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Oi Alex
Erst einmal ist das Visum Problem deines Arbeitgebers, der haftet für alle Verstöße und wird auch mit Multas belastet. Dazu sollten die wissen, was man da machen kann.
Es gibt für eilige Fälle ein Not-Arbeitsvisum, wird flott auf dem Konsulat erteilt und gilt 30 Tage. Dann muss man allerdings raus, weil das echte Arbeitsvisum ja im Ausland gültig gestellt werden muss (durch einen Einreisestempel) Mit dieser Einreise beginnt ja erst der eigentliche Visa-Prozess bei der Policia Federal.
Im Prinzip gibt es kein Problem, wenn du jetzt mit deinem Pass neu einreist, das Risiko, nicht Reingelassen zu werden ist gering, wenn einige Wochen seit der Ausreise vergagen sind, und sollte es nicht klappen, zahlt dein Arbeitgeber den Rückflug, schließlich ist er es, der da wohl die Regeln ein wenig auf den Kopf stellt.
(Bist du eigentlich in B oder D angestellt?) Wenn dein Visa dann erteilt ist, musst du sowieso wieder aus dem Land raus und mit dem Visa neu einreisen.
Hättest du 2 Pässe, könnte man den Pass mit dem Visum nach Paraguay schicken und du reist kurz dort aus und wieder ein, dann spart man Zeit und Geld.
Als ich schon vor der Visaerteilung im Land war, habe ich einmal mein Visum in Paraguay beantragen lassen, es dort abgeholt, meine Firma hat mir eine Reise nach Iguacu gesponsert, ich habe mein Visum dort abgeholt und an der Grenze gültig stempeln lassen. Den Visumsantrag kann eine Firma in SP erledigen, die auf so was spezialisiert ist, kostet aber ein paar $.
Allerdings ist es nicht legal, mit einem Touristenvisum auf einer Baustelle zu arbeiten, vor allem nicht, wenn ein Unfall passiert, einem selber oder man ist als verantwortlicher involviert. In den letzten beiden Jahren sind die brasilianischen Firmen da viel vorsichtiger geworden. Währen meine Kollegen aus D früher für Inspektionen oder Messungen mit Touristen bzw. Negocio-Visum eingereist sind, verlangen die großen Stahlwerke heute, das man ein Arbeitsvisum vorweist. Dafür ist dann dieses Notvisum da.
Auch die Thyssens in Brasilien werden lernen sich irgendwann an die örtlichen Verhältnisse anzupassen, sie sind schon in einigen Sachen viel ruhiger geworden.
Gruß
Manfred
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