Ansprüche der namorada wegen Zusammenlebens?

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Ansprüche der namorada wegen Zusammenlebens?

Beitragvon halbtot » Do 11. Mai 2006, 03:25

ich habe gehört, wenn man in Brasilien 1 oder 2 Jahre mit seiner Freundin zusammen lebt, dann hat sie die gleichen Ansprüche, als wäre man verheiratet (gewesen).
stimmt das? was für Ansprüche wären das? wie kann man das vermeiden? ist es 1 oder 2 Jahre? und wann beginnt das Zählen? was ist, wenn sie nur die Wochenenden über da ist?
und wer kommt auf solche Ideen? ist es nicht grausam von der Regierung, uns jetzt auseinanderzureissen?

ich weiss, viele Fragen, aber danke für tipps!
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Beitragvon Brummelbärchen » Do 11. Mai 2006, 05:55

Hallo halbtot

Die Frage ist nicht, ob Ihr zusammenlebt, sondern ob Deine Freundin von Dir wirtschaftlich abhängig ist. Wenn Du sie also durchfütterst (und sie das beweisen kann) riskierst Du nach einiger Zeit tatsächlich, dass sie gewisse Rechte erhält.

Meine Kleine hatte mal einen Fall, bei der eine Frau (Unternehmerin) die Kohle nach Hause gebracht hat, ihr Mann hat zu Hause den Kindern geschaut. Irgendwann starb die Frau an einem Unfall. Zum Glück war sie gut versichert. Nach einiger Zeit erfuhr der Ehemann, dass seine geliebte Verstorbene sich während Jahren einen Lover gehalten hat (Wohnung, Lebensunterhalt, Urlaub, alles!) und dieser nun ebenfalls Anspruch auf Versicherungsleistungen erhebt, weil sein Ernährer weggefallen ist... Der Hammer ist: die Leistungen wurden tatsächlich aufgeteilt, obwohl der andere weder Trauschein noch Kinder hatte... ganz schön krass.

Ich werde meine Kleine noch fragen, ob in Deinem Fall 1-2 Jahre schon genügen. (Ich bezweifle es).

Allemal gilt auf der ganzen Welt dasselbe: Suche Dir eine Frau, die grundsätzlich für sich selber sorgt. Dann hast Du schon während der Beziehung weniger Stress und mehr Geld (und nach der Trennung/ Scheidung sowieso...) :twisted:
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Beitragvon Severino » Do 11. Mai 2006, 08:51

Oi halbtot
Es gibt in Brasilien das Konkubinatsgesetz, das dem wirtschaftlich abhängigen Partner im Falle einer Trennung gewisse Leistungen zuspricht. Die Frist, ab der das bei der Justiz eingeklagt werden kann ist 5 Jahre. Es ist aber ähnlich wie bei einer Scheidung. Es werden die während der gemeinsamen Zeit erstandenen Güter, wie z.B. Haus, Möbel, Auto usw. geteilt. Anders sieht es aus, wenn gemeinsame Kinder da sind, oder ein Partner verstirbt. Umgehen kannst Du das nur wenn Du heiratest, Entweder sie (mit separacao dos bens), oder eine andere. Denn bei Deiner Ehefrau kann sie nichts holen. Oder alle fünf Jahre die Freundin wechseln, oder arm sein, dann gibts es ja auch nichts zu holen.... Aber ich denke, dass sind nicht die Möglichkeiten, die Du in Betracht ziehst....
Gemacht wurde das Gesetz wegen den brasilianischen Männern. Die haben häufig (natürlich nicht alle) eine etwas andere Einstellung zum Thema Verantwortung und Familie.
Concubinato
Lei nº 8.971, de 29 de dezembro de 1994
Regula o direito dos companheiros a alimentos e à sucessão.

Art. 1º. A companheira comprovada de um homem solteiro, separado judicialmente, divorciado ou viúvo, que com ele viva há mais de cinco anos, ou dele tenha prole, poderá valer-se do disposto na Lei nº 5.478, de 25 de julho de 1968, enquanto não constituir nova união e desde que prove a necessidade.

Parágrafo único. Igual direito e nas mesmas condições é reconhecido ao companheiro de mulher solteira, separada judicialmente, divorciada ou viúva.

Art. 2º. As pessoas referidas no artigo anterior participarão da sucessão do(a) companheiro(a) nas seguintes condições:

I - o(a) companheiro(a) sobrevivente terá direito enquanto não constituir nova união, ao usufruto de quarta parte dos bens do de cujos, se houver filhos deste ou comuns;

II - o(a) companheiro(a) sobrevivente terá direito, enquanto não constituir nova união, ao usufruto da metade dos bens do de cujos, se não houver filhos, embora sobrevivam ascendentes;

III - na falta de descendentes e de ascendentes, o(a) companheiro(a) sobrevivente terá direito à totalidade da herança.

Art. 3º. Quando os bens deixados pelo(a) autor(a) da herança resultarem de atividade em que haja colaboração do(a) companheira, terá o sobrevivente direito à metade dos bens.

Art. 4º. Esta Lei entra em vigor na data de sua publicação.

Art. 5º. Revogam-se as disposições em contrário.

Brasília, 29 de dezembro de 1994; 173º da Independência e 106º da República.

ITAMAR FRANCO

Alexandre de Paula Dupeyrat Martins

Quelle: http://www.consumidorbrasil.com.br/cons ... concub.htm
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Beitragvon Lemi » Do 11. Mai 2006, 09:49

Hi Severino,

der von dir zitierte Gesetzestext ist schon etwas älteren Datums. Mittlerweile ist die Laufzeit von 5 auf 2 Jahre herabgesetzt worden.

Das Gesetz gilt übrigens nur für Ledige. Das bedeutet auch, dass die Liebhaberinnen (Amantes) von untreuen Ehemännern keine Rechtsansprüche nach Trennung von ihrem "Partner" haben ................... wäre wohl auch ziemlich katastrophal in Brasilien. :lol:
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Beitragvon Ursinho » Do 11. Mai 2006, 10:07

Lemi hat geschrieben:Das Gesetz gilt übrigens nur für Ledige. Das bedeutet auch, dass die Liebhaberinnen (Amantes) von untreuen Ehemännern keine Rechtsansprüche nach Trennung von ihrem "Partner" haben

Oi!
Da schrieb Brummelbärchen aber etwas anderes (scheinbar ein Fall aus der Praxis). Oder hat sich die Lage mit dem neuen Gesetz auch geändert? Ischa auch Wurscht, betrifft mich ja eh (noch) nicht...

MB
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Beitragvon Severino » Do 11. Mai 2006, 10:22

Oi Lemi
Hatte auch schon irgendwo von 2 Jahren gelesen....

Oi Ursinho
Der Fall von Brummelbärchen liegt etwas anders. Es ging dabei vermutlich um eine Lebensversicherung, die im Todesfall zwischen dem Namorado, der finanziell abhängig war, und dem Ehemann aufgeteilt wurde. An die anderen Bens, wie z.B. Haus kommt ein Namorado nicht ran.

@all
Also, wer was hat und nichts verlieren will: Mindestens alle zwei Jahre die Namorada wechseln!
Wer nichts hat und was will: Eine reiche Namorada suchen und sich von der 2 Jahre aushalten lassen!
Aber wenn "Liebe" und "Geld" so eng zusammen liegen, dann sind doch eigentlich die gdp die optimale, weil billigere Lösung. (ich habe absichtlich nicht günstiger geschrieben....)
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Beitragvon Lemi » Do 11. Mai 2006, 11:02

Ursinho hat geschrieben:
Lemi hat geschrieben:Das Gesetz gilt übrigens nur für Ledige. Das bedeutet auch, dass die Liebhaberinnen (Amantes) von untreuen Ehemännern keine Rechtsansprüche nach Trennung von ihrem "Partner" haben

Oi!
Da schrieb Brummelbärchen aber etwas anderes (scheinbar ein Fall aus der Praxis). Oder hat sich die Lage mit dem neuen Gesetz auch geändert? Ischa auch Wurscht, betrifft mich ja eh (noch) nicht...

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Oi Ursinho,

Schau mal, was oben im Gesetzestext steht:

"Art. 1º. A companheira comprovada de um homem solteiro, separado judicialmente, divorciado ou viúvo ......."

Ok, zu den Ledigen kommen noch die Geschiedenen, in Scheidung befindlichen bzw. Witwer hinzu. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Verheirateten aussen vor sind. Genau dies aber ist der Fehlschluss, den die meisten "Amantes" ziehen! Die denken, dass sie irgendwelche Anrechte haben, aber iss nicht, denn auch in Brasilien geht der Schutz der Familie vor!!!
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Beitragvon Lemi » Do 11. Mai 2006, 11:05

Severino hat geschrieben:@all
Also, wer was hat und nichts verlieren will: Mindestens alle zwei Jahre die Namorada wechseln!


Ich sehe keine grosse Gefahr in dem Gesetz. Wer nach 2 Jahren noch nicht gemerkt hat, ob er sich die Richtige oder Falsche geangelt hat, ist selber Schuld.

Ich persönlich schliesse mich da mit ein, denn ich habe den Fehler auch schon begangen und später dafür teuer Geld bezahlt. :?
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Beitragvon Severino » Do 11. Mai 2006, 12:16

oi Lemi

Da hast Du recht:
Ich sehe keine grosse Gefahr in dem Gesetz. Wer nach 2 Jahren noch nicht gemerkt hat, ob er sich die Richtige oder Falsche geangelt hat, ist selber Schuld.
und soll dafür auch das Lehrgeld zahlen.....
Ich persönlich schliesse mich da mit ein, denn ich habe den Fehler auch schon begangen und später dafür teuer Geld bezahlt.

Willkommen im Club. Das mache ich jetzt auch schon fast drei Jahre. Aber jetzt ist endgültig bald Schluss. Mit meiner Namorada bin ich jetzt auch schon wieder fast 2 Jahre zusammen. Diesmal aber immer noch glücklich. Und dann nervt mich, dass ein Neuanfang von Rechts wegen dermassen verzögert wird.
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Beitragvon Brummelbärchen » Fr 12. Mai 2006, 12:37

Wie versprochen hier der Kommentar meiner Kleinen:

A Constituição do Brasil reconhece a união estável: que consiste no casal que mora junto mas não se casou oficialmente. Neste caso, se o relacionamento dura alguns anos, ambos terão direito nas coisas adquiridas durante esse tempo juntos, como num casal casado.

Entende-se também que não há necessidade de morar junto. Mas isso é muito controverso. E mesmo que assim fosse, pra um dos namorados ter direito a alguma coisa, teria que provar que dividiam dinheiro, que tinham planos pra morar juntos, que os dois contribuiram para comprar algo juntos, etc. E isso é difícil.

No caso de amante é outra coisa. No Brasil não é permitido a bigamia, ou seja, só podemos estar casados com uma pessoa (de cada vez!). Então, uma ex-amante não tem direito a nada, não tem direito a nenhum bem (carro, casa, etc) do amante. Entretanto, se o amante casado morre e deixa esposa e amante vivas, se a amante provar que dependia financeiramente dele pra viver durante anos e anos, pode conseguir o benefício da Previdência e, por isso, elas têm que dividir o valor. Mas a amante não terá direito a nenhum bem do homem morto.


Ok, halbtot, Dein Problem hätten wir gelöst. Allerdings habe ich jetzt ein ziemlich grosses: Mein Kleine fragt
:evil: :evil: warum willst Du das wissen?? :evil: :evil:
Jeder mit einer brasilianischen Frau/Freundin weiss, dass ich die Begründung 'ein Typ in einem Forum hat gefragt' eh gleich vergessen kann :roll:
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