Auswandern als Facharbeiter

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon Joony » So 19. Apr 2009, 16:43

Hallo,

ich frage hier ein paar Dinge für meinen Opa, er will nach Brasilien auswandern und hat einige Fragen. Ohne überflüssige Worte fange ich gleich mal an.
Was ist der monatliche Normalverdienst und wieviel geht davon circa für den Lebensunterhalt drauf?
Was Verdienst man als ausgebildeter Facharbeiter in der Baubranche?
Was kostet denn eine brasilianische Krankenkasse?

Ich danke euch vielmals für eure Antworten.

Mit freundlichen Grüßen
Jonathan
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon Tuxaua » So 19. Apr 2009, 16:57

Hallo Jonthan,

es wäre gut zu wissen, wie alt dein Opa ist.
Bevor wir uns über Lebenshaltungskosten und Verdienst unterhalten - wohin will der Opa? Brasilien ist groß!
Eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Brasilien hat er schon, oder?
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon Joony » So 19. Apr 2009, 17:07

Tuxaua hat geschrieben:Hallo Jonthan,

es wäre gut zu wissen, wie alt dein Opa ist.
Bevor wir uns über Lebenshaltungskosten und Verdienst unterhalten - wohin will der Opa? Brasilien ist groß!
Eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Brasilien hat er schon, oder?



Er hat beides noch nicht, kümmert sich aber darum.

Er will wahrscheinlich nach Sao Paulo und ist Anfang 60.
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon ptrludwig » So 19. Apr 2009, 17:38

Joony hat geschrieben:
Tuxaua hat geschrieben:Hallo Jonthan,

es wäre gut zu wissen, wie alt dein Opa ist.
Bevor wir uns über Lebenshaltungskosten und Verdienst unterhalten - wohin will der Opa? Brasilien ist groß!
Eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Brasilien hat er schon, oder?



Er hat beides noch nicht, kümmert sich aber darum.

Er will wahrscheinlich nach Sao Paulo und ist Anfang 60.

Da sollte er in Rente gehen und im sonnigen Norden seinen Lebensabend genießen.
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon Joony » So 19. Apr 2009, 17:45

ptrludwig hat geschrieben:
Joony hat geschrieben:
Tuxaua hat geschrieben:Hallo Jonthan,

es wäre gut zu wissen, wie alt dein Opa ist.
Bevor wir uns über Lebenshaltungskosten und Verdienst unterhalten - wohin will der Opa? Brasilien ist groß!
Eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Brasilien hat er schon, oder?



Er hat beides noch nicht, kümmert sich aber darum.

Er will wahrscheinlich nach Sao Paulo und ist Anfang 60.

Da sollte er in Rente gehen und im sonnigen Norden seinen Lebensabend genießen.



Sollte sollte, er ist aber kein normaler Mann. Er wird mit seiner jungen brasilianischen Freundin umziehen/auswandern ;)
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon ana_klaus » So 19. Apr 2009, 18:58

@ joony,

bei alledem was Du hier aufzählst bin ich mir nicht sicher ob Du uns auf den Arm nehmen willst. Wenn es doch ein ernstes Anliegen sein sollte, kann ich dem Opa nur eindringlich von diesem Abenteuer abraten. Als Bauhandwerker, ich nehme an ohne entsprechende Sprachkenntnisse, ist die Chance ein ausreichendes Einkommen zu erzielen fast aussichtslos, es sei denn er wagt den Sprung in die Selbständigkeit. Gute und verlassliche Handwerker werden nachgefragt.

Viel Erfolg
klaus
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon Trem Mineiro » So 19. Apr 2009, 19:23

Oi Joony,
nachdem die Randbedingungen geklärt sind:

Durch Heirat wird er eine Aufenthalts und Arbeitserlaubnis bekommen, anders hat er kaum eine Chance.

Als Facharbeiter, Mauerer kann er 2-3 Mindestgehälter verdienen, dass sind 2x400 Reais, das sind 266 Euros, davon gehen ein wenig Steuern und Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung ab. Für diese Versicherungen erhält er eine aus "deutscher" Sicht gesehene lächerliche Arbeitslosenversicherung und eine unzureichende Krankenversicherung und praktische nur einen Mini-Rentenanspruch, wenn überhaupt.

Eine gute private Krankenversicherung, die immer noch nicht das Niveau einer deutschen Pflichtversicherung hätte, kostet für ihn aufgrund des Alters wahrscheinlich um die 500 Reais/Monat, für die Frau nochmal extra. (Vorerkrankungen und Medikamente natürlich ausgeschlossen)

Im Gegensatz dazu sind die Lebenshaltungskosten in Brasilien, wenn man seinen europäischen Lebensstandard halten will, bald so hoch wie in D, Mieten und Essen sind ein wenig günstiger, wobei ich da in SP meine Zweifel habe.

Also für eine normale Arbeitnehmerkariere kommt dein Opa nicht mehr infrage. Facharbeiter am Bau sind nicht besonders gefragt, praktische Ausbildung gibt es nicht, jeder dort ist irgendwie angelernt, so bauen sie dann auch. Auch in Brasilien gehört man mit 60 zum alten Eisen und reiht sich in die Warteschlange der Alten und Rentner ein, die von ihrer Rente oder Stütze nicht überleben können und die arbeiten für einen Mindestlohn, bis sie umfallen.

Aber da er ja kein normaler Mann ist, wird er sich irgendwie durchschlagen, vielleicht hat er ja besondere Fähigkeiten und findet jemanden, der die zu schätzen weis, ich gehe mal davon aus, dass er portugiesisch spricht und sich schon durchschlägt (und im Hintergrund seine finanzielle Pölsterchen und das Eigenheim hat. (mal sehen, ob seine Freundin denn auch wieder unter diesen Umständen nach hause will).
Gruß
Trem Mineiro
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Folgende User haben sich bei Trem Mineiro bedankt:
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon Vinhedense » Mo 20. Apr 2009, 16:12

Se oferece 1 vaga/s para trabalhar em São Paulo na área profissional Construção, Manutenção/Pedreiro

- Para a região da Mooca e Interlagos
- Salário Pedreiro R$ 800,00 + Cesta Básica + Vale Transporte
- Necessário experiência na função.

*************************************************
= 277 Euro im Monat.... #-o

Trem Mineiro hat in seinem Thread alles gesagt.... aber wenn man 3 Jobs am Tag und auch Samstag und Sonntag 3-Schichtig durcharbeitet... könnte es klappen :lol:

PS: Samstag und Sonntags arbieten die meissten Handwerker/Hoch/Tiefbau ebenfalls...
"....dumm ist der, der dummes tut...." zitat Forrest Gump
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon Joony » Mo 20. Apr 2009, 20:00

Also bisschen Polster hat er auf jedenfall.

Er hat mir nun genaueres gesagt, anscheinend will er, dass seine Freundin dort hin zieht und er sich zeitweise dort aufhält, so, dass er noch die Rente in Deutschland kassiert.

Der Anwalt meinte, dass die Frau eine Firma eröffnen könnte und er dann unter diesen Namen arbeiten könnte, so wollte er das regeln. Mein Opa ist eben schon ewig in solchen Geschäften, deswegen denke ich mal, dass er es in diesem Bereich nicht so argh schwer haben wird.

Ich danke dir schonmal Trem Mineiro, dein Post war sehr aufschlussreich.
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Re: Auswandern als Facharbeiter

Beitragvon ana_klaus » Mo 20. Apr 2009, 20:12

Welcher Anwalt, doch nicht der Anwalt der namorada ?

"Nachtigall, ik hör dir trapsen", wenn du verstehst was ich meine. Warne den Opa mit all den dir zur Verfügung stehenden Mitteln. Ein längerer Aufenthalt in Br., nur zur Information, wird deinem Opa helfen die Realität zu erkennen.

klaus
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