Auswandern nach Rio mit Familie

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon kasopaja » So 27. Jun 2010, 21:52

Hallo,
ich bin neu in diesem Forum und freue mich euch gefunden zu haben.Tja wo fange ich am besten an.
Mein Mann möchte sich auf eine Stelle in Rio bewerben.Der dortige Aufenthalt wäre 6 Jahre.
Wir sind eine Familie mit 4 Kindern im alter von 13,5,3 und 2...
Mein Mann ist Feuer und Flamme da er total begeistert von braslien ist.Er hat dort vor einigen Jahren 1 Jahr gelebt und spricht die Sprache auch recht gut.
Es hört sich alles super toll an,allerdings habe ich große Angst was die Kriminalität angeht und in wie weit sich meine Kinder dort frei entfalten können.Wir würden in Rio Centro wohnen.
Ich kann die Situatin gar nicht einschätzen udn informiere mich so gut es geht durchs Internet.
Es würde mich sehr freuen,wenn mir vielleicht irgendjemand etwas dazu sagen könnte..Ich würde wirklcih sehr gerne nach Rio gehen,aber ich ahbe auch große Angst um meine Kinder..
Viele Grüsse
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon chato » Mo 28. Jun 2010, 08:46

Hallo

du solltest noch einige Details hinzufügen. Z.B. hat dein Mann dann einen Expat Vertrag? Oder verdient er entsprechend? Gibt es einen familarization trip von der Firma? Wie wollt ihr die Sprache lernen - bei den Kindern geht das normalerweise schnell, bei Dir?
Wart ihr schon mal im Ausland 2. oder 3. Welt? Gehen die Kinder mit? Welche Schule?

Die Kosten für Bildung in Brasilien sind sehr sehr hoch. Auch ist die deutsche Schule in Rio nich die billigste. Ohne es auf den Cent zu wissen, kannst du schon mal mit ca. 1.000 €/Kind/Monat rechnen. +/- 300€. Details findest du

http://www.eacorcovado.com.br/de/home/d ... e-janeiro/

Die haben glaube ich auch einen Kindergarten.

Schwierig wird es für den Ältesten, falls er auf eine normale brasilian. Schule soll. Aber auch das würde natürlich auch irgendwie gehen, wobei es allerdings in Brasilien üblich ist, die Kinder auf Privatschulen zu schicken - wenn man es sich irgendwie leisten kann. Auch diese sind nicht billig. Die Residents wissen mehr. Schätze aber so mind. 300 Reais/Monat, eher mehr.

Das Thema Kriminalität ist hier glaube ich hinreichend diskutiert worden.

Abracos
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Rio_de_Janeiro » Mo 28. Jun 2010, 08:57

Um es kurz zusammen zu fassen:

Die Kriminalität existiert, und ich kann die Sorgen um Deine Kinder durchaus nachvollziehen. Rio Centro ist leider nicht sehr sicher, vor allem nicht an Sonntagen, an welchen sich dort viele Straßenkinder herumtreiben.

Aber: Sollte Dein Mann ein sicheres (und entsprechend hohes) Gehalt beziehen, dann kann ich seinen Wunsch, nach Rio auszuwandern mehr als nachvollziehen, denn ich teile seine Leidenschaft. Würden bei mir nicht noch einige Verpflichtungen hier in der BRD bestehen, dann wäre ich wohl schon drüben, so sehr bin ich Feuer und Flamme.

Bewertet einfach, wie Ihr Euch das Leben in Rio vorstellt. Informiert Euch vorab, was alles kostet (Rio ist leider nicht mehr billig). Sollte der finanzielle Rahmen es zulassen, dass Eure Kinder auf eine Privatschule können, dann lebt Euren Traum!
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon kasopaja » Mo 28. Jun 2010, 09:01

Guten Morgen,
Danke für deine Antwort.Mein Mann ist Pfarrer und er würde auch als ev.Pfarrer dort arbeiten.Die Schulgebühren würden 90% von der Kirche übernommen werden.Auch gibt es in Rio eine Deutsche Schule.Da liegt nicht das Problem.Das Gehalt ist jetzt nicht rießig,aber wir würden auch das Kindergeld aus Deutschland weiterhin bekommen.Wir würden wohl zum Mittelstand gehören.
Mein Mann hat 1 Jahr in Brasilien gelebt.Ich persönlich war noch nie da.
Tja zur Kriminalität habe ich jetzt noch nicht allzu viel gefunden ,eben nur das diese nicht niedrig ist.
Meine Frage bezieht sich hauptsächlich auf die Kinder.In wie weit können sie sich dort frei bewegen.Uns wurde gesagt nur im beisein der Eltern,aber für einen fast 14 jährigen ist das schon nicht so einfach.Würdet ihr ein leben mit Kindern dort eher befürworten oder verneinen anhand des Risikos.
Mein Mann versucht mich zwar immer zu beruhigen,aber er will ja auch unbedingt dort hin.Daher möchte ich noch gerne ein paar Ausenstehenden Antworten haben.Wäre euch sehr dankbar
Viele Grüsse
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Rio_de_Janeiro » Mo 28. Jun 2010, 09:51

Die Frage nach der Kriminalität ist schwierig zu beantworten. Ich kenne Leute, die in Rio geboren wurden und noch NIE Opfer eines Überfalls wurden. Habe sogar einen Taxifahrer kennengelernt, der schon seit zig Jahren in Rio arbeitet und noch nie überfallen wurde, während ein anderer, mit dem ich ins Gespräch kam, schon mehrfach ausgeraubt wurde mit Pistole am Kopf.

Ich denke, dass man viel beeinflussen kann, indem man sich nicht wie ein hilfloses Opfer verhält und darüber hinaus dunkle Straßen und eben die Favelas meidet.

Nur ein Beispiel: Am Freitag Abend war ich auf einem Uni-Sommerfest (UNI ! ) hier in der guten alten BRD. Dann kamen 2 betrunkene Jugendliche und wollten uns zusammenschlagen - obwohl wir garnichts getan hatten.

Die Aggression in Deutschland und Rio unterscheidet sich voneinander. In Rio ist es mehr die Beschaffungskriminalität aus Armut, in Deutschland blinde Aggression im betrunkenen Zustand.

Deine Kinder werden sich einfach an die Regeln halten müssen. Dann wird ihnen schon nichts geschehen.
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon chato » Mo 28. Jun 2010, 10:12

Hallo kasopaja

na, das mit der Schule wäre für mich sehr wichtig. Du schreibst, dass der Arbeitgeber 90% der Schulgebühren übernimmt. Von welcher Schule? der Deutschen?

Ich würde mich sehr genau informieren! Wenn die deutsche Schule sagen wir mal 1.000 €/Kind/Monat kostet, so müßt ihr immer noch 400 € im Monat zahlen. Und es gibt bei denen auch noch "außerschulische" Aktiviäten wie Ausflüge etc.

Was die Kriminalität angeht, so müßt ihr selbst entscheiden, ob ihr das macht. Ich persönlich hätte kein Problem damit. (Meine Tochter ist auch 13 und war dieses Jahr auf einem Schüleraustausch in Rio - die sind auch allein/in Gruppen durch die Stadt)

Wie schon erwähnt, ist Brasilien momentan nicht billig. Große Sprünge werdet ihr nicht machen können bei vier Kindern.

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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Bastos » Mo 28. Jun 2010, 11:59

Schau mal auf der Website dieser Schule: http://www.colegiocruzeiro.com.br/index.htm

ist zwar auch nicht guenstig, aber eine sehr gute,christliche Schule. Man lernt dort auch deutsch.
Diskutiere nicht mit dem Idioten,denn er zieht dich auf sein Niveau
und schlaegt dich dort mit seiner riesigen Erfahrung.
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon moni2510 » Mo 28. Jun 2010, 12:48

mit vier Kindern vielleicht nicht so einfach, aber habt ihr die Möglichkeit vorab mal hierrüber zu kommen und das auf euch wirken zu lassen?

Klar ist Kriminalität immer ein Punkt, aber ich denke man kann viel vermeiden, aber man kann nie ausschließen, daß etwas passiert.

Und zum Thema Wohnung, ich nehm mal an, daß ihr in ein "Pfarrhaus" ziehen "sollt" im Centro, denn ansonsten würde ich davon abraten. Ich persönlich halte das nicht für die beste Ecke, vorallem nicht für Kinder.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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ana_klaus

Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon ptrludwig » Mo 28. Jun 2010, 16:11

Wohne zwar nicht in Rio, glaube aber das Kinder in Brasilien nicht besonders gefährdet sind. Die Brasilianer sind im allgemeinen sehr Kinderlieb und wer einem Kind etwas antut und gefasst wird kann sein Testament machen.
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Re: Auswandern nach Rio mit Familie

Beitragvon Regina15 » Mo 28. Jun 2010, 18:28

Hallo,
werde jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Ich weiß jetzt nicht, wo ihr in Deutschland wohnt. Wenn ihr aus einer Kleinstadt kommt ist Rio natürlich eine riesige Umstellung und die Freiheiten für die Kinder sehr eingeschränkt.
Nachteile sind die hohe Kriminalität und die dadurch eingeschränkte Beweglichkeit der Kinder. Wenn sie gewohnt sind alleine mal um die Ecke zu Freunden zu gehen, so geht es nicht. Man muss also mehr planen und die Kinder kutschieren. Werdet ihr ein Auto haben oder eher mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren?
Wie werdet ihr wohnen? Ist das Pfarrhaus abgesichert mit porteiro und habt ihr ein Grundstück, kleinen Garten wo die Kinder spielen können?
Rio ist teuer, aber ihr werdet euch eine Haushaltshilfe leisten können. Vielleicht könnt ihr eine Gute vom Vorgänger übernehmen.
Da ihr nicht auf Dauer auswandert, sondern nur für 6 Jahre, würde ich auf jeden Fall die richtige deutsche Schule in Botafogo, Rua Sao Clemente nehmen. Dort wird nach dem deutschen Lehrplan (Baden Würtenberg) unterrichtet und so können deutsche Schulabschlüsse gemacht werden, die später bei Rückkehr anerkannt sind.
Sie haben auch einen Kindergarten.
Auch wenn ein 14jähriger genervt ist alle Termine mit Eltern absprechen zu müssen, wird es ihm sicher dort gefallen nach einer kurzen Eingewöhnungszeit. Auf der Schule sind nicht nur Deutsche, sondern auch Brasilianer. Da sie sehr kontaktfreudig sind, wird er sicherlich bald private Einladungen haben. Ich kann mir vorstellen, dass die Kinder später gar nicht mehr so gerne zurückgehen. Positiv ist, dass sie eine weitere Sprache fließend sprechen werden. Die jungen Leute verstehen sich schnell über die Musik. Das Centro ist wie Moni schon erwähnt hat in der Woche sehr belebt und am Wochenende leer. Dann wird mit Vorliebe auf die Touristen mit ihren Kameras gewartet. Gefährlich sind die 12 bis 17 jahrigen, die bekifft oder voll Crack sind. Ansonsten werdet ihr ja in der Gemeinde eingebettet sein. Man wird euch schnell kennen und das ist auch ein gewisser Schutz.
Wie ist es mit dir? Du solltest auch schnell die Sprache lernen, um nicht isoliert und von deinem Mann abhängig zu sein. Vielleicht hilft die Kirche und spendiert einen Grundkurs.
Wenn dein Mann Pfarrer ist, hast du ja auch sicherlich viel Kontakt mit Einheimischen um die Sprache zu üben. Schlecht ist, wenn man zu viel mit Ausländern zusammenhängt, dann spricht man nur englisch oder deutsch.
Ich war vor einigen Jahren mit 3 kleinen Mädchen 5 bis 13 in Rio (leider nur als Touristin), musste tagsüber aber fast alles alleine machen, da mein Mann dort arbeiten musste. Ich habe tagsüber die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt und nachts sind wir Taxi gefahren bzw. kurze Strecken gelaufen( belebte Straßen)
Ich persönlich würde es wohl machen trotz der Einschränkungen. Aber diese Entscheidung muss jeder für sich alleine treffen.
Ich finde es immer gut über den Tellerrand zu gucken und voneinander zu lernen.
Liebe Grüße
Regina
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