Auswandern - welche Krankenversicherung

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Viva Floripa » Sa 21. Jul 2012, 14:06

Für die, die gesetzlich versichert sind und Anspruch auf die Krankenversicherung der Rentner haben:
die KvdR gilt nicht im weltweiten Ausland. In diesem Fall (mein Bruder) haben wir eine Anwartschaftversicherung (bei der AOK) abgeschlossen um ca. 45 Euro monatlich. Hierfür erhalten wir einen Zuschuß von der Rentenkasse in der Höhe, was die KvdR kosten würde. Der Zuschuß ist also höher als der Beitrag zur Ruhensversicherung. Von der AOK liessen wir uns bestätigen, dass die Rückumwandlung zur KvdR jederzeit möglich ist. Das wird in Frage kommen, wenn ein längerer Aufenthalt in Deutschland vorgesehen ist.
Entsprechende Krankenversicherungen wurden in Brasilien (und Costa Rica) abgeschlossen, wo es in vielen Jahren noch nie Probleme gab.
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Rubirao » Fr 27. Jul 2012, 13:42

Wir sind alle bei der Nordic Health Care versichert.

http://www.nhcglobal.com/de/
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Campinense » Fr 27. Jul 2012, 17:59

amazonasklaus hat geschrieben:Für Auswanderer macht auf Dauer nur eine lokale Krankenversicherung Sinn.

:zustimm: und =D>
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Tina25 » Fr 14. Dez 2012, 18:28

Also das ist gut zu wissen, denn ich bin in der gleichen Lage.
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Kaya 1 » Fr 28. Dez 2012, 01:02

Hallo Marcus,

wir (mein Mann und ich) sind bei der Unimed (www.unimed.com.br) versichert. Ich muss dazu sagen, dass wir nicht vorhaben nochmal nach Deutschland zurückzugehen. Wir sind ganz zufrieden. Ungewohnt ist, dass man nur bestimmte Krankenhäuser und Ärzte aufsuchen darf, wobei hier im Estado do Rio de Janeiro ist Unimed sehr weitverbreitet. Es ist ein bisschen befremdlich, dass man sämtliche Medikamente selbst zahlen muss, auf der anderen Seite sind sämtliche Therapien, Labortests und Untersuchungen im Paket enthalten. Der Versicherungsschutz gilt in ganz Brasilien. Bei Krankenhausaufenthalten haben wir Anspruch auf Einzelzimmer. Kosten für uns beide ca. R$400,00 pro Monat mit Selbstbeteiligung (hängt davon ab, was wir in Anspruch nehmen). Zahnversicherung muss getrennt abgeschlossen werden. Wie gesagt wir sind ganz zufrieden mit der Unimed, es gibt aber auch noch andere Krankenversicherungen wie zum Beispiel Amil oder Goldem Cross.

Viele Grüße und viel Spaß in Brasilien!
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 28. Dez 2012, 05:16

Kaya 1 hat geschrieben:Hallo Marcus,

wir (mein Mann und ich) sind bei der Unimed (www.unimed.com.br) versichert. Ich muss dazu sagen, dass wir nicht vorhaben nochmal nach Deutschland zurückzugehen. Wir sind ganz zufrieden. Ungewohnt ist, dass man nur bestimmte Krankenhäuser und Ärzte aufsuchen darf, wobei hier im Estado do Rio de Janeiro ist Unimed sehr weitverbreitet. Es ist ein bisschen befremdlich, dass man sämtliche Medikamente selbst zahlen muss, auf der anderen Seite sind sämtliche Therapien, Labortests und Untersuchungen im Paket enthalten. Der Versicherungsschutz gilt in ganz Brasilien. Bei Krankenhausaufenthalten haben wir Anspruch auf Einzelzimmer. Kosten für uns beide ca. R$400,00 pro Monat mit Selbstbeteiligung (hängt davon ab, was wir in Anspruch nehmen). Zahnversicherung muss getrennt abgeschlossen werden. Wie gesagt wir sind ganz zufrieden mit der Unimed, es gibt aber auch noch andere Krankenversicherungen wie zum Beispiel Amil oder Goldem Cross.

Viele Grüße und viel Spaß in Brasilien!


Die KV in Brasilien sind absolut in Ordnung. Man muss sie sich natürlich leisten können. Als Hartz IV-Auswanderer mit 400 Euro Startkapital funktioniert dies natürlich nicht. Das Problem haben hauptsächlich einwandernde Rentner und Aussteiger. Die meisten AG bieten plano saúde. Da sind dann auch Ehepartner und Kinder mitversichert. Jeder der als Mitarbeiter nach Brasilien entsendet wird, sollte vom AG verlangen, dass er eine KV in Brasilien abschließt. Das System in Brasilien ist anders als in Deutschland. Deshalb nicht von den Deutschen System ausgehen. Das man sich vor der Einreise ärztlich und zahnärztlich durchchecken lässt versteht sich doch von selbst. Hoffe ich jedenfalls.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Christian B. » Fr 28. Dez 2012, 11:41

BrasilJaneiro hat geschrieben:[quote="Kaya 1"... Jeder der als Mitarbeiter nach Brasilien entsendet wird, sollte vom AG verlangen, dass er eine KV in Brasilien abschließt....

Also, dass der Arbeitgeber bei Entsendung seines Mitarbeiters die Krankenversicherung bezahlt sollte selbstverständlich sein.
Aber bitte keine KV in Brasilien! Normalerweise (bei einem vernünftigen Arbeitgeber) wird der Entsandte über eine priate Auslandskrankenversicherung in Deutschland versichert.
Das bedeutet: tatsächlich freie Krankenhausauswahl, alle Medikamente werden bezahlt, Zahnbehandlungen,Krankengymnastik, kein Eigenanteil, usw.
Nachteil: die Kosten müssen erst vorgesteckt werden. Aber auch das sollte kein Problem sein.

Mit einer privaten Krankenversicherung ist gewährleistet, dass man auch im besten Krankenhaus behandelt werden kann. Auch die Suche nach dem nächstgelegenen Krankenhaus, welche mit der örtlichen Krankenkasse zusammen arbeitet, entfällt!!

Gruß
Christian
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon moni2510 » Fr 28. Dez 2012, 12:00

es gibt aber genug Arbeitnehmer, die eben nicht entsendet sind (welche Firma leistet sich heute noch so einen Luzus?), sondern mit lokalen Arbeitsvertraegen in Brasilien arbeiten. Und hier setze ich voraus, eine ordentliche Krankenversicherung im Land zu bekommen.

Ich bin ueber die Firma bei Bradesco versichert und das Netz der Aerzte und Krankenhaeuser hier in Rio ist sehr gut. Da ich nur einen winzigkleinen Eigenanteil zahlen muss, faellt es mir auch nicht so schwer, die Medikamente selbst zu bezahlen
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 28. Dez 2012, 16:58

Christian B. hat geschrieben:Aber bitte keine KV in Brasilien! Normalerweise (bei einem vernünftigen Arbeitgeber) wird der Entsandte über eine private Auslandskrankenversicherung in Deutschland versichert.
Das bedeutet: tatsächlich freie Krankenhausauswahl, alle Medikamente werden bezahlt, Zahnbehandlungen, Krankengymnastik, kein Eigenanteil, usw.
Nachteil: die Kosten müssen erst vorgesteckt werden. Aber auch das sollte kein Problem sein.

Mit einer privaten Krankenversicherung ist gewährleistet, dass man auch im besten Krankenhaus behandelt werden kann. Auch die Suche nach dem nächstgelegenen Krankenhaus, welche mit der örtlichen Krankenkasse zusammen arbeitet, entfällt!!


Ich kann mich dem gesagten nur anschließen. Ich bin selber Entsendeter und kann nur bestätigen, dass es üblich ist, dass eine deutsche Auslands-KV durch die entsendete Firma abgeschlossen wird. Es gibt da allgemeine Richtlinien für die Entsendung.

Bei einem Auslandseinsatz ist auch vorgeschrieben, das der Arbeitgeber für die Gesamt-Gesundheitsversorgung des Entsendeten aufzukommen hat, ob er sich mit einer KV rückversichert ist sein Problem. Wenn also nach Einreichung der Behandlungs-Kosten ein Arbeitgeber zurück schreibt, dass die KV diese Kosten teilweise (Brille) nicht erstattet, ist das zwar informativ, enthebt den AG nicht von der Verpflichtung auf Erstattung, es sei denn man hat solche Einschränkungen expliziert im Entsendungsvertrag vereinbart.

Ich hatte leider den Fall, dass meine Frau, obwohl mitentsendet wegen einer Vorerkrankung in D nicht privat versicherbar war (Begründung der PKV: Kranke schickt man nicht ins Ausland, was hart, verständlich ist. Meine Firma hat dann eine gute, teuere Krankenversicherung bei der Bradesco (vorher schon als gut bewertet erwähnt)abgeschlossen. Dadurch hab ich dann am eigenen Beispiel erfahren, wie kompliziert ein brasilianischer Plano Saude durchzuexerzieren ist und welche Leistungen im Ernstfall von den Medizinern am Plano Saude der Bradesco vorbei durchgedrückt werden. Im krassesten Fall haben wir eine kleine Operation durchführen lassen, mit dem Vor-Ort-Sachbearbeiter im Krankenhaus der Bradesco abgestimmt, wobei sich nachher herausstellte, dass der Arzt die Untersuchung als Bradesco Vertragsarzt durchgeführt hatte, die Operation selber aber als Privatpatient durchgeführt wurde und die die Bradesco später nur zu einem Bruchteil bezahlen wollte. Das war schon in der Nähe des Betruges und Komplizenschaft Bradesco-Sachbearbeiter/Arzt. Wir haben das nie bezahlt.

Ansonsten gab es immer wieder einen Haufen Kosten, die die Bradesco nicht übernommen hat, weil halt irgendwelche Ausschlüssen in den Verträgen drin standen, die man erst im Anwendungsfall mitbekommt. Meine deutsche Frau ist allerdings auch schwer erkrankt und in einem Brasilianischen Krankenhaus verstorben, da macht man halt auch solche bittere Erfahrung. Gut, wenn dann die Firma die Differenzen übernimmt. In der Schlussphase hat die Bradesco immerhin um die 300.000 Reais für 6 Monate Krankheit bezahlt, daneben sind weitere 50.000 Euro angefallen. Dies nur als Hinweis für die, die meinen, ohne KV in Brasilien hinzukommen. Signifikant war auch der Druck der Bradesco auf das Krankenhaus, meine Frau als "gesund" zu entlassen und in die häusliche Pflege überzuleiten, 4 Wochen später war die nahezu "Gesunde" tot.

Gruß
Trem Mineiro

Um nochmal zum Hauptthema zurückzukommen. Echte Auswanderer, die dann auch in D nicht mehr gemeldet sind, haben auch Schwierigkeitenn, sich länger als 3 Jahre in Deutschland zu versichern. Als Auswanderer muss ich auch mit einer Brasilianischen Versicherung leben, wie auch auch alle anderen Unterschiede zu D in Kauf nehmen muss. Klar, leben halbwegs wie in D kostet in Brasilien auch viel Geld. Ist halt kein typische Auswandererland mehr. Und so schlecht sind die Brasilianischen Versicherungen auch nicht.
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Re: Auswandern - welche Krankenversicherung

Beitragvon Christian B. » Fr 28. Dez 2012, 21:46

moni2510 hat geschrieben:... Da ich nur einen winzigkleinen Eigenanteil zahlen muss, faellt es mir auch nicht so schwer, die Medikamente selbst zu bezahlen

So lange es sich nur um ein Schmerzmittel nach einem Zahnarztbesuch handelt oder um eine Creme wegen einer Allergie ist das auch kein Thema.
Hoffen wir deshalb, dass alle gesund und munter bleiben.
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