Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon dimaew » Di 14. Sep 2010, 19:32

Bisher habe aus den Posts Johanna's zu verschiedenen Themen nicht herauslesen können, dass sie weiß, was Ironie ist. Aber selbstverständlich lasse ich mich eines Besseren belehren.

Andererseits würde das, wenn es denn wirklich so wäre, an meinem Post nur zwei Wörter ändern: streiche "oder Johanna"
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon littlebee » Di 14. Sep 2010, 20:07

dimaew hat geschrieben:Bisher habe aus den Posts Johanna's zu verschiedenen Themen nicht herauslesen können, dass sie weiß, was Ironie ist. Aber selbstverständlich lasse ich mich eines Besseren belehren.
Andererseits würde das, wenn es denn wirklich so wäre, an meinem Post nur zwei Wörter ändern: streiche "oder Johanna"


Hallo dimaew,
ich bin diesbezüglich selber noch unschlüssig und wollte auch nicht die Reaktionen darauf in Frage stellen :wink:

Dachte nur, dass Johanna vielleicht die Chance zur Erklärung nutzt/hat, bevor sich alles um diesen Beitrag dreht- denn eigentlich finde ich die Ausgangsfrage durchaus spannend und es wäre schade, wenn er durch dadurch unnötig zerflückt wird...
...auch wenn ich zur direkten Fragestellung nichts beizutragen habe, da ich zu dieser "Problematik" nichts sagen kann.

Also @Johanna vielleicht kann Licht ins Dunkel gebracht werden?

Liebe Grüße,
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon Elsass » Mi 15. Sep 2010, 11:36

dimaew hat geschrieben:. . . nicht herauslesen können, dass sie weiß, was Ironie ist
Ich hatte den amuesanten Beitrag ueber indigene Schrumpfgermanen und schnellbruetende Mueslimaenner :^o schon vor Tagen zum fred "lach mal wieder :lol: " verlinkt
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon dimaew » Mi 15. Sep 2010, 13:27

Im Grunde hast Du ja völlig Recht, Elsass.
Ich kann über solche Aussagen allerdings nicht wirklich lachen. Sie zeigen - vielleicht ungewollt - eine geistige Haltung, die genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich erreichen will. Statt "Integration" und Verständigung der Menschen untereinander wird Trennung, Grüppchenbildung und Abschottung gepredigt. Das führt nicht zu weniger Konflikten, sondern zu mehr. Und es gibt leider viel zu viele Menschen, denen die möglicherweise gewollte Ironie völlig fremd ist, die solches Geschreibsel bitterernst nehmen.
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon brasio » Mi 15. Sep 2010, 14:57

dimaew hat geschrieben: ... Sie zeigen - vielleicht ungewollt - eine geistige Haltung, die genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie eigentlich erreichen will....


so ist es - übrigens auch bei dem vorangegangenen Kommentar aus Sachsen, der die Schreiberin offensichtlich noch beflügelt hat. Derlei Aussagen zeigen doch schon exemplarisch die möglichen Auswirkungen der hiesigen "Integrationsdebatte" für Brasilianer-/Innen auf.

In Deutschland sollen ca. 14 Millionen Ausländer leben, davon ca. 30 Tsd Brasilianer. Und obwohl der brasilianische Anteil an Ausländern in Deutschland sich im Promillebereich bewegt, wäre eine mögliche Umsetzung restriktiver(er) Maßnahmen im Verhältnis 1 : 1 zu befürchten -
so ähnlich war das ja schon z.B. mit der Einführung des Sprachtests für Nicht-EU Bürger und damit eben (auch) Brasilianer-/Innen. Dass dem seinerzeit schon die Diskussion über u.a muslimischen Zwangsehen vorausgegangen war, zeigt das krasse Missverhältnis zwischen Ursache der Integrationsdebatte und Wirkung auf Brasilianer-/Innen in Deutschland.
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon Sulista » Mi 15. Sep 2010, 16:04

brasio hat geschrieben:In Deutschland sollen ca. 14 Millionen Ausländer leben, davon ca. 30 Tsd Brasilianer. Und obwohl der brasilianische Anteil an Ausländern in Deutschland sich im Promillebereich bewegt, wäre eine mögliche Umsetzung restriktiver(er) Maßnahmen im Verhältnis 1 : 1 zu befürchten -
so ähnlich war das ja schon z.B. mit der Einführung des Sprachtests für Nicht-EU Bürger und damit eben (auch) Brasilianer-/Innen. Dass dem seinerzeit schon die Diskussion über u.a muslimischen Zwangsehen vorausgegangen war, zeigt das krasse Missverhältnis zwischen Ursache der Integrationsdebatte und Wirkung auf Brasilianer-/Innen in Deutschland.


Wobei ich die Auswirkung auf BrasilianerInnen in keinstem Falle negativ empfinde. Es gab hier doch vor einiger Zeit die Diskussion über BrasilianerInnen in Deutschland die nur unter ihresgleichen sind, Kontakt zu Deutschen meiden und nicht die Sprache lernen wollen (Anm: Das Niveau des A1 Kurses entspricht ungefähr dem eines 6-jährigen Kindes. Sollte also für niemanden eine unbezwingbare Hürde darstellen). Wenn diese Gruppe unter solchen Maßnahmen zu "leiden" hat, haben wohl die wenigsten ein Problem damit. BrasilianerInnen die den Willen zur Integration haben, werden wohl kaum etwas befürchten müssen. (Merke: BrasilianerInnen kann in diesem Absatz auch durch AusländerInnen ersetzt werden :wink: )

Wahrscheinlich wird es von seiten der Politik mal wieder reinen Aktionismus in Form von ein paar nicht durchdachte Schnellschüsse geben, damit man dem Wähler zeigt, dass etwas getan wird. Dabei würde es schon reichen, wenn man die vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen würde.
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon San Antonio » Mi 15. Sep 2010, 16:30

Sulista hat geschrieben:
(Anm: Das Niveau des A1 Kurses entspricht ungefähr dem eines 6-jährigen Kindes. Sollte also für niemanden eine unbezwingbare Hürde darstellen).


Also, dann geht es ja erst richtig los. Integrationskurs mit 645 Stunden, A2 oder B1 Sprachdiplom. Denn nur damit gibt es die Aufentshaltsbewilligung . Durchfallerquote fuer B1 um die 95 Prozent.
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon Sulista » Mi 15. Sep 2010, 17:06

San Antonio hat geschrieben:Also, dann geht es ja erst richtig los. Integrationskurs mit 645 Stunden, A2 oder B1 Sprachdiplom. Denn nur damit gibt es die Aufentshaltsbewilligung . Durchfallerquote fuer B1 um die 95 Prozent.


Als ich das letzte mal vor einem Jahr gekuckt habe war es noch A1.

Wenn man an einer Sprachschule alle Kurse glatt durchläuft und mitkommt, dann kann man es bis B1 in 36 Wochen schaffen.

Sicher werden dies wohl nur die Ambitioniertesten oder Talentiertesten schaffen, aber sind die 95% die allgemeine Durchfallquote oder die Durchfallquote im 1. Versuch? Beim ersten Versuch würde es mich nicht wundern, aber allgemein wird es wohl kaum sein. Die deutsche Sprache ist zwar schwer, aber auch keine Quantenphysik.

Aber auf der anderen Seite hat ein Einwanderer 3 Jahre Zeit für B1 bis er nach Hause geschickt wird und in der Zeit ist es defnitiv machbar.

Schau dir mal hier die Beispielprüfung an:
http://www.goethe.de/lrn/pro/ZD-online/ZD.htm
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon San Antonio » Mi 15. Sep 2010, 17:22

B1 ist nur fuer diejenigen, die spaeter einen deutschen Reisepass haben wollen.

A2 reicht für AE
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon cabof » Sa 18. Sep 2010, 07:43

Ich habe mir nicht alles durchgelesen... Integration (Eingliederung in die Gesellschaft) was
derzeit in der Presse kursiert ist nichts anderes als populistischer Hohn und Stoff für Halb-
hirne am Stammtisch. Der erste Schritt soll die Erlernung der Sprache sein... schön und gut,
wird zwangsweise hingenommen um überhaupt irgendein Papier für den Aufenthalt in DE zu
bekommen, danach kommt nichts mehr. Meine brasil. Bekannte (gute Freundin) ist seit über
15 Jahre hier, war mal verheiratet und danach hatte sie nur Lebensgemeinschaften mit A...
löchern die sie fürs Bett und putzen gebrauchten, sprachen allesamt kein portg. und ihr
deutsch hat auch keine großen Fortschritte gemacht. Sie hat jetzt die Staatsbürgerschaft
beantragt, div. Kurse besucht aber die Prüfung nicht mit 100% geschafft, das nach 15
Jahren Daueraufenthalt...... ihr Freundeskreis - na ja sage mal so - ist eine Kirchengemeinde
"evangelico" auf brasil. Ebene - Brauchtum wie Karneval, Oktoberfest oder ähnliches wird
komplett abgelehnt (Teufelswerk). Jetzt auf Reisen mit meiner Holden haben wir viel über
solche Themen gesprochen, auch sie ist der Meinung, wenn man sich für ein Land entscheidet
sollte man sich auch etwas mit seinem neuen Umfeld befassen und nicht sofort in eine Gruppe
stürzen (iE Brasilien) und den Rest vergessen, dann sollte man gleich zu Hause bleiben. Sie
vertritt auch die Meinung, dass die brasil. Einwanderungspolitik restriktiver und besser ist als
in DE - kurzum, die Bundaregierung sollte nicht so großzügig mit den finanz. Hilfen umgehen
und wenn es hier kein Geld für lau mehr gibt hat sich das Problem von alleine gelöst. Diese
Grüppchenbildung gibt es auch in Brasilien, ihr fielen da die Japaner ein - gibt es sicherlich
noch mehr.... wen stört das in Brasilien? Niemanden! Warum? Das Gros der Bevölkerung hat
andere Sorgen und Probleme - und die meisten kämpfen tag-täglich ums Überleben und eine
warme Mahlzeit.... scharf formuliert.
PS. meine pers. Meinung: eine Integration findet ja noch nicht einmal in der Ur-deutschen
Bevölkerung statt, Autonome, Links- und Rechtsradikale, kriminelle Vereinigungen, - na ja.
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