Auswandern nach Rio mit Familie

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon anchieta » Mo 28. Jun 2010, 22:29

hi

es ist eigendlich ganz einfach, aber vielleicht nicht so toll wie es dein Mann es sich vorstellt :
Kinder : du musst sie vollständig beschäftigen in RdJ, ganztags voll ausprogrammiert. Leerlauf verboten, und du bist dafür verantwortlich sie von A nach B zu kutschieren, IMMER und JEDESMAL.
Der / die Aelteste wird sich schnell einfinden, da mit 14 Jahren das andere Geschlecht an Bedeutung gewinnt und die erste Liebe in RJ nicht lange auf sich warten wird.Freunde wird es auch schnell geben.
Aber : die Kinder können sich nicht ganz frei bewegen, ihr seid Gringos und die Crackies und Schlimmere werden das eines Tages erfahren.

Kriminalität : "ist eigendlich nicht so schlimm wie immer gesagt wird, kenne Leute und auch ich die nie überfallen worden worden sind etc" . ist so ein typischer Satz von Leuten die selbst nicht überfallen worden sind, am Besten noch im eigenen Haus mit Waffe am Kopf etc.
Es ist so : die Wahrscheinlichkeit dass deiner Familie etwas zustösst ist unendlich grösser in RdJ als irgendwo in D. Und wenn es dann wriklich mal passiert, ist es zu spät. Wer es sich leisten kann, verlässt Rio und arbeitet woanders, oder man hat die ganz grosse Kohle und kann sich den grossen Sicherheitsapparat und die Clubfreiheit leisten, das sind aber nur ganz ganz wenige, glaubs mir.
Die Kriminalität in RdJ ist eine Katastrophe, und ich liebe die Stadt und insbesonders die Lebensart , habe einige gute Freunde dort und selbst dort für ca 3 Jahre gelebt, aber noch als Jungeselle damals was ohne jegliche Verantwortung für andere war, am Ende. Diese Verantwortung habe ich jetzt für meine Familie, und nach RdJ würde ich aus obigem Grund nicht mehr gehen, wenns nicht sein MUSS.
Das eine Jahr deines Mannes in RdJ zählt nicht, er war allein und hat alles durch die Brille des Neuen und des Abenteuers gesehen

so isses, denke ich
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Westig » Di 29. Jun 2010, 05:36

Zunächst einmal: willkommen hier im Forum.

Die meisten Deiner Sorgen sind verständlich und auch normal. Insbesondere was vier Kinder angeht, die nun aus ihrem sozialen Umfeld in Deutschland (und wohl auch vermutlich aus recht behütetem und in sich geschlossenem Umfeld eines Pfarrhaushaltes, alldieweil der Vater evangelischer Gemeindepfarrer ist) herausgerissen werden und in Rio neu beginnen müssen.

Da helfen auch Vergleiche nach dem Motto "ich bin in Berlin schon zweimal überfallen oder beklaut worden, in Rio noch nie" nicht viel weiter.

Auf der anderen Seite sind hier ja bereits recht hilfreiche Hinweise gekommen. Ebenso einige andere. Zum Beispiel geht es ja nicht um "Auswandern", sondern vermutlich doch eher um einen Zeitvertrag als Entsandter einer deutschen Kirche, unter Beibehalt des sozialen Netzes in Deutschland, mit "Rücknahmegarantie", und auch sicherlich in Zukunft mit starker Unterstützung aus Deutschland.

Und wenn es sich um eine Pfarrstelle im Rahmen eines Kirchlichen Außenamtes handelt, z. B. um eine überwiegend deutsche evangelisch-lutherische Gemeinde in Rio, umso mehr. Da trifft es dann nicht zu, was weiter oben gesagt wird, dass man / frau / kind sich schnell und sozusagen automatisch integrieren wird, weil man ja beruflich mit "Einheimischen" zu tun haben wird. Bei entsandten Pfarrern nach Brasilien stehen die "Einheimischen" nicht im Vordergrund, sondern die Pflege und Hege überwiegend deutscher Gemeinden. Und da sieht es dann mit den Sorgen wegen Isolation, mangelnden Möglichkeiten der Integration, Gewaltkriminalität etc. doch schon ganz anders aus.

Allerdings sieht es auch anders aus in Bezug auf "Integration" oder nicht in Brasilien. Es gibt eine Menge deutscher Gemeindemitglieder in Brasilien, die auch nach 30 Jahren noch nichts oder wenig von Brasilien verstehen. Und die ein museales Gemeindeleben pflegen, wie vor 30 Jahren oder weit mehr in Deutschland(insbesondere in Süd-Brasilien, da scheint die Zeit stehengeblieben zu sein und das kirchliche Paulusblatt spricht eine Sprache wie im Hunsrück vor 50 Jahren gebräuchlich, aber das ist ein anderes Thema.)

Alles in allem: manche Autorinnen und Autoren hier haben Recht, und in diesem Forum ist sehr viel geschrieben worden über Integration in Brasilien. Letztlich hängt die Integration in erster Linie von Dir selber ab, niemand kann da grundlegend raten, und es kommt in erster Linie auf Deine / Eure Einstellung zu diesem Land an.

Und wenn die Kinder spüren, dass die Eltern binnen kurzer Zeit ganz gut klarkommen damit, gibt es weniger Probleme als wenn Vater und Mutter, und vor allem diese, stets mit Angstgefühlen reagieren und diese an die Kinder weitergeben. Ob das Land Euer Land wird in den nächsten Jahren, hängt zunächst einmal nicht von Brasilianerinnen und Brasilianern ab, noch von "der Kriminalität", sondern von Eurem insgesamt positiven Umgehen mit der neuen Umgebung, auch wenn diese schwierig ist.

Auch dazu gibt es hier im Forum hervorragende Lehrbeispiele, von pingeligen Lehrmeister-Deutschen zum Beispiel, die auch nach Jahren noch nicht gelernt haben, sich positiv mit dem Land und seinen Menschen zu befassen, sondern stets zornbebend und mäkelnd nur oder in erster Linie Negatives sehen, und am Ende dann ins gelobte Paradies nach Berlin oder sonstwohin umziehen, weil da angeblich alles funktioniert. Sich nach dem Umzug allerdings dann hier im Forum kaum noch oder nicht mehr melden....

Alles Gute für den Neustart, und eine positive Gesamtschau!
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Rio_de_Janeiro » Di 29. Jun 2010, 06:10

Ich denke auch, dass nicht allein der Faktor Kriminalität den Ausschlag geben sollte, ob Ihr nun nach Rio auswandert oder nicht.

Ich weiß selbst, dass ich bisher in Rio immer Glück hatte und dass es auch mir passieren könnte, dass ich überfallen werde. Dennoch liebe ich Rio de Janeiro mehr als jede andere Stadt auf diesem Planeten und werde alles dafür tun, dort mal zu leben oder zumindest einen Großteil meines Lebensmittelpunktes zu bestreiten.

Rio bietet unendlich viele Möglichkeiten. Obgleich das Preisniveau mittlerweile alles andere als günstig ist, kann man de facto ALLES in Rio unternehmen und vorfinden, was man von Europa gewohnt ist.

Eines meiner Hauptprobleme in Deutschland sind die ellenlangen, nie enden wollenden Winter, die mir schwer aufs Gemüt schlagen. In Rio ist das anders. Auch wenn die Regenzeit sehr lange ausfallen kann, so überwiegen natürlich die sonnenreichen Tage. Sonne ist einfach besser für das allgemeine Wohlbefinden.

Ach, ich könnte noch 100 Dinge aufführen, die mir an Rio gefallen....
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon guelk » Di 29. Jun 2010, 16:06

Hallo!

Bislang habe ich hier immer nur mitgelesen, aber der Beitrag hat mich zur Anmeldung veranlasst, aus mehreren Gründen. Ich wohne seit 3 Jahren in Rio und habe meine Jugend in São Paulo verbracht.

Ihr solltet nicht im Centro wohnen, sondern irgendwo in der Zona Sul (ich wohne in Copa). Die Preise variieren sehr, Botafogo & Humaitá (zT) sind günstiger, Copa teurer, Ipanema, Leblon, Lagoa, Jardim Botânco noch mehr. Das Problem mit centro ist, daß es nach Einbruch der Dunkelheit verlassen ist...

Südzone ist alles relativ nahe an der deutschen Schule, die ich Euch für die Kinder dringend empfehle. Der älteste wird Schwierigkeiten haben, keiner meiner ehemaligen Schulkameraden, die mit 13 nach BR gekommen sind, haben die Sprache wirklich gut mitgenommen. Fürs Leben ausreichend, aber zumeist zu wenig für gute Schulnoten. Wenn er dagegen ein Talent für Sprachen hat, dann kein Problem. Die jüngeren werden eh kein Problem haben... Aus eigener Erfahrung (ich bin mit 8 nach BR gekommen) sage ich, es war super und darum bin ich inzwischen auch wieder hier.

Ich bewege mich hier mit Bussen und U-Bahn, machmal mit Taxi durch die Gegend. Auch Eure Kinder werden das relativ bald machen. In der Südregion ist das ziemlich problemlos, es gibt Myriaden von Bussen in alle Himmelsrichtungen und Überfälle auf Busse sind eher aus der Nordregion bekannt.

Einkäufe kann man zumeist zu Fuß erledigen. Kriminalität existiert natürlich, aber ich habe in der ganzen Zeit noch nicht darunter gelitten. Selbst meine vielen Besucher aus DE hatten bislang keinen Ärger. Aus zweiter Hand trotzdem die Empfehlung der Polizei: einfach hergeben. Man läuft halt nicht mit der Rolex durch die Gegend. Die meisten Favelas hier im Südteil (politisch korrekt: comunidades) sind inzwischen mit einer "Friedenspolizei" (unidade pacificadora de polícia) versehen, was die Kriminalität massiv gesenkt hat.

Ein Randthema vielleicht, aber Du bist nicht darauf eingegangen: Was für ein Visum bekommt Ihr? Permanente für alle? Sonst kann es uU passieren, daß Du als Partner zwar mitkommen darfst, aber zB nicht arbeiten kannst. Euer Sohn wird vielleicht in der Zeit (immerhin 6 Jahre) ein Praktikum machen wollen, dann braucht er auch ein entsprechendes Visum...

So, hoffe ein wenig geholfen zu haben. Weitere Fragen beantworte ich natürlich gerne.
LG
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Sauerkraut » Di 29. Jun 2010, 16:43

Als Single oder ohne Kinder in Rio ist eine Sache.
Als Grossfamilie wuerdet Ihr die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen.
Ich wuerde sowas meinen Kindern nicht antun.

Religion. Mein Lieblingsthema.
Interessant zu erfahren wie mit den Kirchengeldern umgegangen wird.
Nicht besonders christlich.
Fluege x 6, Gehalt, Haus, Privatschule x 3 oder 4, evtl. Hausangestellte. (+ Kindergeld)
Hauptsache den Kirchenoberen geht es blendend.
Fuer dieses Geld koennte man 100 armen brasilianischen Kindern eine Zukunft (Ausbildung) bieten.
Aber auch dies waere nicht notwendig. Denn der (korrupte) brasilianische Staat hat sehr viel Geld.
Leider wird auch dieses Geld sehr unchristlich verteilt.
.......so ist die Welt.
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Westig » Di 29. Jun 2010, 19:00

Sauerkraut hat geschrieben:Als Single oder ohne Kinder in Rio ist eine Sache.
Als Grossfamilie wuerdet Ihr die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen.
Ich wuerde sowas meinen Kindern nicht antun.

Religion. Mein Lieblingsthema.
Interessant zu erfahren wie mit den Kirchengeldern umgegangen wird.
Nicht besonders christlich.
Fluege x 6, Gehalt, Haus, Privatschule x 3 oder 4, evtl. Hausangestellte. (+ Kindergeld)
Hauptsache den Kirchenoberen geht es blendend.
Fuer dieses Geld koennte man 100 armen brasilianischen Kindern eine Zukunft (Ausbildung) bieten.
Aber auch dies waere nicht notwendig. Denn der (korrupte) brasilianische Staat hat sehr viel Geld.
Leider wird auch dieses Geld sehr unchristlich verteilt.
.......so ist die Welt.



Da fragt jemand, der neu in diesem Forum ist, freundlich nach Rat im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Umzug seiner Familie mit vier Kindern nach Rio de Janeiro, und bekommt dann zu hören, dass das alles nicht besonders christlich ist, dass es den Kirchenoberen (??) blendend geht, dass mit dem Umzugsgeld 100 arme brasilianische Kinder versorgt werden könnten, dass der korrupte brasilianische Staat sehr viel Geld hat, und dass insgesamt so die Welt ist.

Und als einziger relevanter Hinweis ist zu lesen, dass diese Familie in Rio die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen wird, und dass der Autor dieses alles seinen Kindern nicht zumuten würde.

Und dass Religion das Lieblingsthema von sauerkraut ist. Alldieweil der doch offensichtlich so besonders christlich ist.
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon mikelo » Di 29. Jun 2010, 19:08

Westig hat geschrieben:

Da fragt jemand, der neu in diesem Forum ist, freundlich nach Rat im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Umzug seiner Familie mit vier Kindern nach Rio de Janeiro, und bekommt dann zu hören, dass das alles nicht besonders christlich ist, dass es den Kirchenoberen (??) blendend geht, dass mit dem Umzugsgeld 100 arme brasilianische Kinder versorgt werden könnten, dass der korrupte brasilianische Staat sehr viel Geld hat, und dass insgesamt so die Welt ist.

Und als einziger relevanter Hinweis ist zu lesen, dass diese Familie in Rio die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen wird, und dass der Autor dieses alles seinen Kindern nicht zumuten würde.

Und dass Religion das Lieblingsthema von sauerkraut ist. Alldieweil der doch offensichtlich so besonders christlich ist.


=D> =D> =D> =D> =D>
hier sollten die rio experten schreiben--allerdings nicht die riorotlichbrasilien-experten :wink:
wobei ich sauerkraut damit nicht meine :!:
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.

Nur für Bewohner des Kantons Zürich/auch auf dumpfe Trolle anwendbar
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Sauerkraut » Di 29. Jun 2010, 19:46

Westig hat geschrieben:
Sauerkraut hat geschrieben:Als Single oder ohne Kinder in Rio ist eine Sache.
Als Grossfamilie wuerdet Ihr die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen.
Ich wuerde sowas meinen Kindern nicht antun.

Religion. Mein Lieblingsthema.
Interessant zu erfahren wie mit den Kirchengeldern umgegangen wird.
Nicht besonders christlich.
Fluege x 6, Gehalt, Haus, Privatschule x 3 oder 4, evtl. Hausangestellte. (+ Kindergeld)
Hauptsache den Kirchenoberen geht es blendend.
Fuer dieses Geld koennte man 100 armen brasilianischen Kindern eine Zukunft (Ausbildung) bieten.
Aber auch dies waere nicht notwendig. Denn der (korrupte) brasilianische Staat hat sehr viel Geld.
Leider wird auch dieses Geld sehr unchristlich verteilt.
.......so ist die Welt.



Da fragt jemand, der neu in diesem Forum ist, freundlich nach Rat im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Umzug seiner Familie mit vier Kindern nach Rio de Janeiro, und bekommt dann zu hören, dass das alles nicht besonders christlich ist, dass es den Kirchenoberen (??) blendend geht, dass mit dem Umzugsgeld 100 arme brasilianische Kinder versorgt werden könnten, dass der korrupte brasilianische Staat sehr viel Geld hat, und dass insgesamt so die Welt ist.

Und als einziger relevanter Hinweis ist zu lesen, dass diese Familie in Rio die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen wird, und dass der Autor dieses alles seinen Kindern nicht zumuten würde.

Und dass Religion das Lieblingsthema von sauerkraut ist. Alldieweil der doch offensichtlich so besonders christlich ist.



Du hast mein Text kopiert und dann nochmal alles mehr oder weniger wiederholt.
Also ist Dir auf die Schnelle auch nichts eingefallen ob ich da jetzt so falsch liege.
Was ich da geschrieben habe ist....sagen wir mal "undiplomatisch". Trifft aber den Kern.
Rio bietet fuer Kinder wenig Lebensqualitaet.
Und ob es Sinn macht eine deutsche Grossfamilie nach Rio zu versetzen, damit der Mann dort predigt und das Geld (was nicht wenig ist und unter anderem von Steuern finanziert wird) nicht sinnvoller fuer hilfsbeduerftigte Menschen eingesetzt werden koennte, waere zumindest eine Diskussion wert.
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon guelk » Di 29. Jun 2010, 20:03

Sauerkraut hat geschrieben:
Westig hat geschrieben:
Sauerkraut hat geschrieben:Als Single oder ohne Kinder in Rio ist eine Sache.
Als Grossfamilie wuerdet Ihr die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen.
Ich wuerde sowas meinen Kindern nicht antun.


Und als einziger relevanter Hinweis ist zu lesen, dass diese Familie in Rio die meiste Zeit hinter Mauern, Gittern und im Auto verbringen wird, und dass der Autor dieses alles seinen Kindern nicht zumuten würde.


Rio bietet fuer Kinder wenig Lebensqualitaet.


Woher kommt die Erkenntnis, daß man in Rio nur hinter Mauern leben kann? Ich habe mit Schülern und Studenten zu tun, und die leben ALLE weder hinter Mauern, noch hinter Gittern. Die meisten sind noch nicht mal Mitglieder in einem Freizeitclub.

Mir entgeht auch die Definition von Lebensqualität von Kindern, die es hier nicht geben soll. Sport, Wandern, Strand und vieles mehr, alles im Freien. Das ist besser als häufig in DE. Viele meiner Freunde haben Kinder, und keiner behauptet, die Lebensqualität sei schlecht, egal ob er im Norden der Stadt oder in Barra da Tijuca lebt.
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon kasopaja » Di 29. Jun 2010, 20:32

Guten Abend,
vielen lieben Dank für die vielen Antworten.ich wollte nicht das dies nun eskaliert.
Möchte kurz hinzufügen das mein Mann dort nur ein 1/3 verdienen würde als in Deutschland und das Geld gerade so für uns reichen würde.Also es wäre wirklich sehr nett sich einfach auf meine Fragen zu Antworten und nicht irgend etwas zu schrieben worüber man nicht wirklich urteilen kann.

Uns geht es nicht um Geld,denn wenn wir nach Rio gehen würden wir auf vieles verzichten müssen,was wir aber sehr gerne in Kauf nehmen.

Unsere Sorge betrifft nur die Kinder.Da wir in Centro wohnen müssen (im dazugehörigen Pfarrhaus) möchte ich sehr gerne wissen wie es denn da zu geht wenn es dunkel wird??
Wir sind ja am Abend eh zu Hause alleine schon wegen den Kindern.Das Haus ist gut abgesichert durch Zaun.Am Tag sehe ich da jetzt nicht wirklich ein Problem.Die Kinder würden auch auf die Deutsche Schule kommen.
Das mit dem Visum war ein toller Tipp udn dies werden wir nun auch erfragen.Darauf sind wir bislang noch nicht gekommen.Aber ich denke das ich dort eher nicht arbeiten kann und meinem Mann so gut es geht zur Seite stehe.
Wir würden vor Ankunft in einer anderen Brasilianischen Stadt einen Intensivsprachkurs bekommen und anschliessend nach Rio kommen.
Mein Mann spricht portugiesisch.Daher dürfte es nicht allzu schwierig werden und ich bin sehr gut im Sprachen lernen.
Natürlich ist es eine große Umstellung auch für die Kinder,aber ich denke auch eine Chance.
Ein paar Fragen hätte ich noch.
Muss man denn hauptsächlich Angst auf den Strassen haben,oder wird auch im Haus eingebrochen?
Wie treffen sich den die Kinder? Findet da viel Kontakt Privat statt??also Besuche zu Hause?
Wie ist denn die Medizinische Versorgung?
Große sprünge werden wir wohl dort nicht machen können,aber dies ist auch nicht unser Ziel.
ich danke euch
Viele Grüsse
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