Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon BrasilJaneiro » So 15. Feb 2009, 19:02

Legion1911 hat geschrieben:
tinto hat geschrieben: Südafrika ist nun wirklich kein reiches Land. Am Ende sind rund 1000 Wohnungen zersört umd 50 Menschen bestialisch ermordet worden. Aus purem Ausländerhass haben sie gemetzelt, sie geschlagen, verbrannt und aus Hochhäusern aus den Fenstern geworfen. Sowas ist in Europa noch undenkbar, oder?


Doch. Südafrika ist das reichste Land der Region.
Du hast ein fantastisches Beispiel gepostet.
Aufgebrachte Südafrikaner (besonders Schwarze) randalierten weil aus dem hungernden Zimbabwe und anderen Nachbarländern zu viele Einwanderer kamen die den Südafrikanern die Arbeit wegnahmen.


Nicht Suedafrika ist reich, sondern die wenigen hundert Personen, die die Quellen zu den Diamanten haben. Davon hat das Volk ebenso wenig,wie die Brasilianer von ihren Bodenschaetzen.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4596
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 687 mal in 543 Posts

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon BrasilJaneiro » So 15. Feb 2009, 19:06

Legion1911 hat geschrieben:Brasilien zählt gemäss internationalen Vergleichsstudien zu den ausländerfeindlichen Staaten – 72 Prozent, seien gegen den Zustrom von Ausländern, laut NZZ.
http://www.nzz.ch/_1.1994667.html

In der Schweiz, vor wenigen Tagen, haben 40,4% GEGEN die Freizügigkeit gestimmt.
Die Rassistische Rechte hat bei den letzten Österreichischen Wahlen 28.2% bekommen.

Alles Nazis? Es ist nicht so einfach.
Ich habe selbst massiv unter Rassismus gelitten in meinem Leben und habe gleichzeitig Ausländerfeindlichkeit in mir erkannt. Deshalb habe ich mich intensiv mit der Problematik befasst.

Ausländerfeindlichkeit ist der Ausdruck ungebildeter und unmenschlicher Menschen, doch es ist auch das Symptom für eine Störung im Gleichgewicht eines Landes. Es ist verbunden mit Egoismus, Ängsten und Vorurteilen die auf Ignoranz beruhen. Doch eine gewisse Form von Schutz legitimer nationaler Interessen, die ich hier einfachheitshalber „Egoismus“ nenne, ist gerechtfertigt und normal.

Ein Lügner oder ein Narr wer sagt dass er nie Egoistisch ist. Egoismus ist Teil des Selbsterhaltungstriebes.
Wer nichts hat und berechtigterweise Hilfe erwartet, wird wohl kaum egoistisch sein. Er hat ja nichts zu verlieren.
Sein Egoismus besteht möglicherweise darin, dass er Hilfe erwartet.

Arme Länder sind viel weniger Ausländerfeindlich, weil sie sich ökonomische Vorteile von den Fremden erwarten.
Reiche Länder sind Ausländerfeindlich, weil sie sich ökonomische Nachteile von einigen Fremden erwarten.
Arme, ungebildete Fremde bringen manchmal ökonomische Nachteile, weil sie besonders in schlechten ökonomischen Zeiten die ersten sind, die Arbeitslos werden und vom Sozialsystem reicher Länder Unterhalt erhalten.
Andererseits profitieren Reiche Länder in guten Zeiten von der billigen Arbeitskraft dieser Fremden und in vielen Berufen (Krankenpflege, Landwirschaft) sind diese Fremden unersetzbar und notwendig.

Reiche Länder werden auch ausländerfeindlicher, weil sie mit viel mehr Fremden konfrontiert werden als arme Länder.
Die Menschen bewegen sich meist von armen Ländern zu reichen Ländern, ist doch logisch.
Viel weniger Menschen bewegen sich von reichen in arme Länder, da sie meistens dadurch Nachteile zu erwarten haben.

Ein unkontrollierter Fluss von Armen in reiche Länder führt zu extremen Störungen im kulturellen, sozialen und ökonomischen Gleichgewicht der Länder. Doch auch reiche Länder sind verantwortlich dafür, dieses Problem zu verhindern, durch eine Politik der Entwicklungshilfe, welche die massiven ökonomischen Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern verringert.

Wir sollten Verständnis für berechtigten Egoismus haben und Verständnis für die Bedürfnisse unserer Mitmenschen haben. Auf das Gleichgewicht zwischen beiden kommt es an.
Ein reiches Land, dass einer Invasion armer ausgesetzt wird, wird selber arm.
Wir sollten alle versuchen ein Gleichgewicht zwischen globaler Solidarität und berechtigten Egoismus zu pflegen.
Wir sind alle Menschen und wem es heute gut geht, der könnte morgen auf die Solidarität der anderen angewiesen sein. Alle Menschen der Erde sollten sich dafür einsetzen, dass die Reichtümer unserer Menschheit ausgewogener verteilt werden.
Das ist sogar aus legitimem Egoismus sinnvoll.
Ein Armer kann vom Reichen nichts kaufen, solange er nichts hat. Ein Armer der seine Grundbedürfnisse befriedigen kann, wird zu Hause bleiben und seine Kultur in seinem Land entfalten statt in anderen Ländern das soziale, kulturelle und ökonomische Gleichgewicht zu stören oder möglicherweise kriminell zu werden.
Wir profitieren alle von einer sozialeren Welt.

Das Verständnis des Gedanken der globalen Solidarität und der Menschlichkeit gegenüber allen Menschen bedarf ethischer Werte und Bildung.
Ich sehe das Hauptproblem darin, dass viele Menschen in armen und reichen Ländern ethisch nicht gebildet genug sind, um Verständnis für beides zu haben (Egoismus und Solidarität). Religionen und die Politik sollten für diese Bildung sorgen. Leider ist es viel einfacher, besonders für die Politik, durch Egoismus Zustimmung zu ernten, statt auf die Vorzüge eines Gleichgewichtes zwischen Egoismus und Solidarität hinzuweisen.

Der Fall der Brasilianerin in Zürich zeigt extremen Egoismus einiger ignoranten Schweizer, die sogar zu krimineller Gewalt greifen um Fremde zu verletzen, und gleichzeitig extremen Egoismus der Brasilianerin, die um eigene Interessen zu verfolgen, mit Lügen ein ganzes Land international schadet. Beides ist Abscheulich und zu Verurteilen.


Mir ist das !&@*$#! wie sich was nennt. Bei mir gibt es nur Gesetzestreue oder Verbrecher. Und Verbrecher,auch wenn sie nur eine Dose Bier klauen, gehoeren auf der Stelle erschossen. Gefaengnisse koennten somit abgeschafft werden. Dann loest sich das Problem der Kriminalitaet sofort.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4596
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 687 mal in 543 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon Trem Mineiro » So 15. Feb 2009, 19:30

Oi Tinto
Schlappe Reaktion auf meine Provokation :dankemove:
Wir sind derzeit dem Schnee entflohen und wohl bis Ende Maerz wieder in Belo. H ist mit. Viele Gruesse.

@BrasilJaneiro
Aber das bezieht sich hoffendlich nur auf Brasilien, ober haettest du das in Deutschland auch so gerichtet. Auch schon fuer eine halbe Dose Bier.

Gruss
Manfred
Benutzeravatar
Trem Mineiro
 
Beiträge: 3413
Registriert: Do 16. Dez 2004, 14:20
Wohnort: Allgäu
Bedankt: 343 mal
Danke erhalten: 1035 mal in 661 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon Timao » So 15. Feb 2009, 21:25

BrasilJaneiro hat geschrieben:
Legion1911 hat geschrieben:Brasilien zählt gemäss internationalen Vergleichsstudien zu den ausländerfeindlichen Staaten – 72 Prozent, seien gegen den Zustrom von Ausländern, laut NZZ.
http://www.nzz.ch/_1.1994667.html

In der Schweiz, vor wenigen Tagen, haben 40,4% GEGEN die Freizügigkeit gestimmt.
Die Rassistische Rechte hat bei den letzten Österreichischen Wahlen 28.2% bekommen.

Alles Nazis? Es ist nicht so einfach.
Ich habe selbst massiv unter Rassismus gelitten in meinem Leben und habe gleichzeitig Ausländerfeindlichkeit in mir erkannt. Deshalb habe ich mich intensiv mit der Problematik befasst.

Ausländerfeindlichkeit ist der Ausdruck ungebildeter und unmenschlicher Menschen, doch es ist auch das Symptom für eine Störung im Gleichgewicht eines Landes. Es ist verbunden mit Egoismus, Ängsten und Vorurteilen die auf Ignoranz beruhen. Doch eine gewisse Form von Schutz legitimer nationaler Interessen, die ich hier einfachheitshalber „Egoismus“ nenne, ist gerechtfertigt und normal.

Ein Lügner oder ein Narr wer sagt dass er nie Egoistisch ist. Egoismus ist Teil des Selbsterhaltungstriebes.
Wer nichts hat und berechtigterweise Hilfe erwartet, wird wohl kaum egoistisch sein. Er hat ja nichts zu verlieren.
Sein Egoismus besteht möglicherweise darin, dass er Hilfe erwartet.

Arme Länder sind viel weniger Ausländerfeindlich, weil sie sich ökonomische Vorteile von den Fremden erwarten.
Reiche Länder sind Ausländerfeindlich, weil sie sich ökonomische Nachteile von einigen Fremden erwarten.
Arme, ungebildete Fremde bringen manchmal ökonomische Nachteile, weil sie besonders in schlechten ökonomischen Zeiten die ersten sind, die Arbeitslos werden und vom Sozialsystem reicher Länder Unterhalt erhalten.
Andererseits profitieren Reiche Länder in guten Zeiten von der billigen Arbeitskraft dieser Fremden und in vielen Berufen (Krankenpflege, Landwirschaft) sind diese Fremden unersetzbar und notwendig.

Reiche Länder werden auch ausländerfeindlicher, weil sie mit viel mehr Fremden konfrontiert werden als arme Länder.
Die Menschen bewegen sich meist von armen Ländern zu reichen Ländern, ist doch logisch.
Viel weniger Menschen bewegen sich von reichen in arme Länder, da sie meistens dadurch Nachteile zu erwarten haben.

Ein unkontrollierter Fluss von Armen in reiche Länder führt zu extremen Störungen im kulturellen, sozialen und ökonomischen Gleichgewicht der Länder. Doch auch reiche Länder sind verantwortlich dafür, dieses Problem zu verhindern, durch eine Politik der Entwicklungshilfe, welche die massiven ökonomischen Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern verringert.

Wir sollten Verständnis für berechtigten Egoismus haben und Verständnis für die Bedürfnisse unserer Mitmenschen haben. Auf das Gleichgewicht zwischen beiden kommt es an.
Ein reiches Land, dass einer Invasion armer ausgesetzt wird, wird selber arm.
Wir sollten alle versuchen ein Gleichgewicht zwischen globaler Solidarität und berechtigten Egoismus zu pflegen.
Wir sind alle Menschen und wem es heute gut geht, der könnte morgen auf die Solidarität der anderen angewiesen sein. Alle Menschen der Erde sollten sich dafür einsetzen, dass die Reichtümer unserer Menschheit ausgewogener verteilt werden.
Das ist sogar aus legitimem Egoismus sinnvoll.
Ein Armer kann vom Reichen nichts kaufen, solange er nichts hat. Ein Armer der seine Grundbedürfnisse befriedigen kann, wird zu Hause bleiben und seine Kultur in seinem Land entfalten statt in anderen Ländern das soziale, kulturelle und ökonomische Gleichgewicht zu stören oder möglicherweise kriminell zu werden.
Wir profitieren alle von einer sozialeren Welt.

Das Verständnis des Gedanken der globalen Solidarität und der Menschlichkeit gegenüber allen Menschen bedarf ethischer Werte und Bildung.
Ich sehe das Hauptproblem darin, dass viele Menschen in armen und reichen Ländern ethisch nicht gebildet genug sind, um Verständnis für beides zu haben (Egoismus und Solidarität). Religionen und die Politik sollten für diese Bildung sorgen. Leider ist es viel einfacher, besonders für die Politik, durch Egoismus Zustimmung zu ernten, statt auf die Vorzüge eines Gleichgewichtes zwischen Egoismus und Solidarität hinzuweisen.

Der Fall der Brasilianerin in Zürich zeigt extremen Egoismus einiger ignoranten Schweizer, die sogar zu krimineller Gewalt greifen um Fremde zu verletzen, und gleichzeitig extremen Egoismus der Brasilianerin, die um eigene Interessen zu verfolgen, mit Lügen ein ganzes Land international schadet. Beides ist Abscheulich und zu Verurteilen.


Mir ist das !&@*$#! wie sich was nennt. Bei mir gibt es nur Gesetzestreue oder Verbrecher. Und Verbrecher,auch wenn sie nur eine Dose Bier klauen, gehoeren auf der Stelle erschossen. Gefaengnisse koennten somit abgeschafft werden. Dann loest sich das Problem der Kriminalitaet sofort.


und wenn ich mit 15 einen Kaugummi geklaut haette, wuerde ich dann auch erschossen werden
Benutzeravatar
Timao
 
Beiträge: 781
Registriert: Di 28. Aug 2007, 16:17
Wohnort: Ceara - Brasilien
Bedankt: 3 mal
Danke erhalten: 44 mal in 37 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon Trem Mineiro » So 15. Feb 2009, 22:56

Timao hat geschrieben:[
und wenn ich mit 15 einen Kaugummi geklaut haette, wuerde ich dann auch erschossen werden


Natürlich, auch noch nachträglich, Kaugummi-Klauen verjährt erst nach 25 Jahren. :D

Gruss
Manfred
Benutzeravatar
Trem Mineiro
 
Beiträge: 3413
Registriert: Do 16. Dez 2004, 14:20
Wohnort: Allgäu
Bedankt: 343 mal
Danke erhalten: 1035 mal in 661 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon BrasilJaneiro » So 15. Feb 2009, 23:06

Trem Mineiro hat geschrieben:Oi Tinto
Schlappe Reaktion auf meine Provokation :dankemove:
Wir sind derzeit dem Schnee entflohen und wohl bis Ende Maerz wieder in Belo. H ist mit. Viele Gruesse.

@BrasilJaneiro
Aber das bezieht sich hoffendlich nur auf Brasilien, ober haettest du das in Deutschland auch so gerichtet. Auch schon fuer eine halbe Dose Bier.

Gruss
Manfred


In der ganzen Welt! Wo kommen wir denn hin,wenn jeder das kostbare Dosenbier klauen wuerde.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4596
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 687 mal in 543 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon BrasilJaneiro » So 15. Feb 2009, 23:08

Timao hat geschrieben:
BrasilJaneiro hat geschrieben:
Legion1911 hat geschrieben:Brasilien zählt gemäss internationalen Vergleichsstudien zu den ausländerfeindlichen Staaten – 72 Prozent, seien gegen den Zustrom von Ausländern, laut NZZ.
http://www.nzz.ch/_1.1994667.html

In der Schweiz, vor wenigen Tagen, haben 40,4% GEGEN die Freizügigkeit gestimmt.
Die Rassistische Rechte hat bei den letzten Österreichischen Wahlen 28.2% bekommen.

Alles Nazis? Es ist nicht so einfach.
Ich habe selbst massiv unter Rassismus gelitten in meinem Leben und habe gleichzeitig Ausländerfeindlichkeit in mir erkannt. Deshalb habe ich mich intensiv mit der Problematik befasst.

Ausländerfeindlichkeit ist der Ausdruck ungebildeter und unmenschlicher Menschen, doch es ist auch das Symptom für eine Störung im Gleichgewicht eines Landes. Es ist verbunden mit Egoismus, Ängsten und Vorurteilen die auf Ignoranz beruhen. Doch eine gewisse Form von Schutz legitimer nationaler Interessen, die ich hier einfachheitshalber „Egoismus“ nenne, ist gerechtfertigt und normal.

Ein Lügner oder ein Narr wer sagt dass er nie Egoistisch ist. Egoismus ist Teil des Selbsterhaltungstriebes.
Wer nichts hat und berechtigterweise Hilfe erwartet, wird wohl kaum egoistisch sein. Er hat ja nichts zu verlieren.
Sein Egoismus besteht möglicherweise darin, dass er Hilfe erwartet.

Arme Länder sind viel weniger Ausländerfeindlich, weil sie sich ökonomische Vorteile von den Fremden erwarten.
Reiche Länder sind Ausländerfeindlich, weil sie sich ökonomische Nachteile von einigen Fremden erwarten.
Arme, ungebildete Fremde bringen manchmal ökonomische Nachteile, weil sie besonders in schlechten ökonomischen Zeiten die ersten sind, die Arbeitslos werden und vom Sozialsystem reicher Länder Unterhalt erhalten.
Andererseits profitieren Reiche Länder in guten Zeiten von der billigen Arbeitskraft dieser Fremden und in vielen Berufen (Krankenpflege, Landwirschaft) sind diese Fremden unersetzbar und notwendig.

Reiche Länder werden auch ausländerfeindlicher, weil sie mit viel mehr Fremden konfrontiert werden als arme Länder.
Die Menschen bewegen sich meist von armen Ländern zu reichen Ländern, ist doch logisch.
Viel weniger Menschen bewegen sich von reichen in arme Länder, da sie meistens dadurch Nachteile zu erwarten haben.

Ein unkontrollierter Fluss von Armen in reiche Länder führt zu extremen Störungen im kulturellen, sozialen und ökonomischen Gleichgewicht der Länder. Doch auch reiche Länder sind verantwortlich dafür, dieses Problem zu verhindern, durch eine Politik der Entwicklungshilfe, welche die massiven ökonomischen Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern verringert.

Wir sollten Verständnis für berechtigten Egoismus haben und Verständnis für die Bedürfnisse unserer Mitmenschen haben. Auf das Gleichgewicht zwischen beiden kommt es an.
Ein reiches Land, dass einer Invasion armer ausgesetzt wird, wird selber arm.
Wir sollten alle versuchen ein Gleichgewicht zwischen globaler Solidarität und berechtigten Egoismus zu pflegen.
Wir sind alle Menschen und wem es heute gut geht, der könnte morgen auf die Solidarität der anderen angewiesen sein. Alle Menschen der Erde sollten sich dafür einsetzen, dass die Reichtümer unserer Menschheit ausgewogener verteilt werden.
Das ist sogar aus legitimem Egoismus sinnvoll.
Ein Armer kann vom Reichen nichts kaufen, solange er nichts hat. Ein Armer der seine Grundbedürfnisse befriedigen kann, wird zu Hause bleiben und seine Kultur in seinem Land entfalten statt in anderen Ländern das soziale, kulturelle und ökonomische Gleichgewicht zu stören oder möglicherweise kriminell zu werden.
Wir profitieren alle von einer sozialeren Welt.

Das Verständnis des Gedanken der globalen Solidarität und der Menschlichkeit gegenüber allen Menschen bedarf ethischer Werte und Bildung.
Ich sehe das Hauptproblem darin, dass viele Menschen in armen und reichen Ländern ethisch nicht gebildet genug sind, um Verständnis für beides zu haben (Egoismus und Solidarität). Religionen und die Politik sollten für diese Bildung sorgen. Leider ist es viel einfacher, besonders für die Politik, durch Egoismus Zustimmung zu ernten, statt auf die Vorzüge eines Gleichgewichtes zwischen Egoismus und Solidarität hinzuweisen.

Der Fall der Brasilianerin in Zürich zeigt extremen Egoismus einiger ignoranten Schweizer, die sogar zu krimineller Gewalt greifen um Fremde zu verletzen, und gleichzeitig extremen Egoismus der Brasilianerin, die um eigene Interessen zu verfolgen, mit Lügen ein ganzes Land international schadet. Beides ist Abscheulich und zu Verurteilen.


Mir ist das !&@*$#! wie sich was nennt. Bei mir gibt es nur Gesetzestreue oder Verbrecher. Und Verbrecher,auch wenn sie nur eine Dose Bier klauen, gehoeren auf der Stelle erschossen. Gefaengnisse koennten somit abgeschafft werden. Dann loest sich das Problem der Kriminalitaet sofort.


und wenn ich mit 15 einen Kaugummi geklaut haette, wuerde ich dann auch erschossen werden


bei 8 000 000 000 Einwohner auf unsere Erde bleibt uns nichts in Friedenszeiten uebrig, als die Ueberbevoelkerung zu bekaempfen.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
Benutzeravatar
BrasilJaneiro
 
Beiträge: 4596
Registriert: So 20. Mai 2007, 14:31
Wohnort: Morumbi - Real Parque - perto de Cícero Pompeu de Toledo
Bedankt: 48 mal
Danke erhalten: 687 mal in 543 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon Itacare » So 15. Feb 2009, 23:29

Also Leute nach eurer Theorie wird in ca. 2 Wochen der vorletzte Mensch vom letzten erschossen, welcher anschließend Selbstmord zu begehen hat. :mrgreen:
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
Benutzeravatar
Itacare
 
Beiträge: 5387
Registriert: Mi 30. Jul 2008, 15:31
Wohnort: 2 km Luftlinie zur ältesten Brauerei der Welt
Bedankt: 915 mal
Danke erhalten: 1412 mal in 976 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon hualan » Mo 16. Feb 2009, 20:00

Ich bin ja nicht gerade bekennender Brasilienfan und mir sind auch schon viele Dinge in den 1,5 Jahren, in denen ich jetzt hier lebe, sauer aufgestossen, aber Fremdenhass gehörte mit Sicherheit nicht dazu.

Wenn ich beobachte, mit welcher Selbstverständlichkeit meine Kinder in den Kindergarten integriert worden sind oder wie freundlich unsere "Nachbarn" grüssen, dann ziehe ich mental meinem Hut davor.
Gruß, Hualan
Benutzeravatar
hualan
 
Beiträge: 147
Registriert: Mi 31. Okt 2007, 22:34
Wohnort: Municipal Mangaratiba
Bedankt: 4 mal
Danke erhalten: 8 mal in 7 Posts

Re: Ausländerfeindlichkeit in Brasilien und Europa!

Beitragvon Westig » Mo 16. Feb 2009, 21:10

Hualan hat mit wenigen Worten treffend alles gesagt. So ist es.

Mal mit deutschen Kindern ohne breite Portugiesischkenntnisse in Recife versuchen, dass sie in einer dortigen Schule integriert werden und sich da nach recht kurzer Zeit und auch im Elternkreis insgesamt einigermaßen wohlfühlen. Und mal in Dortmund oder in Wuppertal mit brasilianischen Kindern ohne breite Deutschkenntnisse versuchen sie in eine dortige Schule zu integrieren und sich dann nach recht kurzer Zeit und auch im Elternkreis insgesamt einigermaßen wohlfühlen.
Benutzeravatar
Westig
 
Beiträge: 802
Registriert: Fr 1. Jun 2007, 01:06
Wohnort: Recife-PE. / Brasilien; San Salvador / El Salvador
Bedankt: 258 mal
Danke erhalten: 297 mal in 169 Posts

VorherigeNächste

Zurück zu Presse: Aktuelle Mitteilungen

 



Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlungen

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]