Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon amazonasklaus » Fr 25. Mai 2012, 22:10

JennyE hat geschrieben:Bei meinem letzten Aufenthalt bin ich direkt an meinem zweiten Tag alleine losgezogen ins nahegelegene Shoppingcenter und bin voller Stolz mit einer Handykarte und selbstbestelltem Essen von Subway zurück gekommen. Und das ganz ohne auch nur 1 Wort portugiesisch zu können...


Naja, mit einem ähnlichen Erfahrungshintergrund könnte ich auch nach Vietnam oder Kambodscha auswandern. Ganz schön mutig, aber hey, warum nicht. Stell Dich aber dennoch auf eine Durststecke von wenigstens einem Jahr ein, bis Du die Sprache ein wenig beherrscht, um auf dem lokalen Arbeitsmarkt eine gewisse Chance zu haben, wobei für einen Bürojob in einer guten Firma Dein Portugiesisch schon richtig gut sein müsste.
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon rossoneri » Do 21. Jun 2012, 09:54

Hallo allerseits,

bin per Google auf dieses tolle Forum gestoßen.

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie Jenny. Ich bin Deutscher und habe eine brasilianische Freundin. In ca. 2 Wochen werde ich für einen etwas längeren Zeitraum in Brasilien sein und nach Möglichkeit meine 180-Touri-Tage voll ausnutzen. Eigentlich eher 140 Tage, da ich zuletzt schon 2 mal dort war.

Nun zu meinem "Problem". Ich werde in den kommenden Monaten dort in einer Sprachschule mitarbeiten und Deutsch unterrichten. Ich kenne seit meinen letzten Besuchen die Chefin der Schule und weiß, dass sie mich unbedingt als Lehrer möchte. Hauptgrund dabei ist, dass sie einfach keine Deutschlehrer findet bzw. ihre letzte Lehrerin umgezogen ist.

Denkt ihr, dass unter diesen Voraussetzungen eine Arbeitsgenehmigung für mich möglich sein könnte? Ich bin kein ausgebildeter Lehrer, habe aber in absehbarer Zeit meinen deutschen Uni-Abschluss (Immobilienmanagent/BWL).

Die kommenden Monate sollen eh erstmal ein Testlauf sein, um zu sehen, ob mir sowohl die Arbeit als auch das dauerhafte Leben dort gefallen. Klar ist auch, dass ich einige Probleme per Heirat lösen könnte, aber das ist aktuell eher kein Thema. Oder vielleicht schon Thema, aber es sollte letztlich nicht aus diesem Grund geheiratet werden.


Vielen Dank!
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon amazonasklaus » Do 21. Jun 2012, 15:02

rossoneri hat geschrieben:Ich werde in den kommenden Monaten dort in einer Sprachschule mitarbeiten und Deutsch unterrichten.

Ohne Arbeitsgenehmigung? Hmm...

rossoneri hat geschrieben:Ich kenne seit meinen letzten Besuchen die Chefin der Schule und weiß, dass sie mich unbedingt als Lehrer möchte. Hauptgrund dabei ist, dass sie einfach keine Deutschlehrer findet bzw. ihre letzte Lehrerin umgezogen ist.

Die Arbeitsgenehmigung wird vom Arbeitgeber beantragt. Angesichts der bürokratischen Mühen und Kosten wird sich zu diesem Zeitpunkt erweisen, wie ausgeprägt das Interesse der Firma tatsächlich ist, zumal Du eigentlich die Voraussetzung (relevantes Studium oder einschlägige Berufserfahrung) nicht erfüllst. Dennoch viel Erfolg.
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon giga » Di 26. Jun 2012, 21:34

JennyE hat geschrieben:Vielen Dank für die hilfreichen Tipps.

Ich bin einfach so unsicher ob ich es wirklich wagen soll. Einerseits will ich es auf jeden Fall, weil ich meinen Freund über alles Liebe und es mir das Herz brechen würde wenn wir die Beziehung der Entfernung wegen aufgeben müssten. Andererseits habe ich aber auch total Angst, dass ich keinen Job finde, das Geld ausgeht, ich das Visum dann nicht bekomme etc.

Ich habe halt das Problem, dass ich portugiesisch zwar zum Großteil verstehe, aber mit dem Antworten hapert es noch ganz schön (kann es mir einfach grad nicht merken - mein Kopf ist voll...) und das wird sicherlich hinderlich für die Jobsuche sein. Ich habe mir zwar vorgestellt in Firmen wie Petrobras (englischsprachig) oder Hotels oder als Englischlehrerin arbeiten zu können aber vielleicht ist die Vorstellung dass ich dort auch was bekommen werde eher ein bisschen zu blauäugig und dann stehe ich da und hab nix...

Mein Freund ist zwar damals auch nach Australien gegangen und konnte mit seinem Wortschatz gerade mal ein Bier bestellen und hat innerhalb von 3 Jahren so viel Englisch gelernt, dass er zum einen sein Studium dort gemacht hat und jetzt in Brasilien nebenbei als Englischlehrer arbeitet. Aber ich bin nun mal ein Schisser.

Was meint ihr wie viel Startkapital für den Anfang wichtig wäre? (auch für den Fall das ich keinen Job kriege...)
Wie einfach/schwierig ist es eine Wohnung (in Rio, Barra, Recreio, Niteroi etc.) zu finden? Muss kein Luxusappartment sein aber sollte auch keine Favelabude sein... (war übrigens mit dem neu gebauten Teleferico über den Complexo do Alemanho gefahren [Favela] - sehr interessant, kann ich nur weiterempfehlen. Aber wohnen möchte ich dort nicht..:D)

Zur Familiensituation meines Freundes muss ich sagen, dass ich sie alle suuuper gerne mag. Ich hab mich schon nach den ersten paar Tagen gefühlt als würde ich ewig dazugehören. Da die Familie nicht gerade arm ist und viel durch die Welt reist, konnten auch alle prima Englisch sprechen (selbst die 71 Jahre alte Oma). Von daher mache ich mir keine Sorgen, um das Familienproblem.

Ach mensch, es ist einfach so ein großer Schritt und da meine Arbeitssituation mir gerade gar nicht gefällt bin ich am Überlegen, die Pläne ein wenig vorzuziehen (sprich in Max. 3 Monaten). Wie man sicherlich an meinem Post lesen kann bin ich deshalb ein wenig durch den Wind...

Habt ihr es jemals bereut dass ihr es getan habt?
Ich meine ich würde mir ja alle Sicherheiten hier offen halten, sodass ich easy wieder zurück kommen kann. Und nach meinem 7 Monatigem Auslandsaufenthalt hab ich innerhalb nach 16 Tagen schon bei meinem neuen Job als GF-Assistenz angefangen. Dass das so schnell klappt hätte ich auch im Leben nicht gedacht. Also werde ich bestimmt auch wieder irgendwo unterkommen wenn ich mich entscheide zurück zu kommen...

Okay genug Panik verbreitet.
Ich würd halt einfach gerne jemanden haben, der mir garantiert mach's und alles wird gut. Aber so ist das Leben wohl leider nicht. Bin einfach zu Risikoscheu und muss mir manchmal selbst in den !&@*$#! treten...

Danke für's Lesen und euren "Beistand"


Hallo,
solltest Du es machen wünsche ich Dir viel Glück.Ich lebe nun schon viele Jahre im Nordosten(bin allerdings auch schon kurz vor meiner deutschen Rente)
Aber bedenke auch die Sprache sprechen oder sie im Beruf in Wort und Schrift zu gebrauchen sind zweierlei Dinge.
Zur Mentalität der Menschen hier.es ist sehr anders als in D.zuerst sind alles Deine Freunde .amigos.wenns drauf ankommt oft sehr ,sehr wenige.Hier wo ich lebe sind ein großteil der Menschen überaus egoistisch und intollerant. Und die Korruption ist überall.Und das öffentliche Gesundheitswesen ist furchtbar...
So ich will Dir aber nicht alles vermiesen sondern nur meine Meinung sagen.
FAZIT Ich würde den Schritt nicht mehr tun.
GRUß
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon bischl75 » Mo 13. Aug 2012, 19:15

Hallo zusammen:-)

Ich habe mich in einer internen Bewerbung für eine Stelle im Anlagenbau-Service-Bereich einer brasilianischen Erz-Mine beworben und das erste von zwei Bewerbungsgesprächen überstanden.

D.H. jetzt wird es schon etwas ernster und langsam wird es Zeit sich auf die Eventualität vorzubereiten. Um es kurz zu machen, meine Company kümmert sich um vieles.
Aber ich möchte selbstverständlich auch meine Frau und die beiden Stinker (3 u.6 Jahre) nach ca.6 Monaten mit rüberholen.

Intensiv-Sprachschule in Deutschland und in Brasilien/Schnupperwoche vor Vertragsunterschrift/Privatschule für die Kinder/Krankenversicherung/Hilfe bei der Wohnungssuche//Heimreisen nach 3 Monaten/Hilfe bei der Jobsuche für die Frau/Dienstwagen/ Garantierter A-Platz nach Rückkehr in Deutschland... also ein ziemlich rundes Paket.

Ich war von Iran bis Namibia auch schon im Rahmen von teils längeren Dienstreisen im Ausland, jedoch der Schritt mit dem Auswandern inkl. meiner Familie ist neu für mich.
Ich käme nach Belo Horizonte-Mindestvertragsdauer ist 3 Jahre.Start wäre Januar-März 2013.

Der Haken ist, dass ich in Belo Horizonte erst mal alleine wäre. Das Büro der Firma ist in SaoPaulo und zieht erst nach einem Neubau um, der jedoch bestimmt erst viel später fertig wird.

Habt Ihr Tipps für einen potentiellen Neustarter?
Gibt es Anlaufstellen die uns den Neustart dort hinten vereinfachen(dt. Gemeinde?)
Welche Fehler sollte ich nicht auch noch mal machen? Auf welche Trick nicht hereinfallen?
Habt ihr Tipps für eine Internationale Schule in Belo Horizonte?
Da mir meine Company schon in Aussicht stellte, dass es schwer wird, eine Arbeitsgenehmigung für meine Frau zu bekommen,was kann oder darf sie denn überhaupt tun?(Ehrenamtliche Tätigkeiten?)

Ich denke mehr Fragen ergeben sich in den nächsten Wochen:-)und abhängig von Euren Antworten und meinem Bewerberglück.

Vielen Dank erstmal:-)
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon BrasilJaneiro » So 19. Aug 2012, 07:51

bischl75 hat geschrieben:Hallo zusammen:-)

Ich habe mich in einer internen Bewerbung für eine Stelle im Anlagenbau-Service-Bereich einer brasilianischen Erz-Mine beworben und das erste von zwei Bewerbungsgesprächen überstanden.

D.H. jetzt wird es schon etwas ernster und langsam wird es Zeit sich auf die Eventualität vorzubereiten. Um es kurz zu machen, meine Company kümmert sich um vieles.
Aber ich möchte selbstverständlich auch meine Frau und die beiden Stinker (3 u.6 Jahre) nach ca.6 Monaten mit rüberholen.

Intensiv-Sprachschule in Deutschland und in Brasilien/Schnupperwoche vor Vertragsunterschrift/Privatschule für die Kinder/Krankenversicherung/Hilfe bei der Wohnungssuche//Heimreisen nach 3 Monaten/Hilfe bei der Jobsuche für die Frau/Dienstwagen/ Garantierter A-Platz nach Rückkehr in Deutschland... also ein ziemlich rundes Paket.

Ich war von Iran bis Namibia auch schon im Rahmen von teils längeren Dienstreisen im Ausland, jedoch der Schritt mit dem Auswandern inkl. meiner Familie ist neu für mich.
Ich käme nach Belo Horizonte-Mindestvertragsdauer ist 3 Jahre.Start wäre Januar-März 2013.

Der Haken ist, dass ich in Belo Horizonte erst mal alleine wäre. Das Büro der Firma ist in SaoPaulo und zieht erst nach einem Neubau um, der jedoch bestimmt erst viel später fertig wird.

Habt Ihr Tipps für einen potentiellen Neustarter?
Gibt es Anlaufstellen die uns den Neustart dort hinten vereinfachen(dt. Gemeinde?)
Welche Fehler sollte ich nicht auch noch mal machen? Auf welche Trick nicht hereinfallen?
Habt ihr Tipps für eine Internationale Schule in Belo Horizonte?
Da mir meine Company schon in Aussicht stellte, dass es schwer wird, eine Arbeitsgenehmigung für meine Frau zu bekommen,was kann oder darf sie denn überhaupt tun?(Ehrenamtliche Tätigkeiten?)

Ich denke mehr Fragen ergeben sich in den nächsten Wochen:-)und abhängig von Euren Antworten und meinem Bewerberglück.

Vielen Dank erstmal:-)


Das kann mit der Familie noch große Probleme geben. Es ist nicht einfach, wenn überhaupt, ein Visum für die Ehefrau und den Kindern zu bekommen. Da kannst du nur hoffen, dass deine Firma gute Leute hat, die sich bestens auskennen und ihre Beziehungen haben. Einfacher wäre es, wenn deine Frau in den möglichen sechs Monaten Aufenthalt ein Kind zur Welt bringen würden, dass dann die brasilianische Staatsbürgerschaft erhält und somit den Eltern ein Dauer-Visum beschert.
Dadurch erhält auch deine Frau eine Sicherheit und Aufgabe und fühlt sich nicht hoffnungslos verloren und unverstanden, was in vielen Fällen zur Trennung führt. Es leben natürlich auch im Umkreis von Belo Horizonte viele Deutsche aber ob man davon einige zu Freunde gewinnt ist nicht gesagt und eigentlich nicht unbedingt förderlich sich zu integrieren.
Du solltest deine erste Zeit damit verbringen ein Haus zur Miete zu finden. Vielleicht eher in einen kleineren Ort. 100 KM Fahrten zur Arbeitsstelle sind in Brasilien nicht unüblich. Ich würde kein Apartement mieten. Durch das Condominio vielfach teurer als ein Haus. Verkauf deine Möbel und deine elektrischen Geräte und versende höchstens wichtige persönliche Dinge und gute Kleidungsstücke/Schuhe, da wenn du über 1,85m und Schuhgröße ab 45 hast schon Schwierigkeiten bekommst passendes auf Anhieb zu finden, obwohl es die auch gibt. Für den Versand eignen sich Kartons von http://www.mdf-verpackungen.de/kartons-und-faltschachteln/zweiwellige-kartons/kartons-ab-800mm-laenge, die genau die Höchstmaße für DHL erreichen und sehr stabil sind. Bei 31,5 kg = 123 €uro Versandkosten. In Brasilien lebt man schlichter und weniger Möbel sind oft mehr. Außerdem braucht man den ganzen Schnickschnack nicht, den uns jede Woche Aldi und Co. versuchen zu verkaufen. Ebenso sparst du dir die ganze Arbeit und den Ärger, den ein Container mit sich ziehen kann. Eine internationale Schule ist überhaupt nicht nötig. Deine Kinder sind noch sehr jung und werden sehr schnell Kontakt zu brasilianischen Kindern finden. Da die Schulen immer zu Februar beginnen, kann dein Ältester 2014 auf eine brasilianische Schule eingeschult werden. Die ersten vier Jahre würde auch eine staatliche Schule ausreichen. Danach kann man die Kinder immer noch auf eine Privatschule schicken. Das kann man aber machen wie man will oder das nötige Kleingeld hat. Ansonsten rate dir gegenüber Fremden zur Bescheidenheit, protze nicht mit Geld, sondern zeigt allen, dass du auch nur ein normaler Angestellter und Arbeiter bist und eine nette Familie sein willst, die die Nachbarn respektieren und offen und freundlich miteinander umgehen. Viel Glück.
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon chato » So 19. Aug 2012, 08:33

Hallo,

ich kann den Ausführungen von Brasiljaneiro nicht beipflichten.

Ich gehe mal davon aus, dass du als Expat nach Belo Horizonte gehst. In diesem Falle würde ich mal intensiv in Internet googeln.

1. Normalerweise besorgt die Firma natürlich auch die Auffenthaltsgenehmigung für die Familie, diese beinhaltet jedoch nicht eine Arbeitserlaubnis für die Ehefrau, ist eher selten

2. Soweit wie möglich alles aus Deutschland mitnehmen. Die Preise für Möbel sind in Brasilien wesentlich teurer als in Deutschland, dafür ist die Qualtität bescheidener - falls man von Qualität sprechen kann. Auch hier übernimmt der Arbeitgeber normalerweise die Kosten.

3. Normalerweise finanziert auch die Firma die Unterkunft. Würde hier zu einem Apartment raten, natürlich nicht 50 km vom Arbeitsort entfernt - aber das muss jeder für sich entscheiden. Viele Brasilianer fahren so weit, da sie sich keine Unterkunft in der Nähe der Arbeit leisten können.

4. Die Kinder sollten unbedingt auf eine Deutsche oder Internationale Schule. Dies erleichtert es ungebemein, wenn es wieder in ein anderes Land geht oder zurück nach Deutschland. D

Viel Spaß!

Chato
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon Westig » So 19. Aug 2012, 21:42

chato hat geschrieben:Hallo,

ich kann den Ausführungen von Brasiljaneiro nicht beipflichten.
..............

4. Die Kinder sollten unbedingt auf eine Deutsche oder Internationale Schule. Dies erleichtert es ungebemein, wenn es wieder in ein anderes Land geht oder zurück nach Deutschland. D

Viel Spaß!

Chato


Chato hat recht. Wenn es oertlich eine Moeglichkeit fuer eine internationale Schule gibt, sollte diese genutzt werden, selbst wenn sich dort oft die brasilianische "Elite" findet. Es gibt Erfahrungen, die belegen, dass eine oeffentliche nationale Schule den Anspruechen nach der Rueckkehr nicht genuegt. Hilfreich ist auch in jedem Fall zusaetzlicher Deutschunterricht, da gibt es gute Modelle, z.B. Deutsche Fernschule fuer Kinder. Viele Entsandte lassen aus "Solidaritaet" oder Sozialromantik ihre Kinder auf oeffentlichen Schulen. Die Rechnung erhalten sie spaetestens nach der Rueckkehr. Schon Umzug, Versuche der sozialen Integration,etc. sind fuer Kinder schwer genug. Eine gute international ausgerichtete Schule und einige Kontakte mit den Familien sind anfangs oft hilfreich. Dies soll nicht heissen, dass die Kinder auf einer Insel leben. Ob und wie sie sich integrieren, haengt vor allem auch von den Eltern und von dem sozialen Umfeld ab.
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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon BrasilJaneiro » So 19. Aug 2012, 22:58

chato hat geschrieben:Hallo,

ich kann den Ausführungen von Brasiljaneiro nicht beipflichten.

Ich gehe mal davon aus, dass du als Expat nach Belo Horizonte gehst. In diesem Falle würde ich mal intensiv in Internet googeln. Davon war hier nicht die Rede. Kann aber vermutet werden.

1. Normalerweise besorgt die Firma natürlich auch die Auffenthaltsgenehmigung für die Familie, diese beinhaltet jedoch nicht eine Arbeitserlaubnis für die Ehefrau, ist eher selten. Stimmt. Aber mehr als den Haushalt darf sie auch nicht machen.

2. Soweit wie möglich alles aus Deutschland mitnehmen. Die Preise für Möbel sind in Brasilien wesentlich teurer als in Deutschland, dafür ist die Qualtität bescheidener - falls man von Qualität sprechen kann. Auch hier übernimmt der Arbeitgeber normalerweise die Kosten. Wenn die Firma bezahlt inklusive Rückführung dann ist es ok. Ansonsten ist es absolut Quatsch zu glauben, dass deutsche Möbel besser sind. Meistens halten sie die Feuchtigkeit nicht aus, weil das Holz dazu nicht speziell verarbeitet wurde. Außerdem braucht man den ganzen Messiemist nicht, was in deutschen Wohnungen vor sich hin gammelt.

3. Normalerweise finanziert auch die Firma die Unterkunft. Würde hier zu einem Apartment raten, natürlich nicht 50 km vom Arbeitsort entfernt - aber das muss jeder für sich entscheiden. Viele Brasilianer fahren so weit, da sie sich keine Unterkunft in der Nähe der Arbeit leisten können. Wer fremd ist und sich in ein Apartement einrichtet, wird noch einsamer sein. Absolut falsch. Wenn Brasilianer weit fahren, dann haben sie meist in einer kleineren Gemeinde ein schönes Haus mit Schwimmbad. Ein Apartement hat man zusätzlich in Arbeitsnähe um dort die Arbeitswoche umzukriegen.

4. Die Kinder sollten unbedingt auf eine Deutsche oder Internationale Schule. Dies erleichtert es ungebemein, wenn es wieder in ein anderes Land geht oder zurück nach Deutschland. Deutsche und Internationale Schulen kosten nur unnötig Geld. Die Schulen sind weit besser als in Deutschland. In Wahrheit geht doch in Deutschland das geistige Niveau in den Schule ständig bergab. Die Pisa-Studie hat es doch gezeigt. In Brasilien gibt es sehr gute und qualifizierte Privatschulen und in den letzten Jahren haben auch die staatlichen Schulen enorm zugelegt. In deutschen Schulen herrscht doch ein Chaos. Kein Geld. Kein Material. Vieles im argen oder mit baulischen Mängeln. Schüler sie machen was sie wollen und Lehrer die nichts zu sagen haben, kapituliert haben und nur noch ihren Stoff runterrattern, egal ob dies jemand verstanden hat oder nicht.

Viel Spaß!

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Re: Auswandern Ratschläge, Erfahrungsberichte benötigt

Beitragvon BrasilJaneiro » So 19. Aug 2012, 23:06

Westig hat geschrieben:
chato hat geschrieben:Hallo,

ich kann den Ausführungen von Brasiljaneiro nicht beipflichten.
..............

4. Die Kinder sollten unbedingt auf eine Deutsche oder Internationale Schule. Dies erleichtert es ungebemein, wenn es wieder in ein anderes Land geht oder zurück nach Deutschland. D

Viel Spaß!

Chato


Chato hat recht. Wenn es oertlich eine Moeglichkeit fuer eine internationale Schule gibt, sollte diese genutzt werden, selbst wenn sich dort oft die brasilianische "Elite" findet. Es gibt Erfahrungen, die belegen, dass eine oeffentliche nationale Schule den Anspruechen nach der Rueckkehr nicht genuegt. Hilfreich ist auch in jedem Fall zusaetzlicher Deutschunterricht, da gibt es gute Modelle, z.B. Deutsche Fernschule fuer Kinder. Viele Entsandte lassen aus "Solidaritaet" oder Sozialromantik ihre Kinder auf oeffentlichen Schulen. Die Rechnung erhalten sie spaetestens nach der Rueckkehr. Schon Umzug, Versuche der sozialen Integration,etc. sind fuer Kinder schwer genug. Eine gute international ausgerichtete Schule und einige Kontakte mit den Familien sind anfangs oft hilfreich. Dies soll nicht heissen, dass die Kinder auf einer Insel leben. Ob und wie sie sich integrieren, haengt vor allem auch von den Eltern und von dem sozialen Umfeld ab.


Da muss man sich schon fragen, ob es nicht besser wäre, die Familie in Deutschland zu lassen. Dann braucht man sich über die Deutsche Sprache keine Gedanken zu machen, falls die bei den hohen Ausländeranteil überhaupt noch richtig gelernt werden kann. Wenn Kinder aus dem Ausland Probleme auf deutschen Schulen haben, dann meistens wegen dem cabaret in den Schulen. Von der Intelligenz und dem erwachsenen Verhalten sind sie meistens weiter. Was tun dann die Eltern für die Integration der Kinder, wenn sie sie isolieren und ständig deutsch lernen und sprechen lassen? Absolut falsch. Schon der Gedanke nur für eine Übergangszeit ins Ausland zu gehen und seine Familie aus dem gewohnten Umfeld zu reissen ist schon absurd. Entweder macht man Nägel mit Köpfen oder man lässt es sein. Schließlich ist man nicht ein Abgesandter auf Zeit.
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