Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzerin

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Trem Mineiro » Di 2. Jul 2013, 18:31

amazonasklaus hat geschrieben:Du hast ebenfalls die Möglichkeit, das Umzugsgut zollfrei nach Brasilien zu holen. Ich bin allerdings nicht sicher, wie das funktioniert, wenn Du zunächst als Tourist kommst und hier Deine Aufenthaltsgenehmigung beantragst.?


Für Elkinha ist das sicherlich kompliziert, einfacher ist es, wenn ihr Mann als Brasilianer das Umzugsgut nachholt, dazu muss er 1 Jahr in D gewesen sein, Bestätigung des bras. Konsulats nötig.

Elkina kann den zollfreien Umzug wohl erst nach Beantragung bzw. Genehmigung der Perma machen. Ich bin dem aus dem weg gegangen und hab es über meine brasilianische Frau gemacht, die ja mit mir eine Zeit in D gewohnt hat.

Gruß
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon cabof » Di 2. Jul 2013, 19:54

Wie schon im Fred angeschnitten.... rechne Dir mal aus, ob es sich wirklich lohnt einen Umzug nach Brasilien zu schicken, lasse Dir mal
ein paar Angebote von den Speditionen kommen - aus dem Bauch raus sage ich für einen kleinen Container mal 5-8 T Euros, das sind Erfahrungswerte bis Rio, wobei der Transport das kleinere (finanzielle) Übel ist. Klar, eine gute, neue Wohnungseinrichtung bekommst
Du sehr wahrscheinlich nicht für dieses Geld in BR - ist schon recht teuer dort. Berichte uns mal.
Cabof
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon brunosuiza » Di 2. Jul 2013, 22:20

hallo elkinha, bin schweizer und auch schon x-mal in Brasil, um eben die verhaeltnisse real anzuschauen und auch mitzuerleben, habe auch schon viel muessen lernen wie das leben in Brasil funktioniert,ich will dir nicht angst machen, aber was ich erlebt habe, das moechte ich dir nicht goennen, jeder brasi betruegt den andern, wie auch immer und das auch unter den Familien Mitglieder, denk nicht einfach alles in Brasil ist goldwert, auch die prefeituren und governos sind korrupt, inklusive Polizei,du musst dich schlau machen damit du alle papiere bekommst für dein leben, es hilft dir keiner, weil keiner weiss, was der andere im buero oder schalter macht,
viele brasis verheimlichen die Probleme, man muss es selber erfahren, was macht dein mann wenn er keinen Job mehr hat, das ist in vielen Familien ein dauerthema, von was lebt ihr dann, bringst du dein einkommen mit (kapital) und wieviel brauchen dann die andern Familienmitglieder, da wird gegessen, geschenkt, verteilt, gefahren mit Vehikel Krankenkassen für andere auch bezahlt, die brasis nehmen alles wenn sie sehen dass niemand reklamiert, das leben hier in Brasil wird immer teurer, die qualitaet schlecht, ein leben in Brasil ist nichts wert, die laufend, das hast du sicher selber erlebt, kriminalitaet steigt viel haben keine Versicherung, gleich welcher art, die moebel nimmst du mit, denn die qualitaet hier in anapolis ist schlecht , pass auf wenn du geräte kaufst in Brasil, vieles ist falsche ware, und wenn du ueber das Internet kaufst wirst du sowieso betrogen, weil du zuerst bezahlst und nachher nichts bekommst dann musst du zuerst prozessieren Anwalt verdient mit, beim kauf oder miete achte dass kein makler involviert ist, denn er verdient mit spreche mit den leuten und akzeptiere nicht alles, dein mann weiss sicher auch nicht alles, ich als Anwalt im Ruhestand, und der sohn meiner frau (auch Anwalt) weiss vieles auch nicht Katastrophe, ich will dir nur sagen und mitteilen pass auf mache für jedes objekt eine Rechnung mit stempel der Firma, ansonsten finger weg von diesem geschaeft, wenn du weitere fragen hast kontaktiere mich , ich verlange nichts fuer gute ratschlaege bruno
Elkinha hat geschrieben:Hallo liebe Brasilienfreunde,

ich bin ganz neu hier und würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir helfen könnt, da im Moment alles rasend schnell passiert... :shock:

Bei mir hat sich SEHR kurzfristig ergeben, dass ich bereits in 2,5 Monaten zu meinem Mann nach Brasilien - Sao Paulo (Sao Bernardo do Campo) gehen werde. Eigentlich haben wir hier gewohnt, aber er hatte ein sehr gutes Job Angebot dort bekommen, war sowieso mit dem Wetter zu unglücklich etc.
Der Plan war eigentlich noch nicht so klar, aber dann habe ich meinen Job verloren, stehe jetzt vor Wohnungsauflösung und gehe nun zu ihm.

Ich war schon einige Male dort, bestimmt zehn Mal, aber auswandern ist doch was anderes. Portugiesisch spreche ich zum Glück schon recht gut, weil wir schon zehn Jahre zusammen sind.

Da wir noch nicht wissen, wie lange wir dort bleiben (sein Job ist erstmal bis Februar befristet), muss ich nun sortieren, was ich hierlasse und einlagere und was wir evtl. nachholen, sobald sich ein längerer Aufenthalt abzeichnet.
Und da bin ich grade völlig überfordert... :? wie ist das mit Möbeln, Elektrogeräten (besonders Waschmaschine und Kühlschrank und Fernseher würd ich gerne mitnehmen) wegen der 110 Volt Spannung etc. Am 1. September muss ich aus der Wohnung raus sein!

Dann kommt dazu, dass ich noch das Familienzusammenführungsvisum beantragen muss, da weiss ich schon ungefähr Bescheid, aber brauche ich dann noch eine extra Arbeitserlaubnis? Wie lange dauert ggf. bis die einem gewährt wird?

Und dann auch eine wichtige Frage: könnt ihr mir eine gute Krankenversicherung empfehlen? Es ist so, dass mein Mann (unglaublich, aber wahr) lebenslang bei seinem Vater mitversichert ist, aber ich wäre das natürlich nicht. Wie ist es dann, wenn man nach Europa reist, dann brauche ich ja auch wieder eine Auslandskrankenversicherung, gibt es sowas dort und was?
Ich werde nämlich schon ab September nicht mehr krankenversichert sein...

Ich wäre echt sehr froh, wenn ihr mir weiterhelfen könnt und vielleicht auch noch ein paar Dinge, die ich grade nicht im Kopf habe.

Ich hab natürlich auch ein bisschen Bedenken, denn SP ist ja nicht ohne, am Anfang werden wir bei seinen Eltern in SB do Campo wohnen, aber dann was in SP suchen. Nun ist es ja auch wahnsinnig teuer, habt ihr da ein paar Tips wo man am besten wohnt und wie man eine bezahlbare Wohnung findet?

Ich danke euch schonmal, dass ihr bis hierhin gelesen habt :)
Vielleicht finde ich ja auch schon auf diesem Weg ein paar Leute dort in der Nähe, das wäre natürlich auch toll!

Ganz liebe Grüße und ich hoffe auf zahlreiche Tips
Elkinha
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Limao » Mi 3. Jul 2013, 03:13

@brunosuiza:


“hallo elkinha, bin schweizer und auch schon x-mal in Brasil, um eben die verhaeltnisse real anzuschauen und auch mitzuerleben, habe auch schon viel muessen lernen wie das leben in Brasil funktioniert,ich will dir nicht angst machen, aber was ich erlebt habe, das moechte ich dir nicht goennen....”


Das finde ich durchaus eine ehrliche und mutige Zusammenfassung Deiner Gefühle zu und Erlebnisse hier in Brasilien. Ich hab mir aber die Mühe gemacht, die Schilderungen mal ein bischen auftzugliedern um zu den Punkten zu antworten, da ich nicht mit jedem Punkt einverstanden bin.
Insgesamt finde ich die Einschätzungen zu negativ.

“...jeder brasi betruegt den andern, wie auch immer und das auch unter den Familien Mitglieder, denk nicht einfach alles in Brasil ist goldwert,...”

Im Geschäftsleben:

würde ich das nicht als allgemeinverbindlich betrachten, es kommt meiner Meinung nach darauf an;
übern Tisch ziehen passiert wohl gerade dem unerfahrenen, da würde ich aber sagen machen und mit sich machen lassen ist was anderes, das ist sicher in Deutschland früher , als noch “hanseatische Kodexe” eine Rolle spielten nicht immer so gewesen, kann ich mir übrigens für die Schweiz auch schwer vorstellen, heute ist das allerdings alles viel klinischer, wer zu langsam ist, nicht aufpasst, etc. ist raus. Es gilt in Deutschland auch nur noch das geschriebene, was hinterher manchmal anders ausgelegt wird. In der Schweiz wird selbst das Bankgeheimnis mittlerweile verkauft.

Im Familienleben:

Ist auch nicht immer so. Wenn so, würde ich das kurz auf mangelnden Respekt und Bildung zurückführen. Wenn ein Familienmitglied abgezogen wird, wird es nicht als zur Familie gehörig betrachtet, oder derjenige der abzieht, hat keine Würde. Manchmal ist leider das ganze Umfeld so, aber in bestimmten Kreisen kann man nicht verlangen, dass alle mit Werten erzogen wurden und Bildung bekommen haben. Schade, das Dir das so widerfahren ist, kann ich aber nachvollziehen, dass darf man aber auch nicht mit sich machen lassen, ich denke darauf kommt es an.

Wie sagte ein schlauer Mensch: “Brasilien ist nichts für Anfänger!” Recht hat er!


“...auch die prefeituren und governos sind korrupt, inklusive Polizei,du musst dich schlau machen damit du alle papiere bekommst für dein leben, es hilft dir keiner, weil keiner weiss, was der andere im buero oder schalter macht,...”


Das ist sicher in Brasilien sehr ausgeprägt und hat vielfältigste Ursachen für genau diese Ausmaß. Schlau machen ist immer eine gute Idee. Hilfe im Ernstfall ist sicher sehr schwierig als Ausländer, gerade wenn man auf sich allein gestellt ist.

“...viele brasis verheimlichen die Probleme, man muss es selber erfahren, was macht dein mann wenn er keinen Job mehr hat, das ist in vielen Familien ein dauerthema,...”

Ich hoffe doch sehr für Dich dass Dein Mann nicht einer von denen ist, die nicht wissen wie man auch in schwierigen Zeiten seinen Mann steht. Ansonsten hat das weit verbreitete nicht zugeben von Schwierigkeiten gerade in Beziehungen für mich was von überkommenen Stolzempfinden, was wie gesagt nicht zu hoffen ist.

“...von was lebt ihr dann, bringst du dein einkommen mit (kapital) und wieviel brauchen dann die andern Familienmitglieder, da wird gegessen, geschenkt, verteilt, gefahren mit Vehikel Krankenkassen für andere auch bezahlt, die brasis nehmen alles wenn sie sehen dass niemand reklamiert,...”

Geben und nehmen gehört sicherlich immer dazu, aber wie oberhalb schon ausgeführt, eine Frage von Respekt, Bildung und Würde und dazu des mit sich machen Lassens, meiner Meinung nach.
Verkaufen oder anbiedern sollte man sich nicht. Hilfer ist gut, dauerhafte Subvention an die mab sich geöhnen kann nicht. Das ist selbst demjenigen am meisten klar der empfängt. Da lautet die echte Hilfe: ein klares Nein!

“...das leben hier in Brasil wird immer teurer, die qualitaet schlecht,...”

Eine nicht zu bestreitende Tatsache, aufgrund vielfältigster Ursachen, ein Teil der Brasilianer geht mittelerweile selbst auf die Straße dagegen, akuter Handlungsbedarf!!!


“...ein leben in Brasil ist nichts wert, die laufend, das hast du sicher selber erlebt, kriminalitaet steigt viel haben keine Versicherung, gleich welcher art,...”


Ja, die Kriminalität ist sehr hoch, die gefühlte manchmal noch höher, gerade wenn man soeben beklaut wurde oder in der Nachbarschaft jemand erschossen wurde. Sicherheit kostet und bietet auch nicht den letztendlichen Schutz. Darüber muss man sich klar sein und man muss es leider akzeptieren und da Risiko minimieren. Man kommt allerdings nicht daran vorbei, irgendwann wird man mit Sicherheit mal beklaut, jedoch nicht unbedingt erschossen. Das größte Risiko für Leib und Leben sehe ich allerdings im Straßenverkehr, trotz eigener vernünftiger Fahrweise.


“...die moebel nimmst du mit, denn die qualitaet hier in anapolis ist schlecht , pass auf wenn du geräte kaufst in Brasil, vieles ist falsche ware, und wenn du ueber das Internet kaufst wirst du sowieso betrogen, weil du zuerst bezahlst und nachher nichts bekommst dann musst du zuerst prozessieren Anwalt verdient mit,...”


Ich finde das keinen allgemeinverbindlichen guten wirtschaftlichen Rat die Möbel mitzunehmen. Ist eine simple Kostenfrage für mich. Bei Erb- Designerstücken auf die man nicht verzicheten kann vielleicht. Bei Küchen nein, weil sowieso maßgerecht anfertigt, wenn Qualität, bei Geräten eher nein, wie ausführlich kürzlich beschrieben, technik etc., manche machens, manche nicht im einzelnen auf die Erfahrungen hören. Ich persönlich würde große sperrige Sachen, wie Sofa, Sessel Kommoden, Bett, Schränke nicht mitnehmen und denke eher an die Kosten. Was geht, verkaufen und in Brasilien neu kaufen. Ja, Qualität hat seinen Preis auch hier in Brasilien, Tipp Schränke anfertigen lassen, Finger weg von Möbeln wie “Bahia” etc, vergleichbar mit dem Schrott von Walther, Höffner, XXL oder sowieso vom Türken in Deutschland (die meisten Möbel kommen aus der Türkei und weiter östlich in Weiteuropa).

Vieles geht heute schon in Brasilien reibungslos im Internet zu kaufen, der Käufer geniesst meiner Meinung nach den größeren Schutz, da vielfach heute bei/nach Lieferung bezahlt werden kann. Möbel und Klamotten würde ich nicht im Internet kaufen, da ich voher mein Bett “probeliegen möchte und das Holz vorher abklopfen möchte, muss jeder selbst wissen. Ansonten bei Problemen an die Prokon wenden, die Läden sind dann ganz handzahm , bevor sie sich einen dicken Eintrag einholen, haben wir auch schon erlebt.

“...beim kauf oder miete achte dass kein makler involviert ist, denn er verdient mit spreche mit den leuten und akzeptiere nicht alles, dein mann weiss sicher auch nicht alles, ich als Anwalt im Ruhestand, und der sohn meiner frau (auch Anwalt) weiss vieles auch nicht Katastrophe, ...”

Ja, Makler verdienen überall in der Welt mit, gute Makler sind sogar ihr Geld wert, wenn sie ernsthaft beratend tätig werden und den Kundenwunsch erfüllen und sich auf Achse machen um was zu suchen, aber dann schneiden sie sich wahrscheinlich ins eigene Fleisch bei soviel Aufwand.
Daher gibts auch ganz wenig gute Makler. Viele sind einfach auch nur dumm, machen so gut wie nichts, und kassieren trotzdem, weil systematisch so vorgesehen. Kommt man nur sehr selten daran vorbei, lieber nicht damit kalkulieren, das man direkt vom Eigentümer mieten kann, weil der nicht immer greifbar ist, z.B. wei woanders lebend, da bleibt meistens nur ein Corretor.


“...ich will dir nur sagen und mitteilen pass auf mache für jedes objekt eine Rechnung mit stempel der Firma, ansonsten finger weg von diesem geschaeft, ...”


Ja dem kann ich zustimmen, immer nur mit Rechnung, was heute nichts ungewöhnliches mehr ist in Brasilien.


“...wenn du weitere fragen hast kontaktiere mich , ich verlange nichts fuer gute ratschlaege bruno...”


Hier im Forum gibts auch gute Ratschläge und Lösungen.
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Trem Mineiro » Mi 3. Jul 2013, 04:30

Limao hat geschrieben:@“...
Ja, Makler verdienen überall in der Welt mit,............auch nur dumm, machen so gut wie nichts, und kassieren trotzdem, weil systematisch so vorgesehen. Kommt man nur sehr selten daran vorbei, lieber nicht damit .


Makler sind in Brasilien nicht das große Problem.
Die Makler werden in Brasilien vom Vermieter/Verkäufer bezahlt und beauftragt. Ob oder nicht und in welcher Qualität ist dann wohl egal. An dem Vertreter7Verwalter/Makler des Objektes kommt man nicht vorbei.

Indirekt bezahlt man den über die Miete/Kaufpreis dann doch mit, aber man hat keine Wahl.

Ansonsten hat sich unser Freund brunosuiza mal den Frust von der Seele geschrieben. Kar, er hat stark verallgemeinert und Limao hat ja schon differenziert. Aber in vielem von brunosuiza Aussagen steckt ein erhebliches Stück Wahrheit, wahrscheinlich selbst erlebte. Aber wie gesagt, dass kann man nicht auf alle und jeden anwenden.

Ich würde heute kaum noch Gründe sehen, freiwillig nach Brasilien zu gehen oder gar auszuwandern. Ok, dem Partner hinterher oder mit einem sehr guten Job-Angebot in der Tasche, da geht. Aber sonst, nee.

Ich geh jetzt nach 17 Jahren Brasilien als Früh-Rentner wieder nach D zurück, mit brasilianischer Frau, die bereits 3 Jahre in D gelebt hat. Besseres Gesundheitssystem (im Alter) bessere Job-Chancen für meine Frau (Biologin und Pharmazeutin), und was wir in D an Lebenshaltungskosten für einen Mittelklassenhaushalt gegenüber Brasilien sparen, reicht, um uns im Winter 3 Monate in Brasilien Urlaub machen zu lassen, wobei das nicht mal unserer erstes Ziel sein wird.

@ Elkinha
Ist bei dir ja keine Frage ob oder nicht, ich wünsch euch viel Glück und das es irgendwie klappt. Leicht wird das nicht.

PS: meine deutsche Frau hat hier 10 Jahre in Brasilien gelebt, die schönste Zeit ihres Lebens wie sie sagte, ist dann leider hier verstorben (hat auch heftig unter dem Gesundheitssystem gelitten). Aber damals war Brasilien hier das Paradies. Davon ist heute kaum noch was zu finden.

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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Elsass » Mi 3. Jul 2013, 06:29

brunosuiza hat geschrieben:hallo elkinha, bin schweizer und auch schon x-mal in Brasil, um eben die verhaeltnisse real anzuschauen und auch mitzuerleben, habe auch schon viel muessen lernen wie das leben in Brasil funktioniert,ich will dir nicht angst machen, aber was ich erlebt habe, das moechte ich dir nicht goennen, jeder brasi betruegt den andern, wie auch immer und das auch unter den Familien Mitglieder,. . .

Ich schaetze mal deine Ausfuehrungen betreffen Bahia, oder den NE Brasiliens.
Sao Paulo ist aber doch was anderes.
Sao Paulo wird schon von den Bahianos, die dort gearbeitet haben, als primeiro mundo bezeichnet. Der Paulista gilt als fleissig und korrekt, waehrend der Bahiano als faul und hintertrieben gilt. Dies ist die Meinung einiger Bahianos, mit denen ich regelmaessig zu tun habe. Es gibt natuerlich ueberall Abweichungen von den der Schablone. :wink:
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Alexsander » Mi 3. Jul 2013, 10:06

Hi Elkinha,

für mich würde sich die Frage stellen was passiert nach dem Februar, wenn Dein Mann eventuell keine Verlängerung für seinen Job bekommt. Du verlässt ja das Sozialsystem in Deutschland und in Brasilien wirst Du als Arbeitsloser nicht aufgefangen. Eine Anstellung für Dich wird ohnehin sehr schwer.
Die Auswanderung ist ja auch mit hohen Kosten verbunden. Ist sicherlich alles eine tolle Perspektive wie es geplant ist aber ein guter Plan-B kann nie schaden!!! Die Erfahrungen der Residents können Dir da sicherlich helfen.

Viel Glück und berichte weiter!
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Elsass » Mi 3. Jul 2013, 10:47

Wenn der Umzug nicht endgueltig ist und eine Rueckkehr nicht ausgeschlossen, wuerde ich die wichtigsten Klamotten einlagern (kostet natuerlich auch was) und ausser ein paar Klamotten nichts mitnehmen.
Nach der Erteilung der permanencia hast du ein paar Monate Zeit, dein Umzugsgut nachzuholen.
Wie schon vorher gesagt, ein Plan B ist wichtig - auch einer fuer dich alleine.
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Elkinha » Fr 5. Jul 2013, 18:38

Hallo liebe Forumsmitglieder,

erstmal vielen vielen Dank für eure Meinungen und Gedanken und dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt, alles aufzuschreiben!! =D>

Wenn es interessiert, hier nochmal ein bisschen mehr zu den Umständen und dem Plan, wie er momentan ist (ändert sich ja auch noch dauernd).
Mein Mann und ich haben Glück, denn er hat eine wunderbare Familie, man kann sich 100%ig auf Eltern und Geschwister verlassen, die Familie hält zusammen und unterstützt sich gegenseitig, dazu kommen noch ganz liebe Tanten und (leider nur noch eine) die Oma. Ich kenne diese alle bereits sehr gut und mein Mann hat auch die Jahre hier mind. einmal pro WOche mit seinen Eltern telefoniert, sie waren auch paarmal hier.
Die Familie meines Mannes kommt aus der Mittelschicht. Sie haben drei grosse Wohnungen in einem Condominio fechado im Zentrum von Sao Bernardo und dort wohnt mein Mann im Moment und ich wohl auch die ersten Wochen bis wir eine Wohnung gefunden haben.

Jobmässig ist es natürlich ein Risiko, allerdings ist mein Mann als Ingenieur bei einer internationalen Firma, die auch schon mehrfach bekundet haben, dass sie ihn übernehmen wollen. Er zumindest ist total optimistisch, dass er alternativ locker einen anderen Job findet, hat auch Freunde, die in ähnlichen Bereichen arbeiten, und schon angedeutet haben, dass er auch dort unterkommen könnte.

Ich bin nur wirklich total überrascht, dass ihr alle sagt, es ist so schwer in SP als Deutsche mit Hochschulabschluss, jahrelanger Berufserfahrung und sehr guten Portugiesischkenntnissen Arbeit zu finden. Mein Mann und sein Vater haben mir da immer das Gegenteil erzählt, aber ich werde nochmal mit ihnen darüber sprechen... ich dachte, ich könnte mich sonst für den Anfang auch als Deutsschlehrerin verdingen, da sind Muttersprachler wohl immer willkommen.
Allerdings sagt ihr ja, dass überhautp irgendeinen Job zu finden schwierig ist?

Bezüglich der Möbel und sonst. Hausrat werden wir auf jeden Fall einlagern, solange wir nicht wissen, was nach Februar ist (allerdings ist mein Mann wild entschlossen, zur WM in Brasilien zu sein :lol: ). Bis dahin also erstmal mit sehr wenig Dingen nach Brasil. Denn da stimme ich euch zu, SOVIEL Geld, wenn man evtl nach einem halben Jahr doch woanders hingeht, ist pure Verschwendung.

Die Fragen also, was lohnt sich mitzunehmen etc. bezogen sich also auf die Annahme, dass wir länger dort bleiben.
Meine (momentane...) Tendenz ist nachdem, was ich hier so gelesen habe, Wasch- und Spülmaschine zu verkaufen, Kühlschrank mitzunehmen, Küche gehört sonst sowieso nicht uns, Bett & Matratzen mitzunehmen und evtl noch ein paar Wohnzimmerregale, Kleiderschrank verkaufen.

Wie ich es aus Brasilien kenne und mein Mann auch sagt, sind die Zimmer bis auf das Wohnzimmer eher sehr klein. Daher lieber keinen Kleiderschrank mitnehmen. Das Sofa würde ich liebend gerne mitnehmen, aber das ist so gross und ich bin mir einfach nicht sicher :(
Ich glaube nämlich dass Sofas eher teuer und hässlich dort sind...?
So blöd, wenn man auf Optionen entscheiden muss

Das mit dem Anfertigen lassen ist auch eine gute Idee. Die Schwester meines Mannes hat z.B. den Kleiderschrank in einem Zimmer genau auf die Wand anpassen lassen, das ist qualitativ bestimmt besser als was fertig zu kaufen.

Tja und dann noch das grosse Thema Kriminalität... das ist für mich wirklich das Schlimmste!
Solange die Familie meines Mannes noch in Häusern gewohnt haben, ist ihnen paarmal das Auto beim Nachhausekommen geklaut worden. Irgendwann haben sie dann die Häuser verkauft und sich dafür eben die Wohnungen im Condominio fechado zugelegt. Dort gab es auch schonmal einen Überfall, aber zum Glück nicht bei ihnen und das siind jetzt schon 4 Jahre.
Mich belastet es schon ziemlich, dass man immer und überall aufpassen muss. Neben der Umweltverschmutzung ist das das Schlimmste!
Ich wäre auch gerne woanders hin als nach SP, aber da eben dort die Jobs sind und die Familie wohnt, ist es nun eben so. Aber so wie sich das bei euch anhört, ist es auch woanders nicht viel besser.

Meinem Mann geht es wieder richtig gut, seit er dort ist. Er stellt sich das auch alles toll vor, wenn ich komme, das ist so gegensätzlich zu dem, was ich hier im Forum lese... ich hoffe irgendwie trotzdem, er hat recht, wäre auf jeden Fall besser für uns :)

Ach ja, alles nicht so einfach. Könnt ihr mir noch irgendwelche Beiträge empfehlen, was man generell so an Hausrat ausser Möbeln besser aus Deutscshland mitbringt oder sowas? Und vielleicht, falls es das gibt, auch Tips für Umzugsunternehmen oder so?

Noch einmal ganz lieben Dank für Eure Unterstützung!!

lg Elkinha
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Re: Auswandern nach Brasilien - bitte Hilfe für neue Nutzeri

Beitragvon Colono » Fr 5. Jul 2013, 19:34

Hallo Elkinha,

bezüglich der Preise für den Umzug bin ich nicht mehr up to date. Das kommt auch auf dein Verhandlungsgeschick an.

Lass dir mal Vertreter verschiedener Speditionen nach Hause kommen um dich über die Konditionen zu informieren. So haben wir es gemacht.

Ein drittel der Transportkosten haben sie hier zusätzlich noch an Handelingkosten verlangt.

Ich würde zumindest alles mitnehmen was du nicht verkaufen kannst. In einem 20er Container ist jede Menge Platz, das glaubt man vorher gar nicht. Verschenken kannst du es immer noch. Es bleibt deine Abwägung ob sich der Transport rentiert. Ich würde das eher mit deinem Mann besprechen.

Bezüglich der Schauergeschichten über Brasilien, nehm nicht alles so ernst. Manche möchten hier nur ihren Frust ablassen und übertreiben ein bisschen.

Du scheinst aber gutes Setup zu haben um dich später in Brasilien mit deinem Mann zusammen wohl zu fühlen.


:wink:
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