Auswandern-nur für Reiche?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon amicus » Sa 2. Dez 2006, 07:56

Lemi hat geschrieben:
amicus hat geschrieben: Hast du deswegen mein Posting über Frührentner in D entfernt oder wurde das nicht geloggt? Ich habe keine wissenschaftlichen Absichten.

amicus


Hab nix von dir weder von einem anderen gelöscht ..... auch nicht bei den Frührentnern (interessiert mich ja selber :lol: ).

Ich schrieb doch nur, dass man aufpassen sollte, nicht zum Versuchskarnickel schweizerischer IT-Studenten/Doktoranten zu werden. :idea:


Bist du auch Frührentner?
Bei mir ist es so:
Ich bin befristeter Frührentner (volle Erwerbsminderung u.a. wegen der Lage auf dem Arbeitsmarkt und dauerhafter Krankheit(Nerven)). Befristet auf 20 Monate, das wird danach wieder 20 Monate verlängert, beim dritten Mal wird es unbefristet.
Aber ich war erst 49 und musste hohe Abschläge hinnehmen. Die auch für die spätere Altersrente gelten werden. Bekomme derzeit nur 450,--€ + 99,-- € Wohngeld/Lastenzuschuss (für Wohnen in Eigenheim).

Zuverdienst legal nur bis zu 345,-- €/Monat (ansonsten muss Schwarzarbeit machen).

Ich schätze die Masse der Frührentner in D liegt so bei 700-1.000 €, auf 2.000 Dollar/monatlich kommt kaum einer. Höhere Beamte, Staatssekretäre u.ä sind eine kleine Minderheit.

Ich will mir in Brasilien zunächst einen sicheren Zweitwohnsitz suchen, für 3-6 Monate im Jahr. Mit Permanencia und Bankkonto.
Mittelfristig auch eine Aufgabe (nicht bloss ein Job) mit der man etwas Geld verdient. Keine Maloche.

Gruß
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon Takeo » Sa 2. Dez 2006, 12:38

Vinhedense hat geschrieben:Wieso eigentlich immer Brasilien,
das Land ist schon voll vor Armut.... :shock:
wie wärs denn mal mit Afrika oder Australien.. dort ist es auch schön warm :wink: :D


Vinhedense hat völlig Recht: wir in Brasilien - diejenigen, die tagtäglich mit viel Einsatz einer anständigen Arbeit nachgehen, die dazu führt, dass das Land wächst, und alle übrigen Brasilianer - haben keinen Bock auf europäische Frührentner und Wenigverdiener, die hier mal eben ein bissschen Aussteigen wollen und sich eine Lenz machen wollen. Brasilien braucht Leute mit Geld, Grips und Erfindungen, Leute die investieren... Also, schaltet Euer Hirn ein und überlegt, was Ihr hier machen könnt "para agregar Valor"!!!
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Re: Voraussetzung für Wohnungsmiete

Beitragvon Brummelbärchen » Sa 2. Dez 2006, 15:19

Maluco hat geschrieben:Und ist einen Mietvertrag in einer Stadt abzuschließen immer so kompliziert?

Sorry, aber das ist nun wirklich recht einfach! Ich habe mich bemüht den einfachsten Weg zu beschreiben. Wenn Dir das bereits Kopfzerbrechen bereitet, wirst Du hier nicht glücklich. Hier ist alles kompliziert, ausser Du liegst mit Deiner American Express am Hotelstrand.

BB'
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Re: Voraussetzung für Wohnungsmiete

Beitragvon Maluco » Sa 2. Dez 2006, 17:35

Brummelbärchen hat geschrieben:
Maluco hat geschrieben:Und ist einen Mietvertrag in einer Stadt abzuschließen immer so kompliziert?

Sorry, aber das ist nun wirklich recht einfach! Ich habe mich bemüht den einfachsten Weg zu beschreiben. Wenn Dir das bereits Kopfzerbrechen bereitet, wirst Du hier nicht glücklich. Hier ist alles kompliziert, ausser Du liegst mit Deiner American Express am Hotelstrand.

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So hab ich das nicht gemeint, denn der Satz hat sich auf die CPF-Nummer bezogen weil ich nicht wusste was das sein soll oder wie man das bekommt. Jetz weis ichs ja.

@Severino: Ich hatte nicht den Eindruck dass die Brasilianer etwas gegen Ausländer haben, wenn schon dann eher gegen reiche Ausländer die Brasiliander für einen Mindestlohn arbeiten lassen und sich währenddessen an den Strand legen. Ich glaube nicht das alle Angst vor Ausländern haben die ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen, das ist doch nicht Deutschland.:lol:
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Re: Voraussetzung für Wohnungsmiete

Beitragvon Gregor » So 3. Dez 2006, 23:13

Brummelbärchen hat geschrieben:Der Título ist so eine Art Kaution die immer für ein Jahr läuft und in meinem Fall die Höhe von 12 Monatsmieten plus Condo plus IPTU hat. Die Verzinsung ist extrem schlecht, deckt in etwa die Inflation ab. Um den Título abzschliessen braucht es ebenfalls nur CPF-Nummer und Pass. Falls das Objekt schon eine Weile leerstand und man selber nicht unter Druck ist kann man über die Höhe des Títulos verhandeln.


Sieht das dann so aus, das der Mieter die Miete plus NK auf den "Titulo einzahlt", und dann der Vermieter daraus die Miete jeden Monat bekommt? Oder musst Du dann die Miete extra noch zahlen, und der ganze Titulo bleibt als Sicherheit in voller Höhe bestehen? Und eine Kaution im eigenlichen Sinne ist es dann ja nicht, denn wenn Du ausziehst und alles verwüstet ist hat der Vermieter ja nur die Miete, und kann sich nicht aus der vereinbarten Kaution bedienen.
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Re: Voraussetzung für Wohnungsmiete

Beitragvon Moranguinho » Mo 4. Dez 2006, 09:31

Maluco hat geschrieben:Ich hatte nicht den Eindruck dass die Brasilianer etwas gegen Ausländer haben, wenn schon dann eher gegen reiche Ausländer die Brasiliander für einen Mindestlohn arbeiten lassen und sich währenddessen an den Strand legen.


Ich glaube, dass Du das etwas differenzierter betrachten solltest. Für einen Großteil der Brasilianer, besonders der ärmeren, ist ein Gringo pauschal reich. Immerhin schafft er es, ein unglaublich teures Flugticket von Europa nach Brasilien zu erwerben, was für viele Brasilianer immer unerschwinglich sein dürfte.



Maluco hat geschrieben:[
Ich glaube nicht das alle Angst vor Ausländern haben die ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen, das ist doch nicht Deutschland.:lol:


Ich glaube auch nicht, dass alle Deutschen Angst vor Ausländern haben, die ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen! :wink: Was sollen solche Pauschalisierungen?
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Re: Voraussetzung für Wohnungsmiete

Beitragvon Brummelbärchen » Mo 4. Dez 2006, 10:52

Gregor hat geschrieben:Sieht das dann so aus, das der Mieter die Miete plus NK auf den "Titulo einzahlt", und dann der Vermieter daraus die Miete jeden Monat bekommt? Oder musst Du dann die Miete extra noch zahlen, und der ganze Titulo bleibt als Sicherheit in voller Höhe bestehen? Und eine Kaution im eigenlichen Sinne ist es dann ja nicht, denn wenn Du ausziehst und alles verwüstet ist hat der Vermieter ja nur die Miete, und kann sich nicht aus der vereinbarten Kaution bedienen.

Dieser 'Título de Capitalizaçõ' ist vergleichbar mit einer Festgeldanlage zu einem vorher festgelegtem Zins und mit fixer Laufzeit. Von der Funktion her ist er ähnlich wie ein Mietzinsdepot-Konto in der Schweiz. Der Vermieter hat nur dann Zugriff darauf, wenn Du den Mietvertrag brichst (zB die Miete nicht bezahlst) und er daraus Forderungen ableiten kann. Deine Miete, Nebenkosten etc. bezahlst Du separat, hat nichts direkt damit zu tun.

Dieser Título hat für Dich einen Vorteil und drei Nachteile: Der Vorteil ist, dass Du keine Bürgen brauchst. Nachteile: Du hast erstens eine ganze Menge Schotter für die Dauer des Mietverhältnisses blockiert, Du verlierst zweitens wegen der schlechten Verzinsung dabei defakto Geld und drittens kann der Vermieter im Streitfall einfacher und schneller an Dein Geld herankommen als wenn er gegen Deine Bürgen gerichtlich vorgehen muss damit diese Deine Schulden (oder was auch immer) bezahlen.

hth,
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Re: Voraussetzung für Wohnungsmiete

Beitragvon Gregor » Mo 4. Dez 2006, 18:52

Brummelbärchen hat geschrieben:Dieser 'Título de Capitalizaçõ' ist vergleichbar mit einer Festgeldanlage zu einem vorher festgelegtem Zins und mit fixer Laufzeit.
...

Dieser Título hat für Dich einen Vorteil und drei Nachteile:

hth,
BB'


Alles klar, danke! Nur die Vor- und Nachteile liegen anders, da mich das aus der Vermieterposition interessiert. Etwa so:
Vorteil: Sicherheit
Nachteil: Der potentielle Mieterkreis wird verschwindend klein... :lol:
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Beitragvon Olaus » Mo 4. Dez 2006, 20:28

Ich möchte mir etwa bei fortaleza ein apartment zulegen und nur einige Monate benützen und den resta des Jahres vermieten. wi sieht denn das so aus, und was kostet das
vom Himmel hoch da komm ich her
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Re: Voraussetzung für Wohnungsmiete

Beitragvon Fudêncio » Mo 4. Dez 2006, 21:29

Brummelbärchen hat geschrieben: Der Vermieter hat nur dann Zugriff darauf, wenn Du den Mietvertrag brichst (zB die Miete nicht bezahlst) und er daraus Forderungen ableiten kann.

...drittens kann der Vermieter im Streitfall einfacher und schneller an Dein Geld herankommen als wenn er gegen Deine Bürgen gerichtlich vorgehen muss ...


Und wie weist der Vermieter diese Forderungen nach :?:
Reicht es der Bank wenn er einfach behauptet Du hättest x Monate lang keine Miete mehr bezahlt :?: Wo ist die Sicherheit des Mieters, sein Geld je wiederzusehen :?:

Mir scheint dieser Título, sehr gefährlich zu sein. Wenn der Vermieter ohne grössere Probleme den Título eilösen kann, dann fackelt der doch nicht lang. Holt sich die Kohle und dann musst DU erstmal aktiv werden und die Justiz bemühen um das Geld zurückzubekommen.

Also ich weiss nicht, da kann man ja gleich die Kohle dem Vermieter überweisen und dann an den Weihnachtsmann glauben und das man das Geld nach Beendigung des Mietverhältnisses wiederbekommt :!: :twisted:

Ausserdem, wer hat schon mal eben so´ne ganze Jahresmiete flüssig :?: :?: :?:

:roll:
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