Auswanderungsgedanken nach Bahia

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon GatoBahia » Sa 21. Jan 2017, 22:08

Den Sicherheitsaspekt nicht vergessen, Sicherheit kostet :!: Es ist nicht jede Wohnlage gleichermaßen für Gringos geeignet :idea: Teure Umzüge könnt ich mir auch nicht vorstellen, einfach den Ballast mal abwerfen und neu anfangen wär wohl der bessere Weg :cool:
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon jorchinho » Sa 21. Jan 2017, 23:03

Saelzer hat geschrieben:Vor rund 10 Jahren war ich auch so weit. Dann ließ der Steinbrück die Kavallerie auflaufen und kündigte das Doppelbesteuerungsabkommen mit Brasilien, womit meine damaligen Pläne dahin waren. Ich wollte nämlich sowohl in Brasilien als auch in Deutschland arbeiten können. Eine Alternative wäre ggf. gewesen den europäischen Wohnsitz nach Spanien oder Portugal zu verlegen, denn die haben noch immer ein DBA. Aber alleine die Kosten dafür. Heute mache ich das was ich immer wollte von Uruguay aus, was sogar viel einfacher ist und einige zusätzliche Vorteile hat.

Andererseits beobachte ich immer viele Leute, die auswandern, nicht nur nach Brasilien. Einige beißen sich durch, einigen geht es gut (vermutlich weil es ihnen auch vorher schon gut ging ;) ), einige ziehen weiter und andere kehren gescheitert zurück.

Sollte ich mich jemals für eine Auswanderung entscheiden, dann werde ich den Ort wohin ich gehe bereits so gut kennen, als hätte ich dort schon immer gelebt. Will heißen; erst mal hinfahren und Urlaub machen. Dann einen längeren Aufenthalt von mehreren Monaten machen, so mit Wohnung anmieten, Sprache, Kultur und Verhalten der Leute lernen, etc, ggf. auch mehrfach, wenn es die Zeit erlaubt.

Wichtig auch die Frage, ob es mir gelingt da ein paar Freunde zu finden, denn wer will schon im Paradies alleine abhängen? Und selbst wer zu zweit geht wird damit rechnen müssen eventuell eines Tages alleine da zu stehen.

Und wenn ich vieles zu meiner Zufriedenheit klären konnte und es mir dann noch immer gefallen sollte, dann und nur dann würde ich mir frühestes Gedanken über irgendwelche endgültigen Auswanderungspläne machen.

Ich habe so viele gesehen, die sich haben übers Ohr ziehen lassen, denen es nach einiger Zeit nicht mehr gefiel oder die auf einmal wieder etwas noch Schöneres gefunden hatten. Die alle haben nur Zeit und Geld vergeudet.

Als ich (beruflich) für ein paar Jahre in Spanien war zahlte mir die Firma den Umzug. Jeder einzelne kostete schon damals fast 40.000 DM. Alleine für die Kosten der beiden Umzüge hätte ich mich neu einrichten können! :mrgreen:

Saelzer, wir sind zwar schon aneinandergeraten, aber mit diesem Text von dir gehe ich konform. Mehr braucht man nicht dazu sagen, weil man hier im Pott sagt: So isset! =D>
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon Saelzer » So 22. Jan 2017, 00:49

jorchinho hat geschrieben:Saelzer, wir sind zwar schon aneinandergeraten, aber mit diesem Text von dir gehe ich konform. Mehr braucht man nicht dazu sagen, weil man hier im Pott sagt: So isset! =D>

Um ehrlich zu sein ist es zwar sehr angenehm wenn alle meiner Meinung sind. Aber dadurch lerne ich nichts und ich habe keinen Anlass an meinen Überzeugungen zu zweifeln, bzw. sie weiter zu entwickeln.

Ich freue mich über Leute mit denen ich mich inhaltlich reiben kann, insbesondere wenn diese das nicht als Anlass zu einer persönlichen Fehde sehen! Dadurch lerne ich andere Standpunkte kennen.

Mal werde ich überzeugt, mal reichen die Argumente dafür nicht! Es gelingt mir ja auch nicht jeden zu überzeugen, nicht wahr?

Ich habe mit Dir kein Problem, im Gegenteil. Schlimmer wäre es wenn wir das als eine „Persönliche Nummer“ sehen würden, wo wir uns nicht mal kennen! Scheint aber nicht der Fall zu sein!

Also lass uns weiter (positiv) streiten! :mrgreen:

Wir haben alle unsere Erfahrungen und keiner sollte sich behindert fühlen diese auch Kund zu tun.
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon jorchinho » So 22. Jan 2017, 01:25

Saelzer hat geschrieben:
jorchinho hat geschrieben:Saelzer, wir sind zwar schon aneinandergeraten, aber mit diesem Text von dir gehe ich konform. Mehr braucht man nicht dazu sagen, weil man hier im Pott sagt: So isset! =D>

Um ehrlich zu sein ist es zwar sehr angenehm wenn alle meiner Meinung sind. Aber dadurch lerne ich nichts und ich habe keinen Anlass an meinen Überzeugungen zu zweifeln, bzw. sie weiter zu entwickeln.

Ich freue mich über Leute mit denen ich mich inhaltlich reiben kann, insbesondere wenn diese das nicht als Anlass zu einer persönlichen Fehde sehen! Dadurch lerne ich andere Standpunkte kennen.

Mal werde ich überzeugt, mal reichen die Argumente dafür nicht! Es gelingt mir ja auch nicht jeden zu überzeugen, nicht wahr?

Ich habe mit Dir kein Problem, im Gegenteil. Schlimmer wäre es wenn wir das als eine „Persönliche Nummer“ sehen würden, wo wir uns nicht mal kennen! Scheint aber nicht der Fall zu sein!


Also lass uns weiter (positiv) streiten! :mrgreen:

Wir haben alle unsere Erfahrungen und keiner sollte sich behindert fühlen diese auch Kund zu tun.

Saelzer, persönlich Nummer sieht anders aus. Ich zanke mich gerne mal rum, wurde auch schon gesperrt deswegen auf Zuruf, gehe aber sofort auch für jeden, welchen ich leiden kann in die erste Reihe. Mittlerweile habe ich ja auch gemerkt, das man mit dir auf hohem Niveau zanken kann. Geil. Können aber auch normal reden. Aber da ich ja viel rumreise in Dland und letztens noch in deiner Nähe war, wird sich vielleicht mal was ergeben. Auge in Auge ist immer besser als wie im Internet....bin der letzte der nein sagen würde.....geht unter meine Bauarbeiterehre.... :D
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon jorchinho » So 22. Jan 2017, 01:42

Um wieder aufs Thema zu kommen, organisier ne Reise nach Bahia, dann habbich datt nich soweit von Recife.....jaja, NO......steh ich zu....
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon Saelzer » So 22. Jan 2017, 02:06

jorchinho hat geschrieben:Um wieder aufs Thema zu kommen, organisier ne Reise nach Bahia, dann habbich datt nich soweit von Recife.....jaja, NO......steh ich zu....

Genau! Soll keiner den Eindruck bekommen, dass das jetzt eine schwulstige Verbrüderungsnummer hier wird! :mrgreen:

Ich möchte deshalb auch noch einen Gedanken beisteuern, an den nur ganz wenige denken, die auswandern. Was soll passieren nach dem eigenen Tod, bzw. wie setze ich mein Vermögen so ein, dass ich das meiste davon habe.

Gut, wir verdrängen das gerne. Aber ich war heute auf einer Beerdigung und kenne da auch ein paar allein-lebende Leute in Südamerika. Deren Vermögen werden sich sehr wahrscheinlich entweder der Staat oder ein paar Nachbarn unter den Nagel reißen. Das Ersitzen von Vermögen gibt es in vielen Ländern, genauso wie neidische Nachbarn, die gegebenenfalls auch mal nach dem Leben trachten, oder ein paar Grenzsteine versetzen.

Wer Kinder hat, der sollte sich fragen ob die ein Erbe erhalten sollen oder nicht. Ist nicht so ganz einfach oder billig die Erbschaft an die eigenen Kinder zu übertragen oder von denen dann wieder zurück nach Deutschland zu bekommen.

Bin sicher, dass sich kaum jemand darüber Gedanken macht. Ich kenne da so einen Fall. Frau und Mann sind vor vielen Jahren nach Namibia ausgewandert und hatten sich etwas aufgebaut. Sie haben keine Kinder. Dann vor rund fünfzehn Jahren haben sie alles in Namibia verkauft und sind nach Südamerika. Haben eine rund 25 ha Farm gekauft und ein schönes Häuschen gebaut. Als alles soweit fertig war stirbt der Mann. Nun sitzt die Frau da auf dieser Farm mit einer weiterhin zunehmenden Zahl an Katzen. Sie traut sich kaum fort und hat eigentlich keine Erben. In meinen Augen ist sie Gefangene ihres eigenen Vermögens. Statt ein wenig zu reisen harrt sie da auf der Farm aus und wartet eigentlich nur darauf, dass die Sense einschlägt.

Ich will ja nichts sagen, wenn man in einem Dorf wohnt und jeden Tag Leute zum klönen trifft. Aber alleine auf dem Lande? Solche Fälle gibt es viele.
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon jorchinho » So 22. Jan 2017, 02:22

Saelzer hat geschrieben:
jorchinho hat geschrieben:Um wieder aufs Thema zu kommen, organisier ne Reise nach Bahia, dann habbich datt nich soweit von Recife.....jaja, NO......steh ich zu....

Genau! Soll keiner den Eindruck bekommen, dass das jetzt eine schwulstige Verbrüderungsnummer hier wird! :mrgreen:

Ich möchte deshalb auch noch einen Gedanken beisteuern, an den nur ganz wenige denken, die auswandern. Was soll passieren nach dem eigenen Tod, bzw. wie setze ich mein Vermögen so ein, dass ich das meiste davon habe.


Verbrüderungsnummer war gut.....zu deinem Gedanken...mein Sohn drüben, welchen ich angenommen habe und mich auch mit Pai betitelt und meine Tochter (in SP), alles geregelt, hier im Pott sagt man " gib lieber mit einer warmen Hand anstatt mit einer kalten"......ich brauch nicht mehr so viel, paar Bierchen und ne Fluppe reichen....Frauchen ist natürlich auch abgesichert...
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon GatoBahia » So 22. Jan 2017, 08:30

Meine Götter, habt ihr heute wieder ein tristes und morbides Thema drauf :shock: Es gibt auch da unten sehr hübsche Friedhöfe und den Rest regelt das Testament :idea: Viel wichtiger wäre die Frage der Gesundheit und das man in der alten Heimat ein Sparbuch mit einigen Notgroschen liegen hat das man nicht unter der Brücke pennen muss falls man doch reumütig zurückkehrt :lol:
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon jorchinho » So 22. Jan 2017, 11:53

GatoBahia hat geschrieben:Meine Götter, habt ihr heute wieder ein tristes und morbides Thema drauf :shock: Es gibt auch da unten sehr hübsche Friedhöfe und den Rest regelt das Testament

Dann aber bitte mit Meerblick..... :wink:
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Re: Auswanderungsgedanken nach Bahia

Beitragvon cabof » So 22. Jan 2017, 12:33

Damit kann ich dienen, Anfragen gerne an mein Büro während der Öffnungszeiten. WLAN gegen Aufpreis.
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