Auswandern nach Recife

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon Ulli123 » Mo 23. Jan 2012, 13:59

danke für die vielen schnellen Antworten. Das die Preise dort unten momentan explodieren hab ich fast befürchtet. Naja, die anstehende WM und das schlechte Klima in Europa tragen sicher dazu bei. Es ist unglaublich, trotz der großen Armut in Brasilien leben die Leute offenbar auf kleinem Fuß und sind glücklich und zufrieden (schaut mal Ihre Gesichter an). Bei meiner Ankunft im Wohlstandsland D sahen die Gesichter der Menschen anders aus ;-( Ich denke mit einem einigermaßen gutem Konzept sollte man doch dort auch über die Runden kommen. Klar, die Brasilianer sind auch nicht blöd aber wir haben doch auch was im Hirn, oder? Danke auch für die Tipps das es südlich von Recife mehr Tourismus gibt, werd mir das im März gleich mal anschauen. Ne andere Idee wäre doch auch eine Baufirma zu gründen und auf den anstehenden Bauboom aufzuspringen. Habe in meinem 1.Beruf mal Maurer gelernt und nachdem ich gesehen habe wie dort gebaut wird....man oh mann...das diese Häuser überhaupt älter als 10 Jahre werden...unglaublich.
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon cacao » Mo 23. Jan 2012, 14:22

Für 50000 -70000 € ist es möglich ein Haus zu kaufen, kommt auf die Region an, in Recife und Olinda weniger, in Janga und Pau Amarelo kann man ein zumindest kleines Haus finden bzw. eine Doppelhaushäfte. Bei Interbras fangen die günstigsten Angebote bei ca. 50000 € an. Wenn man for Ort sucht kann man da noch mehr finden.
Auf der insel Itamaraca findet man auch gelegentlich Angebote in dieser Preisklasse. Wichtig wäre es wohl wenn die Unterkunft nicht allzu weit vom zukünftigen Arbeitsplatz entfernt ist.

Itamaraca, Maria Farinha, Pau Amarelo wären auch geeignete Orte für eine Bootsvermietung, ich gehe jedoch auch davon aus, dass die Konkurrenz groß ist und sich die Anzahl der Touristen in Grenzen hält.

Ich glaube, dass der Transport und die Einfuhr der Boote sich nicht rechnen werden. Wäre es nicht besser, eine Bootsvermietung in Deutschland aufrecht zu erhalten und sich erst mal ein Boot in Brasilien zu kaufen für Vermietung bzw. organisierte Touren, um sich die Rückkehrmöglichkeit nicht zu verbauen und erst mal abzuklären,ob ein Bootsverleih in Brasilien rentabel ist?

Wenn keine Miete bezahlt werden muss und keine Kinder vorhanden sind, kann man aus meiner Sicht mit 1200 -1500 € durchaus auskommen.
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon paoamerelo » Mo 23. Jan 2012, 14:54

cacao hat geschrieben:Für 50000 -70000 € ist es möglich ein Haus zu kaufen, kommt auf die Region an, in Recife und Olinda weniger, in Janga und Pau Amarelo kann man ein zumindest kleines Haus finden bzw. eine Doppelhaushäfte.


ein kleines haus? denke mal eher etwas größeres mit pool,aber von privat[/quote]

Bei XXXXX fangen die günstigsten Angebote bei ca. 50000 € an. Wenn man for Ort sucht kann man da noch mehr finden.[/quote]

weil diese makler aus dem reais preis der verkäufer euro preise machen und es wird leider bezahlt.[/quote]

Wenn keine Miete bezahlt werden muss und keine Kinder vorhanden sind, kann man aus meiner Sicht mit 1200 -1500 € durchaus auskommen[/quote]

das sehe ich auch so!!

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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon zagaroma » Mo 23. Jan 2012, 15:47

paoamerelo hat geschrieben:zagaroma,ich wohne noch 5 km nördlicher von dir,mit dem bootsverleih gebe ich dir recht,aber häuser direkt am strand kauft man nicht mehr,denn diese stehen bald im meer.ich wohne 400m vom strand und da sind die preise der häuser weitaus günstiger,darfst natürlich nicht über die berühmten makler hier kaufen,sondern von privat.evtl.sehen wir uns ja mal am strand.


Schau' mal Deine privaten Nachrichten an, ich hab' Dir schon vor làngerer Zeit geschrieben, weil ich das Gefùhl habe, wir mùssten uns eigentlich làngst kennen!

Du weisst sicher, dass jetzt im April wirklich (ja, echt) die Bauarbeiten zur Befestigung der Kùste anfangen sollen, angefangen in Maria Farinha und bis nach Olinda. Zweispurige Strasse am Meer entlang, Brùcke von Janga verdoppelt usw. Wir wohnen in dem Teil von Janga, wo die Uferpromenade schon gemacht ist und stehen deshalb nicht mit den Fùssen im Wasser, Gott sei Dank, das funktioniert.

Wahrscheinlich ist jetzt wirklich ein guter Moment, nòrdlich vom Shopping Norte ein Haus am Meer zu kaufen, viele sind im Angebot weil die Eigentùmer in Panik sind und man kann sehr gut runterhandeln. Wenn die Befestigung erst mal gemacht ist, steigt der Wert dann schlagartig.

Und nein, auf keinen Fall die deutschen Makler im Internet benutzen, viel zu teuer. Immer direkt verhandeln.
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon paoamerelo » Mo 23. Jan 2012, 17:32

[quote="zagaroma"
Du weisst sicher, dass jetzt im April wirklich (ja, echt) die Bauarbeiten zur Befestigung der Kùste anfangen sollen, angefangen in Maria Farinha und bis nach Olinda. Zweispurige Strasse am Meer entlang, Brùcke von Janga verdoppelt usw. Wir wohnen in dem Teil von Janga, wo die Uferpromenade schon gemacht ist und stehen deshalb nicht mit den Fùssen im Wasser, Gott sei Dank, das funktioniert.

Wahrscheinlich ist jetzt wirklich ein guter Moment, nòrdlich vom Shopping Norte ein Haus am Meer zu kaufen, viele sind im Angebot weil die Eigentùmer in Panik sind und man kann sehr gut runterhandeln. Wenn die Befestigung erst mal gemacht ist, steigt der Wert dann schlagartig.
[/quote]

die bauarbeiten wurden schon drei mal versprochen,nur leider war immer das eingeplante geld dafür verschwunden.
habe dir ne pn geschickt
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon Alexsander » Mo 23. Jan 2012, 18:44

ich würde derzeit garnichts kaufen. Die Preise sind vollkommen überzogen (die Immo-Blase wird auch hier platzen) und ein Haus kann zudem ein mächtiger Klotz am Bein sein (z.B. wenn man als Selbständiger sein Geschäft verlegen will/muss bzw. die Zelte wieder abbricht).

Besser erstmal was anmieten und erfolgreich werden, als Deutscher hat man es ohnehin noch zigfach schwerer wie der Rest hier...

Der Kauf über den Makler ist aber ansonsten sicher der bessere Weg, gerade für einen Gringo. Die Maklercourtage zahlt eh der Verkäufer.
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon karlnapp » Mo 23. Jan 2012, 18:56

Alexsander hat geschrieben:bzw. die Zelte wieder abbricht

"Gewirrerr owwer aach!"
Eine gewisse oberhessische Bauernschläue kann man den, im ehemaligen Kreis Wetzlar, Geborenen oder Lebenden unmöglich absprechen!
Es wird schon seine guten Gründe haben, dass selbst die alten Römer, mit ihrer Eroberungslust, an den wehrhaften Oberhessen scheiterten und sich nicht weiter nördlich als nach Pohlheim, ganz in der Nähe von Braunfels, trauten.
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon zagaroma » Di 24. Jan 2012, 19:02

paoamerelo hat geschrieben:
die bauarbeiten wurden schon drei mal versprochen,nur leider war immer das eingeplante geld dafür verschwunden.


Weiss ich, ja. Es ist nur so, dass in Maria Farinha einige einflussreiche Leute teure Hàuser besitzen, und inzwischen muss das Wasser da nur noch 1 m steigen und sie kònnen sich umtaufen in Atlantis. Deshalb wurde wohl ein Interessenverband gegrùndet, der nun in Paulista massiven Druck ausùbt. Anfangen werden sie auf jeden Fall mit den Bauarbeiten, zuerst in Maria Farinha, ob sie allerdings wirklich bis nach Olinda kommen, steht natùrlich in den Sternen. Ich wùrde auch eher vermuten, dass sie sich beim Forte etwa wieder abmurksen...

Andererseits, wenn die Predios am Shopping Norte und alle anderen Neubauten weiter hinten erst mal bezogen sind, wird die sowieso schon ùberlastete Avenida natùrlich vòllig unzureichend. Die Jungs mit der Kohle wollen ja wohl auch nicht jedesmal 3 Stunden im Stau stehen, wenn sie zum Wochenende nach Maria Farinha fahren. Also ich denke, es gibt schon eine gute Chance, dass die Bauarbeiten auch fertiggestellt werden. Nicht dass wir sehr begeistert wàren darùber, eine neue Strasse vors Haus zu bekommen....
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon zagaroma » Di 24. Jan 2012, 19:15

Alexsander hat geschrieben:ich würde derzeit garnichts kaufen. Die Preise sind vollkommen überzogen (die Immo-Blase wird auch hier platzen) und ein Haus kann zudem ein mächtiger Klotz am Bein sein (z.B. wenn man als Selbständiger sein Geschäft verlegen will/muss bzw. die Zelte wieder abbricht).

Besser erstmal was anmieten und erfolgreich werden, als Deutscher hat man es ohnehin noch zigfach schwerer wie der Rest hier...

Der Kauf über den Makler ist aber ansonsten sicher der bessere Weg, gerade für einen Gringo. Die Maklercourtage zahlt eh der Verkäufer.


Glaube ich nicht. Die Erfahrung in sùdeuropàischen Làndern zeigt, dass die Immo-Blase erst platzt, wenn der òkonomische Aufschwung stoppt und sich in eine nationale Krise umkehrt. Das wird hier fùr viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, nicht passieren (sind wir hier doch etwa in den europàischen '60ern).
Nein, wenn man kaufen kann, sollte man das tun, vor allem gròssere Grundstùcke in (noch) billigen Zonen in Stadtnàhe, das ist das beste Investment. Unser Haus ist in 3 Jahren schon 40 % im Wert gestiegen.

Und klar, auf jeden Fall ùber lokalen Makler kaufen und von seinem Rechtsanwalt absegnen lassen!
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Re: Auswandern nach Recife

Beitragvon Itacare » Di 24. Jan 2012, 22:27

zagaroma hat geschrieben:
Alexsander hat geschrieben:ich würde derzeit garnichts kaufen. Die Preise sind vollkommen überzogen (die Immo-Blase wird auch hier platzen)......


Glaube ich nicht............


Muss wohl jeder für sich selbst beurteilen, ich würde, obwohl insgesamt eher risikofreudig, hier keine eindeutige Prognose wagen.
Semmeln (übersetzt: Brötchen :mrgreen: ) unterliegen keinem Schweinezyklus, weil die Bäckereien einen steigenden Bedarf kurzfristig abdecken könnten.
Immobilien mit einer langen Vorlaufzeit von der Planung bis zur Ausführung schon. Eine Knappheit führt zu steigenden Preisen, was auch noch die Spekulanten mit auf den Plan ruft. Führt zu noch größerer Knappheit und noch weiter steigenden Preisen, während die „Produktion“ aufgrund der langen Zyklen nicht nachkommt. Also wird gebaut auf Teufel komm raus…. Das Ende ist absehbar. Knicks gab es auch in D, z. B. kurz nach der Olympiade 1972.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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