Ausgangssperre: ab 22.00uhr geht nichts mehr

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Ausgangssperre: ab 22.00uhr geht nichts mehr

Beitragvon mikelo » Mo 24. Sep 2007, 19:39

da ich ja das wochenende leider ohne pc verbringen musste---modem qualmte ploetzlich und verabschiedete sich sang und klanglos------------
verbrachte ich mit der familie den gestrigen sonntag mal komplett am strand.
mir fiel auf, dass gegen 21.3o uhr ploetzlich verstaerkte polizeipraesenz zugegen war.
als ich mich mit einem befreundeten polizisten darueber unterhielt, was denn der grund des ganzen sei, teilte dieser mir folgendes mit:
die stadtverwaltung plant, dass in zukunft eine absolute ausgangssperre bzw. ausgehverbot fuer jugendliche unter 16 jahren geprueft werden soll.
man wolle damit einen weiteren riegel gegen die prostitution vorschieben.
dass es der verwaltung damit ernst ist, hat man daran gesehen, dass auch seit mehreren monaten ein absolutes musikverbot in den baracas herrscht. dieses wird auch rigoros ueberwacht. aufgrund dessen ist seit 3 monaten wirklich absolut tote hose an der beira mar. und die armen maennlichen touris muessen sich vermehrt an die praia de iracema zurueckziehen, um ihren hobbies zu froehnen.
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wirklich ?

Beitragvon gringo » Mo 24. Sep 2007, 20:14

wow, ich muss glaub nach FOR zügeln.

Bei uns ist und bleibt es laut mit Musik oder Baustelle wo sie um 7.00 Uhr anfangen zu hämmern und das am Sonntag !

Ich würde mir wünschen wir hätten Polizei bei uns, doch leider wird sich dieser Wunsch nicht so schnell erfüllen, das beste ist im Januar wenn die Governadora bei uns am Strand ist, dann ist relativ gut kontrolliert, die fliegen dann sogar mit einem Heli über den Strand und du kannst dich sehr sehr sicher fühlen.
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Beitragvon Diter_Rio » Mo 24. Sep 2007, 20:40

ich hab ja die sogenannte bekaempfung der prostitution in kuba von beginn an miterlebt (so ab 1996).

gluecklicherweise war ich zu der zeit mit einer kubanerin verheiratet, die somit schlechterdings nicht verhaftet werden konnte.

aber im uebrigen begann die "bekaempfung" damit, dass nacht fuer nacht in der altstadt von havanna planen-LKW's mit sitzbaenken vorfuhren und alle kubanischen buergerinnen, die jung waren und das delikt beginnen, sich auf kubanischen oeffentlichen strassen zu bewegen, wahllos verhaftet und mit diesen LKW's abtransportiert wurden.

das ging nicht nur ueber monate, das ging ueber jahre, auch dann gingen die verhaftungen zwar weiter, aber man brauchte keine LKW's mehr, es genuegten normale polizei PKW's.

mikelo, glaubst du denn, dass sich in brasilien eine solche entwicklung anbahnen koennte?

wie man neulich die kubanischen boxer festgesetzt und an fidels schergen ausgeliefert hat, das hat mich schon sehr bedenklich gestimmt.

gibt es, deiner meinung nach, womoeglich irgendwelche uebereinstimmungen in der geisteshaltung der regierenden gegenueber dem "volk"?
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Beitragvon Africa » Mo 24. Sep 2007, 20:47

So eine Nachtsperre gibts neuerdings, etwa seit 6 Monaten auch in Santo Domingo (DomRep). Scheint wohl der letzte Ausweg zu sein.
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Beitragvon mikelo » Mo 24. Sep 2007, 20:50

Diter_Rio hat geschrieben:
mikelo, glaubst du denn, dass sich in brasilien eine solche entwicklung anbahnen koennte?



diter, als man darueber sprach, das musikverbot durchzusetzen, habe ich auch meine zweifel gehabt. vorallem, weil schon viel geredet wurde-und nachher aber nichts passierte.
als dann aber das ganze rigoros durchgesetzt wurde---lautsprecherboxen abgerissen wurden--mit schliessung der baraca gedroht wurde, habe ich meine meinung geandert. hier tut sich echt was.
am deutlichsten istz das daran zu erkennen, das 8o prozent weniger prostituierte an der beira mar laufstegmaessig am abend unterweg sind.
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Beitragvon PoisonYvi » Mo 24. Sep 2007, 20:51

mikelo hat geschrieben:am deutlichsten istz das daran zu erkennen, das 8o prozent weniger prostituierte an der beira mar laufstegmaessig am abend unterweg sind.


Dafür sammeln die sich wie Trauben am Praia d Iracema. :)
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Beitragvon mikelo » Mo 24. Sep 2007, 20:56

PoisonYvi hat geschrieben:
mikelo hat geschrieben:am deutlichsten istz das daran zu erkennen, das 8o prozent weniger prostituierte an der beira mar laufstegmaessig am abend unterweg sind.


Dafür sammeln die sich wie Trauben am Praia d Iracema. :)


das ist auch ok so. iegendwo muessen sie ja hin---um ihre sozialhilfe zu empfangen.
und an der beira mar kann man auch mal am abend mit den kids unterwegs sein, ohne staendig auf speicheltriefende deppen zu treffen.
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Beitragvon Diter_Rio » Mo 24. Sep 2007, 21:02

mikelo hat geschrieben:
....als dann aber das ganze rigoros durchgesetzt wurde---lautsprecherboxen abgerissen wurden--mit schliessung der baraca gedroht wurde, habe ich meine meinung geandert. hier tut sich echt was.



ja, das musikverbot, noch ein symptom.

in havanna gabs in der altstadt natuerlich nachts musik - und zwar solange, wie was los war, also unter umstaenden bis 3 oder 4 uhr in der madrugada.

geh jetzt mal durch die altstadt dort: ab allerspaetestens 11 uhr nachts herrscht grabesstille (stand: mai 2005, seither gehe ich da nicht mehr hin, jedenfalls nicht, solang der alte noch lebt).
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