Arbeitskräftemangel vertreibt Unternehmen aus Europa

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Arbeitskräftemangel vertreibt Unternehmen aus Europa

Beitragvon mikelo » Mo 12. Mär 2007, 16:13

Jahrzehnte litt Europa an hohen Arbeitslosenraten, doch nun scheint sich der Spieß zumindest in manchen Bereichen umgedreht zu haben. Hochqualifizierte technische Fachkräfte sind, vor allem seit dem wirtschaftlichen Aufschwung im vergangenen Jahr, heiß begehrt. Das Angebot kann jedoch die Nachfrage nicht decken, wie die New York Times berichtet. Um den Bedarf zu erfüllen, werden nun vermehrt Arbeitskräfte von außerhalb Europas angeworben. Manche Unternehmen entschließen sich sogar dazu, Teile in Länder wie China, Brasilien oder die USA auszulagern, wo kein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften herrscht.

Ende 2006 lag die Arbeitslosenrate in den EU-13 bei 7,5 Prozent, also am niedrigsten Stand seit dem Jahr 1993. Der Präsident der Europäischen Zentralbank weist allerdings darauf hin, dass 11,1 Mio. Arbeitslose immer noch eine sehr große Zahl ist. Doch nichtsdestotrotz treten gerade in den dynamischen, zukunftsorientierten Branchen problematische Engpässe auf. Eine Studie der Europäischen Kommission über Arbeitskräftemangel zeigt, dass davon unter anderem Branchen wie Computerhardware-Produktion, Software Entwicklung und Maschinenbau aber auch die Modeindustrie und das Bankwesen betroffen sind. Der Verein Deutscher Ingenieure VDI http://www.vdi.de schätzt, dass es Ende 2006 um die 22.000 offene Stellen für Ingenieure gab, was 30 Prozent über den Zahlen des Vorjahres liegt. Ein beschäftigter Ingenieur schafft durchschnittlich 2,3 Arbeitsplätze in anderen Bereichen, das bedeutet einen wirtschaftlichen Verlust von rund 3,7 Mrd. Euro allein in Deutschland.

Unternehmen gehen nun auch verstärkt auf Schulen und Universitäten zu, um das Interesse junger Menschen für eine Ausbildung im technischen Bereich zu wecken. Zum Teil wird auch versucht, ausländische Arbeitskräfte anzuwerben. Doch diese werden oft mit bürokratischen Hürden konfrontiert und besitzen nicht immer die nötigen Sprachkenntnisse um ihren Beruf in Europa problemlos ausüben zu können. Andere Unternehmen wandern in Länder ab, in denen kein Arbeitskräftemangel herrscht. So zum Beispiel die deutsche SMS Group, die international im Anlagen- und Maschinenbau tätig ist. Derzeit wird überlegt, Unternehmensteile nach China, Indien, USA oder Brasilien auszulagern - Grund dafür ist in erster Linie Personalmangel.
http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=070312004
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Beitragvon Moranguinho » Mo 12. Mär 2007, 16:47

Jaja, letztes Jahr hatte EADS auch einen Mangel an Arbeitskräften ausgemacht und die Arbeitslosen als unbeweglich beschimpft...einige Monate später stehen plötzlich 10.000 Stellen zur Disposition.
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Beitragvon tinto » Mo 12. Mär 2007, 18:39

Denen kann man es aber auch nie recht machen.

Am besten die Wirtschaft brummt und es gibt gaaanz viele Arbeitslose. Und trotzdem gaaanz viel Nachfrage. Und gaaanz wenig Umweltschutz. Und am besten gar keine Sozialabgaben, und zusätzlich noch Bauen ohne Genehmigung. Und als einziges Gesetz die allgemeinen Geschäftsbedingungen, am besten Toilettenpapier lang.

Dann ist die Welt für die in Ordnung.
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Beitragvon Hartl » Mo 12. Mär 2007, 19:04

und das Geld zum arbeiten mitbringen haste vergessen.

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Beitragvon Takeo » Di 13. Mär 2007, 00:04

Wie würdet Ihr's denn besser machen?
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Beitragvon Hartl » Di 13. Mär 2007, 01:03

@ Takeo

Komme aus dem schönen Allgäu (auch wenn du ein Problem mit dem hast :lol: )und musste feststellen das es besser ist das Arbeiten in Deutschland aufzuhöhren und nach Brasilien auszuwandern.
Weil
1.Ich konnte mir das Arbeiten nicht mehr leisten. ( ist kein Spass)
2.Durch Mobbing aus der Firma raus geekelt wurde.
3. Bei jedem Bewerbungsgespräch in Deutschland vom allerfeinsten durch die Blume blöd angeredet worden bin.
4.Arbeitsverträge unter die Nase bekommen wo man gleich einen Anwalt braucht um heile aus der Sache zu kommen usw.

Und jetzt meckern die das es keine Facharbeiter mehr gibt weil viele ins Ausland gegangen sind oder bei dieser Firma nicht mehr Arbeiten wollen. :lol:

Und jetzt frage ich dich.Was kann man da in der Zukunft anders machen?


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