Auswandern nach Sao Paulo

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon cabof » So 12. Mai 2013, 09:44

Leute, ich lese hier mit. Bezweifele stark, das "saudade" die richtige Basis darstellt für eine Rückwanderung. Die bezieht sich in erster Linie auf die Familie und lässt alles andere verblassen.
Die Ratschläge für Schule etc. sind vielleicht derzeit aktuell, das Kind ist noch nicht geboren und
was in 6 Jahren sein wird, ist nicht abzusehen. Um den schweizer Landesstandart zu halten (kenne die
Verhältnisse der Userin nicht) - ohne Kind - nehme ich mal ein Nettoeinkommen von über 5000 Reais an,
das einzige Plus: in BR kann man eine Zugehfrau (Empregada) beschäftigen. Ich wünsche eine glückliche
Entscheidungsfindung und alles Gute. Halte uns informiert. Obrigado.
Cabof
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon Elsass » So 12. Mai 2013, 11:24

cabof hat geschrieben:...... Um den schweizer Landesstandart zu halten (kenne die
Verhältnisse der Userin nicht) - ohne Kind - nehme ich mal ein Nettoeinkommen von über 5000 Reais an,
das einzige Plus: in BR kann man eine Zugehfrau (Empregada) beschäftigen.....

Das mit der guenstigen Vollzeit-empregada ware einmal. Nach der neuen Gesetzeslage wird das wohl aehnlich teuer wie in D.
Der Trend geht zur diarista. :wink:
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon Karmapa » So 12. Mai 2013, 13:53

Elsass hat geschrieben:
cabof hat geschrieben:...... Um den schweizer Landesstandart zu halten (kenne die
Verhältnisse der Userin nicht) - ohne Kind - nehme ich mal ein Nettoeinkommen von über 5000 Reais an,
das einzige Plus: in BR kann man eine Zugehfrau (Empregada) beschäftigen.....

Das mit der guenstigen Vollzeit-empregada ware einmal. Nach der neuen Gesetzeslage wird das wohl aehnlich teuer wie in D.
Der Trend geht zur diarista. :wink:


Leider kann ich das nur bestätigen, die neuen Gesetze werden wohl bald in Kraft treten. Es war ohnehin schon sehr mühsam und bürokratisch eine Hausangestellte zu beschäftigen. Eine Diarista verlangt derzeit um die 100 Reais, arbeitet dann aber auch wie ein "Traktor".
Mit 5000,00 Reais Einkommen ist es in SP nicht einfach, um einen vergleichbaren Lebensstandard zu halten würde ich das Doppelte veranlagen.
Ich habe keine Ahnung wie die Leute es hier schaffen, eines der großen Rätsel besonders wenn man Kinder hat.
Die Nutzerin welche sich mit dem Gedanken trägt nach SP zu siedeln und Sorgen wegen ihrer Unabhängigkeit hat sollte sich über all das klar werden.
Mit einem Baby in SP hilft meistens die Familie oder man kann sich eine Baba leisten .
Fora Cunha !
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon Trem Mineiro » So 12. Mai 2013, 14:31

Ich würde auch ehr zum Doppelten wie Karmapa von vorgeschlagen tendieren, und das im preiswerteren Belo Horizonte. Ich zahl alleine für die Wohnung 3.500 Reais Miete (ist zwar eine Cobertura, aber nur 8 Stockwerke und 30 Jahre alt. Für eine halbwegs Neue in der Nachbarschaft mit 100 echten M² würde ich aber auch 3.000 zahlen. Klar, ist für einen Leben nach deutschen Standards (jeden morgen einen Yoghurt, um 15:30 ein Kaffe und ein Stück Kuchen).
Je weiter ich mich den brasiianischen Stasndards der Mittelklasse (Einkommen großer 1500 Reais) anpasse, je billiger wird das Leben. Wobei in Sao Paulo gibt es da wohl nach unten Grenzen.

Gruß
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon amazonasklaus » So 12. Mai 2013, 15:32

Trem Mineiro hat geschrieben:Ich würde auch ehr zum Doppelten wie Karmapa von vorgeschlagen tendieren,

Das sollte ja auch locker machbar sein. Wie wir in einem früheren Thread von einigen prominenten Forumsexperten gelernt haben, bezieht im Süden die Mehrheit der Haushalte ein Monatsnettoeinkommen von über R$ 10.000,00. In São Paulo sind die Gehälter nochmal 30 - 50% höher als im Süden. Und als auslandserfahrener und mehrsprachiger Mitarbeiter dürfte der Gatte der TE deutlich mehr als das Durchschnittseinkommen verdienen. Also alles kein Problem.
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon Schwiizermeitli » So 12. Mai 2013, 17:39

Karmapa hat geschrieben:Ich gratuliere euch zu dem Entschluss nach SP zu siedeln.
Mein Sohn hat hier gerade sein Abitur gemacht und geht nun zurück nach Europa um zu studieren.
Natürlich gibt es hier alles und manches ist sogar besser als in Europa. Wenn du aus der Schweiz kommst werden dich die Preise hier auch nicht schrecken.
Sprich mich an wenn du einen Anwalt benötigst der den ganzen leidigen Papierkram für euch erledigen kann.
Schulen gibt es reichlich, die meisten Deutschen und Schweizer wohnen in Santo Amaro. Wir selbst wohnen in Pinheiros in der Nähe vom Goethe Institut. Hier gibt es guten und bezahlbaren Wohnraum, Schulen, Kindergärten, Spitäler etc.

Nutze die Möglichkeit den Hausstand einzuführen ( sechs Monate ).




Danke viel mal, ich werde von mir hören lassen!
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon Schwiizermeitli » So 12. Mai 2013, 17:44

Hallo Zusammen,

Liebe Herzlichen Dank für all die Ratschläfe und Tipps!

Mein Mann wird das Unternehmen seines Vater's übernehmen wenn wir in Sao Paulo sind.
Und zurzeit sind alle daran, uns eine Wohnung zu beschaffen.
Ich würde auch lieber in zbsp. Campinas oder Santa Catarina leben.. nur hat mein Mann seine ganze (unglaubliche Grosse) Familie in Sao Paulo...
Ich glaub mein Hauptproblem oder besser gesagt meine Angst ist das ich alleine sein werde..
Mein Mann wird viel arbeiten.. Und ich habe hier ein starkes Netzwerk und bin es gewohnt mich von Mensche die mich lieben umgeben zu sein.
Mein Portugiesisch ist eher fortgeschritten, ich verstehe ziemlich viel, das schreiben und sprechen ist schwiriger.. aber ich bin am lernen, und auch die letzen mal in Brasilien habe ich praktisch immer bekommen was ich wollte.. Auch ohne hilfe. :D

Die Schule ist noch nicht direkt ein Thema, aber ich bin froh so viele Meinungen zu hören, es gibt mir ein bisschen Ruhe..

Ich bin noch nicht genau an den Punkt meiner Sorge und Angst gekommen, ich versuche noch heraus zu finden, was es genau ist, das mich innerlich in unruhe versetzt. :?

Ich werde aber sicherlich die Aufenthaltsgehnemigung schon hier beantragen!
Autofahren kann ich schon, das muss in demfalle umschreiben lasse.

Ich weiss das ich die ersten Jahre von meinem Mann abhängig sein werde, aber alles was möglich ist, möchte ich irgendwie ein bisschen selber machen.
Auch wenn es nur in den Park gehen oder Einkaufen ist.. deshalb das Autofahren...

Ich werde mich gerne für Anwaltsdienste bei dir melden Karmpa :-)
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon paoamerelo » So 12. Mai 2013, 18:41

Schwiizermeitli hat geschrieben:Ich glaub mein Hauptproblem oder besser gesagt meine Angst ist das ich alleine sein werde..
Mein Mann wird viel arbeiten.. Ich weiss das ich die ersten Jahre von meinem Mann abhängig sein werde, aber alles was möglich ist, möchte ich irgendwie ein bisschen selber machen.
Auch wenn es nur in den Park gehen oder Einkaufen ist.. deshalb das Autofahren...


was hälst du davon,wenn du deinen mann bei der arbeit unterstützt?
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon Schwiizermeitli » So 12. Mai 2013, 18:50

paoamerelo hat geschrieben:
Schwiizermeitli hat geschrieben:Ich glaub mein Hauptproblem oder besser gesagt meine Angst ist das ich alleine sein werde..
Mein Mann wird viel arbeiten.. Ich weiss das ich die ersten Jahre von meinem Mann abhängig sein werde, aber alles was möglich ist, möchte ich irgendwie ein bisschen selber machen.
Auch wenn es nur in den Park gehen oder Einkaufen ist.. deshalb das Autofahren...


was hälst du davon,wenn du deinen mann bei der arbeit unterstützt?




Daran haben wir auch schon gedacht... nur es ist eine riesige autogarage.. und ich bin absolut die technik und
autoniete.. :cry:
und keine ahnung was ich ihm da helfen kann...

ich bin gelernte Stylistin, habe Kosmetik und Beauty und Visagisums gemacht und in einer Kosmetikfirma gearbeitet...

Mein Mann hat schon den vorschlag gemacht ich soll zu Loreal, Wella oder so arbeiten gehen..
Was auch toll wäre.. aber eben mein Portugiesisch ist noch nicht gut genug dafür...
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Re: Auswandern nach Sao Paulo

Beitragvon zagaroma » So 12. Mai 2013, 19:22

Hallo, ich verstehe Deine Nervosität. Wir sind vor 30 Jahren von Deutschland nach Rom ausgewandert und vor 4 Jahren von Rom nach Recife.

Aus Erfahrung kann ich Dir sagen: das erste Jahr wird schwierig, hysterisch, stressig. Bis man sich eingewöhnt, alle Logistik wieder von vorne lernt, die Sprache in den Griff bekommt und sich zurechtfindet, braucht es Zeit. Im zweiten Jahr wirst Du über die Anfangsschwierigkeiten lächeln und einige lustige Geschichten zu erzählen haben.

Also Augen zu und durch, ein Jahr ist schnell vorbei. Du wirst Dein Baby haben, das Dich beschäftigen wird und die Familie Deines Mannes wird Dir helfen.

Reg' Dich nur nicht auf, weil alles so ANDERS ist, schwimme mit dem Strom und irgendwann wirst Du die Gründe verstehen. Sich sperren bringt nichts, es behindert Dich und brüskiert die Familie. Einfach gelassen bleiben ist die beste Strategie. Brasilianer kann man nicht belehren oder umerziehen, je schneller Du das akzeptieren kannst, umso besser für alle. Lass sie machen, sie wissen, was in ihrem Umfeld das Beste zu tun ist.

Viel Glück!
before you abuse,
critizise or accuse
walk a mile in my shoes
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