APPELL an alle die leben wollen - Verhalten beim Überfall

Fragen & Tipps von/für Brasilienneulinge in Sachen Ein- und Ausreise, Visa, Geld, Sicherheit, Gesundheit, Essen & Kontaktaufnahme

Beitragvon vasco » Do 16. Dez 2004, 18:44

Macumba hat geschrieben:Welches sind denn - Deiner Meinung nach - die sicher(er)en Stadtteile oder Stände ? Die Frage ist ernst gemeint; ich kenne mich in Rio nämlich Null aus.


Hallo Macumba,

sicher ist eigentlich kein Viertel in Rio. Es unterscheidet sich nur das Ziel der Kriminellen. in der Südzone haben sie es mehr auf reichere Leute abgesehen (weil es die dort gibt), in der Nord- oder Westzone sieht's auch für "normale" Leute schlechter aus.
In Copacabana werden natürlich viel mehr Touristen als z.B. in Penha überfallen, weil es dort auch viel mehr Touristen gibt.
Wer allerdings mit Hawaii-Hemd, Birkenstock und Kamera um den Hals die Stufen zur igreja da Penha hochläuft hat allerdings wohl noch schlechtere Karten als in Copacabana.
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Beitragvon Hans-Joachim Menzel » Do 16. Dez 2004, 20:38

"Also wie heisst es doch so schön in Prolldeutsch : " !&@*$#! zukneifen und Durch " - oder ihr geht kein Risiko und macht Ferien in Österreich auf `ner Alm."

Hi Thieß,

ich liebe die Berge, vor allem in Österreich. Du glaubst gar nicht, wie gerne ich da öfter mal wäre, vor allem im Winter zum Skifahren. Aber es liegt halt doch ein bißchen weit weg .... :cry:



Gruß

H-J
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Ola H-J M

Beitragvon Gast » Do 16. Dez 2004, 21:17

geht mir ähnlich, wobei ich lieber Snowboarde - Handwashing im weißen Powder, iss`scho`goil !!!
Das mit Austria war auch nur als kleiner joke gedacht, iss`ja doch irgendwie anders als Brasil, gelle !? :lol:
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Re: Betont unauffällig

Beitragvon yens » Mo 20. Dez 2004, 03:33

Careca hat geschrieben:Von meinem traditionellen Rio-Stützpunkt "Hotel Ferreira Viana" in Catete bin ich eines Tages mal wieder nach Ipanema raus.


Ich habe mir einmal in Rio, noch viel viel duemmer, 10 Reais stehlen lassen. Dachte die Leute bei denen ich mir an der Barra da Tijuca einen Sonnenschirm gemietet hatte haetten auch ein Auge auf mein Handtuch, wenn ich schon direkt vor ihnen liege. Hatten dann alle ein dickes Grinsen als ich vom Baden kam. DOch wie sollte ich mittags vom Barra da Tijuca nach Cateche zu meinem Hotel kommen. Laufen? Haette sicher mehrere Stunden gedauert, unmoeglich ohne Wasser. Schliesslich frage ich eine huebsche Garota: A senhora tem um reais? Die Kombination "um" und "reais" irritierte sie verstaendlicherweise etwas, sie war aber so nett mir einen zu geben. Sie wollte mir sogar noch mehr geben als ich ihr erzaehlte, dass ein paar "Vagabundos" mein Geld gestohlen haben. Na ja, der Bus nach Cateche (179?) kostet 70 centavos und ich war wieder in meinem Hotel. 10 Reais, 10 Mark damals, wirklich guenstig. Und eigentlich erinnere ich mich ganz gerne an solche Geschichten.


Gruss Yens
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Beitragvon patecuco » Do 23. Dez 2004, 17:03

"..was ich nie so richtig verstehe warum sich über 90% der touristen permanent in einen stadtteil aufhalten wo über 80% der überfälle auf touristen stattfinden....wird wohl daran liegen das rio nur einen strand und einen stadtteil hat.."

@Tadinho

Das ist eben so wie mit den Haiangriffen. Laut einer Statistik greifen Haie vor allem Sonntags und 10 bis 30 Meter vom Strand an. Am seltensten greifen sie Montags in ueber 100m Entfernung vom Strand an. Frag mich nur wie die Haie wissen wann Montag ist.

Agora a Mafia:

An diesen Ausruf erinnere ich mich immer, als ich nach einer Woche in Copa “erleichtert” wurde, 3 Typen, einer mit nem Tomatenmesser. Ich war so doof abends bei voll beleuchtetem Strand an der Copa zum Wasser vorzulaufen. Eigentlich hatte ich gar nichts interessantes dabei, doch das wussten die nicht. Als einer dann meine Plastiktuete aufmachte und nur Buecher und Zeitungen sah, war er so wuetend, dass er alles laut fluchend in den Sand haute. Zur Beruhigung bekam er dann eine alte Uhr und ein paar Reais, die ich in der Tasche hatte. Die versteckte Kreditkarte fand er nicht bzw. schmiss sie genau wie meine “teure” Sonnenbrille in einer Platikdose einfach in den Sand.

Als sie dann wegrannten, schaute ich ihnen gar nicht nach, sondern rettete meine KK vor den Wellen. Zum Glueck hatten sie mir noch 2 R$ gelassen. So konnte ich noch eine Côco gelado am Kiosk trinken und dann mit dem Bus nach Catete. Meinen bras. Freunden und Gastgebern, erzaehlte ich erst ein Jahr spaeter in D davon.

Interessant war aber auch die Reaktion der Familie meiner heutigen Frau in Aracaju. Alle haben Bammel wenn es darum geht in Rio zu leben. Das sei ja sooo gefaehrlich. Allerdings gab es dort in der Nachbarschaft auch ein paar unschoene Schiessereien.
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Beitragvon Careca » Fr 7. Jan 2005, 02:51

*Auf Verlangen gelöscht, da Rechte Dritter betroffen*
Zuletzt geändert von Careca am Sa 10. Nov 2007, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon vasco » Fr 7. Jan 2005, 11:08

Ein Freund von mir hat sich auch mal vorgenommen auf diese doch relativ bekannten "Verschmutzungstricks" niemals reinzufallen. Das Schema ist ja immer ähnlich, man wird mit Senf, Ketchup oder ähnliches beschmiert und immer ist jemand da, der einem bei der Säuberung hilft. Diese Tricks gibt es eigentlich auf der ganzen Welt.

Dieser Freund von mir war einmal auf einem Markt unterwegs, es war ein mächtiges Gedränge. Plötzlich spuckte ihm jemand ins Ohr. Das ist vielleicht ekelhaft. Man versucht das natürlich sofort mit einem Taschentuch oder ähnliches zu reinigen.
Wer der Spucker gewesen war, konnte er in der Menschenmenge gar nicht mehr erkennen. Während er mit der notdürftigen Reinigung seines Ohres beschäftigt und dadurch abgelenkt war zog ihm jemand den Geldbeutel aus der Tasche.
Wobei man ihm natürlich vorwerfen kann, dass er einen Geldbeutel in der Hosentasche trug. Das hätte er auf jeden Fall nicht machen sollen.

Ein anderer alter Trick ist auch eine Kleinigkeit zu stehlen um hinterher mehr zu kriegen.
Ein Beispiel: Du liegst alleine am Strand, die Kleidung liegt neben dir. Jemand läuft vorbei, packt dein T-Shirt und rennt weg. Instinktiv rennst du hinterher und läßt alles unbeaufsichtigt liegen. Dem Dieb wird nicht viel passieren, wenn du weit genug von deinen Sachen weg bist, läßt du er das T-Shirt fallen, du hebst es auf und verfolgst ihn nicht weiter. Wenn du zu deinem Platz zurückkommst merkst du, dass "jemand anders" dein Geldbeutel aus deiner dort liegenden Hose oder sonst etwas wertvolles geklaut hat.
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Beitragvon Careca » Do 27. Jan 2005, 22:33

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