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Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon robertwolfgangschuster » Do 31. Aug 2006, 22:53

Wenn deine Ausrüstung 20 000 Euro wert ist kannst du dir im Nordosten schon ein sitio mit kleinem Haus kaufen, musst aber ein halber Tischler sein, die Kästen machen wir hier selber und musst noch irgendeinen Nebenverdienst haben. (Schweine oder Ziegen). Auf jeden Fall musst du einer cooperative beitreten, alleine geht hier gar nichts und musst auch den Nerv haben in den Wald zu gehen, die Bienen musst du dort holen. Die Imkerei hat hier noch keine grosse Tradition. Ein Volk kostet zwischen 300 und 500 reais (unter Brüdern). Da ist das Geld schnell weg.
Ausserdem, wer sagt, dass es hier keine Schädling, Verluste und Lohnkosten gibt, musst du zuerst noch lernen sonst gehts vom Anfang an schief. Wäre gut wenn du dich einige Wochen bei einem Zücht6er einquartierst,das ist billig und dir die Realität anschaust und durchrechnest.
Aber die Idee ist sicher gut.
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon doogie » Do 31. Aug 2006, 23:18

Als ich in Brasilien war, war ich bei einem Imker...
Das mein ich mit kalkulieren, wir sind alles genau durchgegangen.
Habe auch mit einigen Wissenschaftlern geredet und natürlich besonders über die Schädlinge nachgefragt, zb. die Varoamilbe (die hat mir letzten Winter 70% meiner Völker gekostet).
Ich werde nicht allein arbeiten sondern mit Ihm zusammen
War öfter im Wald als ich gedacht hab und gegen die afrikanisierten Bienen sind die meinen Kuscheltiere. Hab noch nie erlebt das ich über 50 m von Bienen verfolgt werde, bei meinen ist nach max. 10 m Schluss und dann ist es ein sehr agressives Volk.

Kästen, Bienen, Zucker zum Füttern, Arbeiter, Rähmchen, Wachs, Pickup etc. ist alles schon eingerechnet.

Bin zwar nicht in einer Cooparative aber ich weiss wer mir das Propolis zb. abnehmen wird, Honig ist eher ein Nebenprodukt, aber trotz allem habe ich Kontakt zu einer und falls es interessant ist könnte ich da vermutlich auch einsteigen.

Anfangen werde ich mit 200 Völkern, da brauch ich max. 2 ungelernte Arbeiter (Mindestlohn) Also ein Hirngespinst ist das alles nicht, hat schon Hand und Fuß :wink:
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Do 31. Aug 2006, 23:28

=D> =D> =D>

Schlag dich aber auf jeden Fall auf den Handel, da wirst du mehr verdienen. Viel Glück. Schick mir eineE-Mail, vielleicht brauche ich den einen oder anderen Rat, wir wollen auf der Huascapflanzung auch Bienen züchten.
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ausser bienen?

Beitragvon morammarom » Do 31. Aug 2006, 23:35

hallo andreas

habe gerade von deinen Plänen gelesen...
klingt toll!
habe bis vor zwei wochen bei einem freund gewohnt, der irgendwann mal auch bienenvölker hatte, zuletzt: einen Falken (zum Tauben jagen), 8-mehr Kaninchen(zum Essen) und 200 Ringelnattereier (zum brüten, im Wald gefunden...)
..bist du auch einer von den definitiven Tier/Naturmenschen?

...überlege auch, nach Brasilien zu gehen, aber zunächst für 3 Monate
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Beitragvon doogie » Do 31. Aug 2006, 23:53

@ robertwolfgangschuster

Ich steh Dir für Fragen jederzeit gerne zur verfügung, Imkern ist in Brasilien wesentlich einfacher als in Europa, die Varoamilbe ist zb. zwar auch in Brasilien, aber seltsamerweise kein Problem.

@morammarom

Weiß nicht ob ich mich als Naturmenschen bezeichnen kann. Ich halte die Imkerei nur für einen gute Sache, nicht nur finanziell. Es ist eine ehrliche Arbeit, ich kann Arbeitsplätze schaffen (hoffe das ich den Arbeitern irgendwann mehr als den Mindestlohn zahlen kann) und mache etwas für die Natur (etwa 70% der Bestäubung machen die Bienen).

Was mich etwas gestört hat war das absolute Unverständnis für die Natur von den normalen Brasilianern, nach dem Motto: Was ich nicht kenne kill ich erstmal!! Auch die Umweltverschmutzung ist dort schon heftig.
Gut Alagoas ist nicht der Amazonas aber man findet in jedem, wirklich jedem Wald Plastiktüten und anderes Zeug.

Gruss

Andreas
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Beitragvon morammarom » Fr 1. Sep 2006, 00:22

hm, was du als "selbstverständnis" deiner Arbeit beschreibst, das eingebundensein und nutzen ohne auszunutzen habe ich auch mit toll gemeint, ich bin heute nur schon etwas "ausser worten".

erstaunlich, ich habe mich gestern in dieses forum "verirrt" und der reihe nach stolpere ich über exakt die punkte, die ich im moment ?verbinden? will.oder denen ich nachgehen will, oder es schon tue.
jenseits meiner bisherigen betätigung, die ich für ein jahr ad acta gelegt habe.
daher meine etwas "von der seite" kommenden "antworten".

:roll:
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Beitragvon stefan - rio » Fr 1. Sep 2006, 00:41

hallo

Was kostet denn so 1 kg des Bienen - WACHSES bei den Imkern?
Ich haette Interesse daran pro Monat 300 - 400 kg davon zu kaufen.

ciao Stefan
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Beitragvon Jacare » Fr 1. Sep 2006, 11:53

Ich bin der Meinung das längerfristig Gesundheit, Ernährung, Leistungsfähigkeit in Brasilien immer mehr im Mittelpunkt stehen wird. Die Idee mit dem Imkern hatte ich deshalb auch schon. Ich würde Handel und Produktion selbst steuern bzw. direkt vermarkten in Richtung Bio. Ein anderes Thema wäre Vollwerternährung. Soll ja schwer im kommen sein in Brasilien. Im Moment habe ich so eine Idee. Große Chacara oder Sitio kaufen i.d. Nähe einer großen Stadt. Pferde, Kühe, Bienen etc. drauf, eine kleine Pousada angebaut und fertig wäre das kleine Ausflugsdomizil für den kleinen Mann der mit seiner Familie am Wochenende nur raus aus der Stadt an die frische Luft will. Warum nicht "Back to the nature" im kleinen: Kühe melken, reiten, zeigen wo der Honig herkommt, etc. Wäre ein Versuch wert. :wink:
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Beitragvon doogie » Fr 1. Sep 2006, 14:55

Zeigen wo der Honig herkommt...

Das kannst mit den lahmen europäischen Bienen problemlos machen aber wenn die brasilianischen mal schlechte Laune haben (schlechtes Wetter/Trachtmangel) dann brauchst denen nicht zu nahe kommen :lol:

Meinen euopäischen Anzug konnt ich auch vergessen. Die Viecher finden wirklich das kleinste Loch und wo eine hinsticht sind gleich noch 5 da! So haben die Brasilianer bayerische Flüche gelernt*g*.


Gruss

Andreas
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Beitragvon Sauerkraut » Fr 1. Sep 2006, 16:06

Gazeta do Povo - PR
17/03/2006 - 09:12

União Européia embarga mel produzido no Brasil
Apesar do embargo ao mel, a Comissão Européia aprovou a equivalência para bovinos, ovinos, caprinos, suínos, eqüídeos, aves de capoeira, aqüicultura e leite produzidos no Brasil

Agência Estado

A União Européia (UE) confirmou na quinta-feira a suspensão da importação de mel produzido no Brasil sob a alegação de que o país não tem equivalência com o bloco no que se refere às diretivas para controle de resíduos e qualidade do produto. A decisão entra em vigor a partir de hoje e deve prejudicar os apicultores do Paraná, segundo maior produtor de mel do país.

Para tentar retomar as vendas para o mercado europeu, os técnicos do Ministério da Agricultura prestarão novos esclarecimentos à Direção de Saúde e Proteção do Consumidor da UE, detalhando as ações de fiscalização e controle de resíduos no mel. Pela decisão do bloco, o embargo não se aplicará às remessas do produto em trânsito antes da entrada em vigor da medida. Apesar do embargo ao mel, a Comissão Européia aprovou a equivalência para bovinos, ovinos, caprinos, suínos, eqüídeos, aves de capoeira, aqüicultura e leite produzidos no Brasil.

Para tentar convencer a UE a retomar as importações do mel brasileiro, o ministério argumentará que o Programa Nacional de Controle de Resíduos (PNCR) para o exercício 2006 inclui o monitoramento do produto e prevê exames de 19.613 amostras, cerca de mil amostras a mais que em 2005.

Para o assessor da Secretaria de Relações Internacionais do Agronegócio do ministério, Lino Colsera, a suspensão das exportações de mel para a Europa trará prejuízos especialmente para a Região Nordeste, onde o produto tem grande importância sócio-econômica.

Em 2005, o Brasil exportou 14,4 mil toneladas de mel para a União Européia, apesar das várias análises realizadas no produto naquele bloco comercial, gerando uma receita de US$ 18,9 milhões. São Paulo (US$ 7,72 milhões), Ceará (US$ 3,4 milhões) Piauí (US$ 3,05 milhões) e Santa Catarina (US$ 2,93 milhões) foram os principais exportadores.
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