Argentiniens Präsident Nestor Kirchner bittet Brasilien, seine Haltung zur Aufnahme Venezuelas in den Südamerikanischen Gemeinsamen Markt (MERCOSUR) zu ändern.
Das teilten argentinische Medien mit.
"Während des Telefongesprächs mit Brasiliens Präsident Luis Lula da Silva am Donnerstag ersuchte ich ihn, Annäherungspunkte zu finden und zu versuchen, die entstandenen Meinungsverschiedenheiten bei der Aufnahme Venezuelas in MERCOSUR als vollberechtigtes Mitglied zu regeln", erklärte der argentinische Präsident.
"Wir müssen alle mit dem Aufbau eines starken Südamerikanischen Gemeinsamen Marktes vorangehen. Und dies ist ohne unsere Einheit unmöglich", sagte er.
Am vorigen Dienstag stellte der venezolanische Präsident Hugo Chavez Brasilien ein Ultimatum, weil es sich weigert, Venezuela in den Südamerikanischen Gemeinsamen Markt als vollberechtigtes Mitglied aufzunehmen. Wenn das brasilianische Parlament in den kommenden drei Monaten ein entsprechendes Protokoll nicht unterzeichnet, so reiche Venezuela seinen Austrittsantrag aus dieser Organisation ein, erklärte Chavez.
Brasilien lehnte daraufhin das Ultimatum des venezolanischen Präsidenten ab.
Derart scharfe Erklärungen von Chavez folgten, nachdem die brasilianischen Behörden von Caracas offiziell eine Entschuldigung für die Äußerungen des venezolanischen Präsidenten gefordert hatten. Venezuelas Präsident hatte zuvor brasilianische Parlamentarier als "Papageie im Dienste der USA" bezeichnet.
Der Südamerikanische Gemeinsame Markt ist die größte Vereinigung in Südamerika. MERCOSUR vereinigt 250 Millionen Menschen und mehr als 75 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts des lateinamerikanischen Kontinents. Der Organisation gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela (ab Juli 2006) sowie Chile, Bolivien, Kolumbien, Ekuador und Peru als assoziierte Mitglieder an
http://de.rian.ru/world/20070706/68460533.html