Auswandern nach Florianópolis

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon thomas70513 » Mi 8. Apr 2015, 21:06

@gato Darauf wird es ohnehin hinauslaufen. Meine Gute hat in Florianópolis Mode studiert, ich hoffe sie stellt da irgendwas mit
einer ihrer Freundinnen auf die Beine. Kurz und mittelfristig ist sie durch ihre Familie abgesichert. Aber so prinzipiell
hängt die finanzielle Zukunft unserer kleinen Familie wohl eher an mir. Allerdings kann ich auch mehr Gas geben wenn ich sehe das es meiner Freundin gut geht.

@Brazil53

...hübsch hübsch aber will alles unterhalten werden. Die Frage zielte darauf ab einen ungefähren Eindruck zu gewinnen auf was für
einen Stundensatz deine Jardinheiros gekommen sind. (?) In Deutschland ist es keine Frage der Würde sondern des Alters.
Viele meiner Kunden bestellen mich mittlerweile auch im Sommer zum Hecke schneiden ect. weil sie alt und gebrechlich sind.
Obwohl solche Sachen nun nicht gerade meine Kernkompetenz darstellen mach ich das außerhalb meiner Saison schon auch mal.

Dank und Gruß aus Jurere, SC - Brasil
Thomas
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon Colono » Mi 8. Apr 2015, 21:48

thomas70513 hat geschrieben:Dank und Gruß aus Jurere, SC - Brasil
Thomas

Irgendwie hab ich nicht den Eindruck als wärst du gerade am zweitbeliebtesten Ferienort des Sūdens. Da du offensichtlich recht schreibgewandt bist, erzähl uns mal deine Meinung von der Gegend, den Leuten und nicht nur daß sie zu blöd sind zum Bäumeabschneiden. Denn das sind sie bestimmt nicht.
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon moni2510 » Do 9. Apr 2015, 11:29

mein Gärtner aka Pflanzenkiller war nur einmal bei mir, wollte 80R$ für einen Tag haben. Dafür hat er eine Wüste hinterlassen incl. einem Tobsuchtsanfall meinerseits... Wir haben dann ganz brasilike unsere Bäume selbst gestutzt mit der Machete. Ist nicht schlecht gegen schlechte Laune :mrgreen:
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon thomas70513 » Do 9. Apr 2015, 15:02

Hallo allerseits


@colonel Lieber Colonel, das viele Brasilianer hier Bäume "abschneiden" können habe ich nie bestritten,
ich möchte herausfinden ob auch ein Markt für "Baumpflege" existiert von dem man leben könnte.
Zumindest im Botanischen Garten in Rio (wir waren zu Beginn unseres diesjährigen Urlaubs 3 Tage da) habe ich
beschnittene Bäume gesehen die "fachgerecht" aussahen.
Im übrigen gibt es auch in Deutschland genügend Altlasten sprich Bäume die von Hausmeister Krause mal "abgeschnitten" worden.
Bitte unterstell mir bitte nicht dass ich "die Brasilianer" für dumm halte.

Jurere ist nicht nur Ferienort, hier kauft sich auch alles was Geld hat aus ganz Brasilien ein Ferienhaus.
Jurere International wurde als Ganzes aufgekauft von einer großen Firma, entwickelt und geplant. Wildwuchs von Predios
wie in Balneario Camborio gibt es hier also nicht. Die Ferienwohnung meiner Schwiegereltern ist direkt am "Openshoping" eine
Laden und Geschäftsstraße die Richtung Strand läuft. Die kleine Wohnung wurde schon vor Jahren gekauft als das noch erschwinglich war.
Wenn ich die Miete bezahlen sollte die die Schwiegereltern hier verlangen um die Weihnachts und Silvesterzeit, ich wäre nicht hier.
Im Moment ist keine Saison, die meisten Apartments und Ferienhäuser sind leer, der Strand auch. Wenig los vor Allem unter der Woche.
Also ein Paradies zum abhängen für den der Sommer Sonne und Strand mag. Ein Betreuungsangebot für unseren Sohn vermisse ich, wir
haben aber nicht ernsthaft danach gesucht und jetzt ist es auch zu spät. Der kleine Racker findet es nicht so toll wenn Papa
Zeitung oder Buch lesen will. Ich war auch schon Silvester hier, bis auf die eigentliche Silvesterfeier die ich eindeutig
denen in Deutschland vorziehe ist es mir dann hier zu voll. Selbst Nachts rollen dann ununterbrochen Autos und laute Motorräder
an der zur Straße zugewandten Seite. Unruhiger Schlaf ist die Folge. Im Grunde habe ich in der Zeit in der ich meine Freundin
kenne so alle 2 Jahre hier Urlaub gemacht. Ich habe alle Strände der Insel bereist und kenne einige Bairros, zumindest die gehobenen.
2007 habe ich wie gesagt 10 Monate hier gewohnt (Auslandssemester + Urlaub) und zwar in Trindade. Meine Kenntnisse sind aber zu
meinem Leidwesen etwas oberflächlich. Kennt man ein Stadtviertel wenn man mit dem Auto hinfährt, zehn Minuten rumläuft um dann
was zu Essen und dann wieder mit dem Auto wegzufahren? Leider sind auch die Leute die ich kenne nicht repräsentativ für "den Brasilianer".
Das waren ja zunächst Studenten, die Familie meiner Vermieterin und dann die Freunde und Familie meiner Freundin (zu der Zeit auch Studenten).
Den Eltern meiner Bekannten ging es gut, sie konnten das Studium finanzieren. Seit dem sind Jahre vergangen. der Ernst des Lebens
hat nicht nur für mich begonnen. Es ist durchaus auch hier nicht mehr so selbstverständlich, dass ein abgeschlossenes Studium
bedeutet das einem hier die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, das ist mein Eindruck.

Hallo Moni, das gewünschte Ergebnis sollte im Vorfeld so genau wie möglich besprochen werden, sonst kann es schlimm enden.
Wenn ein Mann sagt er nimmt 80 Real am Tag sollten aber auch bei Dir die Alarmglocken läuten.
Hast Du dir in dem Moment nicht die Frage gestellt wie das gehen soll? Würdest Du mit so einem Salário überleben können?
Ich rede hier nur von den Basics wie Essen, Trinken, Wohnen, Ausfallzeiten wegen Krankheit, Altersvorsorge.
Du hast ja als Angestellte gearbeitet da sieht man das oft nicht und verwechselt oft das Stundenhornorar mit dem Stundenlohn
den man erhalten hat. Selbst der Bruttolohn zieht da nicht. Die ganzen Sozialabgaben werden auch von unseren Politikern immer
abschätzig als Lohnnebenkosten bezeichnet die es zu drücken gilt. Sie sind es nicht! Das ist dein Arbeitslohn, dafür ist man dann
versichert und der Urlaub ist bezahlt! All das muss ein Selbstständiger von seinem Tagessatz selber abdrücken. Übrigens auch wenn die Kohle schwarz verdient
wird muss der Mann für sich selbst Vorsorgen, das einzige was in diesem Fall "gespart" wird sind die Steuern.
Wenn ich im Baumarkt bei uns eine "Motorsägenatrappe" aus China kaufe, für 100 Euro, brauche ich mich ja auch nicht wundern
wenn ich damit nicht zum Ziel komme.

Gruß und Dank

Thomas
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon GatoBahia » Do 9. Apr 2015, 15:22

thomas70513 hat geschrieben:
Hallo Moni, das gewünschte Ergebnis sollte im Vorfeld so genau wie möglich besprochen werden, sonst kann es schlimm enden.
Wenn ein Mann sagt er nimmt 80 Real am Tag sollten aber auch bei Dir die Alarmglocken läuten.
Hast Du dir in dem Moment nicht die Frage gestellt wie das gehen soll? Würdest Du mit so einem Salário überleben können?
Ich rede hier nur von den Basics wie Essen, Trinken, Wohnen, Ausfallzeiten wegen Krankheit, Altersvorsorge.
Du hast ja als Angestellte gearbeitet da sieht man das oft nicht und verwechselt oft das Stundenhornorar mit dem Stundenlohn
den man erhalten hat. Selbst der Bruttolohn zieht da nicht. Die ganzen Sozialabgaben werden auch von unseren Politikern immer
abschätzig als Lohnnebenkosten bezeichnet die es zu drücken gilt. Sie sind es nicht! Das ist dein Arbeitslohn, dafür ist man dann
versichert und der Urlaub ist bezahlt! All das muss ein Selbstständiger von seinem Tagessatz selber abdrücken. Übrigens auch wenn die Kohle schwarz verdient
wird muss der Mann für sich selbst Vorsorgen, das einzige was in diesem Fall "gespart" wird sind die Steuern.
Wenn ich im Baumarkt bei uns eine "Motorsägenatrappe" aus China kaufe, für 100 Euro, brauche ich mich ja auch nicht wundern
wenn ich damit nicht zum Ziel komme.

Gruß und Dank

Thomas


80 Real an zwanzig Tagen? Mehr ham hier die Harzies auch nicht, da wird jemand genommen den einer kennt. Und ausser 'ner Leiter und 'ner Machete bringt der nichts mit, ja man kann mit 'ner Machete auch Rasen mähen. (Braucht nicht mal Sprit) Vorsorgen, gibt's da überhaupt ein brasilianisches Wort für? Wenn ich heute mein Essen und den Cachasa bezahlen kann gehts mir gut, wenn 'ne Frau neben mir liegt dann sogar blendend :lol:

Gato :mrgreen:

PS: War ich evt. doch zu lange in Bahia :?:
a curiosidade matou o gato
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon moni2510 » Do 9. Apr 2015, 15:49

thomas70513 hat geschrieben:Hallo allerseits

Hallo Moni, das gewünschte Ergebnis sollte im Vorfeld so genau wie möglich besprochen werden, sonst kann es schlimm enden.
Wenn ein Mann sagt er nimmt 80 Real am Tag sollten aber auch bei Dir die Alarmglocken läuten.
Hast Du dir in dem Moment nicht die Frage gestellt wie das gehen soll? Würdest Du mit so einem Salário überleben können?
Ich rede hier nur von den Basics wie Essen, Trinken, Wohnen, Ausfallzeiten wegen Krankheit, Altersvorsorge.
Du hast ja als Angestellte gearbeitet da sieht man das oft nicht und verwechselt oft das Stundenhornorar mit dem Stundenlohn
den man erhalten hat. Selbst der Bruttolohn zieht da nicht. Die ganzen Sozialabgaben werden auch von unseren Politikern immer
abschätzig als Lohnnebenkosten bezeichnet die es zu drücken gilt. Sie sind es nicht! Das ist dein Arbeitslohn, dafür ist man dann
versichert und der Urlaub ist bezahlt! All das muss ein Selbstständiger von seinem Tagessatz selber abdrücken. Übrigens auch wenn die Kohle schwarz verdient
wird muss der Mann für sich selbst Vorsorgen, das einzige was in diesem Fall "gespart" wird sind die Steuern.
Wenn ich im Baumarkt bei uns eine "Motorsägenatrappe" aus China kaufe, für 100 Euro, brauche ich mich ja auch nicht wundern
wenn ich damit nicht zum Ziel komme.

Gruß und Dank

Thomas


Tja, der Grossteil der bras. Bevölkerung wird sogar noch deutlich weniger bezahlen wollen und das auch tun. Und ja, die kommen mit Glück mit einer Machete, den Rasenmäher muss man schon selbst haben. Und du kannst soviel besprechen wie du willst, das geht rechts rein und links wieder raus. Und mein Gärtner war schon der "Beste"! im Dorf, von vielen anderen wurde mir von vornherein abgeraten. Das ist Brasilien ausserhalb der Grossstadt, wo die Classe Media aus Rio ihre Ferienhäuser hat. Ich habe den Fehler gemacht, das Haus zu verlassen. Das sollte mein nie tun, wenn man egal welche Spezialisten im Haus hat.

Nachtrag, 80R$ ist viel Geld, wenn der nur 10 Tage "arbeitet" hat er schon mehr als ein Salario minimo und das alles cash auf die Hand... Bei Null Miete, Wasser und Strom-Gato kommen die schon über die Runden...
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon Brazil53 » Do 9. Apr 2015, 16:11

Hallo Thomas, da wünsche ich dir viel Glück bei deinem Vorhaben.

Ich hoffe dir ist klar, dass ein festangestellter Gärtner in Brasilien zwischen 1300 und 2400 Real im Monat verdient?
Da sind 80 Real, pro Tag, schon eine gute Entlohnung.
Und dem Auftraggeber ist es völlig egal, wie teuer deine Motorsäge war.

Und diese Art Jobs werden auch von den gutbetuchten Auftraggebern aus der oberen Schicht, mit keinem Real mehr bezahlt, nur weil man es sich leisten kann. Und ob du von dem Geld überleben kannst, interessiert niemanden.

Aber ich lasse mich von den vor Ort lebenden Residenten gerne eines besseren belehren.
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon Colono » Do 9. Apr 2015, 16:19

thomas70513 hat geschrieben:Hallo allerseits


@colonel Lieber Colonel, das viele Brasilianer hier Bäume "abschneiden" können habe ich nie bestritten,
ich möchte herausfinden ob auch ein Markt für "Baumpflege" existiert von dem man leben könnte.
Zumindest im Botanischen Garten in Rio (wir waren zu Beginn unseres diesjährigen Urlaubs 3 Tage da) habe ich
beschnittene Bäume gesehen die "fachgerecht" aussahen.
Im übrigen gibt es auch in Deutschland genügend Altlasten sprich Bäume die von Hausmeister Krause mal "abgeschnitten" worden.
Bitte unterstell mir bitte nicht dass ich "die Brasilianer" für dumm halte.

Jurere ist nicht nur Ferienort, hier kauft sich auch alles was Geld hat aus ganz Brasilien ein Ferienhaus.
Jurere International wurde als Ganzes aufgekauft von einer großen Firma, entwickelt und geplant. Wildwuchs von Predios
wie in Balneario Camborio gibt es hier also nicht. Die Ferienwohnung meiner Schwiegereltern ist direkt am "Openshoping" eine
Laden und Geschäftsstraße die Richtung Strand läuft. Die kleine Wohnung wurde schon vor Jahren gekauft als das noch erschwinglich war.
Wenn ich die Miete bezahlen sollte die die Schwiegereltern hier verlangen um die Weihnachts und Silvesterzeit, ich wäre nicht hier.
Im Moment ist keine Saison, die meisten Apartments und Ferienhäuser sind leer, der Strand auch. Wenig los vor Allem unter der Woche.
Also ein Paradies zum abhängen für den der Sommer Sonne und Strand mag. Ein Betreuungsangebot für unseren Sohn vermisse ich, wir
haben aber nicht ernsthaft danach gesucht und jetzt ist es auch zu spät. Der kleine Racker findet es nicht so toll wenn Papa
Zeitung oder Buch lesen will. Ich war auch schon Silvester hier, bis auf die eigentliche Silvesterfeier die ich eindeutig
denen in Deutschland vorziehe ist es mir dann hier zu voll. Selbst Nachts rollen dann ununterbrochen Autos und laute Motorräder
an der zur Straße zugewandten Seite. Unruhiger Schlaf ist die Folge. Im Grunde habe ich in der Zeit in der ich meine Freundin
kenne so alle 2 Jahre hier Urlaub gemacht. Ich habe alle Strände der Insel bereist und kenne einige Bairros, zumindest die gehobenen.
2007 habe ich wie gesagt 10 Monate hier gewohnt (Auslandssemester + Urlaub) und zwar in Trindade. Meine Kenntnisse sind aber zu
meinem Leidwesen etwas oberflächlich. Kennt man ein Stadtviertel wenn man mit dem Auto hinfährt, zehn Minuten rumläuft um dann
was zu Essen und dann wieder mit dem Auto wegzufahren? Leider sind auch die Leute die ich kenne nicht repräsentativ für "den Brasilianer".
Das waren ja zunächst Studenten, die Familie meiner Vermieterin und dann die Freunde und Familie meiner Freundin (zu der Zeit auch Studenten).
Den Eltern meiner Bekannten ging es gut, sie konnten das Studium finanzieren. Seit dem sind Jahre vergangen. der Ernst des Lebens
hat nicht nur für mich begonnen. Es ist durchaus auch hier nicht mehr so selbstverständlich, dass ein abgeschlossenes Studium
bedeutet das einem hier die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, das ist mein Eindruck.

Hallo Moni, das gewünschte Ergebnis sollte im Vorfeld so genau wie möglich besprochen werden, sonst kann es schlimm enden.
Wenn ein Mann sagt er nimmt 80 Real am Tag sollten aber auch bei Dir die Alarmglocken läuten.
Hast Du dir in dem Moment nicht die Frage gestellt wie das gehen soll? Würdest Du mit so einem Salário überleben können?
Ich rede hier nur von den Basics wie Essen, Trinken, Wohnen, Ausfallzeiten wegen Krankheit, Altersvorsorge.
Du hast ja als Angestellte gearbeitet da sieht man das oft nicht und verwechselt oft das Stundenhornorar mit dem Stundenlohn
den man erhalten hat. Selbst der Bruttolohn zieht da nicht. Die ganzen Sozialabgaben werden auch von unseren Politikern immer
abschätzig als Lohnnebenkosten bezeichnet die es zu drücken gilt. Sie sind es nicht! Das ist dein Arbeitslohn, dafür ist man dann
versichert und der Urlaub ist bezahlt! All das muss ein Selbstständiger von seinem Tagessatz selber abdrücken. Übrigens auch wenn die Kohle schwarz verdient
wird muss der Mann für sich selbst Vorsorgen, das einzige was in diesem Fall "gespart" wird sind die Steuern.
Wenn ich im Baumarkt bei uns eine "Motorsägenatrappe" aus China kaufe, für 100 Euro, brauche ich mich ja auch nicht wundern
wenn ich damit nicht zum Ziel komme.

Gruß und Dank

Thomas

Es wird ja bald wieder waermer :mrgreen:

Ein kleiner Trost:

http://vejoaovivo.com.br/sc/florianopolis/jurere.html
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon thomas70513 » Do 9. Apr 2015, 16:34

Brazil53 hat geschrieben:Hallo Thomas, da wünsche ich dir viel Glück bei deinem Vorhaben.

Ich hoffe dir ist klar, dass ein festangestellter Gärtner in Brasilien zwischen 1300 und 2400 Real im Monat verdient?
Da sind 80 Real, pro Tag, schon eine gute Entlohnung.
Und dem Auftraggeber ist es völlig egal, wie teuer deine Motorsäge war.

Und diese Art Jobs werden auch von den gutbetuchten Auftraggebern aus der oberen Schicht, mit keinem Real mehr bezahlt, nur weil man es sich leisten kann. Und ob du von dem Geld überleben kannst, interessiert niemanden.

Aber ich lasse mich von den vor Ort lebenden Residenten gerne eines besseren belehren.



Punkt 1 ist mir klar.Ich will ja aber nicht Gärtnern im engeren Sinn.
Punkt 2 Eben genau da ist es nicht! Um als Selbstständiger auf 1500 Real Monatslohn zu kommen musst Du in Deutschland auch mindestens das doppelte einnehmen als Gewinn nach Abzug deiner Betriebsausgaben. Sprich ein Empressário muss genau wie in Deutschland auch Sozialabgaben leisten. Ihn kosten die 1500 Real Monatslohn inclusive bezahlten Urlaub 3000 Real! Bin ich mein eigner Empressário muss ich genau so rechnen, Alles Andere führt in den Ruin!
Punkt 3 Wenn ich für meine Arbeit nicht den gewünschten Preis erzielen kann muss ich was Anderes arbeiten oder es akzeptieren.

Als angestellter Gärtner/Hausmeister kann man in Deutschland übrigens auch keine Familie ernähren. Als Chef einer Gärtnerei eventuell schon...
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Re: Auswandern nach Florianópolis

Beitragvon GatoBahia » Do 9. Apr 2015, 17:07

In Brasilien ist dein Gärtner gleichzeitig auch noch Klempner, Elektriker und Taxifahrer! Verblüffenderweise alles in der selben Qualität #-o

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