Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

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Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon chries » Di 4. Jan 2011, 22:21

Hallo ihr lieben!
also mein Freund kommt aus brasilien. er ist schon seit dem 17.12.2009 in deutschland. er hat in brasilien bereits ein ausbildung bzw. studium zum informatiker gemacht. im moment besucht er die deutschintensivkurse der vhs..so haben wir das visum insgesamt bis anfang februar 2011 verlängern können. nun muss er wieder zurück nach brasilien, möchte aber ca. nach einem halben jahr wieder zurück nach deutschland kommen und hier studieren oder eine ausbildung machen....auf jeden fall irgendwie arbeiten.
lange rede kurzer sinn: welche möglichkeiten hat er, hier in deutschland beruflich fuß zu fassen??

für ideen, vorschläge oder einfach nur hilfreiche tipps wäre ich euch sehr dankbar! :D
...hoffe schon bald von euch zu hören :wink:
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon piterpea » Di 4. Jan 2011, 22:35

Informatikerausbildung aus BR ist fast gar nichts wert in Deutschland - guck dir mal an, wo eine BR-Uni auf irgend einem Uni-Ranking steht (nämlich gar nicht) - es ist schon in D ein heißes Pflaster, ohne Top-skills haben es heimische Kräfte schon nicht einfach hier... und dann möchte ein Brasilianer in D Fuß fassen... naja, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, aber ich halte es für ziemlich mutig.

Andersherum ist es um Längen einfacher - vorausgesetzt man kann Portugiesisch, denn westliche Ausbildung ist für Brasilien TOP (was Du dort aber verdienst ist natürlich eine andere Sache!)

trotzdem viel Glück.
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon Sulista » Mi 5. Jan 2011, 00:59

piterpea hat geschrieben:Informatikerausbildung aus BR ist fast gar nichts wert in Deutschland - guck dir mal an, wo eine BR-Uni auf irgend einem Uni-Ranking steht (nämlich gar nicht) - es ist schon in D ein heißes Pflaster, ohne Top-skills haben es heimische Kräfte schon nicht einfach hier... und dann möchte ein Brasilianer in D Fuß fassen... naja, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, aber ich halte es für ziemlich mutig.


1. Internationale Uni-Rankings sind mehr als fragwürdig. Da gab es mal ein Ranking in dem die erste Deutsche Uni auf den 50er Plätzen auftauchte. Wenn du dir mal die Indikatoren eines solchen Rankings ankuckst wirst du sehen, dass dies kaum Aussagekraft hat.
2. Ich kenne keinen Informatiker in Deutschland der Probleme hat einen Job zu finden. Im Gegenteil, ich kenne viele Firmen die seit teilweise mehr als einem Jahr Stellen ausgeschrieben haben und keinen finden.

piterpea hat geschrieben:Andersherum ist es um Längen einfacher - vorausgesetzt man kann Portugiesisch, denn westliche Ausbildung ist für Brasilien TOP (was Du dort aber verdienst ist natürlich eine andere Sache!)


Wenn du es mit einer schlechten bras. Uni vergleichst dann stimme ich dir zu, aber viele Bundesuniversitäten und katholische Privatunis sind ebenbürtig. Wenn den Brasilianern auch oft der Hang zur Praxis fehlt.

Ich würde mir erstmal überhaupt Gedanken machen wie dein Kumpel an ein Studium oder eine Ausbildung kommt.
Das minimale Jahreseinkommen für eine Aufenthaltsgenehmigung im Rahmen des Fachkräfteprogramms wird demnächst auf 40.000 pro Jahr gesenkt. Nach Abschluss eines Studiums in ein paar Jahren sollte dies für deinen Kumpel im Rahmen des möglichen sein.
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon Gunni » Mi 5. Jan 2011, 03:24

ich kenne viele Firmen die seit teilweise mehr als einem Jahr Stellen ausgeschrieben haben und keinen finden


Klar...kenn ich auch - die Stellen sind sogar noch länger ausgeschrieben als 1 Jahr und ich kann dir glatt einige per PN schicken, aber definitiv nicht empfehlen !!!! - - Was dabei nämlich nicht steht bei diesen Ausschreibungen, die so lange offen sind, sind so interne "Anforderungsprofile", wie sie bspw. auch mein (Ex)Chef für seine Abteilung hat; der schickt Bewerbungen von Leuten, die älter sind als 40 oder eine Familie + Kinder haben ungesehen zurück (die sind ja nicht "voll einsetzbar" für das Unternehmen, "bedingt reisetauglich" oder passen nicht ins "Altersprofil" !!) - falls ein "krummes" Datum im Lebenslauf steht, "taugt" der Bewerber natürlich auch nicht (man geht ja nicht zum 22. Mai etc )- und "idealerweise" kommt der Akademiker frisch von der Uni oder konnte bei max. 2 Arbeitgebern Erfahrung sammeln, die auch noch produktverwandt sein müssen (damit man sich die Schulungen sparen kann !) - klar, daß für München nur Leute aus Hamburg taugen und umgekehrt !! -Und Business Englisch muß spätestens im Vorstellungsgespräch fließend gesprochen werden, sonst fällt man da spätestens raus (für Techniker keine Selbstverständlichkeit !) - - ...und erst wenn das oben genannte ALLES passt, schaut er sich mal die Arbeitszeugnisse des Bewerbers genauer an !!! - - tja.....der "jammert" auch, daß er einfach keine belastbaren und "qualifizierten" Ingenieure mehr findet und ein "Fachkräftemangel" in Deutschland herrscht !! An was es wohl liegt ??? :P :P


Aber in gewisser Weise muß ich @piterpea schon recht geben - auch im technischen Bereich wird das bras. Diplom nicht gleichwertig zu einem europäischen Diplom betrachtet - egal ob es einem nun gefällt oder nicht !!
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon DerBer » Mi 5. Jan 2011, 10:08

mein ehemaliger arbeitgeber hat einen russischen informatiker eingestellt der kein wort deutsch gesprochen hat.
er meinte nur "deutsch kann ich nicht gut aber ich spreche C++ und Deplhi fließend"
wie sein lohn war usw kann ich nicht sagen aber es war mit sicherheit ein guter einstieg für ihn.

das soll jetzt nicht zu viel hoffnungen machen. letztendlich kommt es auf den arbeitgeber an. es war halt glück für
meinen ehemaligen kollegen das er genau das vorher gemacht hat was wir in dem moment gebraucht haben.
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon BRASILIANT » Mi 5. Jan 2011, 12:58

chries hat geschrieben:... nach einem halben jahr wieder zurück nach deutschland kommen und hier studieren oder eine ausbildung machen....auf jeden fall irgendwie arbeiten....


Was denn nun ? Das "einfachste" wird sicher ein Studium sein, wenn er denn die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Notfalls vorher noch 2 Jahre Studienkolleg in Deutschland machen um die nötigen Kenntnisse zu erwerben. Problem beim Studium ist, das eine Arbeitsaufnahme nur bedingt gestattet ist, sprich um die Lebenshaltungskosten zu decken wird es nicht reichen. Also müssen Du oder Deine Eltern sich verpflichten für evtl. Kosten aufzukommen.

Denn "irgendwie" oder "irgendwas" arbeiten wird nicht klappen, also kann er so nicht auf eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung hoffen.

:cool:
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon Sulista » Mi 5. Jan 2011, 14:50

Gunni hat geschrieben:Klar...kenn ich auch - die Stellen sind sogar noch länger ausgeschrieben als 1 Jahr und ich kann dir glatt einige per PN schicken, aber definitiv nicht empfehlen !!!! - - Was dabei nämlich nicht steht bei diesen Ausschreibungen, die so lange offen sind, sind so interne "Anforderungsprofile", wie sie bspw. auch mein (Ex)Chef für seine Abteilung hat; der schickt Bewerbungen von Leuten, die älter sind als 40 oder eine Familie + Kinder haben ungesehen zurück (die sind ja nicht "voll einsetzbar" für das Unternehmen, "bedingt reisetauglich" oder passen nicht ins "Altersprofil" !!) - falls ein "krummes" Datum im Lebenslauf steht, "taugt" der Bewerber natürlich auch nicht (man geht ja nicht zum 22. Mai etc )- und "idealerweise" kommt der Akademiker frisch von der Uni oder konnte bei max. 2 Arbeitgebern Erfahrung sammeln, die auch noch produktverwandt sein müssen (damit man sich die Schulungen sparen kann !) - klar, daß für München nur Leute aus Hamburg taugen und umgekehrt !! -Und Business Englisch muß spätestens im Vorstellungsgespräch fließend gesprochen werden, sonst fällt man da spätestens raus (für Techniker keine Selbstverständlichkeit !) - - ...und erst wenn das oben genannte ALLES passt, schaut er sich mal die Arbeitszeugnisse des Bewerbers genauer an !!! - - tja.....der "jammert" auch, daß er einfach keine belastbaren und "qualifizierten" Ingenieure mehr findet und ein "Fachkräftemangel" in Deutschland herrscht !! An was es wohl liegt ??? :P :P


Solche Stellenausschreibungen und Chefs gibt es sicherlich auch. Ich kenne im Gegensatz dazu auch viele Firmen bei denen die Chefs Leute mit Familie bevorzugen, da diese meist gefestigter im Leben stehen und eher eine langfristige Anstellung suchen, anstatt die Firma nach 2 Jahren wieder zu verlassen um sich gehaltlich zu verbessern. Ist eben auch oft Glückssache.

Und wenn man ein bisschen Erfahrung im Bereich Jobsuche hat, dann wird man auch feststellen, dass viele Stellenanzeigen eher Wunschvorstellungen sind - nach dem Motto "Wünschen kann man sich viel". Wenn die Stelle wirklich gebraucht wird, dann wird die Firma auch in einem bestimmten Zeitrahmen den besten Kandidaten einstellen, auch wenn er vielleicht nicht ganz den Anforderungen entspricht.

Es passiert aber eben auch oft, dass es wirklich keine passenden Bewerber gibt. Dafür ist die Anzahl an offenen Stellen im Informatikbereich einfach zu groß und gerade kleine Firmen haben es schwer.

Bei einer meiner ex-Firmen wurde mal ein PHP-Programmierer gesucht. Alles offiziell ausgeschrieben und Gehalt im normalen Rahmen für Berufseinsteiger (waren 2008 ca. 2800 Brutto mit 13,5 Gehältern - etwas unterm Schnitt zugegebenermaßen). Profil Studienabsolvent oder Ausbildung plus 2 Jahre Praxiserfahrung . Es haben sich ein paar Leute ohne Ausbildung gemeldet und Chinesen die wirklich kaum deutsch konnten. Bei einigen wenigen hätte es gepasst, aber da scheiterte es dann an den Gehaltsvorstellungen. Verständlich, denn man fand mit dem Ausbildungsstand zu der Zeit auch leicht etwas im Bereich €3000 brutto + Gratifikationen und besseren Aufstiegschancen.

Gunni hat geschrieben:Aber in gewisser Weise muß ich @piterpea schon recht geben - auch im technischen Bereich wird das bras. Diplom nicht gleichwertig zu einem europäischen Diplom betrachtet - egal ob es einem nun gefällt oder nicht !!


Das stimmt schon. Aber Ansehen und Realität sind zwei Paar Schuhe. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die guten Unis in Brasilien von Lerninhalt mit denen in Deutschland ebenbürtig sind. Was oft fehlt ist der Praxisbezug.

Wie schon geschrieben sollte sich dein Kumpel darum kümmern die Studienvoraussetzungen zu erfüllen. Dazu sollte er eine Familie haben die ihn in der Zeit finanziell unterstützen kann bzw. die nötigen Mittel nachweisen kann.

Jobben ist begrenzt möglich (90 Tage). Siehe: http://www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=09207
Wenn dein Kumpel schon Praxiserfahrung hat, dann sollte sich ein Job finden lassen in dem er in den 90 Tagen ca. €8000 im Jahr bis zur Steuerfreigrenze + Pauschalbetrag verdienen kann. Dazu brächte er einen Stundenlohn von ca. €11. Dies ist im Rahmen des möglichen und sollte seine Eltern entsprechend entlasten. In kleineren Städten oder mit Zimmer im Studentenwohnheim lässt sich unter Umständen sogar damit auskommen. Er sollte aber trotzdem mit einer Übergangsfrist von einem Jahr ohne Einkommen rechnen.

Trotzdem wird er Unterhalt nachweisen müssen. Nagel mich bitte nicht fest, aber ich weiß von einem russischen Freund, dass er 2004 €15.000 und KV nachweisen musste. Aber bei Visumsfragen gibt es sicherlich Leute die dir besser helfen können als ich (DAAD, Ausländerbehörde, etc).
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon Gunni » Mi 5. Jan 2011, 18:41

@sulista

Ansehen und Realität sind zwei Paar Schuhe


Sowas ändert sich auch nicht von heute auf morgen - denn das muß sich in den Köpfen der Leute ändern und nicht im Uni-Ranking - - "verallgemeinern" ist eben die schnellste Art, mit der die meisten Menschen eine Problematik für sich selbst lösen, speziell wenn's um Dinge geht, die sie nicht verstehen (wollen). - - Ist ja auch umgekehrt so - ein deutscher Abschluß hat prinzipiell in Brasilien hohes Ansehen und der europäische Bewerber quasi den "Heiligenschein" ! - ...und das nutzen dann wieder einige Leute aus Europa gnadenlos aus, obwohl man die locker durch einen Brasilianer ersetzen könnte ! Du glaubst garnicht, was da alles an Bewerbungen von "Brasilien-Abenteurern" auf den Tisch flattert, die eher ne Firma suchen, die das Abenteuer bezahlt und bürgt denn wirklich ernsthaft vor haben "besser" zu sein als die Einheimischen......

Dummerweise hat der Freund von chries ein Problem und kann nicht warten, bis sich etwas in den Köpfen der Menschen ändert - meine Empfehlung wäre, Heiratspapiere organisieren, parallel die Kurse auf der VHS bis Stufe B durchziehen, den Sprachnachweis erbringen und umgehend standesamtlich zu heiraten - damit bekommt er sofort 1 bis 3 Jahre (Ermessen der Ausländerbehörde+Standesamt) eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung mit allen Rechten+Pflichten und kann sich dann entsprechend beruflich etablieren und/oder Aufbau-Lehrgänge belegen - unter den derzeitigen Voraussetzungen und Arbeitsgesetzen wär mir als pot. Arbeitgeber aber das Risiko mit diesem "Herrn" zu hoch !!!!
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon Sulista » Mi 5. Jan 2011, 19:22

Gunni hat geschrieben:Sowas ändert sich auch nicht von heute auf morgen - denn das muß sich in den Köpfen der Leute ändern und nicht im Uni-Ranking - - "verallgemeinern" ist eben die schnellste Art, mit der die meisten Menschen eine Problematik für sich selbst lösen, speziell wenn's um Dinge geht, die sie nicht verstehen (wollen). - - Ist ja auch umgekehrt so - ein deutscher Abschluß hat prinzipiell in Brasilien hohes Ansehen und der europäische Bewerber quasi den "Heiligenschein" ! - ...und das nutzen dann wieder einige Leute aus Europa gnadenlos aus, obwohl man die locker durch einen Brasilianer ersetzen könnte ! Du glaubst garnicht, was da alles an Bewerbungen von "Brasilien-Abenteurern" auf den Tisch flattert, die eher ne Firma suchen, die das Abenteuer bezahlt und bürgt denn wirklich ernsthaft vor haben "besser" zu sein als die Einheimischen......
[/quote="Gunni"]

Also ich kenne keine Firma die viel von internationalen Uni-Rankings hält. Meistens wird eher das nationale Ranking des Herkunftslandes herangezogen und dann mit einem "Bauchfaktor" multipliziert.

Sicherlich hat man mit einem bras. Abschluss erstmal einen schlechteren Ruf, aber in diesem Fall wird sowieso das Studium an einer deutschen Hochschule angestrebt. Daher sollte sich das Thema erledigt haben.

Gunni hat geschrieben:Dummerweise hat der Freund von chries ein Problem und kann nicht warten, bis sich etwas in den Köpfen der Menschen ändert - meine Empfehlung wäre, Heiratspapiere organisieren, parallel die Kurse auf der VHS bis Stufe B durchziehen, den Sprachnachweis erbringen und umgehend standesamtlich zu heiraten - damit bekommt er sofort 1 bis 3 Jahre (Ermessen der Ausländerbehörde+Standesamt) eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung mit allen Rechten+Pflichten und kann sich dann entsprechend beruflich etablieren und/oder Aufbau-Lehrgänge belegen - unter den derzeitigen Voraussetzungen und Arbeitsgesetzen wär mir als pot. Arbeitgeber aber das Risiko mit diesem "Herrn" zu hoch !!!!


An den Hamburger Hochschulen wimmelt es im technischen Bereichen von Studenten aus dem osteuropäischen nicht-EU Ausland. Die wenigsten von denen sind mit Deutschen verheiratet, über spezielle Stipendienprogramme dort oder Spätaussiedler. Eine Hochzeit ist nicht notwendig.

An Chries stelle würde ich mir erstmal die Vorraussetzungen für ein Studentenvisum genau ansehen und dann entscheiden.

http://www.daad.de/deutschland/deutschl ... 66.de.html

Das größte Problem sollten die finanziellen Mittel sein, falls die Familie des Freundes nicht gerade zu den oberen Schichten gehört.
Man muss einen gewissen Betrag nachweisen. Danach ist es möglich sich sein Studium selbst zu finanzieren. Vorausgesetzt man hat sich einen Studiengang ausgesucht in dem es früh möglich ist zu jobben und man studiert in einer großen Stadt mit entsprechenden Jobangeboten.
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Re: Arbeitsmöglichkeiten für Brasilianer in Deutschland

Beitragvon chries » Fr 7. Jan 2011, 19:07

also erst einmal danke für die antworten...ein bisschen hat mir das schon weiter geholfen.
das mit dem finanziellen nachweis haben wir schon eingereicht...und da ich geld verdiene ist es von der seite aus erst mal kein problem. ich werds nochmal nachgucken, aber da ich gerade dabei bin frag ich euch einfach:
falls von der finanziellen seite alles geregelt ist und er sprachlich den Testdaf-Nachweis hat kann er sich theoretisch an jeder uni bewerben? und würde dann ein studentenvisum bekommen für die dauer des studiums mit dem er dann auch jobben darf? weil das ist im moment iwie unser größtes problem. er braucht einfach unbedingt einen job, darf wegen dem sprachvisum aber offiziell nicht arbeiten. das ist echt frustrierend.

wenn ihr noch andere ideen habt, was man als brasilianer schönes machen kann um in deutschland fuß zu fassen: immer her mit den ideen!!! :D
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