Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

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Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

Beitragvon midu » So 24. Jun 2012, 14:55

Hallo zusammen!

Ich werde gegen Ende diesen Jahres für 3 Jahre über meinem Arbeitgeber nach Brasilien umziehen. Das Arbeitsvisum wird durch meinen Arbeitgeber beantragt.

Da ich seit einem Jahr mit einer Brasilinerin verheiratet bin, könnte ich auch die visto permanencia privat beantragen. Das würde aber für mich Aufwand u. Kosten bedeuten.

Was kostet die permanencia, wenn man sie in Deutschland beantragt?

Wäre es nicht besser, erst Arbeitsvisum über Arbeitgeber und später die permanencia in Brasilien zu beantragen?

Welches Visum ist für mich besser? Arbeitsvisum oder visto permanencia. Was sind die Vor- und Nachteile?


Vielen Dank schon mal für euere Hilfe.

Grande abraco, Midu
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Re: Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

Beitragvon amazonasklaus » So 24. Jun 2012, 15:05

Den Aufwand für die Beantragung des Visums hast Du so oder so, da der Arbeitgeber nur eine Arbeitsgenehmigung beantragt und kein Visum. Das musst Du schon selber machen. Ich würde mit dem Arbeitgeber sprechen und ihm vorschlagen, die Kosten für das Familienangehörigenvisum zu übernehmen. Das kommt ihm allemal günstiger als die Beantragung der Arbeitsgenehmigung.

Die Kosten für die verschiedenen Visa findest Du auf den Webseiten des brasilianischen Generalkonsulats.
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Re: Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

Beitragvon Fudêncio » So 24. Jun 2012, 15:11

amazonasklaus hat geschrieben:Den Aufwand für die Beantragung des Visums hast Du so oder so, da der Arbeitgeber nur eine Arbeitsgenehmigung beantragt und kein Visum.


Aber der Aufwand für die Arbeitsgenehmigung ist auch nicht unerheblich, Despachantes verlangen so ca. R$ 5.000,- dafür. Die wenigsten Firmen und Arbeitgeber wollen sich nämlich den Stress selber antun.

:cool:
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Re: Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

Beitragvon Fudêncio » So 24. Jun 2012, 15:32

midu hat geschrieben:
Was kostet die permanencia, wenn man sie in Deutschland beantragt?


EUR 170,-*


Das Arbeitsvisum (VITEM V) kostet EUR 85,-*

* = Betrag gültig für deutsche Staatsangehörige, kann abweichen bei anderer Staatsangehörigkeit.

In BRA über die Polícia Federal R$ 290,81 (ca. EUR 111,76), die sich zum einen aus dem Antrag (Pedido = R$ 102,-) und dann später aus der Anmeldung (Registro = R$ 64,58) und der Gebühr für den Ausländerausweis (CIE = R$ 124,23) zusammensetzen.

REGISTRO und CIE sind sowieso fällig, auch beim Arbeitsvisum !

midu hat geschrieben:
Wäre es nicht besser, erst Arbeitsvisum über Arbeitgeber und später die permanencia in Brasilien zu beantragen?


Das wäre eine Möglichkeit, nur weiss ich nicht ob Dein AG davon begesitert ist, wenn er zuerst R$ 5000,- oder 6.000,- für das Arbeitsvisum und genehmigung ausgibt und Du dann später in BRA die PERMANÊNCIA beantragst.

Also wenn, dann würde ich damit warten bis die Arbeitsgenehmigung erneuert werdeen muss. so ca. nach 1 Jahr, da soweit ich weiss zur Zeit nur 1 jährige Arbeitsvisa/genehmigungen erteilt werden.

midu hat geschrieben:Welches Visum ist für mich besser? Arbeitsvisum oder visto permanencia. Was sind die Vor- und Nachteile?


Für Dich persönlich spielt es eigentlich keine Rolle welches Visum, PERMANÊNCIA oder Arbeitsvisum, besonders dann, wenn ohnehin nicht geplant ist länger als die angedachten 3 Jahre in BRA zu bleiben.

Für Deinen AG wäre eine PERMANÊNCIA besser, da einfacher für Ihn weniger Kosten und Aufwand. Ausserdem mit der PERMA hättest Du eine CTPS, sprich Arbeitsrechtlich wärst Du ein Brasilianer, sprich Du würdest nicht in die Quote der ausl. Arbeitnehmer eingerechnet, die ja eine bestimmte Anzahl der Beschäftigten nicht überschreiten darf. Ist zwar in 99,8% aller Firmen in BRA sicher unerheblich, kann aber im Einzelfall von Vorteil sein.

Wie schon gesagt, vermutlich wird das Arbeitsvisum ohnehin nicht von Anfang an auf 3 Jahre ausgestellt, allerhöchstens auf 2 Jahre, aber das geschieht zur Zeit recht selten. Muss schon sehr gut begründet und belegt werden vom AG bei der Beantragung der Arbeitsgenehmigung. Die Regl im moment ist nur 1 Jahr. Aber in der Zeit siehst Du ja, ob Du überhaupt klar kommst und länger bleiben willst. Dann kann es von Vorteil sein die PERMANÊNCIA zu beantragen, besonders wenn abzusehen ist das das Arbeitsvisum nicht verlängert wird, Du aber gerne länger bleiben würdest. Erleichtert auch sehr die Arbeitssuche und Du kannst Dir den AG aussuchen wie Du willst, ohne vorher beim Arbeitsministerium um Erlaubnis zu fragen.

:cool:
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Re: Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

Beitragvon midu » So 24. Jun 2012, 15:55

Oi,

ich denke schon, dass ich weniger Aufwand u. Kosten habe, wenn meine Fa. (Großunternehmen) die Arbeitsgenehmigung bzw. das Visum beantragt. Die Kosten sind für die Fa. peanuts. Ich frage noch mal nach, ob sie die Kosten für die permanencia übernehmen, denke aber dass nicht möglich ist, da nicht revisionssicher.

Die zuständige Personalabteilung für Auslandsaufenthalte hat mich schon darüber informiert, dass die Entscheidung bei mir liegt. Wenn ich mich für die visto permanente entscheide, muss ich mich selbst drum kümmern.

Ich schätze die Kosten belaufen sich für mich dann bei ca. 400-600€ (Visa-Gebühr kostet allein 170€, abgesehen von den Übersetzungen u. Legalisationen). Da meine Ehefrau wegen Studium z.Z. in Brasilien ist, macht das die Sache auch nicht einfacher.

http://frankfurt.itamaraty.gov.br/de/dauervisa_zwecks_familienzusammenf%C3%BChrung_-_viper.xml


Vielen Dank euch für die hilfreichen Informationen!

Abr, Midu
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Re: Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

Beitragvon amazonasklaus » So 24. Jun 2012, 16:44

Da ich selber schon mal ein VITEM V beantragt habe, weiss ich noch einigermaßen, was zu tun ist. Du musst die ganzen Unterlagen zusammentragen bzw. selber anfertigen (Lebenslauf, einschlägige Berufserfahrung), beglaubigen, überbeglaubigen, zum Teil übersetzen und legalisieren lassen. All dies kann Dir der Arbeitgeber nicht abnehmen. Wenn doch, sag mir Bescheid, wo Du arbeitest.

Für Dich ist der Unterschied zum Familienangehörigenvisum nur der, dass Du bei einem VITEM V mit der Beantragung des Visums warten musst, bis der Arbeitgeber alle erforderlichen Unterlagen in Brasília eingereicht hat und irgendwann nach mehreren Monaten das Arbeitsministerium das Außenministerium und dieses wiederum das Konsulat informiert hat, dass Deine Arbeitsgenehmigung erteilt wurde.

Das Thema Compliance zieht nicht, weil es nachweisbare Kosten sind, die dem Mitarbeiter für die Beantragung seines Visums entstanden sind. Bei uns gabs sogar einen Pauschalbetrag dafür, der die Kosten für Beglaubigungen, Legalisierungen usw. abdeckte.

Viel Erfolg!
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Re: Arbeitsvisum oder visto permanencia - welches Visum?

Beitragvon midu » Mo 25. Jun 2012, 22:11

Boa noite!

Habe heute mit der PA wegen der Arbeits-Visa gesprochen. Sie haben einen Auftrag an eine externe Firma gegeben, die alles in die Wege leitet.
Diese Firma kümmert sich um die Arbeits- u. Aufenthaltsgenehmigung, sprich um Legalisationen, Übersetzungen etc. Ich muss lediglich die Papiere im Original zur Verfügung stellen sowie einen Lebenslauf in Englisch verfassen. Um alles andere kümmert sich dann die externe Firma. Es kommen auf mich keinerlei Kosten zu u. der Aufwand hält sich auch in Grenzen. Prompt habe ich innerhalb weniger Stunden von dieser Firma eine Mail mit der Anleitung für den Lebenslauf sowie ein Informationsblatt erhalten. Alles ganz easy!!!

Bei der visto permanente hätte ich mich um alles selbst kümmern müssen, da es sich um eine Privatangelegenheit handelt, d.h. Übersetzungen, Legalisationen, Visa im Konsulat abholen etc. Das ist halt bei einem Großunternehmen so. Die visto permanente werde ich wohl dann erst nach Ablauf der Arbeitsvisa (nach 2 Jahren) beantragen.


Schöne Grüße,

Midu
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