Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

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Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Paraibano » Do 24. Feb 2011, 00:53

Wir haben einen Stammtisch hier. So dort war nun das Thema das bei der Sendung Reporter von O Globo gebracht wurde . Der Kampf oder Einsatz von Greenpeace gegen Gen Manipulationen von Lebensmitteln generell der Einsatz von Chemie und deren Kennzeichnung für den Endverbraucher .Jetzt findet man bei solchen Themen immer Leute die Pro sind und andere die halt Kontra sind . Ist ja irgendwie auch normal . Nur das Komische war die Zahl der Gegner , oder derer die dagegen waren ( Kontra ) wurde im Laufe der Unterhaltung immer größer . Hatte den Eindruck den Kontraleuten ging bei dem Thema schnell die Luft aus . Was soll man auch gegen Gesundheitsschäden die evt. aus Geldgier hervorgerufen werden für Argumente bringen ? Noch kannn sich die Welt ohne Reiskörner die ein halbes Kilo wiegen ernähren . Das gleiche gilt für Korn ,Hafer , Gerste , Hirse und auch Kartoffel und Möhren nicht ausgenommen . Leute laßt die Finger von der Chemie . Jauche und Kuhmist tuen es immer noch .
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon dimaew » Do 24. Feb 2011, 00:59

Da bin ich jetzt mal sehr gespannt, denn das ist ja nun ein Thema, bei dem sich Takeo ohne Wenn und Aber gut auskennt. Die Frage ist nur, ob er sich als Takeo oder als Mitarbeiter eines Multinationalen Konzerns, der auf diesem Gebiet tätig ist, äußert.
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Paraibano » Do 24. Feb 2011, 01:56

dimaew hat geschrieben:Da bin ich jetzt mal sehr gespannt, denn das ist ja nun ein Thema, bei dem sich Takeo ohne Wenn und Aber gut auskennt. Die Frage ist nur, ob er sich als Takeo oder als Mitarbeiter eines Multinationalen Konzerns, der auf diesem Gebiet tätig ist, äußert.


Hallo

Das er sich melden wird da gehe ich von aus . Und das er sein3n Standpunkt verteidigen und vertretten wird davon gehe ich ebenfalls aus . Nur ob er damit im Recht ist und der Standpunkt den Greenpeace vertritt falsch . Dort atbeiten auch keine kleine dumme Buben . Sollte man vieleicht dran denken .
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Takeo » Do 24. Feb 2011, 02:25

Gegner moderner Landwirtschaft (und besonders Pflanzenschutz oder Biotechnologie) glauben tatsächlich, dass man jeden einzelnen Erdenbürger (einschl. seiner Haus- und Nutztiere) jährlich auf nur noch durchschnittlich ungefähr 2300 m²/Kopf mit qualitativer Nahrung nachhaltig versorgen kann, ausserdem glauben sie dass man diese Nahrungsmittel nur gerecht verteilen bräuchte, bzw. dass Hunger und Nahrungsmittelknappheit, wenn vorhanden, sich einzig auf ein reines Verteilungsproblem von Nahrungsmitteln reduziere. Wo unseren Grosseltern aber - selbst unter Berücksichtigung einer damals noch geringeren globalen landwirtschaftlichen Gesamtfläche - noch mehr als 8000 m² por Kopf und unseren Urgrosseltern sogar noch mehr als 1 ha. landwirtschaftlicher pro Kopffläche zur Verfügung standen, waren Hungersnöte in der Welt normal, damals sogar noch in Europa, und dass, obwohl sogar relativ viel mehr Menschen von morgens bis abends auf dem Feld hart arbeiten mussten. Da die Erdbevölkerung aber nicht aufhören will zu wachsen, und Nahrung (und heutzutage auch energetische Rohstoffe für eine saubere Umwelt) auf immer weniger Fläche pro Erdbewohner angebaut werden muss, und die Nahrungsmittelverteilung (also deren Logistik und unter besonderer Berücksichtigung der Logistik von Frischwaren) sehr teuer ist, gibt es immer noch Menschen die hungern müssen.

Komischerweise glaubt der moderne Gegner moderner Landwirtschaft aber, dass ausgerechnet Pflanzenschutz oder Biotech und Unternehmen wie Monsanto u.a. an genau dieser Misere Schuld seien, und sie meinen, dass das eher luxuriöse Model einer biologischen Landwirtschaft, welches sich heute im reichen aufgabengeteiltenb Mitteleuropa etablieren kann, trotz steigender Weltbevölkerung, häufiger Klimakatastrophen und globaler Frischwasserknappheit sowie unter der so wichtigen Premisse der Einhaltung von Umweltnachhaltigkeit ohne weiteres auf allen Erdteilen und in allen Klimaregionen und auf die ganze Weltbevökerung ausweitbar sei.

Um es kuz zu machen fordern sie unter der wichtigen Premisse des immer grösseren Umweltbewusstseins aufgeklärter Gesellschaften und bei kaum weiterer ausdehnbaren globaler landwirtschaftlicher Produktionsflächen von 1,4 milliarden ha und bei einer stetig steigenden Weltbevölkerung genug schmakhafte Nahrung in Qualität und effizientem Zugang in Ort und Preis für Alle, sowie genügend nachwachsende Rohstoffe für eine sauberere Umwelt, bei einer durchschnittlichen globalen pro Kopf Produktionsfläche von nur noch ca. 2333 m², und das ohne den Verzicht auf modernere urbanisierte und aufgabengeteilte Geselschaftsformen, ganz ohne den Einsatz modernen Pflanzenschutzes oder Biotechnolgie, sondern innerhalb einer wieder oder noch biologischen Landwirtschaft.

Jeden Tag ernährt sich die halbe Erdbevölkrung von Reis.
Im Jahre 2030 wird unsere Welt 8 - 9 Milliarden Menschen ernähren müssen. Gleichzeitig fordern wir nachwachsende Rohstoffe für eine sauberere Umwelt und wollen/können keine weiteren Naturlandschaften für die Landwirtschaft opfern.

Soll das mal einer erklären wie das ohne modernen Pflanzenschutz und Biotechnologie alles gehen soll.

Warum muss man sich eigentlich ständig solche Angriffe gefallen lassen? Stattdessen sind Greenpeace, biologische Landwirtschaft und Gegner von Biotech überhaupt erst durch moderne Landwirtschaft und ihrer Methoden möglich geworden! Das Geschäft von Greenpeace ist heutzutage die Angst des verunsicherten Verbrauchers, und es ist ein gutes Geschäft! Der Verbraucher darf allerdings ruhig verunsichert sein, das ist der Tribut den er als Luxuskonsument in einer überbevölkerten Welt zu zahlen hat.
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Takeo » Do 24. Feb 2011, 03:56

Paraibano hat geschrieben:Was soll man auch gegen Gesundheitsschäden die evt. aus Geldgier hervorgerufen werden für Argumente bringen ?


Tja, und was soll man auch gegen solche Argumente wie dieses, die wirklich jeder Grundlage entbehren auch noch für Gegenargumente bringen?
Es ist genau DIESES Niveau, warum ICH mich aus DIESER Diskussion heraushalte!

Ich halte es wie mein Professor für Pflanzenzüchtung an der TU München: ab einem gewissen Niveau gibt es nichts mehr zu sagen - just smile!

Q.E.D.
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Paraibano » Do 24. Feb 2011, 04:09

Takeo hat geschrieben:Warum muss man sich eigentlich ständig solche Angriffe gefallen lassen? Stattdessen sind Greenpeace, biologische Landwirtschaft und Gegner von Biotech überhaupt erst durch moderne Landwirtschaft und ihrer Methoden möglich geworden! Das Geschäft von Greenpeace ist heutzutage die Angst des verunsicherten Verbrauchers, und es ist ein gutes Geschäft! Der Verbraucher darf allerdings ruhig verunsichert sein, das ist der Tribut den er als Luxuskonsument in einer überbevölkerten Welt zu zahlen hat.


Hallo

Hier entsteht bei mir die Frage . Wer muß sich was gefallen lassen . Wenn Greenpeace oder ähnliche Organisationen auf GEN Manipulilierte Lebensmittel die zur Ertragssteigerung mit Spritzmitteln ( Umweltgiften ) behandelt wurden präsentiert .Und eine Kennzeichnung dieser Lebensmittel für gut heist ja sogar fordert Der Verbraucher doch . Oder etwa nicht . Der Hersteller dieser Mittelchen und und des GEN veränderten Saatgutes wohl kaum . Der hat doch sein Geschäft gemacht . Und kann sich auf den Standpunkt ( Schulterklopf , Schulterklopf ) zurück ziehen . Habe ja schließlich mit dazu beigetragen das die Weltbevölkerrung nicht verhungert .
P.S. Ich hätte da ein einfacheres Mittel bumst weniger ( oder richtig ) das macht weniger Kinder
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Itacare » Do 24. Feb 2011, 09:45

Genveränderungen zwecks Anpassung an wandelnde Bedingungen sind so alt wie die ersten Lebewesen auf diesem Planeten. Darwin nannte es Evolution.
Wie klein waren die ersten Maiskolben bevor sie über Jahrtausende auf die heutige Größe gezüchtet wurden? Was tun z. B. Rosenzüchter seit Jahrhunderten? Von wem lässt der Rinderzüchter seine Kühe beglücken, etwa von dem Bullen, bei dem man die Rippen am besten erkennt? Selektion durch Weiterzüchtung bestimmter Eigenschaften sowie Schaffung der idealen Voraussetzungen hierfür sind nicht neu.
Seit man die Technologie dafür hat, die Veränderung gewünschter Eigenschaften wissenschaftlich zu beschleunigen, nennt man es plötzlich Manipulation.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Takeo » Do 24. Feb 2011, 11:15

Paraibano hat geschrieben:Wenn Greenpeace oder ähnliche Organisationen auf GEN Manipulilierte Lebensmittel die zur Ertragssteigerung mit Spritzmitteln ( Umweltgiften ) behandelt wurden...


Da kann man mal wieder erkennen wie Technologien vom "Verbraucher" missverstanden werden: nicht Biotechnologie UND Chemie, sondern Biotechnologie ODER Chemie (manche Durchblicker nennen es dann auch Mittelchen, ich lach' mich kaputt!)! Egal, mit vollem Bauch kann man leicht gegen sein, der moderne Luxusverbraucher ist gegen alles, manche sogar gegen sich selber. Das mit dem bumst weniger ist übrigens eine tolle Idee, unsere Vorfahren hatten wegen schwerer und langer Feldarbeit kaum Zeit/Kraft dafür, die Chinesen haben es bereits verordnet, fehlen noch die umweltbewussten Deutschen und gut wäre es auch, wenn die Nordestinos das raffen würden!
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Takeo » Do 24. Feb 2011, 11:49

Paraibano hat geschrieben:...Der hat doch sein Geschäft gemacht . Und kann sich auf den Standpunkt ( Schulterklopf , Schulterklopf ) zurück ziehen . Habe ja schließlich mit dazu beigetragen das die Weltbevölkerrung nicht verhungert .


... und er hat noch nicht mal ein schlechtes Geschäft gemacht, denn die Technologien des neuen Jahrtausends sind elektronische Informationsverarbeitung und Biotechnologie; egal ob Hebinho, Cheesytom, Berti1, paraibano, die Greenpeacefritzen mit ihren Wollpullovern und ihrem guten Geschäft mit der Angst und viele andere Luxusressourcen verbrauchende Intensiv-User das jetzt gerade anders sehen oder nicht. Wem's nicht passt kann ja zu den Indianern oder nach Afrika gehen, das 'einfache' Leben ausprobieren, da hilft auch keine romantisch verklärte Wollpullovermasche, die die gute alte Zeit widerspiegeln soll!
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Re: Auch im Süden wird für Recht gekämpft . Oder etwa doch nicht

Beitragvon Paraibano » Do 24. Feb 2011, 17:24

Takeo hat geschrieben:
Paraibano hat geschrieben:Wenn Greenpeace oder ähnliche Organisationen auf GEN Manipulilierte Lebensmittel die zur Ertragssteigerung mit Spritzmitteln ( Umweltgiften ) behandelt wurden...


Da kann man mal wieder erkennen wie Technologien vom "Verbraucher" missverstanden werden: nicht Biotechnologie UND Chemie, sondern Biotechnologie ODER Chemie (manche Durchblicker nennen es dann auch Mittelchen, ich lach' mich kaputt!)! Egal, mit vollem Bauch kann man leicht gegen sein, der moderne Luxusverbraucher ist gegen alles, manche sogar gegen sich selber. Das mit dem bumst weniger ist übrigens eine tolle Idee, unsere Vorfahren hatten wegen schwerer und langer Feldarbeit kaum Zeit/Kraft dafür, die Chinesen haben es bereits verordnet, fehlen noch die umweltbewussten Deutschen und gut wäre es auch, wenn die Nordestinos das raffen würden!


Hallo

Das dir Greenpeace und andere ähnliche Organisationen nicht in den Kram passen ist klar . Dort gibt es nämlich auch geistige koriphäen die giftig grün dampfende Spritzbrühe analysieren können . Die vieleicht sogar bei dem gleichen Prof. an der TU die Vorlesungen besucht haben wie du . Nur das sie sich selbständiges Denken bewahrt haben und konnten .Sich nicht wie du dem Druck der Denkungsweise deines Arbeitgebers seiner Geschäftspolitik beugen müssen . Du mußt doch die Meinung die Geschäftspolitik deiner Firma vertreten . Diese Jungs und Mädeles halt nicht . Läufst du aus der Spur kannste dein Konto bei der Banco do Brasi kündigen . Ist wohl ein Grund für das warum deines lStandpunktes den du vertrittst
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