Auswandern für Job nach Pecém ?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Pennsando bem

Beitragvon bruzundanga » Mi 2. Mai 2007, 03:50

Was Bonzenkarre (Hilux) gesagt hat stimmt: Portugiesisch solltest du beherrschen (besser besser als eingige dies glauben zu beherrschen) und Pecem ist wirklich etwas "strange" wenns um ein gehobeneres Restaurant geht.

Also Vorsicht ohne Punkt c gehts schon gleich gar nicht und wahrscheinlich sowieso nicht.

@Felix
Zahlts Du monatlichg 80 IPTU? Man sollte nicht Jahres- nicht mit Monatsausgaben vermische (sonst hätte ich den OAB Jahresbeitrag meiner Frau auch aufgelistet ca. R$ 300, monatlich aber nur ca. R$ 25). Sage das weil ich vor drei Jahren mal ca. R$ 150 IPTU (fürs Jahr) bezahlt habe. Die jetztige Bagunça macht sich nicht die Mühe mich anzuschreiben also LMA². Fortaleza hat aber schon eine bedeutend höhere IPTU. insofern.



Die KVs der letzten Postings scheint mir etwas hoch aber ich bin ja schon seit 1995 dabei und hier ist Ceará, was beides zu einigen differenzen beitragen kann. Ums zu wiederholen: Meine Frau und meine Wenigkeit zahlen R$ 260,00 zusammen.

Florip, als alleinstehender würde ich mir das Ganze mal anschauen und wenns in etwa mit den Versprechungen übereinstimmt zugreifen aber mit praktisch 4 Kindern ehrlich gesagt: Nein
In einen hohlen Kopf geht viel Wissen (Karl Kraus)
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon florip » Mi 2. Mai 2007, 08:04

Dann muss ich mal genau nachfragen was ich netto dann verdiene.
Wieviel müsste ich denn dann verdienen um leben zu können ?

Bekommt man keine zuschüsse z.b. kindergeld oder ähnliches ?
Ich denke mal das es dann an der Privatschule fürs auswandern scheittert.

Wie können sich das den die anderen alles leisten wenn die weniger wie 3000 Real verdienen (und das sollen ja anscheinend die meisten sein ). ?
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Beitragvon Diter_Rio » Mi 2. Mai 2007, 10:28

florip hat geschrieben:
Bekommt man keine zuschüsse z.b. kindergeld oder ähnliches ?


auf DIE frage hab ich gewartet!

mit "zuschuessen" zugeschuettet als vater von bald vier kindern wirst du ausschliesslich und nur in deutschland - und zwar in einer groessenordnung, die du in brasil mit noch soviel kochen nicht erreichen kannst, in deutschland jedoch ohne arbeit kriegst (wie du ja weisst).

ich bin mir ganz sicher, dass du das auch bedenken wirst, wenn du nun sicher bald der idee kochen in pecem ade sagst.
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Beitragvon patecuco » Mi 2. Mai 2007, 10:51

Falls der Eigentümer mit 2000 R$ lebt, kommt es mir reichlich fragwürdig vor, dass er einen Koch mit 3000 R$ bezahlen will. Würde mich wundern wenn ein Koch in der Gegend mehr als 1000 R$ bekommt.
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Beitragvon Diter_Rio » Mi 2. Mai 2007, 10:58

patecuco hat geschrieben:... kommt es mir reichlich fragwürdig vor, dass er einen Koch mit 3000 R$ bezahlen will.


eben!

hilux, der ein grosses strandrestaurant in cumbuco betreibt, hat ja oben auch schon geschrieben, dass er ihm so ein angebot nicht machen koennte, was ja heissen soll: nicht machen wuerde.
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Beitragvon florip » Mi 2. Mai 2007, 11:20

Wie gesagt das restaurant soll sehr gut laufen. Und er erhofft sich von dem Bau oder erschaffung von 3500 arbeitsplätzen das er dadurch sein geschäft noch besser zum laufen bringt.

Kann mir jemand sagen wie die soziale verhältnisse sind.
Bkommt man irgendwas für kinder, zuschüsse - freibeträge oder ?!

Wie sehen die leistungen der Krankenkassen aus - reichen die beiträge oder muss ich dann einige kosten selbst tragen ?

Was passiert wenn ich dann mal arbeitslos werden sollt (was wir aufjedenfall nicht hoffen wollen, aber man muss ja auch sehen wenn mal was schief gehen sollte - sind ja nicht blauäugig. ) müssen wir dann verhungern ?


Alle schreiben hier das sie mindestens 2000 Real zum leben brauchen. Alle schreiben auch das man sehr schlecht verdient. Z.B.: 1000 Real wie sollen dann diese leute überleben ? Vorallem ihre Familie durch bringen wenn z.b. 5 kindern bei den brasilianern standard ist ?
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Beitragvon Diter_Rio » Mi 2. Mai 2007, 12:34

florip hat geschrieben:müssen wir dann verhungern ?



wenn du erstmal alleine runtergehst, was dir hier ja alle raten, musst bei arbeitslosigkeit nur du alleine verhungern, es sei denn, du gehst dann schleunigst wieder zurueck zu frau und kindern.
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Beitragvon florip » Mi 2. Mai 2007, 12:46

Danke für die Konstruktive antwort. Jetzt weis ich bescheid. :(
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Beitragvon Gunni » Mi 2. Mai 2007, 12:56

@florip

Denke mal, DIR wird es sicher extrem gut gefallen, speziell wenn man noch nie dort war und evtl. kannst du auch mit den 3000R$ dort leben - Lebenshaltungskosten sind ja geringer als in Deutschland und keiner weiß genau, welchen "Standard" DU dir gesetzt hast :wink:

....aber ich sehe das eher aus der Brille des Arbeitgebers (und der üblich brasilianischen Mentalität)

Falls du dein Visum bekommen solltest, muß natürlich der Arbeitgeber dafür die "Hand ins Feuer" halten und die entsprechenden Arbeitspapiere beim Ministerium vorlegen - das erste was er (oder das Ministerium) machen werden, ist dir dein sog. Arbeitsbuch (das in Brasilien eigentlich Pflicht ist, sofern du mal etwas mehr verdienen willst) zu schwärzen bis auf die Seite für Ihn und seinen Laden....

...er würde ja sonst das Risiko eingehen, dich ins Land zu holen und du könntest dir dann vor Ort gleich 'nen besseren Job suchen oder ein Angebot vom Wettbewerb annehmen - an beidem haben aber weder ER noch das brasilianische Ministerium Interesse.

Das nächste ist, daß dein Arbeitgeber eigentlich NUR das Risiko des Transfers trägt - aber nicht die der Verpflichtungen wie in Europa - d.h. sollte er aus irgendwelchen Gründen auch immer den entsprechenden Umsatz nicht machen, so setzt er dich einfach an die Luft - Kündigungsschutz und Arbeitsgericht wie in Deutschland gibt es nicht (gibt es schon, aber ob du 10 Jahre durchhältst, bis 'ne Entscheidung gefällt wird, bezweifle ich schwer 8) .

Das sieht ungefähr so aus, daß du morgens zur Arbeit kommst, noch ein "Cafezinho" mit deinem Boss trinkst, ein bischen "gelobhudelt" wirst und dann aufgefordert wirst, dir nen schönen Tag zu machen und heimzugehen, danach ein Anruf, daß du morgen nicht mehr kommen brauchst .... und du bekommst noch nen Monatslohn und das war's .......

Man sagt dann auch schnell dem Arbeitsministerium bescheid, daß dein Arbeitsverhältnis aufgelöst ist und da schon das Arbeitsbuch entsprechend vorbereitet wurde, kannst du eigentlich nicht mehr viel machen außer in 4 Wochen ausreisen und dein Leben dort an den Nagel zu hängen.

Bleibst du aber dennoch, dann hast du das Problem, das es (a) keinerlei Unterstützung vom Staat gibt und (b) du eigentlich regulär garnichts mehr arbeiten darfst.

Zu (a) sei noch gesagt, daß "Sozialleistungen" in Brasilien im Gegensatz zu Deutschland "erarbeitet" werden müssen - d.h. DAS Arbeitslosengeld, das du einzahlst bekommst DU wieder raus....aber das was ICH einzahle, wenn ich arbeite, wirst DU nie sehen...hehe.....auch nicht teilweise (finde das hervorragend ..... denn ich hab' in Europa immer nur geblecht, aber nie was gesehen davon, da ich immer nen Job hatte - und wenn's nur taxifahren war oder Getränkekisten schleppen - in Brasilien weiß ich, daß mein Geld nie verloren ist, denn "jeder ist sich selbst der nächste" - ...oder "Das Gesetz des Stärkeren" trifft wohl eher die Bezeichnung "Sozialsystem" - ...und wer nicht arbeitet, bekommt auch nix bis auf das was er sich selbst zurückgelegt hat bzw. einbezahlt hat - so einfach ist das 8)

Zu (b) sei gesagt, daß du etwa so dann in Brasilien so leben mußt wie illegale Brasilianer in Deutschland - mit Gelegenheitsjobs, Rechtswillkür etc..

Beides kannst du natürlich durch eine "permanencia" (Daueraufenthaltserlaubnis) umgehen - aber denke, dein Arbeitgeber wäre blöd, wenn er dir dabei helfen würde, denn dann würde er ja seine Risiken vervielfachen und deine minimieren - welcher vernünftige Arbeitgeber hat Interesse daran, daß es ihm schlechter geht und dir besser ? ..... solange du also nicht lange genug im Land gelebt hast, das entsprechende Kapital mitbringst, dich scheiden läßt und ne Brasilianerin heiratest, 'ne Brasilianerin schwängerst oder sonst was "interessantes" dann dauert das mit der "permanencia".....

...regulär denkt man in Brasilien über 'ne "permanencia" für dich nach, wenn du mal ca. 4 Jahre im Land gelebt hast - aber das ist Zeit genug für deinen Arbeitgeber ....und länger als 4 Jahre können in Brasilien eh die wenigsten ihren Job halten :lol:

Mir wäre Brasilien mit Frau und Kindern jedenfalls zu riskant, wenn ich mich nicht gerade scheiden lassen will und ein bischen Verantwortungsgefühl gegenüber der Familie habe - dazu noch das Sprachproblem und die erzwungene totale Abhängigkeit von deinem neuen Arbeitgeber !?.

OK - will aber auch ein biserl konstruktiv sein und nicht alles schlecht reden - flieg doch einfach mal hin (falls dir dein Arbeitgeber das anbietet) und schau dir mal selbst alles an - 3 Monate ist vielleicht nicht schlecht - kauf dir vor Ort einige Tageszeitungen, schaue nach Schulmöglichkeiten, Miete etc... - tue immer so, als ob du schon mit Frau und Kindern da sein würdest und sammle die Infos SELBST und sei KRITISCH (ist schwer in einem Land, wo Kritikfähigkeit "aberzogen" wird bzw. nicht offen ist wie bspw. in Deutschland) ....dann kannst du wohl auch am ehesten abschätzen, ob du mit deinem Gehalt hinkommst oder nicht...

....dann schau dir mal an, ob dein Arbeitgeber theoretisch auch das Geld verdienen kann, mit dem was er macht und damit dein Gehalt un ddein Job abgesichert sind.....

...und falls du danach immer noch willst, so würd' ich dir mal einen temporären Aufenthalt mit Familie vorschlagen für MAXIMAL 700 Tage am Stück (720 wäre das äußerste nach deutschem Sozialgesetz) und deine Anwartschaftsversicherung etc. in Deutschland mit deinem Geld in Brasilien REGELMÄßIG weiterzahlen und NICHTS ABBRECHEN ...... das sollte reichen, um dir im klaren zu sein, ob du wirklich FÜR IMMER auswandern willst oder nicht.

Falls nicht, dann fängst du aber nicht wieder ganz von unten an....

....und glaub mir, es geht verdammt schnell in Brasilien, wenn man nicht aufpasst, selbst in Deutschland wieder ganz unten anfangen zu müssen !

Good Luck

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Beitragvon florip » Mi 2. Mai 2007, 13:15

Danke für deinen Beitrag.
Ich muss noch einiges mit dem Arbeitgeber abklären.

Der einzigste grund warum wir es wahrscheinlich nicht machen sind die Kinder. Wegen schlechter Schulbildung usw.

Ein grosser grund warum wir zweifeln ist die Soziale absicherung. Man muss es ja auf langfristiger sicht sehen.
Was ist wenn der Arbeitgeber mich nach 5 Jahren rausschmeisst, usw. ?
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