Arbeitgeber und Sozialabgaben?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Arbeitgeber und Sozialabgaben?

Beitragvon Bernado » Do 16. Nov 2006, 21:01

Also in den letzten Tagen habe ich mein Portugiesisch verbessert und bei einer Sache bin ich noch nicht fündig geworden. Wenn ich jemanden einstelle und den gesetzlichen Mindestlohn zahle, was muss ich als Arbeitgeber an gesetzlichen Abgaben bezahlen?
"In Mallorca trifft man mehr Deutsche als in Berlin."
Thomas Gottschalk am 23.6.2007
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Encargos sociais

Beitragvon bruzundanga » Fr 17. Nov 2006, 06:03

Folgender Link hat einige Besipielrechnungen

http://www.guiatrabalhista.com.br/tematicas/custostrabalhistas.htm

divirta-se
In einen hohlen Kopf geht viel Wissen (Karl Kraus)
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Beitragvon Moranguinho » So 26. Nov 2006, 16:23

Und zahlreiche Anregungen dürfte es noch im "75-Gründe"-Threat geben... :lol:
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Re: Arbeitgeber und Sozialabgaben?

Beitragvon robertwolfgangschuster » Mo 27. Nov 2006, 19:59

Bernado hat geschrieben:Also in den letzten Tagen habe ich mein Portugiesisch verbessert und bei einer Sache bin ich noch nicht fündig geworden. Wenn ich jemanden einstelle und den gesetzlichen Mindestlohn zahle, was muss ich als Arbeitgeber an gesetzlichen Abgaben bezahlen?

Etwa 90% auf den Nettobetrag sofort.
Nach 10 Jahren geht er dann Aufs Arbeitsgericht und holt sich alles was du hast (Im Minimum) :grgr:
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Beitragvon Pedro I » Mo 27. Nov 2006, 23:33

Frage: Wenn bei mir jemand auf Stundenbasis gearbeitet hat und dabei in 4 Monaten etwa 6000R$ verdient hat, hat er dann auch Anspruch auf den ganzen Kram, also 13. Gehalt anteilig, Ferien, FGTS. Gibt´s eine Frist innerhalbe der er diese Ansprüche nach Entlassung anmelden muss?
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Mo 27. Nov 2006, 23:50

Pedro I hat geschrieben:Frage: Wenn bei mir jemand auf Stundenbasis gearbeitet hat und dabei in 4 Monaten etwa 6000R$ verdient hat, hat er dann auch Anspruch auf den ganzen Kram, also 13. Gehalt anteilig, Ferien, FGTS. Gibt´s eine Frist innerhalbe der er diese Ansprüche nach Entlassung anmelden muss?

selbstverständlich. Er hat 2 Jahre Zeit, diese Ansprüche einzuklagen. Normalerweise klagt er dann noch nicht geleistete Stunden, alle möglichen Zusatz rechte und so weiter ein. Du must beweisen dass er nicht recht hat, was dir im Normalfall schwer fallen wird.
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Beitragvon dumpfbacke » Di 28. Nov 2006, 00:06

robertwolfgangschuster hat geschrieben:
Pedro I hat geschrieben:Frage: Wenn bei mir jemand auf Stundenbasis gearbeitet hat und dabei in 4 Monaten etwa 6000R$ verdient hat, hat er dann auch Anspruch auf den ganzen Kram, also 13. Gehalt anteilig, Ferien, FGTS. Gibt´s eine Frist innerhalbe der er diese Ansprüche nach Entlassung anmelden muss?

selbstverständlich. Er hat 2 Jahre Zeit, diese Ansprüche einzuklagen. Normalerweise klagt er dann noch nicht geleistete Stunden, alle möglichen Zusatz rechte und so weiter ein. Du must beweisen dass er nicht recht hat, was dir im Normalfall schwer fallen wird.


13. Gehalt ist ja noch harmlos. In Portugal ist 14. fast normal. Wenn deine Angestellte auch noch schwanger wird kannst du nochmal zahlen. Als gutmuetiger Deutscher habe ich versucht mich korrekt zu verhalten und Gehaelter ueber 900 Euro (plus Nebenkosten) bezahlt. Inzwischen weiss ich, warum man in Portugal im mittleren Management weniger verdient.
Immer in Opposition, einen Status Quo gibt es nicht.
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Di 28. Nov 2006, 00:17

dumpfbacke hat geschrieben:. Inzwischen weiss ich, warum man in Portugal im mittleren Management weniger verdient.

Hehe, meine Nachbarin war 18 Jahre lang oder 28 Jahre ( so genau weiss ich es auch nicht) Putzfrau im Hotel Tropical Manaus und hat jetzt umgerechnet 220 000 Euro zugesprochen bekommen, Was glaubst warum die Varig Pleite angemeldet hat?
So jetzt schau ich meinem Sauerteig zu, ob er geht oder nicht und .... hinter mir die Sintflut.
ich mach mit dem Himbeegeist und dem Obstler Schluss, nächstes Monat kommt neuer.
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Beitragvon Pedro I » Di 28. Nov 2006, 00:18

Wie sieht es denn wohl im folgenden Fall aus:

Meine Frau hatte ebenfalls auf Stundenbasis in BR ein neues Arbeitsverhältnis begonnen. Nun stellte sich nach etwa drei Wochen heraus, dass meine Frau im 1. Monat schwanger war (was vorher keiner wusste und nur durch Zufall anhand einer allgemeinen Blutuntersuchung ans Licht kam).
Der Arbeitgeber beschäftigte meine Frau daraufhin nicht weiter, zahlte auch ihre bis dahin geleistete Arbeit nicht und behauptete weiterhin, es haette nie ein Arbeitsverhältnis bestanden, bzw auch schon mal, er fühle sich ausserstande, aufgrund der Arbeitsleistung ein Gehalt zu zahlen.
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag bestand nicht.

Wie wertet ihr die Erfolgsaussichten bei einer Klage? Und auf was kann man klagen, lediglich die 3 Wochen plus Sozialleistungen oder mehr?
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Di 28. Nov 2006, 00:22

Pedro I hat geschrieben:Wie sieht es denn wohl im folgenden Fall aus:

Meine Frau hatte ebenfalls auf Stundenbasis ein neues Arbeitsverhältnis begonnen. Nun stellte sich nach etwa drei Wochen heraus, dass meine Frau im 1. Monat schwanger war (was vorher keiner wusste und nur durch Zufall anhand einer allgemeinen Blutuntersuchung ans Licht kam).
Der Arbeitgeber beschäftigte meine Frau daraufhin nicht weiter, zahlte auch ihre bis dahin geleistete Arbeit nicht und behauptete weiterhin, es haette nie ein Arbeitsverhältnis bestanden, bzw auch schon mal, er fühle sich ausserstande, aufgrund der Arbeitsleistung ein Gehalt zu zahlen.
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag bestand nicht.

Wie wertet ihr die Erfolgsaussichten bei einer Klage?

Essa é boa.
Das ist für den Arbeitgeber ein triftiger Grund zum Auswandern. Tá fudido, fudido, fudidinho würden wir hier sagen. Ich mach bei den Quengas selber den Schwangerschaftstest (ist zwar verboten aber was solls)
Für den Prozess braucht sie nicht einmal einen Anwalt oder Zeugen, hat schon alles gewonnen.
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