Auswandern: Portugal

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon Brazil53 » Fr 6. Nov 2015, 20:09

Hallo gato, ich verstehe deine Sorgen und Überlegungen sehr gut.
Du hast Sorgen, dass deine Verlobte in Deutschland ohne portugiesisch-sprachiges Umfeld nicht klarkommt. Du hast festgestellt, dass deine Verlobte sich äußerst schwer tut die deutsche Sprache zu erlernen. Das ist nicht so selten.

Aber, wenn du in Brasilien oder Portugal scheiterst, ist deine Verlobte auch nicht zufrieden und der Traum ist aus.

Also denke ich, dass du den Versuch auch in Deutschland starten kannst. Dann ist beim Scheitern der Sache zumindest deine Existenz einigermaßen gesichert und mit Glück kannst du wieder den Status der Fernbeziehung wieder erreichen, weil (wenn) es deine wirtschaftliche Lage zulässt.

Es gibt die Möglichkeit der Familienzusammenführung eines deutschen Kindes zum Vater in Deutschland.

Es gibt die Möglichkeit, dass die Mutter eine Antrag stellt, zur (gemeinsamen) Personensorge in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Diese gilt solange bis das Kind volljährig ist, danach gibt es durchaus die Möglichkeit die AE zu verlängern.
Für diesen Fall ist in dem Gesetz (§28 Abs.1 Punkt 3 AufenthG)nichts über Sprachkenntnisse geschrieben, also kann sich auch keine Behörde darauf berufen.
Ohne Heirat und mit Kind kann man an den Sprachkenntnissen vorbeikommen.

(3) Die §§ 31 und 34 finden mit der Maßgabe Anwendung, dass an die Stelle des Aufenthaltstitels des Ausländers der gewöhnliche Aufenthalt des Deutschen im Bundesgebiet tritt. Die einem Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge erteilte Aufenthaltserlaubnis ist auch nach Eintritt der Volljährigkeit des Kindes zu verlängern, solange das Kind mit ihm in familiärer Lebensgemeinschaft lebt und das Kind sich in einer Ausbildung befindet, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluss oder Hochschulabschluss führt.


Natürlich kann man mit den üblichen Schikanen rechnen.... und deine Verlobte wird ein Integrationskurs aufgebrummt. Aber es gibt keine Sanktionen wenn er nicht erfolgreich ist...

Auch wird gerne die Karte gezogen die Vaterschaftsanerkennung nicht anzuerkennen, und so weiter...

In dieser Konstellation, kann deine Verlobte eventuell 6 Monate im Jahr in Brasilien leben und du während deiner Urlaubszeit. Du musst nur regeln wer sich dann um deine Tochter kümmert. Die Schulpflicht kann man nicht umschiffen...

Aber wer erstmal in Deutschland ist....
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon Cheesytom » Sa 7. Nov 2015, 03:17

Colono hat geschrieben:
Cheesytom hat geschrieben:Hab jetzt auch nichts gefunden. Vielleicht durch Schengen weggefallen?
Also gato, vergiss den angeblichen Sonderstatus zw. Brasilien und Portugal.

GUckst du hier:

O Estatuto da Igualdade entre Brasil e Portugal


Hmm..., ich setze voraus, dass Brasil53 (hat nach eigenem Bekunden Stunden gesucht) diese Hausnummer gefunden hat. Die hab selbst ich Depp gefunden.

Sie bezieht sich in erster Linie auf die Menschen, die - in Portugal geboren - am Tag der Unabhängigkeitserklärung Brasiliens, in Brasilien Resident waren, also alle Portugiesen, die in Brasilienb waren und denen, die ausserhalb weilten, z.Bsp. geschäftlich.

Trem Mineiro hatte den überholten Sonderstatus zw. Br und P und Br und I erklärt und das war es, was ich im fälschlicherweise Hinterkopf hatte. Sry Brasil53...
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon Cheesytom » Sa 7. Nov 2015, 03:41

@Brasil54: Ich hatte Deinen Beitrag nicht gesehen, als ich meinen abgeschickt habe
und Du hast mal wieder eine gute Idee.

Augen und Fühler nach Portugal ausstrecken ist ja kein Fehler. Lisbôa ist einfach nur anders und super und nix ist mit: Kontakt zu Portugiesen schwierig, weil die komisch sind.

Ich hab eine Mitfahrzentrale dort vor mehr als 2 Jahrzehnten gehabt, weil ich auch dort hin wollte, aber es war für mich schon zu teuer (5 - 8 Jahre zu spät).
Ich hätte dort nicht mit 43 quasi in Rente gehen können, wie durch viele glückliche Umstände hier.

Morgen bring ich Fotos von meinen Quellen, zu meiner Mitfahrzentrale in Lisbôa.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon GatoBahia » Sa 7. Nov 2015, 07:11

Brazil53 hat geschrieben:Hallo gato, ich verstehe deine Sorgen und Überlegungen sehr gut.
Du hast Sorgen, dass deine Verlobte in Deutschland ohne portugiesisch-sprachiges Umfeld nicht klarkommt. Du hast festgestellt, dass deine Verlobte sich äußerst schwer tut die deutsche Sprache zu erlernen. Das ist nicht so selten.

Aber, wenn du in Brasilien oder Portugal scheiterst, ist deine Verlobte auch nicht zufrieden und der Traum ist aus.

Also denke ich, dass du den Versuch auch in Deutschland starten kannst. Dann ist beim Scheitern der Sache zumindest deine Existenz einigermaßen gesichert und mit Glück kannst du wieder den Status der Fernbeziehung wieder erreichen, weil (wenn) es deine wirtschaftliche Lage zulässt.

Es gibt die Möglichkeit der Familienzusammenführung eines deutschen Kindes zum Vater in Deutschland.

Es gibt die Möglichkeit, dass die Mutter eine Antrag stellt, zur (gemeinsamen) Personensorge in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Diese gilt solange bis das Kind volljährig ist, danach gibt es durchaus die Möglichkeit die AE zu verlängern.
Für diesen Fall ist in dem Gesetz (§28 Abs.1 Punkt 3 AufenthG)nichts über Sprachkenntnisse geschrieben, also kann sich auch keine Behörde darauf berufen.
Ohne Heirat und mit Kind kann man an den Sprachkenntnissen vorbeikommen.

(3) Die §§ 31 und 34 finden mit der Maßgabe Anwendung, dass an die Stelle des Aufenthaltstitels des Ausländers der gewöhnliche Aufenthalt des Deutschen im Bundesgebiet tritt. Die einem Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge erteilte Aufenthaltserlaubnis ist auch nach Eintritt der Volljährigkeit des Kindes zu verlängern, solange das Kind mit ihm in familiärer Lebensgemeinschaft lebt und das Kind sich in einer Ausbildung befindet, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluss oder Hochschulabschluss führt.


Natürlich kann man mit den üblichen Schikanen rechnen.... und deine Verlobte wird ein Integrationskurs aufgebrummt. Aber es gibt keine Sanktionen wenn er nicht erfolgreich ist...

Auch wird gerne die Karte gezogen die Vaterschaftsanerkennung nicht anzuerkennen, und so weiter...

In dieser Konstellation, kann deine Verlobte eventuell 6 Monate im Jahr in Brasilien leben und du während deiner Urlaubszeit. Du musst nur regeln wer sich dann um deine Tochter kümmert. Die Schulpflicht kann man nicht umschiffen...

Aber wer erstmal in Deutschland ist....


Das Ausländeramt wird richtig sauer wenn du vollendete Tatsachen schaffst und ihnen aufzeigst das sie nur ein Stempelbüro sind, mit dem Umstand hier ist meine Familie macht mal die Papiere fertig kommen die einfach nicht klar #-o

Ich bin in Deutschland nicht glücklich und will hier weg! Mein Traumziel wäre Bahia, es ist die Stadt die mich aufgenommen hat und wo ich mich total verliebt habe. Mein Körper meint jetzt aber das ich nicht völlig auf die soziale Absicherung die es in Europa gibt verzichten sollte [-X

Gato :mrgreen:
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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon rionor » Sa 7. Nov 2015, 19:14

halloele,

wie schon in einem anderem Themenbereich geschrieben habé ich ueber 20 Jahre in Portugal gelebt, immer an der Algarve , zumeist in Lagos. Habé dort ein Café mit meiner verstorbenen Frau gehabt, selbstgemachter deutscher Kuchen laueft glaube ich ueberall auf der Welt !

Die Lebenshaltungskosten sind schon hoeher als in Brasilien, aber wie ueberall auf der Welt, wenn man Beziehungen hat und viele Leute kennt, kann man auch hier einsparen.

Habe zuletzt in einem T2 gewohnt mit Swimmingpool und 200 Meter bis zum Strand fuer 370 Euronen im Monat, aber auch nur weil ich den Vermieter kannte, normal sind ca. 450-500 Euro. Lebensmittelkosten sind dank Aldi und Lidl fast im deutschen Bereich anzusiedeln. Fuer Raucher , Schachtel Zigaretten von 4,20 . 5 Euro.

Spritpreise sind mit die hoechsten in Europa. Dafuer sind Gebrauchtwagen in Portugal mittlerweile guenstig zu bekommen.

2 Personen mit Kind sollten schon ueber ein mtl. Einkommen von 1500 Euro verfuegen, sonst wird es knapp.

@Gato

Gebe dir gerne ein paar Adressen, an die du dich wenden kannst, wenn es Dich an die Algarve spuelen sollte.

An der Algarve ist es von November bis April sehr ruhig !

Fuer Brasilaner/in ist es nicht sehr schwer eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, meine brasilanische Frau hat dort 15 Jahre gelebt, ohne Probleme, und ohne verheiratet gewesen zu sein.

MfG
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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon angrense » Mo 9. Nov 2015, 14:48

hi rionor,
endlich mal ein paar brauchbare informationen und nicht so eine faselei! :lol: sind 1500 Euro nicht ein bisschen wenig für eine dreiköpfige Familie?
oder kommt man da gerade so über die runden? würde mich persönlich mal interessieren.
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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon rionor » Mo 9. Nov 2015, 21:14

angrense hat geschrieben:hi rionor,
endlich mal ein paar brauchbare informationen und nicht so eine faselei! :lol: sind 1500 Euro nicht ein bisschen wenig für eine dreiköpfige Familie?
oder kommt man da gerade so über die runden? würde mich persönlich mal interessieren.


Also, mit 1500 Euro ( fuer eine dreikoepfige Familie ) , kommt man ueber die Runden, nicht wie der " King ", aber es geht gut. Der Verdienst in Portugal ist aber gering, ein Lehrer mit mehrjaehriger Berufserfahrung verdient 900-1000 Euro. 2 Freunde von mir, beide gut ausgebildete Mediziner, haben sie das Gehalt gekuerzt, von 2.400 Euro mtl. auf sage und schreibe 1.200 Euro. Darum gedenken sie jetzt auch nach Brasilien auszuwandern, haben schon Angebote vorliegen.
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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon Itacare » Mo 9. Nov 2015, 22:27

Mich schocken nicht erst die 1.200.-, sondern schon die 2.400.- für einen Mediziner. Kann das sein??
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 9. Nov 2015, 22:47

Oi Itacare
ein junger Arzt, z.B. im Life-Center in Belo Horizonte, einem sehr guten Privat-Krankenhaus, verdiente im Plantao vor 5 Jahren so um die 3.500 Reais (im Schichtdienst mit Wochenendarbeit). Wird heute nicht viel mehr sein. Da sind 1200 Euro beim alten Kurs von 1:3 mit 3600 Reais vergleichbar, zum Tageskurs sind's halt ein paar Kröten mehr. Immer noch besser als Lehrer mit ihren 1000 Reais oder weniger.

Darum wollen ja auch alle Mediziner so schnell wie möglich ihre eigene Praxis. Aber daraus wird aber nix, wenn nicht Papa mithilft oder Oma ihr Häuschen in Innenstadt-Lage leer steht.
Die Ärzte, die im Life-Center echte Privat-Patienten operieren kommen von außerhalb oder dem angeschlossenen Ärztehaus. Die sind so teuer, das nicht jeder Plano Saude die Kosten übernimmt.

Ich hab in meiner Unkenntnis meine Frau von den Jungspunden aus dem Plantao operieren lassen, musste auch schnell gehen. Sie hat's leider nicht überlebt. Glas Marmor, Edelstahl und teure Tagesmieten sind halt kein Kriterium für die die Qualität eines Krankenhauses, da muss man auch noch den Arzt auswählen oder mitbringen. Geld hätte dabei keine Rolle gespielt......Firmen Auslands-KV und Privatpatient.

Heute weis ich es besser..........

Gruß
Trem Mineiro

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Re: Auswandern: Portugal

Beitragvon frankieb66 » Mo 9. Nov 2015, 22:58

Manfredo, ein bisschen differenzieren sollte man schon bei den Gehltsangaben ...
Qual o salário de um médico de hospital público?
Os maiores salários para médicos da rede pública estão no Distrito Federal, com média de quase R$ 17 mil, podendo chegar a até R$ 70 mil (dados do Portal de Transparência do Governo).
Em São Paulo, os médicos da rede pública estadual têm o piso de R$ 13,9 mil.
Existem inúmeros concursos em andamento para contratar médicos na rede pública, principalmente nas prefeituras. Os valores variam de pouco mais de R$ 1 mil até R$ 14 mil.
Para trabalhar na rede pública (municipal, estadual ou federal), o médico precisa passar por concurso.


Allen Patienten gute Besserung

Frankie
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