Auswandern im Januar 2014

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Boldi » Mo 9. Dez 2013, 14:16

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Anliegen, und zwar hat mein Onkel in diesem Jahr Land in Brasilien gekauft, ca 900 h. Da er in Deutschland bereits einen Bauernhof hat und dort auch Landwirtschaft betreibt, möchte es das jetzt in Deutschland aufgeben und in Brasilien neu anfangen. So nun geht es weiter, er hat uns angeboten mit nach Brasilien zu kommen, und dann könnten wir bei ihm arbeiten. Jetzt zu meinen Fragen:

- die permanente Auffenthalsgenehmigung für meinen Onkel ist beantragt, aber noch nicht genehmigt, wurde in Brasilien eingereicht.
- was müssen wir an Papieren mitnehmen nach Brasilien, internationale Geburtsurkunden, Führungszeugnisse, Reisepässe, sind dann vorhanden.
Können wir auch schon eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Brasilien beantragen, auch wenn das von meinem Onkel noch nicht durch ist?

Falls ich hier mit meinen Thread nicht richtig bin, bitte ich darum das er verschoben wird, vielen Dank für die Antworten.
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Colono » Mo 9. Dez 2013, 16:59

Boldi hat geschrieben:Können wir auch schon eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Brasilien beantragen, auch wenn das von meinem Onkel noch nicht durch ist?
Dürfte schwierig werden.

Falls dein Onkel seine Investorenpermanecia bekommt hat das leider keinerlei rechtliche Auswirkungen auf deinen Aufenthaltstitel in Brasilien.
Auch wenn dich dein Onkel dann über ein Arbeisvisum anfordert, wird von der Behörde erst einmal geschaut ob sich nicht ein Brasilianer für die entsprechende Tätigkeit findet.
Die brasilianischen Vorschriften sind da ähnlich restrikt wie die deutschen. :x
Bezüglich deiner unabhängigen Permanencia (bras. AE) solltest du dir schon was einfallen lassen. :mrgreen:
Zuletzt geändert von Colono am Mo 9. Dez 2013, 17:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon cabof » Mo 9. Dez 2013, 17:00

Hallo und Gegenfrage: welches Visum hat Dein Onkel beantragt? Investor, Rentner oder mit BR verheiratet?

Wenn Dein deutscher Onkel der einzige Brasilienbezug für Dich ist, dazu noch ohne Visum, - brauchst Du eigentlich nur einen
gültigen Reisepass und ein Rückflugticket, gültig max. 90 Tage. Mehr ist da nicht - trotzdem viel Glück.
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Du hast keine Chance - aber nutze sie
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Trem Mineiro » Di 10. Dez 2013, 03:42

Ich würde das jetzt nicht so eng sehen.
Ausgehend davon, dass der Onkel dort als Unternehmer seinen Bauernhof betreibt mit einem Investorenvisum, wird er sicher auch einen Angehörigen oder 2 da mit unterbringen. Und sicher auch einen Angestellten aus dem Familienbereich, was ja Sinn macht.

Nur wird das wohl alles erst gehen, wenn der Onkel einen Hof als "Unternehmen" registriert hat und er seine Perma hat.

Colono: hast du einen Präzedenzfall, wo so was nicht genehmigt worden ist?

Gruß
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 10. Dez 2013, 08:36

Boldi hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe folgendes Anliegen, und zwar hat mein Onkel in diesem Jahr Land in Brasilien gekauft, ca 900 h. Da er in Deutschland bereits einen Bauernhof hat und dort auch Landwirtschaft betreibt, möchte es das jetzt in Deutschland aufgeben und in Brasilien neu anfangen. So nun geht es weiter, er hat uns angeboten mit nach Brasilien zu kommen, und dann könnten wir bei ihm arbeiten. Jetzt zu meinen Fragen:

- die permanente Auffenthalsgenehmigung für meinen Onkel ist beantragt, aber noch nicht genehmigt, wurde in Brasilien eingereicht.
- was müssen wir an Papieren mitnehmen nach Brasilien, internationale Geburtsurkunden, Führungszeugnisse, Reisepässe, sind dann vorhanden.
Können wir auch schon eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Brasilien beantragen, auch wenn das von meinem Onkel noch nicht durch ist?

Falls ich hier mit meinen Thread nicht richtig bin, bitte ich darum das er verschoben wird, vielen Dank für die Antworten.


Wie alt ist denn dein Onkel? Welche Art von Landwirtschaft möchte er in Brasilien betreiben? Was sollt hier bei ihm arbeiten? Bevor ihr über eine Aufenthaltsgenehmigung redet, solltet ihr über euer jetziges Umfeld nachdenken ob die Aufgabe in Deutschland wirklich lohnt. Wie ist das mit Freunden bzw PartnerIn? Hier wird dir keiner ehrliche und gute Tipps geben können ohne bessere Informationen über die persönlichen Verhältnisse. Wenn`s nur um Visa etc geht, dann ist der erste Weg immer zum Konsulat.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Colono » Di 10. Dez 2013, 12:35

Trem Mineiro hat geschrieben:Colono: hast du einen Präzedenzfall, wo so was nicht genehmigt worden ist?

Bom Dia Trem.

Ich kenne die Vorschriften.

De acordo com a legislação brasileira, os brasileiros têm prioridade nas vagas e, por isso, as empresas devem justificar a necessidade da contratação do trabalhador estrangeiro.

Gemäß brasilianischer Gesetzgebung, besitzen Brasilianer Arbeitsplatzvorrecht. Deshalb müssen Unternehmen eine Notwendigkeit für die Anwerbung eines ausländischen Arbeitnehmers vorweisen.

http://g1.globo.com/concursos-e-emprego/noticia/2013/02/saiba-como-funciona-concessao-de-visto-de-trabalho-para-estrangeiros.html

Bei einem Landarbeiter dürfte es schwierig werden dem MTE zu verklickern warum gerade ein Ausländer prädestiniert ist solche Arbeit zu verrichten.
Aber vieleicht bekommen wir ja wieder Verhältnisse vom Anfang des letzten Jahrhunderts, wo europäische Imigranten für sklavenartige Beschäftigung ins Land geholt wurden.

Nicht anders verhält es sich in Deutschland. Ohne entsprechenden Arbeitskräftemangel stelle man sich vor, ein Brasilianer beantragt dort ein Arbeitsvisum. Ob es da Fälle gibt wo was abgelehnt wurde?
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Frankfurter » Di 10. Dez 2013, 13:38

Vielleicht hat "Boldi" aber entsprechende Fachkenntnisse für die Landwirtschfat, und wäre somit ein "Gewinn" für die br.Landwirtschaft. Alles doch nur eine Sache der Sichtweise :oops: und der Darstellung.

Nach meinen Erfahrungen habn die Deutschen doch ein gewisses "Plus" bei den Behörden, :?: :?: :?: :?:
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Trem Mineiro » Di 10. Dez 2013, 13:44

Oi Colono
Wo lebst du? Wenn deine Vorschrift so strikt angewendet würde, gäbe es nicht eine Arbeitserlaubnis in diesem Lande, dass sich ja nach eine längeren Zeit der Zurückhaltung grade jetzt für Immigranten und Investoren mehr öffnet.

Mit ein wenig Phantasie braucht der Onkel halt einen vertrauenswürdigen Geschäftsführer für die Finanzverwaltung seines Betriebes. Also da hab ich schon ganz andere Begründungen geschrieben und durchbekommen.
Mein Problem ist immer, dass unsere Richtmeister meist nur einen Maurer-Gesellbrief oder als Schlosser haben und das MiT dann wissen will, warum wir keine lokalen Ingenieure finden, die den Job machen können. Noch schlimmer ist es bei Kaufleuten. Aber mit einer netten Erklärung hat das bisher immer geklappt.

Klar, ist immer ein Spielchen mit dem MiT aber grade bei Investoren (hab ja selber mal so einen Laden gegründet) hat man Spielraum.

Der Onkel soll erst mal sehen, wen er so alles mitbringen darf (hat er ne Tante?)

Gruß
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Colono » Di 10. Dez 2013, 17:15

Trem Mineiro hat geschrieben:Oi Colono
Wo lebst du? Wenn deine Vorschrift so strikt angewendet würde, gäbe es nicht eine Arbeitserlaubnis in diesem Lande, dass sich ja nach eine längeren Zeit der Zurückhaltung grade jetzt für Immigranten und Investoren mehr öffnet.


Ja der brasilianische Arbeitsmarkt öffnet sich durchaus. Aber nur für Asylsuchende, Medicos und Technologie-MBAs.
Möchte dich mal sehen einen ausländischen Freiberuf wie Bau- oder Agrar- Öko- Ing. etc. erst einmal hier anerkannt zu bekommen.
Die Sache wird leider immer enger für unsere Richtmeister wie du sie nennst.

Du magst ja recht wenig von den lokalen Technologen und Ingenieuren halten. Trotzdem, die machen hier genauso ihre Stunden runter. Der Lehrplan ist oft analog zum ausländischen. Geschenkt bekommst du hier heutzutage nichts. Für mich persönlich macht es keinen Unterschied ob ein Abgänger von der deutschen Fakultät Illmenau oder von Anhanguera kommt. Auch unsere anwesenheitspflichtige Univali hat recht anspruchsvolle Lehrpläne

Dein ehemaliges Unternehmen wird aufgrund der 2/3 Regelung nicht drum herum kommen mehrheitlich brasilianische Fachkräfte zu beschäftigen. Ausgenommen bei "netter Erklärung" im Briefumschlag. Aber das wird laufend auch immer schwieriger. Zumindest in meiner kleinen Makroregion. Und das ist gut so.
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Re: Auswandern im Januar 2014

Beitragvon Trem Mineiro » Di 10. Dez 2013, 17:54

Ach Colona
immer eine Freude, sich mit dir zu unterhalten (echt, keine Ironie)

Zum Thema selbst (also für Boldi), wie üblich ist es in Brasilien kaum voraussehbar wie Einzelfälle entschieden werden, aber Möglichkeiten gibt es immer.

Colono: ich hab ja nichts definitiv geschrieben, wollte nur andeuten, dass die Regeln Spielräume zulassen, zu warst da ein wenig zu bestimmt mit deinem "Nicht/kaum möglich. Wollte das nicht so stehen lassen.

Ansonsten verstehst du mich falsch. Ich hab nix zur Qualifikation von den lokalen Technologen und Ingenieuren gesagt. Wenn wir unsere Leute aus D hier per Arbeitserlaubnis nach Brasilien mitbringen, dann liegt es daran, dass wir halt Spezialprodukte in Brasilien installieren und dafür halt Spezialisten brauchen, die diese Produkte kennen, installieren und in Betrieb nehmen. meist ist damit auch noch eine Schulung und Begleitung der ersten Betriebswochen/Monate verbunden. Das Problem ist, dass diese Spezialisten meist kein UNI-Diplom mitbringen und deshalb beim MiT erst mal auf Zweifel stoßen.

Unsere Filiale hier hat heute so um die 80 Leute, 3 Ausländer in der Geschäftsführung, 2-3 Chilenische oder argentinische Fachkräfte, der Rest sind Brasilianer. Die Ausländer, die wir hier rüber holen kommen meist auf der Basis von Werkverträgen, die wir mit brasilianischen Kunden abschließen, da gibt es keine Probleme mit den Visa, halt nur mal Rückfragen. Und die Erklärungen müssen halt schlüssig und manchmal fantasievoll sein, das reicht.

Also mach dir keine Sorgen wegen unserer Struktur, die kriegen dass schon hin, jetzt auch ohne mich :D

Meine Meinung zur Qualifikation und zum Ausbildungssystem in Brasilien ist da schon sehr kritisch. Aber dazu brauch ich ja nichts zu schreiben, da artikulieren sich die Brasilianer ja derzeit selber und das vehement. Die Probleme im Bildungssystem ziehen sich ja bis in die Uni durch.
Und klar, geschenkt bekommt niemand was in Brasilien, im Gegenteil, da wird manchmal sehr teuer für nix bezahlt (private Baumschulen)

Gruß
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