Als Millionär nach Brasilien auswandern

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Ist der unten erläuterte Plan, als Millionär auszuwandern, realistisch?

Umfrage endete am Do 31. Dez 2009, 12:00

Völliger Unsinn, bei der nächsten Grenzkontrolle wandert man direkt in den Knast.
3
19%
Nein, so geht das eher nicht.
5
31%
Auch wenn das problemlos klappen sollte, meine moralischen Bedenken sprechen dagegen, meinerseits den Vorschlag umzusetzen.
2
13%
Keine Ahnung, Ich weiss nicht so recht.
0
Keine Stimmen
Guter Tipp, werd ich so machen
2
13%
Ja, im Prinzip funktionierte es bei mir bzw. einem Bekannten so ungefähr, siehe meinen ausführlichen Kommentar
1
6%
Guter Plan, aber ich habe einen viel besseren, siehe Kommentar...
3
19%
 
Abstimmungen insgesamt : 16

Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon rwschuster » Sa 5. Dez 2009, 01:36

dimaew hat geschrieben:Es gibt nichts, das es nicht gibt auf dieser Welt und die Menschenrasse, die zuletzt ausstirbt sind die Bekloppten.
wollte da nicht neulich wer in eine LTDA einsteigen?
Na ja, in ein paar wochen kommt so einer hierher, wandert aus und glaubt das Grundstück das er vor 7 Jahren gekauft hat gehört ihm noch. Glaubt dass er sofort einen Job hat, und weiss schon wie er seine 400 000 Euronen bestens investieren will. hat jahrelang beste Kontakte gepflegt. :muahaha:
na, in 6 Monaten wird er wohl jeden Tag um Punkt 5 Uhr aufwachen, helfen kann man ihm nicht, er vertraut seiner Frau. :pimpdaddy:

PS.: um 5 Uhr fangen die Busse und Lastwagen an über die Brücke zu rumpeln. Da kann kein Mensch mehr schlafen. :snoopy:
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon Gunni » Sa 5. Dez 2009, 02:20

1. Wer viel Geld hat und nach Brasilien auswandern will, der gehoert schon vorher in die Klappsmuehle


Damit hat BrasilJaneiro eigentlich alles gesagt - ..überhaupt gefallen mir die Anworten von Ihm zu dem Thema am besten.

OK - kann deine Gedanken ja nachvollziehen, manchmal reise ich durch's Land und denk dran, man könnt eigentlich schnell mal Prokura, Firmenverfügbarkeit, Limits, Kredite etc. für sich selbst nutzen und sich dann irgendwo an 'nen einsamen Palmenstrand legen und das leben geniesen...bis man in Europa merken könnte, was los ist, hätt man 'nen Vorsprung und wäre weeeeiiiiit weg ..... (... so Gedanken hat jeder mal ...) aber dann schaltet sich sofort der Verstand ein und ich denk auch sofort an die umgekehrte Seite und daran, daß ich ja grade in Brasilien bin ...dem Land der "unbegrenzten" Möglichkeiten (gegen entsprechende "Zuwendungen" kann man hier vielleicht sogar Präsident werden oder den Eifelturm kaufen ?! :lol: ) ....und angenommen, ich bin jetzt der Geschädigte, statt der Schädiger, dann wär mir wohl echt nix lieber, als wenn sich der Schuldner nach Brasilien verdrückt, statt nach Canada, Australien, den Cayman s, Arabischen Emiraten oder sonstwohin.....denn nirgendwo sind die Möglichkeiten so "unbegrenzt", wie in Brasilien, auch für den Geschädigten, nicht nur für den Schädiger...das darf man nie vergessen ! :twisted:

..und zurück zum klassischen "Beispiel" Biggs - man schaut sich gern den positiven Teil der Geschichte an und vergisst, was da noch passiert ist -- aber denkst du, den hätte man in Canada auch auf offener Straße packen, in ein Fahrzeug zerren und gemütlich auf einen Frachter bringen können, der nach Europa ausläuft ?? - ...und eigentlich war das sogar noch sozial von den Engländern damals ..... nur haben die Brasis scheinbar im letzten Moment gemerkt, daß Sie dann 20 Jahre auf den Kosten für ein Kind sitzen könnten und das ganze noch gestoppt..... hmm.... und wenn Scottland Yard vielleicht damals etwas mehr "Budget" gehabt hätte, wie wäre wohl dann die Story ausgegangen ??
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon Stammgast » Sa 5. Dez 2009, 03:05

BrasilJaneiro hat geschrieben:Ich kann dir sagen wie dies hier ablaufen kann:

1. Du investierst eine grosse Summe in Immobilien etc
2. du heiratest und "machst" dann kleine filhos

Ich hab mir überlegt, dass es geschickter ist, die filhos schon vorher, vor der Investition, zu "machen", selbst wenn man dann Vorsatz unterstellen könnte. Auch ohne Vorsatz sind ja vielleicht schon welche da und man muss sie dann nur noch finden.

BrasilJaneiro hat geschrieben:3. Polizei und Politik wollen vom Kuchen auch was haben, legal natuerlich.

Gut, Steuern und Verkehrsverstösse zahle ich dann schon.

BrasilJaneiro hat geschrieben:4. Auslieferungsverfahren laeuft
5. Die Frau bekommt heisse Fuesse und laesst sich scheiden

Macht nichts, die filhos sind noch da.

BrasilJaneiro hat geschrieben:6. Dein Restgeld geht fuer die Scheidung drauf

Guter Punkt, da muss man dann vorbeugen.

BrasilJaneiro hat geschrieben:8. Ausserdem immer wieder Bittsteller oder Erpresser vor der Haustuer.

Wenn ich im Condominio wohne dann kommen die Bittsteller oder Erpresser nicht direkt vor die Haustür.

BrasilJaneiro hat geschrieben:Sieh nur zu, dass du keine privaten Kredite nimmst, sondern Geschaeftskredite.

Ja, das Unternehmen soll eine Kapitalgesellschaft und keine Personengesellschaft sein, damit die persönliche Haftung beschränkt bleibt, auch für den Nachfolger, soviel Rücksicht muss man schon nehmen.

BrasilJaneiro hat geschrieben:Mit dem Verkauf hast du auch alle Geschaeftsschulden verkauft.

Wegen des guten Gewissens darf man nicht allzu genau Bilanz geführt haben, schliesslich hat man auch nur die reichlichen Gewinne abgeführt. Hilfreich ist natürlich auch, wenn der Geschäftspartner keine Rechtsabteilung hat, damit das Nachspiel möglichst frühzeitig im Sande verläuft.

Eine Variante wäre natürlich das Geschäft selber in den Konkurs gehen zu lassen. Wenn das Insolvenzverfahren sauber durchgeführt worden ist, dann ist die vorher abgezogene Knete auch legal. Andererseits würde diese Variente dem ursprünglichen Plan wiedersprechen, weil ich dann nicht zum Auswandern gezwungen wäre, Unsinn also.
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon Stammgast » Sa 5. Dez 2009, 03:31

Gunni hat geschrieben:und sich dann irgendwo an 'nen einsamen Palmenstrand legen und das leben geniesen...

Und woher sollen dann die filhos herkommen, wenn der Palmenstrand so einsam ist?

Gunni hat geschrieben:...denn nirgendwo sind die Möglichkeiten so "unbegrenzt", wie in Brasilien, auch für den Geschädigten, nicht nur für den Schädiger...das darf man nie vergessen !

Deswegen sollte man bei der Auswahl des zu Schädigenden sorgfältig sein. Am Geschicktesten wäre es wenn der Geschäftsnachfolger den ultimativen Anfall bekommt, sobald er zum nächsten Jahresabschluss die Rechnungslegung durchschaut. Noch grausamer: Man besiegelt die Geschäftsübergabe zum Karneval in Rio. OK, das ist nicht sehr originiell, wenn man die Kapitaldelikt-Statistiken zu diesem Zeitraum richtig interpretiert.

Gunni hat geschrieben:..... nur haben die Brasis scheinbar im letzten Moment gemerkt, daß Sie dann 20 Jahre auf den Kosten für ein Kind sitzen könnten und das ganze noch gestoppt.....

Ich überlege gerade, was passiert, wenn die filhos reihenweise volljährig werden: Ob man dann über die netos abgesichert ist, notfalls dadurch, dass man diese adoptiert.

Ausserdem muss man die Prokura und Firmenverfügbarkeit soweit überstrapazieren, dass es noch nach 20 Jahren für Alimente und Schulgeld ausreicht, mehrmals natürlich.
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 5. Dez 2009, 13:22

Hallo Stammgast!

Ich bin eben am ueberlegen, warum du dich nach so langer Zeit meldest. Das noch mit einem brisanten Thema. Kann es sein, dass du die letzten 5 Jahre schwedische Gardinen gesehen hast und in dieser Zeit voll neuer Ideen geworden bist.?????????????????
Wie auch dein Plan sein wird, er wird scheitern. Wenn nicht strafrechtlich, dann mindestens privat. Du musst erstmal eine Frau finden, die sich kriminalisieren laesst und mit dir im Versteck und Angst lebt. Dann hast du die Kinder, die eines Tages stolz auf dich als Gauner schauen werden. Ob das so sein wird? Gerade gestern habe ich wieder gelesen, dass deutsche Zielfahnder wieder zwei Gauner (einer in der DOM) geschnappt haben. Zusammenarbeit mit der dortigen Polizei kein Problem. Durch die Globalisierung und die politische Gleichheit sind Faelle wie Biggs nicht mehr moeglich, ausser du gehst als Kommunist nach Nordkorea oder Islamist in den Iran. Aber andere Frage. Fuer was braucht man eigentlich Geld? Man kann sich doch eine im Beruf stehende Frau suchen, arbeiten gehen und dann reicht es doch zum leben im Paradies.
Naja, wenn du es geschafft hast, dann lass von dir hoeren und uns alle legal an dem Vermoegen teilhaben :mrgreen:
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon Viva Floripa » Sa 5. Dez 2009, 13:34

Ba-ba-ba-ba-Banküberfall
Vorige Woche hab ich Zigaretten in den Jugendknast geschickt und eine Nikolausrute. Der Junge hat eine Bank überfallen im Suff :shock: und ist vor der Bank mitsamt der Beute eingeschlafen :| . Die Polizei hat ihn geweckt. Das ist kein Witz, ein nostalgischer tränenreicher Dankesbrief ist bereits eingetroffen, danke deshalb, weil man an ihn denkt.
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon rwschuster » Sa 5. Dez 2009, 14:28

Viva Floripa hat geschrieben:Ba-ba-ba-ba-Banküberfall
Vorige Woche hab ich Zigaretten in den Jugendknast geschickt und eine Nikolausrute. Der Junge hat eine Bank überfallen im Suff :shock: und ist vor der Bank mitsamt der Beute eingeschlafen :| . Die Polizei hat ihn geweckt. Das ist kein Witz, ein nostalgischer tränenreicher Dankesbrief ist bereits eingetroffen, danke deshalb, weil man an ihn denkt.

Dein Sohn, oder ists schon ein Enkel? :muahaha:
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon popolado » Sa 5. Dez 2009, 18:27

ein ehemaliger Schulkamerad hat aus Ignoranz und Überheblichkeit seine eigene Firma in Konkurs getrieben, davor aber seine Kopeken auf die sichere SEite gebracht. Resultat Privatkonkurs, er muß 6 Jahre lang nach außen den armen Büßer spielen, wobei er das nicht mal tut, denn er fährt weiter Porsche (auf Freunde zugelassen) und wohnt in seinem penthouse, das jetzt allerdings seiner neuen Frau gehört.

Fazit, wenn jemand diesen Lebensstil wählt, lebt er in D besser und vor allem sicherer , in BR hätte vielleicht der eine oder andere geprellte Gläubiger durchgedreht und Selbstjustiz geübt.
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon Takeo » Sa 5. Dez 2009, 20:30

rwschuster hat geschrieben:PS.: um 5 Uhr fangen die Busse und Lastwagen an über die Brücke zu rumpeln. Da kann kein Mensch mehr schlafen. :snoopy:


... wenn er glück hat bekommt er einen Job und sitzt dann selbst drin in diesen Bussen um 5:00 über die Brücke...
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Re: Als Millionär nach Brasilien auswandern

Beitragvon rwschuster » Sa 5. Dez 2009, 20:56

Takeo hat geschrieben:... wenn er glück hat bekommt er einen Job und sitzt dann selbst drin in diesen Bussen um 5:00 über die Brücke...

Er ist 58 Jahre alt, sauteppert, kann nicht Porugiesisch, hat nie den Führerschein geschafft und war Beamter im deutschen Sozialwessen, so jetzt halt ich die Goschn sonst liest er das und beschwert sich :muahaha: :muahaha: :muahaha:
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