Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon cabof » Mo 21. Mai 2012, 21:40

Es kommt auf den Vermieter an. Es gibt sogar eine spezielle Schufaauskunft für/über Mieter, da hätte der Tourist keine Chance.
Bei den BR die ich kenne - die schieben sich die Wohnungen untereinander her - Untervermietung und was es so alles gibt, meist
sind es Häuser wo sich der Vermieter nur um die monatliche Zahlung kümmert und entsprechend sehen die Behausungen auch aus.

Was unsere Jenny betrifft - entweder man hat einen Freund mit dem man zusammenwohnt und er als Mann auch die Kosten trägt, dh
je nach eigener finanzieller Lage sich auch beteiligt, unter Vorbehalt möchte ich auch anmerken, das sich nicht nur BR Frauen
einen finanziell potenten Herrn aussucht bei BR Männer ist eine gutbetuchte Gringa auch Hoch im Kurs. Mach es Jenny, gehe mal
für 90/180 Tage rüber und schaue Dir das Leben in Brasilien an - viel Glück und erzähle mal.
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon JennyE » Fr 25. Mai 2012, 08:10

Vielen Dank für die wirklich vielen mutmachenden Ratschläge.
Ihr habt wohl alle Recht damit, dass ich es mein Leben lang bereuen würde, wenn ich es nicht ausprobiert hätte und selbst wenn ich "gescheitert" zurück nach Deutschland komme, glaube ich nicht, dass ich dann nur noch mit hängen den Ohren durch die Welt ziehen würde. Es wird trotzdem immer ein Teil meines Lebens gewesen sein, von dem ich sicher noch meinen Enkelkindern erzählen werde.

Mit den Gedanken, dass der Anfang sicherlich sehr schwer wird und ich bestimmt das Ein-oder Andere Mal heulend zuhause sitzen werde und darüber nachdenke alles hinzuschmeißen habe ich mich auf jeden Fall schon auseinander gesetzt.

Bei meinem letzten Aufenthalt bin ich direkt an meinem zweiten Tag alleine losgezogen ins nahegelegene Shoppingcenter und bin voller Stolz mit einer Handykarte und selbstbestelltem Essen von Subway zurück gekommen. Und das ganz ohne auch nur 1 Wort portugiesisch zu können.

Ein paar Wochen später hab ich mich dann auch mal ans Autofahren getraut und bin voller stolz in ein anderes Shoppingcenter gefahren. Alles hat prima geklappt, ich hab mich in dem riesen Ding, weder verlaufen, ich habe mein Auto gefunden und fand, wo ich das Parkticket bezahlen musste. Voller Stolz dacht ich, jetzt könne ja nichts mehr schief gehen. Dachte ich !!!

Während ich gerade am fahren war, wollte das Navi plötzlich von mir, dass ich links abbiege. Aber es gab dort keine Möglichkeit abzubiegen. Ich schon leicht nervös geworden. Die Autos hinter mir haben angefangen Lichthupe zu geben, weil ich immer langsamer wurde. Handy aus der Tasche gekramt. Tot. Akku totaaal leer. Okay nicht nervös werden, war die Devise. Als ich inzwischen schon 3km auf die Autobahn fuhr und weit und Breit keine Abfahrt zu sehen war, hat das mit der Nervösität leider nicht mehr funktioniert. Ich wusste ich fahre Richtung Rio Zentrum und bis nach Hause sind es 40km. Dass ich dort trotz meinem eigentlich guten Orientierungssinn nicht hin finden würde war mir klar. Zurück konnte ich aber auch nicht. Also bin ich auf eine Tankstelle gefahren und habe gedacht "jetzt würde ich gern einfach mal heulen". Ich konnte weder meinen Freund anrufen, noch konnte ich zum Flughafen, wo ich ihn abholen sollte, nach Hause würde ich auch nicht finden und mir telefonischen Beistand aus Deutschland holen konnte ich auch nicht.

Glücklicherweise habe ich es geschafft mich mit Hand und Fuss mit den Tankstellenwärtern zu "verständigen" und hab nach dem Weg gefragt. 3km später gab es zum Glück einen Retorno, der mich wieder auf den richtigen Weg gebracht hat und ich kam schweißgebadet rechtzeitig zum Unterrichtsende bei meinem Freund am Flughafen an.

Das nur als kleine Geschichte am Rande, damit ihr nicht denkt ich plane meine Reise voller blauäugigkeit und glaube dass alles glatt läuft.

Zum Beitrag über "die Kriminalität" (kann mich nicht mehr erinnern wer es geschrieben hat..) kann ich nur folgendes berichten: Auf dringendes Betteln von mir, sind mein Freund und ich auf eigene Faust MIT AUTO in die Mitte eines großen Favelakomplexes gefahren. Und wie es das Schicksal so will sind wir mit der dortigen Seilbahn 5 Stationen weit gefahren bis wir vom Unwetter überrascht wurden und die Seilbahn für den Rest des Tages ausgefallen ist. Wir saßen also fest. Taxis haben in dem Gebiet KEINE ANGEHALTEN und zum laufen war es vieeel zu weit. Schlussendlich sind wir mit zwei Motortaxis mitten im Dunklen zurück zu unserem Auto gefahren worden. Und sowohl mein Freund als auch ich haben uns zu KEINEM ZEITPUNKT auch nur ein bisschen "gefährdet oder unwohl" gefühlt und das obwohl wir durch die halbe Ortschaft gelaufen sind und ich mit meinen blonden Haaren eine offensichtliche Gringa bin...

Nun aber mal wieder zurück zum Thema.
Derzeit mache ich mir schon ein wenig Sorgen, dass ich es nicht schaffen werde dort Fuß zu fassen und dadurch viel Geld verliere. Natürlich ist der Plan, dass ich bei meinem Freund einziehen werde - das steht außer Frage. Allerdings müssten wir ab August umziehen, deshalb hatte ich nach Mietkosten gefragt, denn derzeit teilt er sich die Wohnung mit einem Airline-Pilot und die kostet 1300€/Monat (mit Meeresblick...) Dass wir uns diesen Luxus zu zweit nicht leisten können ist schon mal klar.

Dass mein Freund mir alles finanziert, würde ich weder in Deutschland noch sonstenwo auf der Welt wollen. Ich lege sehr großen Wert auf selbststädnigkeit und bin bereits durch die Auswanderei, schon genug "Abhängig" von ihm. Mehr kann ich mit meinem Ego sicher nicht vereinbaren ;-)

Grundsätzlich hab ich noch mal ein paar Fragen zum Visa. Ich war bereits 30 Tage dieses Jahr drüben. Kann ich trotzdem noch mal hinfliegen und meine restlichen 150 Tage (90+90-30=150 Tage) dort verbringen? Und wie verhält es sich mit dem Studentenvisum? Ist es nicht besser wenn ich erst mal als Studentin dort hin gehe, die Sprache lerne (nebenbei hoffentlich nen Job finde) und danach noch mal die 150 Tage Touri Visum dranhänge? Ps.: Ich habe keine Lust meinen Freund wegen einem Visum heiraten zu müssen!
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon Regina15 » Fr 25. Mai 2012, 08:40

Du kannst ein Studentenvisum verlängern lassen, musst natürlich nachweisen, dass du auch wirklich studierst und dich angemeldet hast. Nebenbei arbeiten so gut wie ausgeschlossen, höchstens privat Sprachunterricht geben. Davon kannst du aber keine Miete bezahlen. Ein Visum soll natürlich kein Heiratsgrund sein, allerdings zwingen die Gegebenheiten einen manchmal früher zur Entscheidung.
Dein Freund wird also eine Zeit lang die Hauptlast tragen müssen.
Eventuell Wohnung in Dland untervermieten, wenn möglich.
Viel Erfolg
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon DaViDe-oLoUcO » Fr 25. Mai 2012, 09:08

Hi!

Wenn ich Dich richtig verstehe, möchtest Du gerne ein halbes Jahr permanent in Brasilien leben, um am eigenen Leibe zu erfahren, ob Du mit der brasilianischen Lebensweise und mit dem Umstand, täglich Deinen Freund um dich herum zu haben, klarkommst. Allerdings machst Du Dir so Deine Sorgen in Bezug aufs Finanzielle (Miete etc).

Das mag jetzt weit hergeholt sein, ist einfach nur ein Vorschlag, den Du vielleicht sofort ausschlägst. Aber bevor man so einen Schritt unternimmt, sollte man sich ja zumindest mal alle Optionen anhören.

Hast Du mal in Erwägung gezogen, als Freiwilligenarbeiterin für ein paar Monate nach Brasilien zu gehen? Es gibt einige private und staatliche Einrichtungen, die dahingehend vermitteln. Ich selbst werde von Juni bis Dezember in einem Fußball-Internat in Santa Catarina arbeiten. Klar, du bekommst dafür keinen einzigen Cent. Aber so weit ich mich informiert habe, wirst Du sowieso in den ersten Monaten dort nicht arbeiten können (falls Du überhaupt irgendwann eine Arbeitserlaubnis bekommst).

Die wesentlichen Vorteile eines Engagements als Freiwilligenarbeiter:
1. Für eine geringe Vermittlungsgebühr bekommst Du in Brasilien eine Wohnung oder Gastfamilie (je nach Organisation), wo Du in der Zeit ohne Aufpreis leben kannst. Bedeutet, dass Du definitiv die ganze Zeit eine sichere Bleibe hast.

2. Du hast vom ersten Tag einen Job (auch wenn es vielleicht erstmal nicht das ist, was Du erlernt hast). Wie erwähnt, arbeite ich in einem Fußball-Internat. Studiert habe ich aber weder Pädagogik noch Trainingslehre, sondern Journalistik. Aber durch einen Job lernt man sofort viele Menschen kennen und knüpft Kontakte, die einem später nützlich sein können, um dann in die Branche zu stoßen, in der man zuhause ist.

3. Du bist nicht auf Deinen Freund angewiesen, sondern machst Dein eigenes Ding. Natürlich kannst Du Dich dennoch oft mit Deinem Freund treffen oder gar bei ihm leben. Aber sollte es mal zwischen Euch nicht so laufen, wie Du es gerne hättest, hast Du eine Wohnung, in der Du leben kannst sowie einen durch den Job geregelten Alltag.

4. Wenn Du nach dem halben Jahr festgestellt haben solltest, dass Brasilien nichts für Dich ist, hast Du nichts verschenkt. Denn so ein Aufenthalt als Freiwilligenarbeiter in einem Boom-Land wie Brasilien ist in jedem Lebenslauf ein ganz dicker Plus-Punkt.


Einfach nur eine Idee von mir, weil ich es selbst so anstelle.


Was auch immer Dich in Zukunft erwartet, ich wünsche Dir alles Gute!
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon JennyE » Fr 25. Mai 2012, 19:58

Hallo Davide,

vielen Dank für den Tipp. sicherlich würde sich auch für mich eine interessante Arbeitsmöglichkeit auf freiwilligen Basis finden. Das Problem ist allerdings, dass ich ja gerne zu meinem Freund nach Rio ziehen will. Und dann bringt es mir leider nichts wenn ich irgendwo anders für kostenlose Unterkunft und Essen arbeiten kann.

Noch mal eine Frage zum Visum:
Bekommt man das Studentenvisum auch schon, wenn man "nur" Portugiesisch lernt und wenn ja darf man nebenbei eine geringe Stundenzahl arbeiten? Und darf man mit dem normalen Touristenvisum arbeiten? (Manchen sagen ja, manche sagen nein...)
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon Regina15 » Fr 25. Mai 2012, 20:21

Man kann ein Studentenvisum bekommen, wenn man "nur" portugiesisch lernt. Man darf weder als Tourist noch als Student arbeiten, auch kein Praktikum gegen Bezahlung!
Liebe Grüße
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon cabof » Fr 25. Mai 2012, 20:55

Hallo, das scheint ein Knackpunkt für Dich zu sein mit den Finanzen... aus dem Bauch raus sage ich mal, ein gesundes
Euro-Finanzpolster hilft ungemein und wenn man dann noch sonst wie eine Euro-Quelle hat in DE, umso besser. Das mit
der Arbeit in Brasilien... forget it, wenn überhaupt, illegal und bestimmt zu einem Trinkgeld, wenn überhaupt. Evtl.
kannst Du privaten Sprachunterricht geben oder über Kontakte als Babysitter bei einer deutschen Familie jobben.. ist
aber alles sehr vage. Ich ziehe meinen Hut, gleich zu Anfang in den Straßenverkehr eingreifen... meus parabens!
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon JennyE » Fr 25. Mai 2012, 21:19

cabof hat geschrieben:Hallo, das scheint ein Knackpunkt für Dich zu sein mit den Finanzen...


Genau da liegt der Hund begraben! Zum Einen wird die Sprachschule sicherlich einiges an Geld in Anspruch nehmen und zum anderen will ich nicht 5 Monate lang auf der faulen Haut rum liegen und mein deutsches Geld aufn Kopf hauen. (Das habe ich schon 6 Monate in Australien getan...)

Es ist nicht so, dass ich "Mittellos" dort rüber fliegen würde und dann feststelle, dass ich mich von Luft und Liebe ernähren muss aber ich möchte auch mal >irgendwann< Heiraten, ein Häusle bauen und Kinder kriegen. Dafür würde ich mir halt gerne auch noch Rücklagen offen halten.

Ausserdem würde ich gerne etwas sinnvolles tun, wofür ich "ein kleines (oder größeres) Taschengeld" bekomme und nebenbei das Land, die Leute und die Sprache kennen lerne. Ob das jetzt nen Karrierejob ist oder ich irgendwo an ner Bar kellnern gehe wäre mir dabei völlig egal aber ich würde schon gerne dort "leben", mit allem was dazu gehört (also auch Arbeit...)
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon moni2510 » Fr 25. Mai 2012, 21:59

Jenny, ohne Arbeitsvisum (Vitem V) oder Permanencia darfst du nicht arbeiten. Und selbst wenn du mit Stundenvisum duerfest. Das Land hat noch genug ungebildete Kraefte, die fuer ein Salario Minimo arbeiten und zwar 48 Stunden in der Woche. Kellnern oder andere Stundentenjobs gibts aus diesem Grund so gut wie ueberhaupt nicht.

Wie ich schon geschrieben habe, schau dich um auf dem Jobmarkt. Es ist schwer, aber eventuell nicht unmoeglich in Rio nen Job zu finden. Allerdings kuehlt die Wirtschaft in den letzten Monaten merklich ab, leider. Am besten waere es tatsaechlich von Deutschland aus entsendet zu werden.

Oder du haust in DE jetzt nochmal so richtig rein, arbeitest mit Nebenjobs etc. und machst dann wirklich Vollzeitsprachkurs. Die PUC bietet welche an, die sind meines Wissens auch nicht so teuer.

Viel Glueck! Auch wenn es viele anders sehen, ich bin noch immer gern hier in Rio
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon frankieb66 » Fr 25. Mai 2012, 22:02

Ola Jenny,

JennyE hat geschrieben:Ausserdem würde ich gerne etwas sinnvolles tun, wofür ich "ein kleines (oder größeres) Taschengeld" bekomme und nebenbei das Land, die Leute und die Sprache kennen lerne. Ob das jetzt nen Karrierejob ist oder ich irgendwo an ner Bar kellnern gehe wäre mir dabei völlig egal aber ich würde schon gerne dort "leben", mit allem was dazu gehört (also auch Arbeit...)

Ansich finde ich deine Einstellung voll ok, nur ist es eben in Brasilien etwas anders, und da is für Ausländer eben nix mit nebenbei ein bisschen arbeiten, z.B. "irgendwo an ner Bar kellnern", so wie es wahrscheinlich viele noch aus Studienzeiten in D kennen, und wahrscheinlich auch Ausländer kennen oder kannten die ihr Studium hier mit Nebenjobs finanzierten ...

Fazit: Du darfst offiziell maximal ein (unbezahltes) Praktikum machen, und unter gewissen Voraussetzungen sogar visumfrei (glaube bis max. 90 Tage*, aber da hat sich in letzter Zeit einiges geändert, daher am besten selbst nachlesen auf http://berlim.itamaraty.gov.br/de/visa.xml). Natürlich kannst Du auch illegal arbeiten, aber ob Du das willst musst Du wissen ...
Brasilianische Botschaft Berlin hat geschrieben:* 1) Gemäß der zwischen Brasilien und Deutschland bestehenden Abkommen benötigen deutsche Staatsbürger KEIN Visum für Brasilienbesuche, wenn sie das Land als Touristen, Journalisten (ausgenommen Filmaufnahmen und Dreharbeiten), Studenten, Geschäftsreisende, Forscher, Lehrer oder Praktikanten bereisen und die Aufenthaltsdauer 90 Tage nicht überschreitet.


JennyE hat geschrieben:Grundsätzlich hab ich noch mal ein paar Fragen zum Visa. Ich war bereits 30 Tage dieses Jahr drüben. Kann ich trotzdem noch mal hinfliegen und meine restlichen 150 Tage (90+90-30=150 Tage) dort verbringen? Und wie verhält es sich mit dem Studentenvisum?

Natürlich kannst Du das, aber es gibt immer wieder Mißverständnisse darüber wie diese 180 Tage (die überigens nicht gewährt werden müssen!) berechnet werden. Also es ist so: das Kalenderjahr ist irrelevant, und auch das Datum der ersten "relevanten" Einreise spielt nur eine untergeordnete Rolle. Du musst nur 2 Dinge prüfen. 1) ob die Anzahl deiner Tage (in Brasilien) bei deiner geplanten AUSREISE minus 365 Tage nicht größer als 180 ist, und 2) kein Aufenthalt länger als 180 Tage am Stück.

JennyE hat geschrieben:Ist es nicht besser wenn ich erst mal als Studentin dort hin gehe, die Sprache lerne (nebenbei hoffentlich nen Job finde) und danach noch mal die 150 Tage Touri Visum dranhänge? Ps.: Ich habe keine Lust meinen Freund wegen einem Visum heiraten zu müssen!

Visa müssen prinzipiell in Deutschland beantragt werden bzw. werden nur in D ausgestellt, also vor dem Aufenthalt. Also müsstest Du auf jeden Fall nach D zurückkommen, ob sich das lohnt ...

Boa Sorte

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