Auswandern nach Brasilien

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon marlboroli » Di 1. Mär 2011, 02:27

ALSO - Ihr lieben Brasilien-"FREUNDE".net - USER !!!

Jetzt meldet sich auch noch mal ein NEULING in der Runde zu Wort!
Ich bin erst seit 2 Wochen in Brasilien und trotzdem trau ich mich jetzt mal den Mund aufzumachen und etwas mit euch zu [-X !

Weshalb seid Ihr zu einem Gringo nicht etwas einfühlsamer und denkt mal darüber nach, wie es EUCH denn ergangen ist, als Ihr mit dem Gedanken spielted nach Brasilien auszuwandern? Jemanden einfach "fertig zu machen" anstatt ihm konkret Hilfe anzubieten ist glaube ich der falsche Weg!

Nun werde ich mal versuchen, etwas konkret zu seinen Fragen beizutragen:
(vorab - meine Situation war etwas einfacher, da ich in der Schweiz meine Frau (Brasilianerin) heiratete und wir dann von Deutschland aus (wo wir wohnten), nach Brasilien/Manaus aus- bzw. sie rückgewandert sind)

Der Papierkrieg hielt sich eigentlich noch ziemlich in Grenzen (aber dass es ohne nicht geht - ist auch in DE und CH nicht anderst!!!) und beschränkte sich auf einge Übersetzungen und Beglaubigungen. Dass man Geburts-, Heirats- und Wohnsitzbestätigung sowie Leumundsbescheinigung benötigt ist wohl jedem klar, das ist ÜBERALL die selbe Prozedur, schliesslich muss die PERMA ja geprüft werden können! Kosten für den ganzen Visum-Spass beliefen sich auf rund CHF. 500.- (€ 350.-) inkl. allen Ubersetzungen!) Zeitlich waren wir damit rund knapp 3 Monate beschäftigt - also noch überschaubar.

Hier in Manaus am 12.02.2011 angekommen (ich) - meine Frau reiste schon im Dezember mit unserem Hund voraus - meldete ich mich umgehend bei der F P und hatte 1 Woche später meine CPF, die ID-Nummer gehe ich morgen abholen (der Ausweis dauert dann rund 180 Tage!).

Nun bin ich nach rund 2 Wochen schon handlungsfähig in BR und die Fahrerlaubnis bzw. Umschreiben des Führerausweises (ein MUSS innerhalb von 180 Tagen!!!) werden wir nächste Woche in Angriff nehmen! (Dafür gefordert wird in Manaus ein Psycho-Test, das ist alles!).

Sprache: ein sicherlich wichtiges Thema - ohne geht es nicht, aber auch ich bin erst im Lernen begriffen und werde wohl 1 Jahr brauchen bis ich einigermassen für den Alltag sattelfest bin. Dies lässt sich aber im Land selbst viel besser erlernen, als in DE einfach Theorie zu büffeln und Wörtchen zu pauken! Zudem kann einem ja die Partnerin/Frau dabei SEHR helfen und bereits im Alltag vieles auf portugiesisch sagen und erklären!!! Bei uns hat dies sehr geholfen. Meine Frau lebte mit mir 3 Jahre in CH und DE und hat dabei sehr gut Deutsch gelernt, trotzdem haben wir uns immer auf Englisch. Portugiesisch haben wir erst jetzt intensiviert!

Leben: dass das Leben in BR (Amazonas-Gebiet im speziellen!!!) sehr teuer "werden" kann ist durchaus richtig - kommt aber auch darauf an, welche Ansprüche man stellt - man kann sich auch durchaus kostengünstig ernähren und wohnen, solange man bereit ist, sich an das Land und die Leute anzupassen!!!

Arbeiten: eine Stelle zu finden ist tatsächlich ein fast schon unmögliches Unterfangen, wenn man jedoch initiativ ist und Ideen hat, ist hier einiges auf die Beine zu stellen!!! Brasilien bietet eine VIELZAHL von Möglichkeiten, man muss diese nur sehen und anpacken!!! Es gibt noch viel Spielraum hier - nicht nur die 0815-Ideen wie Pousada, Strandbar und dergleichen !!! Auch DE-Arbeiter, die eine qualitativ einiges bessere Arbeit abliefern und Ausbildung genossen haben, werden hier sicherlich überleben, sofern sie ein einigermassen vernüftiges Start-Kapital mitbringen können!!! Ohne Geld geht es natürlich auch hier nicht - wie ÜBERALL !!!

So - nun genug meiner Ergüsse und vielleicht könnt ihr künftig etwas "zamer" sein zu einem Gringo, der sich doch nur höflich informieren wollte !!!

Gruss an ALLE

Adrian
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Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon Takeo » Di 1. Mär 2011, 03:23

marlboroli hat geschrieben:Auch DE-Arbeiter, die eine qualitativ einiges bessere Arbeit abliefern und Ausbildung genossen haben, werden hier sicherlich überleben, sofern sie ein einigermassen vernüftiges Start-Kapital mitbringen können!!! Ohne Geld geht es natürlich auch hier nicht - wie ÜBERALL !!!


Allerdings, denn das Problem ist, dass diese DE-Arbeiter:
1.) ertmal beweisen (mindestens aber gezielt komunizieren) müssen, dass sie tatsächlich eine bessere Arbeit abliefern.
2.) dass diese bessere Arbeit auch einen gefragten Vorteil bringt ('agregar valor' wie es hier heisst)
3.) dass diese bessere Arbeit und die daraus entstandenen Vorteile auch in einem finanziel interessanten Rahmen angeboten werden könne, oder dass der Vorteil der besseren Arbeit sich bezahlt macht (wobei man ja wieder bei Punkt 1. ist).
... und für diese drei Punkte braucht man Geld!
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Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon marlboroli » Di 1. Mär 2011, 15:03

Takeo hat geschrieben:
marlboroli hat geschrieben:Auch DE-Arbeiter, die eine qualitativ einiges bessere Arbeit abliefern und Ausbildung genossen haben, werden hier sicherlich überleben, sofern sie ein einigermassen vernüftiges Start-Kapital mitbringen können!!! Ohne Geld geht es natürlich auch hier nicht - wie ÜBERALL !!!


Allerdings, denn das Problem ist, dass diese DE-Arbeiter:
1.) ertmal beweisen (mindestens aber gezielt komunizieren) müssen, dass sie tatsächlich eine bessere Arbeit abliefern.
2.) dass diese bessere Arbeit auch einen gefragten Vorteil bringt ('agregar valor' wie es hier heisst)
3.) dass diese bessere Arbeit und die daraus entstandenen Vorteile auch in einem finanziel interessanten Rahmen angeboten werden könne, oder dass der Vorteil der besseren Arbeit sich bezahlt macht (wobei man ja wieder bei Punkt 1. ist).
... und für diese drei Punkte braucht man Geld!



... und wieder einmal bestätigt sich: WER LESEN KANN (und ALLES LIEST) ist KLAR IM VORTEIL !!!

Ich habe ja geschrieben, dass es auch HIER OHNE START-KAPITAL N I C H T GEHT !!! Dies ist selbstredend eine Grundvoraussetzung für ein Überleben hier!!!

Doch die Chance, sich mit etwas Initiative und einer guten Idee UND QUALITÄT, hier durchzusetzen sind für den Handwerker hier um einiges besser, als in DE oder CH! Die Fix-Kosten sind einiges geringer und die Ein-Mann-Firma ist hier mit Pauschalbesteuerung klar im Vorteil gegenüber DE und CH.

Aber man sollte sich halt schon fundiet informieren !!!

Dazu wäre ein Forum wie dieses eigentlich der richtige Platz, wenn es hier drinnen nur nicht soviele negative und sinnlose Kommentare, sondern MEHR HILFE geben würde !!! WIRKLICH SCHADE !!!
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Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon Takeo » Di 1. Mär 2011, 15:26

warum beklagst Du Dich? Hast Du aus meinem Post irgendwas herausgelesen was Dir nicht passt? Ich bin doch nur auf Deine Punkte eingegangen und habe sie etwas erläutert. Ich finde der Grad der Empfindlichkeit mancher User könnte mal wieder herabgesetzt werden, schade ist, dass sich ständig jeder auf den Schlips getreten fühlt.
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Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon Severino » Fr 25. Nov 2011, 13:02

marlboroli hat geschrieben:Doch die Chance, sich mit etwas Initiative und einer guten Idee UND QUALITÄT, hier durchzusetzen sind für den Handwerker hier um einiges besser, als in DE oder CH!

Dieser Thread ist zwar schon ein paar Tage alt, aber in dem Zitat oben steckt ein typischer europäischer Denkfehler! Qualität ist in Deutschland oder der Schweiz gefragt und wird hoch bewertet und deshalb auch bezahlt. Das ist in Brasilien anders. Das erste Argument bei der Vergabe eines Auftrages ist zu 99% der Preis. Danach zählen persönliche Kontakte. Dann die Schnelligkeit. Qualität kommt irgendwann danach...
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Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon Rio_de_Janeiro » Fr 25. Nov 2011, 14:25

Severino hat geschrieben:Dieser Thread ist zwar schon ein paar Tage alt, aber in dem Zitat oben steckt ein typischer europäischer Denkfehler! Qualität ist in Deutschland oder der Schweiz gefragt und wird hoch bewertet und deshalb auch bezahlt. Das ist in Brasilien anders. Das erste Argument bei der Vergabe eines Auftrages ist zu 99% der Preis. Danach zählen persönliche Kontakte. Dann die Schnelligkeit. Qualität kommt irgendwann danach...


Das stimmt nur bedingt, bzw. ist wohl von der individuellen Branche abhängig. Ich kenne einen Schweizer, der eine Karosseriebau- und Mechanikwerkstatt für Autos in Joao Pessoa betreibt - und das natürlich mit der gewohnt hohen Schweizer Qualität. Über Mundpropaganda hat sich so viel über seine Arbeit herumgesprchen, dass die Leute mit PKW, die der Mittel- oder Oberschicht angehören, ihr Fahrzeug GEZIELT nur noch zu ihm bringen.

Mag sein, dass es sich bei Heizungsmonteuren etc. anders verhält und hier nur der Preis entscheidet.
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Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon Fofinho2 » Fr 25. Nov 2011, 14:40

Ob Brasilien so eine grosse Nachfrage nach Heizungsmonteuren hat? Die Privatäuser die ich kennengelernt habe auf meinen Reisen, hatten jedenfalls keine Heizungen vorzuweisen, sei es im Süden, Osten oder im Nordosten. Im Süden findet man eher mal offene Kamine oder Holzöfen die so genannten Lareiras, Heizungen wohl nur im Shoppingcenter oder in öffentlichen Gebäuden. Klimatechniker wären wohl eher gefragt.
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Re: Auswandern nach Brasilien

Beitragvon Rio_de_Janeiro » Fr 25. Nov 2011, 15:27

Fofinho2 hat geschrieben:Ob Brasilien so eine grosse Nachfrage nach Heizungsmonteuren hat? Die Privatäuser die ich kennengelernt habe auf meinen Reisen, hatten jedenfalls keine Heizungen vorzuweisen, sei es im Süden, Osten oder im Nordosten. Im Süden findet man eher mal offene Kamine oder Holzöfen die so genannten Lareiras, Heizungen wohl nur im Shoppingcenter oder in öffentlichen Gebäuden. Klimatechniker wären wohl eher gefragt.


Hihi, deswegen habe ich auch dieses Beispiel gewählt. :mrgreen:

Wobei tief im Süden Brasiliens durchaus Bedarf für Heizungsmonteure bestehen kann. Immerhin wird es dort im Winter auch recht kühl.
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