eine angemessener Wohnung mit visitenkartenfähiger Adresse wird mit Nebenkosten locker 5-7000 Reais kosten (ich zahl in Belo die Hälfte vom oberen Wert),anständigen Firmenwagen in der 2l Klasse, Auslandzulage zusätzlich zum Gehaltszuschlag. Übernahme der Ausbildungskosten, wobei die Leute dann wissen sollten, was eine internationale Privatschule kostet. Steuerausgleich, weil mit nicht arbeitender Frau und 3 Kindern zahlst du in Brasilien mehr Steuern als in D (kaum Absetzmöglichkeiten, im Gegensatz zu D wo du in der Konstellation einen recht günstigen Steuersatz haben wirst).

Ich kenn eure Struktur in Brasilien nicht und in welche Position die da hin gehst, aber mit den Forderungen kostest du flott mehr als der Direktor-Präsident eurer Filiale. Entsprechend ist auch der Erfolgs-Druck, der auf dir lastet. klappt's nicht, mobben dich die brasilianischen Kollegen schnell wieder nach D zurück oder nach Indien.

Um diesen Erfolg zu haben, wirst du einige Hindernisse in Brasilien aus dem Weg räumen müssen:
Halbwegs verhandlungssicheres Portugiesisch, die Mentalität der brasilianischen Verhandler, die Art, letztendlich jedes größere Geschäft auf Direktoren-Ebene oder mit dem Eigentümer abzuschließen, entsprechen muss auch auf deiner Visiten-Karte ein Direktoren-Titelchen stehen.
Innere Strukturen: sind deine Vorgesetzten Deutsche oder Brasilianer. Unter einem Brasilianischen Chef arbeiten ist nicht einfach (oder doch, wenn er dich nicht arbeiten lässt wie du willst und du dadurch 3-5 Jahre lockere Ferien in Brasilien hast. (Wenn sich D das solange mit ansieht, sonst Indien.

Ich war in unserem Laden der Kauf. Direktor zusammen mit einem deutschen Technisch Direktor. Der Rest der Leute waren Brasilianer. Da fluppte das. Ich hab das gleiche parallel in einem anderen Laden mit einem brasilianischen Direktor-Präsidenten und einem deutschen Verkaufsdirektor gesehen, war eine Katastrophe und der Deutsche hat aufgegeben und die Filiale wurde zu gemacht.

Ein leidiges Thema ist natürlich auch das Ende deines Brasilien-Aufenthaltes. Nach 5 Jahren hat man sich einige Sachen in B angewöhnt, die man schwer wieder loswird.
Zum einen war das Brasiliengeschäft für dich der Mittelpunkt der Welt. Du hast dich mit der Zentral, der Verwaltung und einigen anderen angelegt, hast unkonventionell eigene Entscheidungen getroffen, die zwar richtig waren, die aber zuhause nicht immer Freude hervorgerufen haben.
Und jetzt kommst du zurück, klar, in deinem Vertrag steht, dass du in die gleiche Position zurückkommst. Aber die gibt es nicht mehr, deine Kollegen haben, auch durch beständiges Axxxx-Lecken beim Chef Karriere gemacht und vor allem zahlen dir die und die Verwaltung dann alles zurück, was du denen zugemutet hast.

Und dein Fachwissen und die Brasilien-Kenntnis hat zuhause kaum noch Wert, du hast ja eine funktionierende Filiale zurück gelassen, die funktioniert, hast dich selber zuhause überflüssig gemacht. Und die Firma, die du mal kanntest, ist nicht mehr die gleiche. Dazu hast du in den 5 Jahren selbstständig gearbeitet, zuhause kommt dann wieder das starre Konzept der Zentrale. Und in den 5 Jahren haben deine Kollegen einen Informations-, Wissens- und Seilschaften-Vorsprung. Evtl. siehst du da alt aus.
Entsprechend ist bei einem Entsendungsvertrag auch die Rückkehr detailliert zu regeln, abgesehen dass da auch im Übergang erheblich mehr Kosten als nur der Umzug anfallen.

Privat ist es auch nicht viel besser, die Schulbildung deiner Kinder in Brasilien weicht erheblich von einer deutschen Ausbildung ab. Für die wird die Rückkehr schwer. Klar sie sprechen/schreiben dann hervorragendes Portugiesisch, aber Englisch von brasilianischen Lehrern ist nicht doll und selbst wenn man die mündlichen Leistungen in Deutsch hochhält, bei den schriftlichen mangelt irgendwo.

Der erst Schock ist fällig, wenn dein Kind, 3 Jahre im deutschen Kindergarten in der Brasilianischen Privaten Grundschule angemeldet und postwendend abgelehnt wird (mal die fehlende Sprache ausgeklammert) Wie, das Kind kann noch nicht lesen, nicht scheiben und beherrscht nicht die Zahlen bis hundert. Da kannst du dein Kind mit 6 Jahren dann erst mal zu Vorschule anmelden. Bei 3 ist die Chance auf so was ja gegeben. Aber Verlierer sind die Kinder immer. Im Wohnturm eingesperrt, kein Grün, spielen auf der Straße unmöglich, enorme Belastungen durch Umweltverschmutzung. Für jede Aktivität muss man die Kinder durch die Stadt fahren bzw. stauen, die Mutter braucht also ein eigenes Auto. Die Freizeitaktivitäten für die „besseren“ Kinder sind zudem auch schweineteuer, wie aber alles in Brasilien, in SP wohl besonders.

Ich bin damals einen anderen Weg gegangen, ich war 2 Jahre erst mal alleine in Brasilien, meine war öfter Frau auf Urlaub dort. Ich hab dann gewusst, das wird was und habe meine Frau nachgeholt, dadurch waren die Kinder alt genug um alleine zu wohnen. Nach 10 Jahren bin ich wieder zurück nach Deutschland (Frau gestorben) und dann 3 Jahre später wieder als Berater zurück nach Brasilien, Heute nach 3 weiteren Jahren und einem Jahr quasi Urlaub in Brasilien gehen wir (neue Frau-Brasilianerin) endgültig wieder zurück nach Deutschland Ist uns sicherer, sauberer, ruhiger, weniger Verkehr, bessere Freizeit- und Urlaubsmöglichkeiten.

Ich bin nicht mach Brasilien gegangen um Karriere zu machen, sondern nur, um es mal anders zu machen, neue Aufgabe. Und selbst ich hatte meine Mühe gehabt, mich zuhause wieder einzufinden, nicht in die deutsche Lebensart, sondern in die Arbeitswelt meiner Firma, die natürlich nicht mehr die Gleiche war. Das Leben in D fand ich hervorragend, locker leicht, abwechslungsreich, da hab ich so richtig festgestellt, dass man ja nicht nur in D lebt, sondern auch in Europa (Venedig für 19,90€ in der Woche). Durch meine Position in der Firma hat sich das dann irgendwie gelöst, da es in Brasilien nicht gut lief war ich dann öfter drüben und bin letztendlich nochmal als Berater rüber gegangen. Mit der gemachten Erfahrung würde ich aber heute meine Rückkehr vertraglich besser absichern.

So, dass zu dem schönen Expat-Leben in Brasilien außerhalb SP.

Wenn du mal Hilfen zu so einem Entsendungsvertrag haben willst, schick mir eine PN mit deiner E-Mail, ich kann dir dann sagen, was üblich bzw. sogar vorgeschrieben ist.

Gruß
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Karmapa » Sa 11. Jan 2014, 14:01

Trem Mineiro hat geschrieben:Wir wohnen in Belo Horizonte, die Stadt mit der höchstens Lebensqualität in Südamerika (mir reicht auch Brasiliens)und wir hab unsere 3 Kinder einfach hinter und in Deutschland gelassen. Die wollten auch nicht mit.


Oh ,natürlich hatte ich vergessen zu schreiben daß Belo Horizonte die schönste Stadt Brasiliens ist :D
Schade nur daß du es nicht bis dahin schaffen wirst, doch tröste er sich es gibt in SP wenigstens besseren Fußball
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Trem Mineiro » Sa 11. Jan 2014, 16:46

Oi Kampa
na komm, letztes Jahr hat Galo es bis Marokko geschafft (da war doch irgendwas) und Cruzeiros war dieses Jahr auch nicht so schlecht. Klar waren Ausnahmen, aber immerhin.

Gruß
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon bruno grenz » Sa 11. Jan 2014, 18:15

Karmapa hat geschrieben:
Trem Mineiro hat geschrieben:Schade nur daß du es nicht bis dahin schaffen wirst, doch tröste er sich es gibt in SP wenigstens besseren Fußball

Also ich will nun weder Galo noch die Mafia Azul verteidigen, aber in die Libertadores 2014 hat es kein Verein aus dem Bundesland SP geschafft. Unser Rio ist dagegen ebenfalls mit 2 Vereinen dabei.
Für all diejenigen von Euch, die zur WM nach Brasilien fahren werden...
Hier findet Ihr das Buch über mein Leben im Endspielort Rio de Janeiro: http://brunogrenz.jimdo.com/mein-2-buch/
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Lucas » Sa 11. Jan 2014, 20:03

Hi Rene

Also ich würde mir für so ein Angebot glatt ein Bein herausreißen. Ich habe aber leider keine Ahnung vom Verkauf oder von den Problemen die Trem beschrieben hat. In meinen 12 Monaten die ich in SP gelebt habe wurde ich nicht ausgeraubt und war auch nie in einer gefährlichen oder kritischen Situation. Es kommt natürlich darauf an wo du in SP wohnst Alphaville, Jundiai, Santo Andre und Santo Amaro genießen eine guten Ruf und ich habe auch in Santo Andre und Alphaville gelebt, obwohl ich Alphaville als recht langweilig und sehr teuer empfunden habe, außerdem habe ich auch viel bei meiner Freundin gelebt die am beginn einer Favela lebt und selbst dort ist mir auch als Gringo nichts passiert. Ich habe mich auch sicher in SP gefühlt. Es ist nun mal eine riesen große Stadt und es gibt dort Kriminalität aber die gibt es auch in Düsseldorf.

Ein Kollege von mir ist in SP mit seiner Frau und 2 Kinder beide unter 10 Jahre alt geblieben und sie bevorzugen es im Gegensatz zu DE sie leben etwas außerhalb von SP in Sorocaba, also wie du siehst funktioniert es in beiden Richtungen, wenn dein Einkommen stimmt und du und deine Familie offene Menschen sind dann würde ich es dir schon raten aber das Einkommen muss wirklich stimmen ich selber habe zwar keine Kinder aber in Sachen Ausbildung sind sich da alle Eltern einig das ist ziemlich teuer in SP. Das Verkehrschaos kann ich absolut bestätigen besonders hervorzuheben die Marginal Pinheiros wer sie kennt, weiß wovon ich spreche :wink:

Beste Grüße

Lucas

PS: Vai Corinthians!!! kkkkkkkkk (nur ein Spaß) :D
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Karmapa » Sa 11. Jan 2014, 20:18

Zugegeben habe ich vom brasilianischen Fußball wenig Ahnung, wollte nur etwas positives über SP schreiben :D
Dabei habe ich nachgedacht, und man staune eine abweichende Meinung bez. der Mietkosten mit NK.
Trem schreibt:
Expat kann so schön sein, wenn die Zahlen stimmen. Ich schätze mal, eine angemessener Wohnung mit visitenkartenfähiger Adresse wird mit Nebenkosten locker 5-7000 Reais kosten (ich zahl in Belo die Hälfte vom oberen Wert),...

Ich glaube nicht dass du damit hinkommst und würde ( vorausgesetzt ich schätze euren Lebensstandard richtig ein), 10.000- 12.000 Reais als realistischer empfinden. Habe gerade einer Freundin bei der Wohnungssuche geholfen und für den Preis Wohnraum gefunden.
Vielleicht ist deshalb ein Umzug nach Minas Gerais keine schlechte Idee.
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Re: als Expat nach SaoPaulo

Beitragvon Trem Mineiro » So 12. Jan 2014, 00:51

Oi Karmapa
Ich wollte die Zahlen nicht so hoch hängen, klingen ja schon schlimm genug. Und Visitenkartenfähig heißt halt, dass die Geschäftspartner nicht zusammenzucken, wenn du mal sagst, wo du wohnst. Dazu eine Wohnung für 3 Kinder.....Das gleiche gilt auch für das Auto, kommst du mit einem "Kleinwagen" bist du flott unten durch.
Ist aber abhängig von der Position, die der TE hier in Brasilien bekleiden soll. Ich hab in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass deutsche Unternehmen, die sich hier niederlassen wollen, meinen, das geht im Spargang. In Brasilien muss man immer noch klotzen.
Ich bin ja seid einiger Zeit als Berater tätig und bekomme dann die Fragen über eine Filialgründung oder Partnersuche gestellt. Wenn man die Vorstellung der Investoren (meist Mittelständler, für die ich die größten Chancen sehe)sich anhört, dann versteht man, warum hier "relativ" wenig deutsche Firmen sind. Mit Korea oder Chinesen läuft das ganz anders. Und Firmen wie Thyssen sind sowie beratungsresistent.

Warten wir mal, was der TE bzw. dessen AG so auf der Pfanne hat.

Gruß
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