Am Montag kam die Nachricht im Journal National, dass in der Gegend um Manaus 5 Ausflügler spurlos verschwunden sind
Die ersten drei Verschollenen sind am Mittwoch Abend gefunden wurden, bis her hat die Suchaktion von Militär, Polizei, Caboclos und Tupamaros über 100 000 Euronen gekostet, und alles weil sie zu viel gesoffen haben und in eine Sackgasse im Wald eingefahren sind
Der Ilko Minev ist der hauptverntwortliche Reiseleiter gewesen und sitzt jetzt da wie ein Dackel der auf den Perserteppich gepinkelt hat. Ist ja etwas peinlich für ihn, schliesslich ist er holländischer Konsul und Überlebensspezialist im Urwald.
Die Gruppe ist 300 km weit von Manaus auf einen langen Flussausflug abgefahren und sollten am Sonntag Nachmittag in Manaus zurück sein. Am Samstag haben sie das Boot in eine Sackgasse gelotst teils wegen des niederen Wasserstandes, teils wegen des hohen Alkoholpegels. In so einem Falle schmeisst man alles weg was schwer ist und geht in den Urwald. Der Gps und das Globalphone funktionieren unter dem dichten Blätterdach nicht, nur am Sonntag nachmittag gelang es ihnen kurz die Koordenaten durchzugeben da aber in dieser Gegend sogar für einen gut ausgerüsteten Soldaten jeder Kilometer 3 Stunden Marsch bedeutet fanden wir die ersten erst gestern Nachmittag. Die zwei die noch fehlen sind nicht weit entfernt. Na ja jedenfalls haben sie was zu erzählen.
