Ausbezahlen der Rente ???

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Ist doch ganz einfach

Beitragvon Lemi » Di 13. Sep 2005, 13:34

Barriga verde hat geschrieben:Die brasilianische Staatsangehörigkeit bekommst du ja schon nur weil du mit eine Brasilianerin verheiratet bist.


Dass ist mir neu. Ich dachte bisher immer, dass man nur das Dauervisum aufgrund der Heirat mit einer Brasilianerin bekommen würde. :idea:
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Doch

Beitragvon Barriga verde » Di 13. Sep 2005, 15:37

Oi Lemi,

für die Einreise bzw. Aufenthalt in der ersten Monate/Jahre wird das Visum benötigt. Man kann aber trotzdem die brasilianische "Naturalização" beantragen, in folgenden Fälle:

- 4 Jahre in Brasilien wohnen, bei Arbeit, etc.
- Heirat mit einem brasilianischen Partner, da braucht man nicht die 4 Jahre erfüllen, sondern nur 1 Jahr schon in Brasilien wohnen.

Die komplette Infos siehe unter: http://www.mj.gov.br/Estrangeiros/nat_tipos.htm

Tchau
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Beitragvon Lemi » Di 13. Sep 2005, 15:58

Oi Barriga verde,

an deiner Stelle würde ich das Dokument noch mal richtig durchlesen !

Ich habe es in aller Eile überflogen und festgestellt, dass die von dir genannten Konditionen für Ausländer aus portugiesischsprachigen Ländern gelten (Zitat: os que, na forma da lei, adquiram a nacionalidade brasileira, exigidas aos originários de países de língua portuguesa apenas a residência por um ano ininterrupto e idoneidade moral).

Man unterscheidet zwischen Naturalização comum und extraordinária. Die "comum" ist für die portugiesischsprachigen Länder, "extraordinária" für den Rest. Demnach müssen die nichtportugiesischsprachigen Ausländer 15 Jahre warten.

Lasse mich aber gerne korrigieren.
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Doch

Beitragvon Barriga verde » Di 13. Sep 2005, 16:20

Oi Lemi,

ich habe das Dokument nochmal durchgelesen, und es ist in mir auch das Fragezeichen gekommen :?:

Also nach mehrmals googeln, und die Gesetze aus dem kleinen Text genauer durchlesen, bin ich auf folgenden Text gekommen:
https://www.planalto.gov.br/ccivil_03/LEIS/L6815.htm

Siehe Art. 112 und die nächsten.

Also ist es so:
- für Bürger aus portugiesischen Länder, 1 Jahr "Wartefrist"
- für alle anderen 4 Jahre. Im Art. 113 kann dann noch diese "Wartefrist" vermindert werden, bei Heirat, Kind, etc.

Jetzt sind wir uns einig, oder? :roll:

Grüße
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Beitragvon thomas » Di 13. Sep 2005, 16:40

Barriga hat recht.

Die brasilianische Staatsbürgerschaft bekommt man grundsätzlich schon nach einem Jahr CIE. Sagt zumindest die AHK und grundsätzlich würde ich den Paragrafen auch so interpretieren.

Man kann allerdings aufgrund der umständlichen Formulierung auch etwas anderes herauslesen. Allerdings machen die ganzen kleinteiligen Sachen keinen Sinn, wenn vorher pauschal ein Jahr festgesetzt wird, wozu braucht man auch sonst die Sprachprüfungen etc.pp.

Die Bürokratie kann allerdings nach Hörensagen mal schnell zwei Jahre mehr dauern.

Nicht vergessen vorher die Beibehaltegenehmigung für die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen.

Link: http://www.ahk.org.br/pdf_public/So%252 ... mpleto.pdf
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Re: Ist doch ganz einfach

Beitragvon Lobo-Branco » Di 13. Sep 2005, 17:42

Barriga verde hat geschrieben:Hallo Lobo,

ich beschäftige mich z.Z. mit diesem Thema auch, weil ich im März 2006 die Voraussetzungen erfülle, dass ich die Beiträge erstattet bekomme.

Allerdings ist eine der Bedingungen, dass man nicht mehr als 5 Jahre eingezahlt hat. Das habe ich auf Seite de BFA http://www.bfa.de gelesen, allerdings kann ich es jetzt in der Eile nicht mehr finden. Mit mehr als 5 Jahre besteht das Recht auf Rente und dazu muss man ja wenigstens 5 Jahre eingezahlt haben.

Die brasilianische Staatsangehörigkeit bekommst du ja schon nur weil du mit eine Brasilianerin verheiratet bist.

Also wird es warscheinlich nicht klappen, die Beiträge erstattet zu bekommen.

Ich war 4 Jahre in Deutschland und in März 2006 sind die 24 Monate Wartefrist vorbei. Dann hoffe dass ich an dieser Erstattung komme.

Es gibt sogar einen Steuerbüro in Deutschland, der dabei hilft. Siehe http://www.social-security.de/erstattung.htm

Viele Grüße aus dem veregneten Süden Brasilien
Barriga verde


Hay Barriga verde
Ich habe vor kurzem bei der LVA in Karlsruhe angerufen und der hat mir gesagt wenn ich 24 Monate in Brasilien lebe und die Brasilianische Nationalität habe dann bekomme ich das was ich bis heute eingezahlt habe ausbezahlt.Ich habe ihm auch meine Versicherrungsnummer gegeben und er hat gesehen das ich bis heute 20 Jahre eingezahlt habe.
Das ist ja auch mein Geld und nicht das vom Staat.Danach habe ich ja auch keine Rechte mehr auf Rente in Deutschland.
Das ist das was ich weis ,aber hier im Forum giebt es viele verschiedene Meinungen.
Wünsche dir das Beste :D
Abraco
Lobo  :-)br
Arbeiten muß man überall ,warum dann nicht in einem so schönem Land wie Brasilien.
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Beitragvon Lemi » Di 13. Sep 2005, 19:00

Oi gente,

das letzte von BV gepostete Dokument ist tatsächlich eindeutiger. Da gibts dann auch die Klausel mit den portugiesischsprachigen Ländern plötzlich nicht mehr. :roll:

Interessant finde ich den Fakt, dass man als Neu-Brasilianer "boa saúde" vorweisen muss.

Auch nicht zu verachten ist, dass man bereits die Permanencia haben muss, um Naturalização beantragen zu können. In meinem Fall vergingen zwischen Antragstellung und Erteilung des visto permanente knapp 2 Jahre. Basis war übrigens ein filho brasileiro .......... die eigentlich schnellste Option das Visum zu bekommen.

Es ist also einfach Brasilianer zu werden !
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Beitragvon and.m » Mi 14. Sep 2005, 03:41

ist mir doch eigentlich egal was jeder mit seiner staatsangehörigkeit macht....fakt ist, das das bundesverwaltungsamt den antrag auf wieder einbürgerung für ehemalige deutsche sataatsangehörige ablehnen oder annehmen kann. dafür sind bindungen nach deutschland wichtig oder fördernd oder wie auch immer ....muss ja auch nicht jeder wissen
nicht war lemi......wichtig ist ja das man sich unterhalten hat und seine meinung hat .......:wink:
im augenblick habe ich mit meiner staatsangehörikeit keine nach und/oder vorteile.
eine frage ist, ob ich in 20 jahren wirklich auch einen rente vom staat deutschland ausgezahlt bekomme.....kann ja sein, das es in 10 jahren für nicht in deutschland lebende eine neue gesetzesreglung gibt....wer weiss wer weiss......keiner wird wohl die zukunft vorher sehen können....oder doch lemi ......:wink:
denn mal gute nacht
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Beitragvon Lemi » Mi 14. Sep 2005, 10:56

and.m hat geschrieben:ist mir doch eigentlich egal was jeder mit seiner staatsangehörigkeit macht....fakt ist, das das bundesverwaltungsamt den antrag auf wieder einbürgerung für ehemalige deutsche sataatsangehörige ablehnen oder annehmen kann. dafür sind bindungen nach deutschland wichtig oder fördernd oder wie auch immer ....muss ja auch nicht jeder wissen


Aha, das klingt ja schon etwas anders. Lieber Andy, ich (und auch viele andere hier) sind bestrebt, Falschaussagen möglichst nicht im Raum stehen zu lassen, da sich viele Leute hier im Forum informieren. Deine Aussage könnte, falls kein Wiederspruch aufgetreten wäre, als Fakt hingenommen werden, was er doch nun wirklich nicht ist. Das weisst du genauso gut wie ich. Deshalb würde ich dich bitten, Kritik in dieser Hinsicht zu akzeptieren, was du ja prinzipiell hiermit schon getan hast. :wink:

and.m hat geschrieben:nicht war lemi......wichtig ist ja das man sich unterhalten hat und seine meinung hat .......:wink:


Genau dieser Meinung bin ich auch. Aber Fakten (vor allem juristische) dürfen wir nicht verdrehen.


and.m hat geschrieben: Die frage ist, ob ich in 20 jahren wirklich auch einen rente vom staat deutschland ausgezahlt bekomme.....kann ja sein, das es in 10 jahren für nicht in deutschland lebende eine neue gesetzesreglung gibt....wer weiss wer weiss......keiner wird wohl die zukunft vorher sehen können....oder doch lemi ......:wink:
denn mal gute nacht


Naja, die Rentenregelung inDeutschland hat bestimmt keinen Einfluss auf die von mir gewählte Staatsbürgerschaft. Ich lebe ja auch heute und nicht auf 25 Jahre vorausblickend ............ soviel habe ich von den Brasilianern schon gelernt. :D
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Re: Ist doch ganz einfach

Beitragvon tinto » Mi 14. Sep 2005, 23:08

Lobo-Branco hat geschrieben: Hay Barriga verde
Ich habe vor kurzem bei der LVA in Karlsruhe angerufen und der hat mir gesagt wenn ich 24 Monate in Brasilien lebe und die Brasilianische Nationalität habe dann bekomme ich das was ich bis heute eingezahlt habe ausbezahlt.Ich habe ihm auch meine Versicherrungsnummer gegeben und er hat gesehen das ich bis heute 20 Jahre eingezahlt habe.
Das ist ja auch mein Geld und nicht das vom Staat.


Warst Du selbständig? Wenn nicht, d.h., wenn du z.B. Arbeiter warst gehen dir aber auch die Arbeitgeberbeiträge für diese 20 Jahre verloren, also die Hälfte dessen, was für dich in die Rente eingezahlt wurde. nun gut, das bleibt dann beim Staat oder besser: es steht den anderen Versicherten für deren Leistungen zur Verfügung.
_________________________________
Schöne Grüße,
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