Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon Teckpac » Mo 30. Mär 2009, 20:55

@Lauros
Ich denke mal, es kommt immer darauf an was man unter Lebensstandard so versteht! Man kann, meiner Meinung nach, nicht den Lebensstandard von D nach B so eins zu eins übernehmen! Aber mit ein bisschen finanziellem Background in D und einer kleinen Einnahmequelle in B, kann man doch schon gut leben! Im Beispiel was Robert so anführt, so mit 3000 Reais kommt man eigentlich für 2 Personen gut hin, was die Grundansprüche betrifft! Wenn's dann mal eine Anschaffung grösserer Art werden soll, greift man halt auf sein Gespartes in D zurück!
Meine Meinung ist, wenn man zu lange grübelt, kalkuliert und nachdenkt, wird's sowieso nichts mit dem Auswandern! Und es ist eine Altersfrage, wollte meinen alten Hernn auch überreden mit zu kommen, er meinte nur: Einen alten Baum verpflanzt man nicht so einfach!!!
Ich hätte lieber Alzheimer als Parkinsson...lieber ein paar Biere vergessen zu bezahlen, als sie zu verschütten! Salmei, Dalmei, Adomei....
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon Lauros » Mo 30. Mär 2009, 21:12

@Teckpac
Recht hast du ,komischerweise ist meine Frau vorsichtiger als Ich , probleme sind auch da, unser Kind geht halt noch zur Schule und wir wollen ihn erstmal gut in Deutschland positionieren . Wir hätten es auch nicht zu schwer da wir ja eine Unterkunft in Brasilien haben und ein gewissen finanzielles Polster in Good old Germany .
Der Schritt wird kommen , bin halt nur noch wegen der Arbeit hier ,brauchen tue Ich das Leben in Deutschland nicht .
Gruss Marc
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon Itacare » Mo 30. Mär 2009, 21:38

@ Lauros

Kenn jetzt Dein Alter, persönliche Situation etc. nicht.

Aber wenn ich mir alles so anhöre äähh anlese, vielleicht solltest Du mal über das Zeitwertkonto / Vorruhestandsrente nachdenken. Trifft eventuell auch auf andere zu?

Für die, die es nicht kennen, = Gehaltsverzicht mit nach gelagerter Beteuerung, wird inklusive der Sozialbeiträge des Arbeitgebers (25/125stel) auf ein insolvenzsicheres Treuhandkonto bezahlt und verzinst. Man erhält die Zinsen quasi brutto für netto.

In der späteren Auszahlungsphase fallen dann ganz normal Steuern und Sozialangaben an, das Guthaben wird, während es abgebaut wird, natürlich weiterhin verzinst.

Werde so die Zeit bis zur vorgezogenen Altersrente nochmals um 3-4 Jahre abkürzen.

P.S. ich arbeite bei keiner Versicherung und vertreibe auch nicht deren Produkte.
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon rwschuster » Mo 30. Mär 2009, 22:01

donesteban hat geschrieben:dass man nicht so unendlich viel braucht, um sich in BR eine Existenz aufzubauen. Wenn man es clever und überlegt anstellt, dann kann man mit 50.000,00 bis 100.000,00 Euro schon was anfangen. Mehr ist natürlich immer besser. Vor einiger Zeit herrschte ja hier überwiegend die Meinung vor, dass man unter 200 oder 300K in Euro kaum das erste Jahr über die Runden kommt.

Ich habe insgesamt 4000.00 Euro ausgegeben. zuerst das Land ein Jahr anschauen und leben lernen hir, Veerbindungen mit Nachbarn und in der Unterschicht aufnehmen. So gut wie möglich portugiesisch lernen und ja keinen überheblichen Eindruck machen.
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon Takeo » Di 31. Mär 2009, 03:23

Wolfi, ich will ja nicht unromantisch klingen, aber Verbindungen zur Oberschicht können manchmal auch sehr hilfreich sein... auch wenn's verpönt ist.

PS.: ich bin mit ca. 500,-DM Schulden ausgewandert, die mir die Dresdner Bank freundlicherweise irgendwann einfach gestrichen hat... obwohl ich sie doch zurückbezahlen wollte.

Aber ich darf nicht ungerecht sein: ich hatte den best erdenklichsten Erfolgsfaktor zum Auswandern in der Tasche: einen seriösen Arbeitsvertrag mit einem hiesigen Unternehmen (damals ging's nach Argentinien!).
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon rwschuster » Di 31. Mär 2009, 05:06

Nein, vor zwei monaten habe ich etwa 4000.00 ausgegeben für Einrichtung,, Standort, Geräte Bar und habe mir damit ein bequemes Einkommen von 2000.00 bis 3000.00 gesichert. Tendenz steigend, ich vergrössere aber nicht, will keine Angestellten Mehr, bringt nur ärger.
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon donesteban » Di 31. Mär 2009, 09:28

Takeo hat geschrieben:Wolfi, ich will ja nicht unromantisch klingen, aber Verbindungen zur Oberschicht können manchmal auch sehr hilfreich sein... auch wenn's verpönt ist.
Selbstverständlich. Weltweit. Und hier können wir unseren Gringo-Bonus sehr gut einlösen. Es ist extrem leicht, sich als Gringo mit der Mittelschicht/Oberschicht "anzufreunden". Selbst als relativer "Habenichts". Aber wehe, sie merken, dass Du nix hast ;-) Nein, natürlich gilt das nicht für alle, aber für viele.

Es lebt sich jedoch auch wunderbar ohne die "Oberschicht", je nachdem, was man vor hat und je nach Persönlichkeit. Ich bin in beiden Welten unterwegs und kann nur sagen, Gute und Schlechte gibt es überall. Aber eines ist jedenfalls für mich eine nicht diskutierbare Tatsache.

Die ressourcenarme Bevölkerung kann besser feiern!

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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon Lauros » Di 31. Mär 2009, 10:37

donesteban hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:Wolfi, ich will ja nicht unromantisch klingen, aber Verbindungen zur Oberschicht können manchmal auch sehr hilfreich sein... auch wenn's verpönt ist.
Selbstverständlich. Weltweit. Und hier können wir unseren Gringo-Bonus sehr gut einlösen. Es ist extrem leicht, sich als Gringo mit der Mittelschicht/Oberschicht "anzufreunden". Selbst als relativer "Habenichts". Aber wehe, sie merken, dass Du nix hast ;-) Nein, natürlich gilt das nicht für alle, aber für viele.

Es lebt sich jedoch auch wunderbar ohne die "Oberschicht", je nachdem, was man vor hat und je nach Persönlichkeit. Ich bin in beiden Welten unterwegs und kann nur sagen, Gute und Schlechte gibt es überall. Aber eines ist jedenfalls für mich eine nicht diskutierbare Tatsache.

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Ich finde wenn man Oberschicht und Europäer vergleicht, ist die Mentalität sehr ähnlich!
Deshalb finde Ich auch ,das die ressourcenarme Bevölkerung erheblich besser Feiern kann . :bier:
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon timu » Di 31. Mär 2009, 14:43

Boris hat geschrieben:Hallo Fredi
Ich nehme mal an, dass du Infos zu den generellen Erfahrungen der Ausgewanderten möchtest und nicht spezifisch für deine Situation.

positiv:
. Papier / Dokumente schon in De besorgt
. wir kannten den Ort schon sehr gut (mind. 6 Ferienreisen)

anders machen:
. keinen Container, sondern nur Fluggepäck; das Umzugsgut hat mich viel Nerven und letztlich Geld gekostet
. nicht auf Familie meiner Frau verlassen; möglichst alles selbständig regeln
. Geld auf Banken in De lassen; hätte subjektiv ein besseres Gefühl, obwohl die Rendite eventuell schlechter
. auch mehr Erspartes in De erschaffen; hier in B ist es definitiv viel schwieriger zu Geld zu kommen
. eigenes Haus: jein, durch Miete hätte man mehr Flexibilität


Wir sind (leider ?) noch nicht nach Brasilien ausgewandert, jedoch bestimmt schon mehr als 10mal mehrere Wochen dort Urlaub gemacht.
Zusätzlich ist sicher die Sprache ein Must.
Aber am wichtigsten ist bestimmt die mentale Einstellung gegenüber der brasilianischen Gesellschaft, d.h. man versucht sie zu verstehen und vergleicht nicht alles mit der CH oder De, insbesondere muss man das brasilianische Wertsystem (z.B. kein langfristiges Sparen, kaum offene Kritik) verstehen und akzeptieren.
Es wäre bestimmt falsch und fatal, wenn man nur wegen des Ehepartners nach Brasilien gehen würde, es muss wirklich auch das positive Feeling gegenüber Brasilien als Ganzes existieren.
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Re: Auswanderung: Erfolgsfaktoren

Beitragvon Takeo » Di 31. Mär 2009, 17:28

donesteban hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:Wolfi, ich will ja nicht unromantisch klingen, aber Verbindungen zur Oberschicht können manchmal auch sehr hilfreich sein... auch wenn's verpönt ist.
Selbstverständlich. Weltweit. Und hier können wir unseren Gringo-Bonus sehr gut einlösen. Es ist extrem leicht, sich als Gringo mit der Mittelschicht/Oberschicht "anzufreunden". Selbst als relativer "Habenichts". Aber wehe, sie merken, dass Du nix hast ;-) Nein, natürlich gilt das nicht für alle, aber für viele.

Es lebt sich jedoch auch wunderbar ohne die "Oberschicht", je nachdem, was man vor hat und je nach Persönlichkeit. Ich bin in beiden Welten unterwegs und kann nur sagen, Gute und Schlechte gibt es überall. Aber eines ist jedenfalls für mich eine nicht diskutierbare Tatsache.

Die ressourcenarme Bevölkerung kann besser feiern!

:hellau:


Weisst Du donesteban, Du vergisst einen wesentlichen Punkt: wenn man in Brasilien zum Urlaub machen ist, kannst Du durchaus Recht haben, wenn man hier aber sein Leben hat - ohne Netz und doppelten Boden - und nicht nur feiert, dann hilft einem die "ressourcenarme" Bevölkerung nicht besonders viel dabei... ehr im Gegenteil! Und noch eines: die "ressourcenarme" Bevölkerung wird auf dauer schnell langweilig... Euer Oberschichtgerede zeugt eigentlich nur davon, dass Ihr kaum Leute aus der sog. Oberschicht zu kennen scheint... ich unterhalte mich auch manchmal gerne mit Leuten, die echte Themen haben; der oft nichtsagende Smalltalk der ressourcenarmen Bevölkerung kann mich oft ziemlich schnell langweilen!

Ja ja, jetzt kommt amarela wieder mit was man alles von einfachen Menschen lernen kann... ja ja, ich weiss, ich weiss...
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