Der Versorgung durch Priester ist in einigen lateinamerikanischen Ländern ungenügend.
Rio de Janeiro CWNews.com) Brasilien zählt zu jenen Ländern, wo die Katholiken nur ungenügend mit Priestern versorgt sind. Im Jahr 2006 gab es 18.685 katholische Priester in Brasilien, die für rund 140 Millionen Gläubige da waren.
Das gab das Zentrum für religiöse Statistik und Sozialstudien in Rio de Janeiro bekannt. Auf rund 7.500 Gläubige kommt damit nur ein Priester. Ganz anders in Italien: Dort versorgt ein Priester durchschnittlich rund 1.000 Katholiken.
Um dieses Verhältnis zu erreichen, bräuchte Brasilien 140.000 Priester. Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern herrscht ein Priestermangel. In Argentinien kommt ein Priester auf 6.800 Gläubige, in Kolumbien ist das Verhältnis 1 zu 5.600.
In Brasilien ist seit den 90er Jahren die Anzahl der protestantischen Sekten stark gestiegen; gleichzeitig sank der Anteil der Katholiken von 83 auf mittlerweile 74 Prozent.
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